Müdigkeit, verfettete Leber und Amalgam?

15.07.08 20:54 #1
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Müdigkeit, verfettete Leber und Amalgam?
Männlich Bodo
Hallo Margie.

Zitat von margie Beitrag anzeigen
Du musst bei beiden Krankheiten bedenken, dass beide Krankheiten eine lebenslängliche Therapie erfordern und man sich schon sicher sein sollte, dass man die Krankheit hat, bevor man therapiert.
Was mich sehr interessiert, ist, wie eine geeignete Therapie des MW aussieht bzw.
aussehen könnte. Hältst Du hier regelmäßige DMPS-Gaben intravenös für zielführend,
und wenn ja, könnte diesbezüglich durch Kupferabbau eine Genesung ermöglicht werden?

Nachtrag:

Danke an Pita für den Link. Entsprechend kann jetzt auf das Thema DMPS/D-Penicillamin/Hämolyse/Niere
im Thread eingegangen werden.



Viele Grüße, Bodo

Geändert von Bodo (16.07.08 um 16:15 Uhr)

Müdigkeit, verfettete Leber und Amalgam?

pita ist offline
Beiträge: 2.883
Seit: 08.04.07
Diese Frage hat Margie bereits beantwortet:

http://www.symptome.ch/vbboard/morbu...tml#post176946

Müdigkeit, verfettete Leber und Amalgam?

pita ist offline
Beiträge: 2.883
Seit: 08.04.07
Zitat von DerTom Beitrag anzeigen
Der Hausarzt hat mir schon die Möglichkeit eines Aderlasses angeboten gehabt nach der ersten Untersuchung wo der erhöhte Hämoglobin Wert festgestellt wurde.

Wie schnell stellt sich eine Besserung ein nach einem Aderlass?
Ich weiss nicht ob es hiermit zusammenhängen kann, aber beim letzten mal Bult abgeben (ca 40-50ml) habe ich mich im Kopf in Fünkchen "lockerer" gefühlt.. kann das damit zusammen hängen, oder ist das einfach eine ganz normale Reaktion?
Hallo Tom

Lass erstmal die beiden genannten Werte überprüfen, dann weisst Du, ob Hämochromatose infrage kommt, oder ob bezüglich Hämoglobin und Leberwerte weiter gesucht werden muss.

Falls sich herausstellt, dass Hämochromatose vorliegt, ist das kein Beinbruch .
Der obere Normalwert für Ferritin wird bei Gesunden mit ca. 300 angegeben. Bei genetischer Disposition für Hämochromatose gilt dieser allerdings nicht und er muss mittels Aderlässen auf 20 gesenkt werden und lebenslang zwischen 20 und 50 gehalten werden.

Oft werden zu Beginn Aderlässe wöchentlich mit 500 ml durchgeführt (je nach körperlicher Konstitution und immer bei Hämoglobin mindestens knapp unter dem Normalwert). Allerdings muss man sich da auch "selber lieb" sein und u.U. die Intervalle, resp. die Menge anpassen, denn mit dem überschüssigen Eisen gehen natürlich auch gleichzeitig viele wertvolle Blutbestandteile verloren.

Liebe Grüsse
pita

Müdigkeit, verfettete Leber und Amalgam?

margie ist offline
Beiträge: 4.490
Seit: 02.01.05
Hallo Bodo,

Was mich sehr interessiert, ist, wie eine geeignete Therapie des MW aussieht bzw.
aussehen könnte. Hältst Du hier regelmäßige DMPS-Gaben intravenös für zielführend,
und wenn ja, könnte diesbezüglich durch Kupferabbau eine Genesung ermöglicht werden?
MW wird durch 3 Mal tägliche Einnahmen von Chelatbildnern und/oder hochdosiert Zink therapiert. Man muss immer zwischen den Mahlzeiten die Medikamente nehmen, also möglichst nüchtern, weil sie zum Essen eingenommen an Wirkung stark verlieren.
Bei den Chelatbildnern gibt es für die MW-Therapie nur D-Penicillamin und Trientine.
Siehe auch hier:
MorbusWilsonEV

Anders, also mit Infusionen (wie soll man diese 3 Mal tgl. verabreichen können?) gibt es keine MW-Therapie und ich würde es selbst nie wagen, sie anders durchführen zu wollen. Das Risiko, dass die Leber das nicht mitmacht, wäre mir zu groß und ich wollte auch kein Versuchskaninchen sein, bei dem zum ersten Mal MW auf andere Weise versuchsweise therapiert wird.

