Bienen- und Insektensterben

24.02.17 16:11 #1
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Bienen- und Insektensterben

Oregano ist offline
Themenstarter Beiträge: 63.694
Seit: 10.01.04
.

Und: es ist ja nicht so, daß das ein abstraktes Problemchen wäre. Es betrifft uns ja auch direkt, u.a. beim Honig:

http://www.symptome.ch/vbboard/gifte...-u-mensch.html

Grüsse,
Oregano
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They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

Bienen- und Insektensterben

Felis ist offline
Beiträge: 5.379
Seit: 14.08.10
"Mit dem, was ich weiß, gäbe es keinen Frieden für mich, wenn ich stillhalten würde." (Rachel Carson)

Diesen Satz findet man in der Powerpoint Präsentation von Randolf Menzel.
Professor Randolf Menzel ist Neurobiologe und Zoologe der Freien Universität Berlin.
Der Wissenschaftler und Autor erforscht seit Jahrzehnten die Intelligenz der Bienen.
Neonicotinoide und ihre Auswirkungen... :

http://www.rennertshofen.de/Imkereiv...ert%20wird.pdf
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Was man liebt, das möchte man bewahren.

Geändert von Felis (22.10.17 um 09:14 Uhr)

Bienen- und Insektensterben

Anahata77 ist offline
Beiträge: 1.525
Seit: 25.03.12
Liebe Felis,

Hast du dich mit deinen Beobachtungen schon an Bund/Nabu oder einen der unterschiedlich genannten Forscher/Wissenschaftlern genannt? Mit Vorher/nachher Aufnahmen?
Vielleicht ist das „Phänomen“ ja bekannt oder aber es gibt mehrere Hinweise darauf? Oder die Wissenschaft „freut“ sich, das jemand sie auf etwas weiteres stößt?
Ich weiß nicht, ob das hier auch aufgefallen ist. Ich werde mal nachhaken.

Liebe Grüße
Anahata

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Anahata77 ist offline
Beiträge: 1.525
Seit: 25.03.12
Zitat von MaxJoy Beitrag anzeigen
Ein guter Fund, danke Anahata!

18 Millionen Vögel sterben jährlich durch Kollision mit spiegelnden Glasscheiben, das hatte ich gar nicht auf dem Radar. Dabei kann jeder leicht Abhilfe schaffen, indem er Aufkleber mit der Silhouette von Greifvögeln auf seine Fensterscheiben pappt.
Bitte, ich bin da irgendwann mal drüber gestolpert, als ich Abhilfe gegen Vogelschlag suchte. In Tests sind diese Silhouetten eher durchgefallen, aber wenn sie bei dir helfen ist das sehr gut (wird unterschiedlich berichtet) Ich nutze gutes altes Fliegengitter. Aber auch UV Licht reflektierende Dinge sollen helfen, da die Vögel dieses wahrnehmen (gibt so Stifte, Aufkleber etc)

Viele Grüße
Anahata

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MaxJoy ist offline
Beiträge: 1.673
Seit: 18.03.16
Zitat von Anahata77 Beitrag anzeigen
In Tests sind diese Silhouetten eher durchgefallen, aber wenn sie bei dir helfen ist das sehr gut (wird unterschiedlich berichtet)
Mein Eindruck ist, dass manche die Aufkleber innen an den Scheiben anbringen. Wenn die Scheibe dann im Sonnenlicht spiegelt, sind die Greifvogelsilhouetten nicht mehr zu sehen und somit wirkungslos. Sie müssen also außen aufgeklebt werden.

Bienen- und Insektensterben

MaxJoy ist offline
Beiträge: 1.673
Seit: 18.03.16
Hier ist der wissenschaftliche Bericht von den Insektensammlern:

More than 75 percent decline over 27 years in total flying insect biomass in protected areas

Gleich aus der ersten Graphik unter 'Results' sieht man, dass sich die Biomasse an Insekten seit 1990 ungefähr alle 15 Jahre halbiert. Seit Anfang der 90er werden auch die Neonicotinoide auf breiter Front in der Landwirtschaft eingesetzt, ein Zusammenhang drängt sich also direkt auf. Schade ist, dass es keine Statistiken vor dieser Zeit gibt, so dass man nicht sagen kann, wie die Entwicklung vorher war und ob sich der Niedergang beschleunigt hat oder nicht.

Irritiert hat mich die Tatsache, dass Schmetterlinge nicht auf die derzeit verwendeten Neonicotinoide reagieren. Deren Verschwinden muss also andere Ursachen haben.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Neonic...terentwicklung
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Alles in Maßen. Erkenne dich selbst.

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Felis ist offline
Beiträge: 5.379
Seit: 14.08.10
der ist bereits bei meinen links dabei, MaxJoy (wenn man sie aufmerksam liest . Danke nochmal dafür, dennoch.

