Multiple Symptome

02.04.08 15:21 #1
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kimberly ist offline
Beiträge: 7
Seit: 02.04.08
Ja, hier ist meine "Krankengeschichte":

Im Alter von 19 Jahren (1958) hatte ich die ersten Symptome, die mich sehr verunsicherten. Ich bekam bei der Arbeit (Telefonistin und Telegrafistin) ein watteähnliches Gefühl im Kopf und Geräusche, die ich als „Kopfgeräusche“ wahrnahm, es waren irgendwie Knistergeräusche, die möglicherweise Knirschgeräusche meiner Halswirbelsäule waren. Ich nahm die Geräusche z.B. wahr, wenn ich die Treppe herunterging oder den Kopf bewegte. Gleichzeitig hatte ich beim Liegen auf der rechten Seite ein strömendes Pulsgeräusch im Ohr. Kurze Zeit später entwickelten sich rechtsseitige Kopfschmerzen und Benommenheit im Kopf.

Im linken Bein stellte sich ein seltsames Schwächegefühl ein, das ich nur hatte, wenn die Beschwerden kamen. (Dieses Schwächegefühl habe ich nur noch manchmal.) Außerdem ein Kribbeln auf der rechten Kopfseite. Ich hatte sofort Angst, einen Hirntumor zu haben, sprach aber mit niemandem darüber, weil ich meinte, sowieso bald sterben zu müssen. Es kamen nach und nach mehr Symptome dazu: Muskelzucken und ein seltsames "Muskelflirren" am ganzen Körper, manchmal Gänsehaut irgendwo am Körper ohne dass ich fror. Manchmal auch ein Gänsehautgefühl auf dem Kopf. Außerdem hatte ich ein Gefühl, als ob mein Kopf zu schwer für meinen Hals wäre. Die Augenmuskeln des rechten Auges schmerzten beim Bewegen.
Meine Symptome verschwanden wieder. Sie meldeten sich später wieder zurück, die Kopfschmerzen nahmen zu.

Ich ging zum Arzt, der ein Röntgenbild von meinem Schädel machte und mich zum Neurologen schickte. Ich wurde untersucht, zum Augenarzt geschickt und mit der Diagnose: vegetative Übererregbarkeit nach Hause geschickt. Ich bekam Tropfen, die jedoch nicht halfen. Es ging mir aber dann relativ schnell wieder gut. Ich bekam mein erstes Kind, die Schwangerschaft war problemlos, es ging mir gut. Als ich mit meinem 2. Sohn schwanger war (nach 1,5 Jahren), kamen die Beschwerden wieder, diesmal sehr heftig, auch über die Geburt hinaus. Es ging mir zeitweise so schlecht, dass ich kaum die Kinder versorgen konnte, musste es aber, da keine Verwandten in der Nähe waren und mein Mann berufstätig war. Am Hals und Nacken hatte ich oft ein Gefühl, als ob mir alles zugeschnürt würde. Im Sommer des gleichen Jahres hatte ich wieder eine längere symptomfreie Zeit. Meine Tochter wurde geboren.

Als meine Tochter 3 Jahre alt war (1975), bekam ich meinen ersten Hörsturz, der – da das Phänomen weitgehend unbekannt war – mit Psychopharmaka behandelt wurde. Mich holte die Angst wieder ein, da das Thema „Hirntumor“ wieder aktuell wurde. Ich behielt ein dauerndes Ohrgeräusch davon zurück sowie eine geringgradige Hörminderung, außerdem war ich längere Zeit extrem geräuschempfindlich, was mir auch große Angst machte. In der Folgezeit hatte ich öfter Lumbago und eine schwere therapieresistente Ischialgie ohne Entzündungszeichen, die viele Monate dauerte. Als nichts mehr half bekam ich Vitamin B12-Spritzen und Unterwassermassage. In der Folgezeit litt ich wieder verstärkt unter Kopfschmerzen, Angst und zeitweise Schwindel- oder eher Benommenheitsgefühl. Ich ging zu einer anderen Neurologin, die ein EEG veranlasste, das ohne Befund war. Ich bekam Benzodiazepine. Zuerst war ich beruhigt, fing aber damals schon an, mir Literatur über Gehirnerkrankungen zu besorgen. Demzufolge war die Beruhigung nicht von langer Dauer. Aber die Beschwerden verschwanden erneut, es ging mir wieder gut.