Wichtig scheint zu sein, dass die Medikamente mehrmals täglich eingenommen werden, also im Minimum liest man 2 Mal täglich, wenn es mit 3 Mal täglich nicht klappt.
Man will ja mit der Therapie auch das in der Nahrung enthaltene Kupfer abfangen und da man auch meist 3 Mal täglich isst, richtig sich die Therapie schon auch nach der Nahrungsaufnahme.
Ich nehme an, dass es auch für die Leber wichtig ist, dass die Therapie so, wie erprobt, durchgeführt wird.

DMPS wird in der Wilson-Therapie nicht angewendet und dazu habe ich ja schon in dem von Pita oben genannten Thread etwas geschrieben.

Gruß
margie
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Müdigkeit, verfettete Leber und Amalgam?
Männlich Bodo
Hallo Margie.

Das ist ein sehr spannendes Thema, und es wäre großartig, wenn den
MW-PatientInnen mit DMPS eine weit verträglichere Entgiftungsalternative
angeboten werden könnte, als es das D-Penicillamin darstellt.

Bin sehr am Thema interessiert und werde mich - was DMPS und MW betrifft -
die kommenden Tage einarbeiten, auch Kontakt mit dem Hersteller aufnehmen.





Viele Grüße, Bodo

Müdigkeit, verfettete Leber und Amalgam?

Rübe ist offline
Beiträge: 3.257
Seit: 22.11.07
Hallo Tom,

kommt mir alles ziemlich bekannt vor was Du schreibst (dachte ich les meine eigene Geschichte).
Ich war auch so um die 30 als alles so allmählich (schleichend) begann.
Mir wurden ab dem 1. Schuljahr bis zuletzt 18 dieser Giftbomben in die Zähne gestopft (natürlich zwischendurch immer wieder ein paar erneuert)!

Also ich kann definitiv sagen, dass bei mir die Amalgamfüllungen die Ursache meines übelsten Zustandes waren, da nach korrekter Sanierung und einigen DMPS-Infusionen schon nach ein paar Monaten danach, eine merkliche Zustandsbesserung zu verzeichnen ist.

Des weiteren habe ich eine ABSOLUTE Unverträglichkeit gegen Alkohol, der kleinste Tropfen reicht aus um mich flach zu legen, nicht zu dröhnen, sondern effektiv flach zu legen, wie bei einer Vergiftung.
Da sollte man auch an Borreliose denken. Alkohol-Unverträglichkeit ist eines der Symptome einer Borreliose.
www.borna-borreliose-herpes.de/borreliose/symptome_mensch.htm
Schwindel, Gleichgewichtsstörungen und Koordinationsstörungen oft verbunden mit diffusen Kopfschmerzen (Neu aufgetretene) Alkoholunverträglichkeit, auch für nur kleine Alkoholmengen
Bei mir war es genauso (hab keinen Tropfen mehr vertragen) und dann wurde mittels diesen Testes www.mlhb.de/uploads/media/LTT_und_CD57-Nachweis_zur_Diagnostik_der_Lyme-Borreliose__kl__080208.pdf festgestellt, dass ich mich auch noch mit einer Borreliose rumplage.

Chronische Quecksilbervergiftung durch Amalgam und Borreliose werden oft zusammen diagnostiziert.
www.borna-borreliose-herpes.de/borreliose/Borreliose

Auch wenn statistisch gesehen 9 von 10 Infizierten mit einem reaktionsfähigen, noch unbelasteten Immunsystem durch eine Antibiose in der Frühphase mit der Borrelien-infektion fertig zu werden scheinen, bleiben doch 10 % übrig, die schwer und langwierig krank werden. Die gilt v.a., wenn ihr Immunsystem bereits eine Vorschädigung z.B. durch eine chronische Quecksilberbelastung bei Amalgamfüllungen der Zähne erlitten hat.
Aber diese ca. 10 %, die statistisch jährlich chronisch krank werden nach einer Borrelieninfektion,
sind in Deutschland allein zwischen 10 000-50 000 Menschen!
aus www.viathen.de/media/pdf/Borreliosebrosch-re_v12.pdf

Gruß
Rübe
__________________
Der Gesunde hat viele Wünsche, der Kranke/Vergiftete nur einen!

