Schwindel, Müdigkeit, Erschöpfung

02.07.13 21:29 #1
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Schwindel, Müdigkeit, Erschöpfung

margie ist offline
Beiträge: 4.489
Seit: 02.01.05
Zitat von Fruity Beitrag anzeigen
Nun habe ich meine Werte bekommen. Der Kupferwert liegt bei 1,00. Zink bei 5,9 und das Selen bei 89.




Nein, habe nichts dergleichen genommen.



Ich habe keine Medikamente eingenommen.

Liebe Grüße,
Fruity

Hallo Fruity,


Nun habe ich meine Werte bekommen. Der Kupferwert liegt bei 1,00. Zink bei 5,9 und das Selen bei 89.
Wie ist die Einheit beim jeweiligen Wert und wie hoch sind die Normwerte des Labors?
Sie stehen meist vor oder hinter den jeweiligen Werten.

Wenn Du den Befund nicht haben solltest, so könnte man auch die Normwerte im Leistungsverzeichnis des Labors finden. Dann wäre die Angabe des Labors hilfreich, denn jedes Labor hat im Internet Angaben zur Norm seiner Blutwerte.
Angenommen es war das Labor GANZIMMUN bzw. Kirkamm:
Dann wäre das Kupfer im untersten Normbereich (der Normbereich für Kupfer geht dort von 1,0 bis 1,3.
Zink wäre aber absolut erniedrigt, weil dort der Normbereich von 7,0 bis 8,0 geht.

Waren die Werte am selben Tag, an dem die Leukozyten erhöht gemessen wurden, abgenommen? Oder waren an dem Tag der Blutabnahme die Leukozyten wieder normal?



LG
Margie
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“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Geändert von margie (13.07.13 um 10:56 Uhr)

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Fruity ist offline
Themenstarter Beiträge: 19
Seit: 19.06.13
Diese 3 Werte wurden am zweiten Termin gemessen, die Leukozythen waren also schon wieder im Normalbereich.

Die Werte wurden im Vollblut gemessen und die Normbereiche sind folgende:

Selen: 89 (140-160)
Kupfer: 1 (1,10- 1,20)
Zink: 5,9 (7,30-7,70)

Freue mich sehr, wenn du mir deine Einschätzung dazu geben könntest.

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margie ist offline
Beiträge: 4.489
Seit: 02.01.05
Hallo Fruity,

beim Selen gibt es bei den einzelnen Laboren unterschiedliche Normwerte für Vollblutmessungen. Einige setzen den Normwert deutlich niedriger an als das Labor, das bei Dir die Werte bestimmt hat.
Es gibt unterschiedliche Meinungen zu Selen:
Selen soll man nicht so viel nehmen, weil es auch als giftig gilt. Zuviel Selen soll schädlich sein.
Googele mal hier im Forum und im Internet danach.
Ich würde nicht soooo viel Selen einnehmen.
Vielleicht würde ich an Deiner Stelle den Wert bei einem anderen Labor mit anderen Normbereich gegenkontrollieren lassen.

Welches Labor hat denn die Werte bestimmt?


Kupfer und Zink:
Für mich sind Deine Werte beim Kupfer und beim Zink mit einer Kupferstoffwechselstörung erklärbar.
Du hast vermutlich nicht zu wenig Kupfer. Der Kupferwert liegt ja so weit vom Normwert nicht weg und es gibt Labore wie GANZIMMUN, die den Normbereich nicht so eng definieren.
Bei GANZIMMUN wärst Du mit Deinem Wert gerade noch im Normbereich.

Das Zink ist deutlich erniedrigt und ich vermute, dass Du zu wenig Zink auch deshalb hast, weil Dein Kupfer nicht erniedrigt ist.
Bei jeder Leberkrankheit zum Beispiel hat man zuviel Kupfer. Dieses Kupfer ist dann aber in der Leber selbst, nicht aber im Blut. Ins Blut geht es erst dann, wenn die Leber es nicht mehr speichern kann, dann wenn sie zu sehr geschädigt ist.
Trotzdem der Körper in diesen Fällen zuviel Kupfer hat, ist Kupfer im Blut niedrig oder erniedrigt.
Das ist ganz speziell so bei der Kupferspeicherkrankheit (M. Wilson), aber auch andere Leberkrankheiten machen vermehrte Kupfereinlagerungen.