Nach etwa 2 Jahren hatte ich wieder Beschwerden, die aber nach kurzer Zeit wieder von selbst verschwanden, so hatte ich zeitweise morgens nach dem Aufstehen starke Kopfschmerzen, die vom Hinterkopf kamen und Benommenheitsgefühle, die sich aber von selbst über den Tag wieder zurückbildeten. Ich brachte die Beschwerden mit meiner Halswirbelsäule in Zusammenhang. Das hab ich auch heute es erstreckt sich dann über den ganzen Tag.

Etwa 1993/94 hatte ich nachweislich einen Zeckenbiss mit dem bekannten roten Ring um die Einstichstelle, der sich wochenlang hielt. Ich bekam ein Antibiotikum für ca. 10 Tage. Lt. meinem Hausarzt zeigte die Blutuntersuchung keine Antikörper. Ich hatte übrigens sehr oft Zecken in der Haut, wobei sich aber keine Rötung bildete.

Ich bekam Schmerzen in der Schulter und einen Tennisellenbogen (rechtsseitig). Ich ging zum Orthopäden, um meine HWS untersuchen zu lassen. Er sagte mir auf meine Frage: in Ihrer HWS sieht es aus „wie Kraut und Rüben“. Ich bekam Krankengymnastik, die mir auch ganz gut tat. Meine damalige Hausärztin sprach den Verdacht aus, dass ich evtl. von Tranquilizern abhängig sei, was ich mir jedoch nicht vorstellen kann, da ich nie Absetzerscheinungen hatte und die Tabletten nie über längere Zeit (Monate) genommen habe.

Vor ca. 1,5 Jahren hatte ich eine erste Angstattacke mit Blutdruckkrise, ich fuhr zum Krankenhaus, bekam Beruhigungsmittel und konnte wieder nach Hause. Diese Attacken haben sich mittlerweile wiederholt und es geht mir seitdem durchgehend nicht mehr gut. Ich bin seit einem Jahr in psychotherapeutischer Behandlung (Verhaltenstherapie), aber meine Angstzustände kriege ich nicht in den Griff. Ich fürchte depressiv zu sein und weiß nicht, wie ich mich aus diesem Teufelskreis befreien kann. Ich habe irgendwie die Freude am Leben verloren. Wenn mich die Angstzustände überfallen, fühle ich mich machtlos. Manchmal ist es so schlimm, dass ich mir kaum noch zu helfen weiß.
Es wurden bei mir verschiedene Medikamente eingesetzt, und zwar Opipramol, Buspiron, Paroxetin, Imipramin, die alle samt kein Resultat zeigten.
Ich laufe von Arzt zu Arzt und habe ständig neue Beschwerden, (z. B. ein pulssynchrones Zischen im rechten Ohr, das lt. HNO aber harmlos ist. Ich bemerke es morgens als erstes, wenn ich wach werde.
Muskelzucken habe ich andauernd, bemerke ich aber meistens erst, wenn ich im Bett liege. Außerdem zittern mir die Hände, manchmal auch die Arme. Ich habe insgesamt das Gefühl, dass ich nervlich überhaupt nicht mehr belastbar bin. Stress kann ich überhaupt nicht mehr haben, dann werde ich total nervös.
Ich war in den letzten Jahren bei diversen Ärzten, wobei ich mich damit selbst absolut unwohl gefühlt habe. Ich suche eben nach einem Grund für die Symptome. HNO-ärztlich ist auch fast alles abgeklärt (im Oktober letzten Jahres wurden die nötigen Untersuchungen wie Hirnstammaudiometrie, Gleichgewichtsprüfung etc. gemacht nachdem ich wieder einen Hörsturz hatte). Das Gehör hat sich aber nicht verschlechtert.
Ich war beim Kardiologen, Herzultraschall, Langzeit-EKG, Belastungs-EKG und Ultraschall der Halsgefäße, alles ok.
Vor 5 Wochen bekam ich Schwindelanfälle, die als Lagerungsschwindel diagnostiziert wurden. Der Schwindel ist besser, aber oftmals, besonders beim Bücken, ist mir noch schwindlig. Das sei normal wurde mir gesagt. Gleichzeitig erhielt ich eine Überweisung zum Orthopäden. Es wurde von dort empfohlen, ein MRT der HWS zu machen.
Der Schwindel ist wieder da, beim Hinlegen und Aufstehen bekomme ich Drehschwindel. Ich muss dazu sagen, dass ich meine HWS oftmals selbst „einrenke“, wenn ich mich unwohl fühle. Ich weiß nicht, ob das bereits zu Schwindel führen kann. Ich bekomme den Schwindel ebenfalls, wenn ich etwas überkopf tue.
Im Juni wurde erneut ein EEG gemacht, es war o.B.