Müdigkeit, verfettete Leber und Amalgam?
Binnie
Hallo Margie,

in dem von Pita erwähnten Thread schreibst Du, dass DMPS angeblich zur Hämolyse führen würde. Gibt es darüber Studien / Nachweise, also irgendwas wo man das genauer nachlesen kann ?

Danke schon mal!

Müdigkeit, verfettete Leber und Amalgam?

DerTom ist offline
Themenstarter Beiträge: 47
Seit: 15.07.08
oha, hier ist ja einiges geschrieben worden seit meinem letzten Login :-D

Hallo Pita, Margie, Rübe und Bodo,

vielen Dank für eure Informationen, ich habe mir die Beschreibungen durchgelesen und finde viel vertrautes darin.

Ich habe morgen früher einen Termin bei meinem Arzt um die Resultate zu erläutern, ich habe mir schon eine Kopie meiner Unterlagen angefordert :-)

Im ersten Schritt werde ich ihn noch nach Borreliose, Ferritin und der Transferritin Sättigung suchen lassen, bzw das Labor.

So lange halt ich mich an einem Mittel fest dass ich in einer Natur Drogerie erhalten habe, es nennt sich Hepasan Presslingen, bestehend aus Mariendistelfrüchte Extrakt (Sylmarin), Löwenzahn Pulver, Artischocken Trockenextrackt.

Auf Rat der Drogistin dort habe ich mir auch noch Chlorella Presslinge geben lassen und nehme die Dinger jetzt fleissig ;-)

Ich hoffe dass ich damit mehr helfe als schade... Als Laie ist es schwer abzuwägen ob man nun dem Körper hilft oder ihm mit den besten Absichten schadet...

Müdigkeit, verfettete Leber und Amalgam?

margie ist offline
Beiträge: 4.490
Seit: 02.01.05
Zitat Bodo:
Das ist ein sehr spannendes Thema, und es wäre großartig, wenn den
MW-PatientInnen mit DMPS eine weit verträglichere Entgiftungsalternative
angeboten werden könnte, als es das D-Penicillamin darstellt
D-Penicillamin würde ich auch nie nehmen. Das ist die Billigtherapie bei MW und die, die am meisten Nebenwirkungen hat.
Trientine gilt als viel besser in der MW-Therapie.

Ein Chelatbildner muss täglich 3 Mal genommen werden können, wenn er bei MW eingesetzt werden soll. Das ist bei DMPS doch nicht zu machen, selbst wenn DMPS genauso wirksam sein sollte, was ich nicht beurteilen kann.

Zitat Binnie:
in dem von Pita erwähnten Thread schreibst Du, dass DMPS angeblich zur Hämolyse führen würde
Dies wurde mir mal von jemandem geschrieben mit englicher Quellenangabe, als es um Therapien mit Chelatbildnern ging. Da ich nicht vorhatte, DMPS zu nehmen, habe ich mir die Fundstelle auch nicht gemerkt.

Habe mal gegoogelt mit Stichworten DMPS und Hemolysis und folgendes gefunden:
Dimercaptopropane sulfonate (DMPS) worsens copper-induced hemolysis in vitro
Allerdings nur in der Auflistung von GOOGLE unter Nr. 5 der erscheinenden Antworten.
Aber das ist nicht die Fundstelle, die man mir mal gemailt hatte.
Es hieß darin, dass DMPS als Nebenwirkung eine Hämolyse machen könne. d. h. eine Nebenwirkung kann, muss aber nicht auftreten.
Evtl. sind die Menschen dann davon eher betroffen, die bereits eine latente Hämolyse haben?

Gruß
margie
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Müdigkeit, verfettete Leber und Amalgam?

Sine ist offline
Beiträge: 3.368
Seit: 15.10.06
Hallo Tom.
Bis abgeklärt ist, ob du eventuell an der Eisenspeicherkrankheit leidest, würde ich mit der Einnahme von Chlorella zuwarten.
Chlorella enthält Eisen und da schon der leise Verdacht auf Hämochromatose besteht, würde ich mit Extraportionen Eisen vorsichtig sein.
EISEN: CHLORELLA enthält 12 mal so viel Eisen wie Spirulina.
Quelle: www.schaufler-office.de/chlorella.htm

Liebe Grüsse, Sine


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