Irritiert hat mich die Tatsache, dass Schmetterlinge nicht auf die derzeit verwendeten Neonicotinoide reagieren. Deren Verschwinden muss also andere Ursachen haben.

Wikipedia..oh je...


Schau mal hier:
Neonicotinoide, Konzerne und bedrohte Gewinne
Die zunehmende Erkenntnis um die Bedrohung der Natur durch Neonicotinoide bedroht die satten Gewinne von Bayer, Monsanto, Syngenta und Co. Was jetzt ansteht nennt sich Krisenkommunikation. Krisenkommunikation ist das Geschäft der großen Werbeagenturen. In den letzten Jahrzehnten wurden professionell die Gefahren des Rauchens und der Atomenergie heruntergespielt und der menschengemachte Klimawandel geleugnet. Syngenta und Bayer klagen zwar selber beim Europäischen Gerichtshof wegen der EU-Restriktionen gegen die schlimmsten Neonics. Doch die richtigen PR-Kampagnen werden von industriegelenkten, gut organisierten Tarnkappen-Organisationen und gut bezahlten WissenschaftlerInnen übernommen. Um den Zusammenhang zwischen Bienensterben und Neonicotinoiden zu verschleiern, wurde jahrelang gezielt die These von der „Varroamilbe als Hauptursache“ organisiert. Die Konzerne haben einen massiven Einfluss auf Studien, Universitäten, Wikipedia, Politik und auf das BfR (Bundesinstitut für Risiko-Bewertung). Das jahrelange, industriegelenkte Wegschauen staatlicher "Kontroll"instanzen beim Dieselskandal, erleben wir auch bei Neonicotinoiden und Glyphosat. Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit bekämpfen deutsche Chemiekonzerne mit allen juristischen Mitteln und ausgestattet mit Geld und Macht jede kritische Stimme, die ihre lohnenden Giftgeschäfte gefährden könnte. Dieser Streit wird mit großer Härte ausgetragen und ein Konflikt mit Bayer-Rechtsanwälten hat den kleinen BUND-RV am südlichen Oberrhein schon viel Geld gekostet.

Die industriegelenkten Insektensterbenleugner
schreiben Leserbriefe, verbreiten Unwahrheiten im Internet und hatten es auch für kurze Zeit geschafft, die Wikipedia-Seite zum Insektensterben in ihrem Sinne zu manipulieren.
Die jetzt beginnende Generalkritik und die gezielt geschürten generellen Zweifel sind leider kein wünschenswerter Skeptizismus im wissenschaftlichen Sinn, sondern vielmehr der Beginn einer organisierten Leugnung des menschengemachten, globalen Insekten- und Artensterbens, geleitet von massiven ökonomischen Interessen. Vor allem soll die Debatte von dem Zusammenhang zwischen Landwirtschaft, Agrargiften und dem Insektensterben ablenken.
-> Schmetterlingssterben / Insektensterben / Bienensterben & Vogelsterben 2017: Ursachen - Gift, Neonicotinoide, Dünger, Monokulturen, Landwirtschaft, Ferneintrag (Schmetterlinge sterben)

Wieso sollten ausgerechnet die hauchzarten Schmetterlinge nicht davon betroffen sein.
"Greenwash" nennt sich die ganze Strategie. Und leider ist auch Wikipedia davon nicht verschont.

Das verlinkte ich bereits zu Anfang.

Liebe Grüße von Felis
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Was man liebt, das möchte man bewahren.

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MaxJoy ist offline
Beiträge: 1.673
Seit: 18.03.16
Zitat von Felis Beitrag anzeigen
Wieso sollten ausgerechnet die hauchzarten Schmetterlinge nicht davon betroffen sein.
Die verschiedenen Neonicotinoide haben jeweils ein eigenes Wirkungsprofil. Sonst könnte man ja mit einem Mittel alles platt machen und müsste kein neues speziell gegen Schmetterlinge entwickeln. In dem Artikel wird auch gar nicht behauptet, dass die Neonicotinoide am Schmetterlingssterben Schuld sind, sondern es ist allgemein von Pestiziden die Rede ("Schuld am Sterben der Schmetterlinge sind insbesondere die intensive Bodennutzung durch Flächenverbrauch, industrielle Landwirtschaft und Pestizide").

Dass die Chemiekonzerne über riesige Geldmengen und damit über viel zuviel Macht verfügen, steht außer Zweifel. Ich habe es selbst miterlebt, wie der Wikipedia-Eintrag zum Thema 'Chlorbleiche' passend gefaked wurde, als die gesamte Presselandschaft synchron und wortgleich über die MMS-Szene hergefallen ist. Insofern überrascht es mich kein bisschen, dass auch bei diesem Thema mit Bestechung, Lug und Trug gearbeitet wird.