Ich wurde vom HNO zum CT der HWS geschickt. Befund: 2 Bandscheibenvorfälle, 2 –vorwölbungen, 1 x (C7/Th1) Einengung des Neuroforamens. Auf Befragen des Orthopäden machen Bandscheibenvorfälle keinen Schwindel.
Beurteilung des Radiologen: links paramedianer NPP c4/5, dorsomedianer NPP c5/6, Osteochondrose mit Retrospondylose und mittelgradiger Einengung der Neuroforamen c6/7. Außerdem meinte mein Orthopäde, dass der Atlas verschoben ist.

Das MRT des Kopfes ist nach Aussage des Radiologen unauffällig und altersgerecht, der HNO hat außerdem nochmals eine Hirnstammaudiometrie gemacht, die auch in Ordnung war. Allerdings hat der Neurologe von einer Atrophie gesprochen, die nach seiner Aussage aber nichts mit Alzheimer zu tun hat. Da der HNO aber bei der Befundbesprechung nur gesagt hat, dass soweit alles ok ist, hab ich mich erst mal damit zufrieden gegeben. Aber es hat mich natürlich trotz allem beschäftigt.

Ich bekam Bescheid, dass die Borreliosediagnostik nichts ergeben hat. Ich schreibe nachstehend den Befund auf:
Borrelia burgdorferi IgG-AK < 0,3
Borrelia burgdorferi IgM-AK < 0,3
borrelienspezifische IgG Banden im Westernblot
Es stellt sich die bedingt spezifische kD 41 Flagellinbande dar
borrelienspezifische IgM Banden im Westernblot
Es stellen sich die bedingt spezifische kD 41 Flagellinbande sowie die kD 41 Spaltproduktbande von Borrelia garinii dar.
TPHA-Test < 1:20
Der Befund der Proteinelektrophorese war im Normbereich.

Ich war 2,5 Wochen in einer psychosomatischen Akutstation. Ich bekam das Antidepressivum Remergil, das bei mir außer extremer Müdigkeit keine Wirkung zeigte. Ich habe es nach zwei Wochen in Absprache mit der Ärztin schrittweise abgesetzt.

Erwähnen wollte ich noch, dass meine Rückenmuskulatur insgesamt total hart ist und beim Bewegen knarren die Muskeln regelrecht. Ich beobachte aber auch ständig, dass ich die Schultern krampfhaft nach oben gezogen habe, das ist schon Dauerzustand geworden. Ich versuche es ständig, „loszulassen“, aber im nächsten Moment ist der Zustand wieder der alte. Ich habe autogenes Training und PMR gelernt und erreiche trotzdem keine dauerhafte Entspannung.
Was kann ich nur tun?
Ich weiß nicht, ob ich schon erwähnt hatte, dass mir öfter unmittelbar nach dem Frühstück benommen im Kopf wird, dass dann der Puls schnell wird. Ich hab keine Ahnung, ob das mit der Blutverteilung im Körper zusammenhängt. Bin ich wirklich so ein Sensibelchen, dass ich auf alles reagiere?
Ich gehe nach wie vor zur Psychotherapie, aber ich spüre keine dauerhafte Besserung, das ganze Elend beginnt immer von vorn.
Morgens hab ich eine total verstopfte Nase, je nachdem auf welcher Seite ich liege. Ich bekomme dann einen Niesanfall, und die Nase ist wieder frei. Außerdem habe ich total müde und drückende Augen. Deshalb war ich schon bei 2 Augenärzten, die mir x verschiedene Tropfen verordneten. Daraufhin ließ ich mir einen Termin in einer Uniklinik geben. Die Augentrockenheit wurde bestätigt, die Ärztin sagte, dass man neuerdings mit Eigenblut behandelt, aber das alles muss man selbst bezahlen!!!