Ich würde immer, wenn das Kupfer irgendwie auffällig ist, das Coeruloplasmin bestimmen lassen. Das ist das Transportprotein für Kupfer.
Ist das erniedrigt oder im unteren Normbereich so sollte man überlegen, ob man den M.Wilson nicht weiter untersucht.
Allerdings sollte man bei der Blutabnahme keine Entzündung und keinen Infekt haben. Das sollte man durch die Bestimmung von Entzündungswerten wie CRP, Leukozyten, LDH ausschließen.

Wie ich schon schrieb und wie Du es oft auch lesen wirst, verdrängt Zink das Kupfer.
Kupfermangel ist extremst selten und wenn, jemand einen Kupfermangel hat, hat er mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht gleichzeitig einen so starken Zinkmangel. Eben, weil sich Kupfer und Zink gegenseitig verdrängen.
Zinkmangel ist hingegen sehr häufig.
Zinkmangel kommt sehr oft bei Leberkranken vor.
Gegen den Kupfermangel spricht auch, dass Du keine Blutarmut hast, d. h. normale Erythrozyten und normales Hämoglobin hast.

Ich habe das alles schon mal oben geschrieben.

Wenn Du Zink oder Kupfer einnimmst, ist die Blutuntersuchung auf diese beiden Substanzen für einige Zeit nach dem Absetzen gestört.
Zink soll z. B. das Kupfer im Urin noch monatelang nach dem Absetzen erniedrigen können. Das hängt sicher auch von der Menge des eingenommenen Zinks und der Zeitdauer der Einnahme ab.

Ich weiß, Deine Leberwerte sind normal.
Aber ich selbst habe mit 44 Jahren noch normale Leberwerte gehabt und immer wieder mal aber auch erhöhte Leberwerte. Wenn man aber die Leberwerte nicht mind. ein Mal im Monat bestimmt, so kann man evtl. erhöhte Leberwerte vielleicht nie aufspüren.
Meine erste Leberwerterhöhung hatte ich mit 32/33 Jahren.
Dabei bin ich von Geburt an leberkrank.

Ich will Dir mit diesem Beispiel nur verdeutlichen, dass normale Leberwerte bei der Leber nicht immer heißen, dass die Leber auch gesund ist.
Normale Leberwerte geben leider manchmal eine "trügerische Sicherheit". Das war bei mir auch so. Ich dachte immer, so schlimm kann es wohl nicht sein, wenn meine Leber kleine Knoten hat, da ich doch normale Leberwerte habe. Ich wußte damals nichts von Krankheiten, wie der Kupferspeicherkrankheit und dachte immer, da ich nicht trinke, kann ich doch nicht leberkrank sein. In meinem Fall war das falsch gedacht.


Ich will und kann nicht behaupten, dass Du nun leberkrank bist. Das kann man aus einmalig bestimmten Werten nun nicht folgern.

Vielleicht sollte man auch die relevanten Werte bei Dir noch ein weiteres Mal kontrollieren. Natürlich ohne vorherige Einnahme von Kupfer oder Zink, sonst ist es sinnlos.

Manchmal gibt es auch Laborfehler, sogar Verwechselungen des Blutes mit dem anderen Patienten soll es immer wieder geben.


LG
Margie
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“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Geändert von margie (14.07.13 um 11:15 Uhr)

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Fruity ist offline
Themenstarter Beiträge: 19
Seit: 19.06.13
Liebe Margie,
ich bedanke mich mal wieder für einen Input

Kupfermangel ist extremst selten und wenn, jemand einen Kupfermangel hat, hat er mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht gleichzeitig einen so starken Zinkmangel. Eben, weil sich Kupfer und Zink gegenseitig verdrängen.

Ich habe mich etwas in die Thematik eingelesen und beschlossen, dass Kupfer vorerst nicht einzunehmen.

Vielleicht sollte man auch die relevanten Werte bei Dir noch ein weiteres Mal kontrollieren. Natürlich ohne vorherige Einnahme von Kupfer oder Zink, sonst ist es sinnlos.

Ich habe nächste Woche einen Termin beim Internisten und werde das alles nochmal checken lassen.
Was mir hier noch spontan einfällt ist, dass ich absolut keinen Alkohol vertrage. Nach zwei Gläschen Wein ist am nächsten Tag eine Migräne fällig...Könnte durchaus auch zu einer Störung der Leber passen...Allerdings wurden sämtliche Organe bereits geschallt- alles in Ordnung...