Bienen- und Insektensterben

Felis ist offline
Beiträge: 5.379
Seit: 14.08.10
Zitat von Anahata77 Beitrag anzeigen
Liebe Felis,

Hast du dich mit deinen Beobachtungen schon an Bund/Nabu oder einen der unterschiedlich genannten Forscher/Wissenschaftlern genannt? Mit Vorher/nachher Aufnahmen?
Vielleicht ist das „Phänomen“ ja bekannt oder aber es gibt mehrere Hinweise darauf? Oder die Wissenschaft „freut“ sich, das jemand sie auf etwas weiteres stößt?
Ich weiß nicht, ob das hier auch aufgefallen ist. Ich werde mal nachhaken.
Liebe Anahata!
Nein, habe ich nicht. Ich denke, dass die Insektenfreunde die Tierchen auch genau beobachten.
Ich würde mich wirklich dafür interessieren, ob andere das auch so wahrgenommen haben.
Ja, hake mal nach. Das finde ich gut.

Zitat von MaxJoy Beitrag anzeigen
Die verschiedenen Neonicotinoide haben jeweils ein eigenes Wirkungsprofil. Sonst könnte man ja mit einem Mittel alles platt machen und müsste kein neues speziell gegen Schmetterlinge entwickeln. In dem Artikel wird auch gar nicht behauptet, dass die Neonicotinoide am Schmetterlingssterben Schuld sind, sondern es ist allgemein von Pestiziden die Rede ("Schuld am Sterben der Schmetterlinge sind insbesondere die intensive Bodennutzung durch Flächenverbrauch, industrielle Landwirtschaft und Pestizide").
Siehst du, genau das wollen sie. Genau das, was du jetzt machst. Sie säen Zweifel.
Sie legen falsche Spuren.
Gewinnen damit Zeit.
Beziehst du dich grade auf den Artikel vom BUND oder auf den von Wikipedia, frage das, weil ich im Moment nicht genau weiß, ob ich dich jetzt richtig verstanden habe?

Übrigens: Es sind so viele dreckige Mittel auf dem Markt und im Einsatz, da kann man hübsch fein abwarten, welches wo am besten platt macht.
Denn bis das alles bewiesen ist haben wir (die Chemische Industrie) fett verdient.
Wir werden dann auch abwarten, was die Mittel anrichten, wenn sie auf verschiedene Insekten verschieden wirken. Wir werden abwarten, was es bedeutet, wenn sich Gifte gegenseitig potenzieren oder bei unterschiedlichen Insektenarten unterschiedliche Schädigungen in unterschiedlichen Entwicklungsstadien anrichten....
Zwischendrin tun wir so, als wäre alles erforscht. "Experten" die in unserem Sinne das eine oder andere als Studie hin gebogen haben, die haben wir ja gekauft. (Ironie off)
------------------------------------------------------------------
Und währenddessen sterben die Tierchen, in Folge deren Mitglieder der Nahrungskette.
Eidechsen, Fische, Vögel, Igel, Fledermaus, der gesamte Rest danach.Wir stehen am Ende der Kette.
All das, was von der Bestäubung durch Insekten abhängig ist.
All das, was vom direkten Verzehr von Insekten abhängig ist.
Damit werden Kettenreaktionen der gesamten anhängigen Ökologie in Gang gesetzt, die nur sehr schwer bis gar nicht mehr rückgängig zu machen sind.
Wie viele Stoffwechselprozesse der Flora sind wohl von Insekten abhängig?
Wie viele von den Säugetieren, den Reptilien, den Vögeln?

Weisst du es?
Wissen wir da alles?
Weiß die Chemische da alles?

Es wird mit unkalkulierbaren Risiken kalkuliert.
Das tun sie schon immer und sie tun es so lange bis Schäden sichtbar aufgetreten sind.
Dann wird wieder geleugnet.
Geht das nicht mehr, wird auf Zeit gesetzt.
Geht das nicht mehr, wird mitunter auch bedroht. Mundtot gemacht.
Geht das nicht mehr...

Aber sie werden es diesmal am eigenen Leib zu spüren bekommen.
Vergessen haben sie, dass sie selbst auch dran sind am Ende.
Wenn es nicht aufhört, werden die Folgen für uns alle verheerend sein.
Auch für die Verursacher.

Ich hoffe allerdings, dass die Zahl der Menschen, die das nicht so einfach hinnehmen, wächst und wächst.
Dass die Zahl der Menschen, die sich vom perfiden Greenwash das Gehirn nicht waschen lassen, wächst.

Liebe Grüße von Felis
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Was man liebt, das möchte man bewahren.

Geändert von Felis (23.10.17 um 07:25 Uhr)

Bienen- und Insektensterben

Felis ist offline
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Seit: 14.08.10
Kurzvideo von Quarks&Co
Über ein paar der Folgen des Insektensterbens.
Ausgeklammert sind die jeweiligen, differenzierten Schädigungen.
Das, was zu sehen ist, dürfte reichen.
Oder etwa nicht?!


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