Der Schwindel hat sich zurückgemeldet vor 1,5 Wochen. Beim Aufstehen morgens bekam ich einen Drehschwindel. Geblieben ist ein ständiges diffuses Schwindelgefühl und das Gefühl, bei Kopfbewegung irgendwie kurz „wegzutreten“.
Heute war ich beim Neurologen. Ich sprach ihn auf Borreliose an, er bat mich, mich bis morgen (10.02.06) zu entscheiden, ob ich eine Liquorpunktion durchführen will. Er sagte: „Ich kann Sie mit einem Antidepressivum behandeln, ich sag Ihnen aber gleich, dass die alle dick machen!“??? Hat mich sehr beruhigt!!!
Ich habe die Liquorpunktion nicht machen lassen, weil mir meine Hausärztin (Allgemeinmedizinerin) gesagt hat, das käme einer Körperverletzung gleich und würde überhaupt nichts bringen.
Sie hat mir wieder ein Antidepressivum (Mirtazapin) verschrieben, das ich schon im Krankenhaus bekam, und das mich eigentlich nur müde gemacht hat. Weil es wieder nichts brachte, hat sie mir ein anderes Blutdruckmedikament verschrieben, das mich auch nur müde gemacht hat. Nun nehme ich mein „altes“ Medikament (Nebilet) wieder und stehe mehr oder weniger wieder mal am Anfang. Für den Fall der Fälle hat sie mir schon ein anderes Antidepressivum (Trevilor) verschrieben. Ich soll mit der Einnahme noch warten.

Im Januar 2007 war ich für vier Wochen im Klinikum Lahnhöhe und wurde dort ganzheitlich behandelt. Ich litt ziemlich unter Nackenkopfschmerzen, vor allem morgens. Ich wurde mit Craniosacraler Therapie behandelt. Insgesamt fühlte ich mich sehr gut aufgehoben dort, aber die Beschwerden sind nach wie vor da. Es wurde mir bei der Entlassung eine Langzeitpsychotherapie empfohlen, aber die Kasse genehmigt es nicht.
Ich habe einen Behandlungsversuch bei einer Heilpraktikerin unternommen. Sie gab mir osteopathische Behandlung und Vitamin B12, B6 und Folsäure Spritzen. Aber ich kann mir die Behandlung nicht leisten, es ist einfach zu teuer.
Es gab eine neue Überlegung. Ein Umweltmediziner in Rostock (Dr. Kuklinski) behandelt Patienten mit Beschwerden wie ich sie habe, mit diversen Therapien. Er ist der Meinung, dass viele Patienten eine HWS Verletzung schon seit der Kindheit haben können. Da hab ich natürlich einiges nachzuweisen, aber dazu müssen spezielle Untersuchungen (Funktions-Röntgen und Funktions-MRT) gemacht werden. Das bezahlt ebenfalls die Kasse nicht.

Ich hatte als Kind einen Treppensturz, außerdem diverse Auffahrunfälle mit dem Auto, außerdem ist mir vor ca. 20 Jahren ein schwerer Gegenstand auf den Kopf gefallen.
Ein Orthopäde hat mir damals Hypermobilität bescheinigt.

Was soll ich noch tun?

Multiple Symptome

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Kimberley,

es tut mir sehr leid, daß Du so viele Beschwerden hast. Die machen Dein Leben bestimmt sehr schwierig, und ich kann gut verstehen, daß die Freude am Leben oft sehr versteckt ist.

Ein bißchen erinnert mich Deine Geschichte an die von Julia, die Maxlohnee schildert: viele Einzelteilchen, die aber nicht wirklich zu einem Gesamtbild werden und vor allem: es wird kein gemeinsamer Nenner für eine Behandlung gefunden.
http://www.symptome.ch/vbboard/k-nnt...rven-haut.html
http://www.symptome.ch/vbboard/k-nnt...ergiftung.html

Wie sieht es denn mit Deinen Zähnen aus? Welche Füllungen bzw. Materialien wurden verwendet?

Wegen der Borreliose-Werte hoffe ich, daß sich noch jemand meldet, der sich da auskennt.

Grüsse,
Uta

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kimberly ist offline
Themenstarter Beiträge: 7
Seit: 02.04.08
Hallo Uta,
danke für schnelle Antwort und Danke dafür, dass du so viel Geduld hattest, meine außergewöhnlich lange Schilderung zu lesen!
Ja, mit der Borreliose das wird immer abgeschmettert, obwohl ich ein Erythem hatte. Es heißt immer, dass es keine Anhaltspunkte für eine AKTIVE Borreliose bei mir gäbe, und die Werte für eine überstandene Borreliose normal wären.
Und was die Zähne angeht:
ich habe Teleskopkronen mit Gold- und Platinlegierungen im Mund. Keine Ahnung, ob das irgend etwas auslösen kann. Außerdem habe ich die Kronen seit etwa 15 Jahren, und meine Beschwerden dauern ja schon viel länger an.
Gruß Kimberly

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Anne S. ist offline
Beiträge: 4.240
Seit: 28.03.05
Hallo kimberly,

wenn ich solche Geschichten wie Deine lese, kommen bei mir alle Details meiner Eigenen wieder an die Oberfläche und ich könnte glatt die Wände hoch gehen, dass so viele Ärzte mit Blindheit geschlagen sind.