Ich war mittlerweile beim Radiologen- dieser hat eine leichte Skoliose festgestellt. Ansonsten ohne Befund... Mein Arzt ist mittlerweile davon überzeugt, dass es sich um starke Verspannungen handelt, die diese Symptome auslösen. Ich kann aber irgendwie nicht glauben, dass alle Beschwerden davon kommen sollen. Zumal ich keine spürbaren Verspannungen habe !!! Auch der Physiotherapeut konnte im Nackenbereich keine schwerwiegenden Verspannungen erkennen. Es stimmt zwar, dass ich häufig Rückenschmerzen und Nackenschmerzen habe, aber ich bin nicht davon überzeugt, dass diese meine Symptome auslösen....

Einen Fortschritt habe ich allerdings zu melden- ich habe meine Periode nach 4 Monaten wieder bekommen. Ich weiß zwar nicht, ob es Zufall war, oder ob doch das zugeführte Selen und Zink seine Wirkung tun, aber immerhin...

Naja, ich erwarte mit Spannung den Termin beim Internisten...

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Bennita ist offline
Beiträge: 219
Seit: 19.07.13
Hallo Fruity,

darf ich fragen, wie groß und wie schwer du bist? Du hast ja geschrieben, du seist sehr schlank...

Liebe Grüße,
Bennita

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Fruity ist offline
Themenstarter Beiträge: 19
Seit: 19.06.13
Zitat von Bennita Beitrag anzeigen
Hallo Fruity,

darf ich fragen, wie groß und wie schwer du bist? Du hast ja geschrieben, du seist sehr schlank...

Liebe Grüße,
Bennita
Hallo Bennita, ich bin 170 cm groß und wiege 50 Kilo...

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Bennita ist offline
Beiträge: 219
Seit: 19.07.13
Zitat von Fruity Beitrag anzeigen
Hallo Bennita, ich bin 170 cm groß und wiege 50 Kilo...
Liebe Fruity,

kannst du eine Eßstörung als Grund für deine gesundheitlichen Probleme ausschließen? Dein BMI liegt nur bei 17,3. Ein BMI von weniger als 17,5 kann auf Magersucht hindeuten.

Liebe Grüße,
Bennita

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Fruity ist offline
Themenstarter Beiträge: 19
Seit: 19.06.13
Zitat von Bennita Beitrag anzeigen
Liebe Fruity,

kannst du eine Eßstörung als Grund für deine gesundheitlichen Probleme ausschließen? Dein BMI liegt nur bei 17,3. Ein BMI von weniger als 17,5 kann auf Magersucht hindeuten.

Liebe Grüße,
Bennita
Liebe Bennita...Vielen Dank für deine Antwort...
Eine Essstörung kann ich eigentlich zu 100% ausschließen. Ich war immer schon ziemlich dünn und wurde schon als Teenager öfter gefragt, ob ich denn genug essen würde Die letzten Monate habe ich nochmal ein bisschen abgenommen- aber nicht wahnsinnig viel- vielleicht 2 oder 3 Kilo. Ich weiß es nicht so genau, da ich keine Waage besitze und mein Gewicht nur selten kontrolliere.
Ansonsten esse ich normal- nicht übermäßig viel- aber relativ ausgewogen und auch gerne Habe noch nie eine Diät gehalten und hätte nichts gegen ein paar Kilo mehr...Also Magersucht oder andere Essstörungen kann ich wirklich ausschließen. Aber es liegt natürlich nahe danach zu fragen...
Liebe Grüße
Fruity

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Bennita ist offline
Beiträge: 219
Seit: 19.07.13
Zitat von Fruity Beitrag anzeigen
Die letzten Monate habe ich nochmal ein bisschen abgenommen- aber nicht wahnsinnig viel- vielleicht 2 oder 3 Kilo. Ich weiß es nicht so genau, da ich keine Waage besitze und mein Gewicht nur selten kontrolliere.
Okay, noch eine Bitte, dann nerve ich dich nicht mehr damit.

Zwei oder drei Kilo sind schon eine ganze Menge, wenn man so wenig wiegt wie du, besonders, wenn man normal und gerne isst. Hast du denn eine Ahnung, weshalb du trotzdem abgenommen hast? Magst du vielleicht mal aufschreiben, was du normalerweise an einem Tag isst? Hat sich seit oder während der erneuten Abnahme dein Befinden verschlechtert?