Es wurde wie üblich viel untersucht, aber nach den Zähnen hat natürlich niemand geschaut.

Dieser Schwindel kann natürlich mit den Spätfolgen des Treppensturzes und den Autounfällen zusammenhängen. Solange die Halswirbel noch nicht abgenutzt waren, wurde manches noch kompensiert kommen Einengungen und Abnutzungen dazu führt es mit der Zeit zu Beschwerden.

Vielleicht kannst Du dich noch daran erinnern, ob mit Beginn deiner Beschwerden Zahnbehandlungen stattgefunden haben.
Wenn Du sehr elektrosensibel bist, hat das Einbringen von Amalgam oder anderen Metallen die Beschwerden bestimmt verstärkt.

Im Laufe der Jahre sind garantiert Zahnbehandlungen und neue Amalgamfüllungen hinzugekommen, und somit wundert mich eine stetige Verschlechterung nicht.

Mit deinem 1ten Kind hast Du dich vielleicht erst einmal entgiftet.

Es ist ganz verständlich, dass es dir mit der Psychotherapie nicht besser geht.
Du verschlimmerst mit den Medikamenten die Giftbelastung in deinem Körper.
Garantiert wurden nie die Cytochrome deiner Leber untersucht, aber die Psychopharmaka werden fleißig verordnet.

Mir wollte man auch immer Carbamazepin verordnen obwohl das Cyp2C9 fehlt und ich Carbamazepin überhaupt nicht verstoffwechseln kann.

Falls Du Amalgamfüllungen, Wurzelfüllungen, Brücken, Kronen oder Implantate hast würde ich Dir dringend raten ein Kieferpanorambild anfertigen zu lassen und von einem Herdspezialisten befunden lassen.

Liebe Grüße
Anne S.

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Mungg ist offline
Beiträge: 1.432
Seit: 07.05.06
Ja, mit der Borreliose das wird immer abgeschmettert, obwohl ich ein Erythem hatte. Es heißt immer, dass es keine Anhaltspunkte für eine AKTIVE Borreliose bei mir gäbe, und die Werte für eine überstandene Borreliose normal wären.
Du hast Antibiotika bekommen, leider ziemlich wenig. Frühe Antibiotikatherapien können die Antikörperproduktion beeinflussen. Die Tests weisen Antikörper nach. Versuch doch mal bei einem Spezi unterzukommen, der sich mit den Finten in der Diagnostik auskennt. Leider sind die Wartezeiten manchmal ziemlich lang. Vielleicht kann man dir im Deutschen Borrelioseforum weiterhelfen.
borrelioseforum.de

LG, Mungg
__________________
Borreliose ist ein Arschloch

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Thomas84 ist offline
Beiträge: 61
Seit: 08.03.07
Hallo Kimberly,
bei dir ist der Fall ja ziemlich klar. Die meisten deiner Symptome kommen eindeutig direkt oder indirekt von der Halswirbelsäule. Es spielt sich bei dir, genauso wie bei vielen anderen wohl alles im Kopfgelenk ab.

Hättest du nicht selber Dr.Kuklinski erwähnt, hätte ich es getan.
Zu Dr.Kuklinski solltest du aber wissen, dass er sich vor allem mit den Auswirkungen der Halswirbelsäule auf den Stoffwechsel befasst bzw. mit solchen Symptomen wie einer verstopften Nase am morgen. Ob bei dir der Stoffwechsel schon wirklich gestört ist lässt sich nicht so einfach sagen, dafür sprechen würde eine einsetzende Müdigkeit nach Kohlenhydratkonsum.
Dr.Kuklinski ist kein Orthopäde, auch wenn er natürlich recht viel über die HWS weiß. Falls du nicht weit weg wohnst ist es auf jeden Fall nicht falsch zu ihm zu fahren. Alternativ kannst du dir auch sein sehr ausführliches Buch über die HWS-Problematik "Das HWS-Trauma" kaufen, da steht so ziemlich alles drin, was er dir auch erzählen würde (vor allem, dass du Vit.B12 nehmen solltest).

Zur Diagnose ist ein Funktions-MRT bei Dr.Volle das beste was du machen kannst. Das kostet jedoch richtig Geld.
Alternativ könntest du auch erstmal Sandberg-Röntgenaufnahmen bei einem guten Orthopäden mit Kassenzulassung machen. Am besten wäre es, wenn der Orthopäde (vllt. auch Allgemeinmediziner) auch die Atlastherapie nach Arlen macht und dich damit gleich therapieren könnte.

Falls du noch mehr Diagnostik bezüglich deines Schwindels und anderen Sachen die mit deinem Kopf passieren erfahren willst, solltest du zu einem Otoneurologen mit speziellen Tests für die HWS gehen.

Alles was ich gerade geschrieben habe wird auch von Dr.Kuklinski empfohlen.

Thomas

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margie ist offline
Beiträge: 4.490
Seit: 02.01.05
Hallo Kimberly,

Das MRT des Kopfes ist nach Aussage des Radiologen unauffällig und altersgerecht, der HNO hat außerdem nochmals eine Hirnstammaudiometrie gemacht, die auch in Ordnung war. Allerdings hat der Neurologe von einer Atrophie gesprochen, die nach seiner Aussage aber nichts mit Alzheimer zu tun hat.
Frage mal den Neurologen, ob er M. Wilson für möglich hält? Ich hoffe, er weiß, welche Veränderungen M. Wilson im MRT machen kann.
Atrophie kann bei M. Wilson vorkommen und Deine Beschwerden passen sehr gut dazu.

Ich will nun hier nicht alles wiederholen, daher rate ich Dir, Dir den Thread
http://www.symptome.ch/vbboard/k-nnt...wohl-noch.html
ab Beitrag nr. 10 anzusehen. Dort habe ich viel über M. Wilson geschrieben.
Außerdem gibt es hier im Forum eine Rubrik für M. Wilson unter Erbkrankheiten.

Gruß
margie
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

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kimberly ist offline
Themenstarter Beiträge: 7
Seit: 02.04.08
Hallo an alle, die mir geantwortet haben:
ich finde es toll, dass Ihr so großen Anteil nehmt und mir so spontan antwortet. Ich hoffe, dass diese Mail an alle geht. Bin noch etwas verunsichert.
Also, ich hatte von Platinlegierungen gesprochen. Aber das war ein Irrtum: es ist Palladium, und es wurde mir gesagt, dass das ein ganz unbedenkliches Material ist.
Ich muss mir das alles erst noch einmal in Ruhe durchlesen. Aber eure Anregungen und Ratschläge sind sehr wertvoll für mich, und ich danke euch recht herzlich dafür.
Am Freitag hab ich einen Termin bei einem Orthopäden, dem ich beim letzten Mal das Buch von Dr. Kuklinski "Schwachstelle Genick" mitgenommen habe, der auch interessiert schien, aber doch so seine Bedenken geäußert hat. Auf jeden Fall werde ich ihn bitten, das Funktionsröntgen durchführen zu lassen. Mal sehen, was er meint. Ich melde mich danach wieder.
Gute Nacht an alle

Multiple Symptome

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Kimberly,

Palladium ist wohl genauso gefährlich als Zahnmaterial wie Amalgam. Es wurd einstens in die Zahn"medizin" eingeführt ohne vorherige Prüfungen auf toxische Wirkungen.

http://www.symptome.ch/vbboard/gifte...palladium.html
Alle Toxcenter.de-Artikel zum Thema 'Palladium'

Grüsse,
Uta

Multiple Symptome

kimberly ist offline
Themenstarter Beiträge: 7
Seit: 02.04.08
Hallo,
ich bin wieder da. War also gestern beim Orthopäden, dem ich die Broschüre von Herrn Dr. Kuklinski "Schwachstelle Genick" mitgenommen hatte.
Er hat mit mit craniosacraler Therapie behandelt. Nach den Empfindungen, die ich dabei hatte (komisches Kribbeln in der Nase) meinte er, das würde auf die Kopfgelenke hindeuten.
Heute gings mir über den Tag ziemlich besch..., benommener schwindliger Kopf. Aber der Arzt meinte, dass es zu einer Erstverschlimmerung kommen könnte.
Außerdem stellte er noch craniomandibuläre Dysfunktion fest.
Er will mir auch weiter helfen, wenn die Behandlung (er schlägt erst einmal drei vor, kostet eine ca. 75 Euro) nicht anschlägt.
Auf die Zahnmetalle angesprochen meinte er, dass das sein könnte, aber dass wir eins nach dem anderen angehen wollen und nicht gleich alles auf den Kopf stellen. Muss ich ihm Recht geben.
Ja, das war das neueste von mir.
Liebe Grüße Kimberly


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