Wenn du keine Waage besitzt, lass dich bitte beim Arzt wiegen (ist mir eigentlich ein Rätsel, weshalb er das nicht schon getan hat), wenn du das nächste Mal da bist, in der Apotheke oder bei Freunden. Und teile uns dann dein tatsächliches Gewicht mit, wenn du magst.

Einen sonnigen Tag noch!
Bennita

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Fruity ist offline
Themenstarter Beiträge: 19
Seit: 19.06.13

Zwei oder drei Kilo sind schon eine ganze Menge, wenn man so wenig wiegt wie du, besonders, wenn man normal und gerne isst. Hast du denn eine Ahnung, weshalb du trotzdem abgenommen hast? Magst du vielleicht mal aufschreiben, was du normalerweise an einem Tag isst? Hat sich seit oder während der erneuten Abnahme dein Befinden verschlechtert?


Das nervt ganz und gar nicht Warum ich abgenommen habe, weiß ich nicht wirklich. Mir geht es seit circa 3 Monaten schlechter... im Zuge dessen habe ich auch ein paar Kilo verloren.

Also normalerweise sieht mein Tag "in Mahlzeiten beschrieben" folgendermaßen aus:
- Zum Frühstück esse ich ein paar Stücke Apfel (circa ein Viertelchen) , einige Bissen Banane und ein halbes Knäckebrot mit Butter und eine Tasse Tee(das ist nicht viel, ich weiß, aber ich war noch nie ein guter Frühstücker. Habe am Morgen einfach keinen Hunger ... )
- am späteren Vormittag essen in der Arbeit meist einige Bissen Brot oder getrocknete Früchte
-Mittag esse ich in der Arbeit in der Kantine- ganz unterschiedlich- aber nur eine kleine Portion, weil ich das Essen dort nicht besonders toll finde Also beispielsweise 2 Fischstäbchen mit Kartoffelsalat / oder ein Stückchen Fleisch/ Nudeln mit Sauce... Alles was eine Kantine eben so leckeres hergibt
- Am Nachmittag esse ich zwischendurch nochmal eine Kleinigkeit: eine Banane/ Apfel oder Himbeeren etc... Und meistens ein Salzstangerl dazu Ach ja, und nach dem Mittagessen brauche ich meinen täglichen Kaffee mit viel Milch und viel Zucker
- Am Abend kochen wir zu Hause... eigentlich ganz verschiedene Sachen, Fleisch eher selten- vielleicht 1x in der Woche. Ansonsten gibts häufig Couscous, verschiedenste Nudelarten, Gemüseaufläufe, Linsengerichte, Gemüsesuppen, etc...
Meistens esse ich später am Abend- so zwischen 8 und 10 - noch irgendeinen KrimsKrams: ich mag unheimlich gerne Chips oder anderes salziges Zeug, oder auch Apfelmus mit Joghurt/ selbstgemachte Smoothies / Bananenmilch/ irgendwelche Früchte...

Wobei ich sagen muss, dass die Menge stark davon abhängt, wie es mir an dem jeweiligen Tag geht- wenn ich mich extrem abgeschlagen fühle, kann ich einfach nicht viel essen...

Wenn du keine Waage besitzt, lass dich bitte beim Arzt wiegen (ist mir eigentlich ein Rätsel, weshalb er das nicht schon getan hat), wenn du das nächste Mal da bist, in der Apotheke oder bei Freunden. Und teile uns dann dein tatsächliches Gewicht mit, wenn du magst.

Der Arzt hat mich gewogen... Ich hatte 49 Kilo bei der letzten Untersuchung. Und ich wiege mich immer wieder mal, wenn ich bei meinen Eltern zu Besuch bin, besonders seit ich etwas abgenommen habe- zumindest laut Aussage meines Freundes und meiner Familie- achte ich doch etwas mehr auf mein Gewicht. Am Wochenende hat die Waage 50 Kilo angezeigt.
Ich weiß eben nur nicht genau, wieviel ich in den letzten Monaten tatsächlich abgenommen habe. Mein Gewicht hat immer zwischen 50 und 54 Kilo geschwankt.

Soooo... ich denke, das müsste in etwas mein Essverhalten wiederspiegeln...
Bin schon gespannt, auf deine Antwort...


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