Warnungen, Rote-Hand-Briefe, Rückrufe & Rücknahmen von Medikamenten

05.12.09 00:44 #1
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Warnungen, Rote-Hand-Briefe, Rückrufe & Rücknahmen von Medikamenten

Heather ist offline
Beiträge: 9.809
Seit: 25.09.07
Hallo,

Zitat von nicht der papa
Allerdings möchte ich damit auch deutlich machen, dass Ärzte nicht alles wissen können und die Verantwortung des Einzelnen und die Möglichkeiten diese wahrzunehmen erhöhen.
Wenn man seine Medikamente regelmäßig in Hinsicht auf Warnungen überprüft, schützt man seine Gesundheit.
das sehe ich genauso !


Liebe Grüße .

Heather
__________________
Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

(Albert Einstein)

Warnungen, Rote-Hand-Briefe, Rückrufe & Rücknahmen von Medikamenten

knutpeter ist offline
Beiträge: 1.646
Seit: 18.07.09
Hallo,

Das Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gibt hingegen zwischen 15000 und 17000 unerwünschte Nebenwirkungen durch Medikamente jährlich an, Tendenz ebenfalls steigend. Dazu zählen 1200 bis 1400 tödliche Komplikationen. Diese Zahlen erfassen aber nur die gemeldeten Zwischenfälle.

Krank durch Medikamente - Leiden auf Rezept - Gesundheit - sueddeutsche.de

vG Peter

Warnungen, Rote-Hand-Briefe, Rückrufe & Rücknahmen von Medikamenten
Weiblich KimS
Hallo Zusammen,

Hier, http://www.symptome.ch/vbboard/alle-...pharmazie.html gab es schon mal eine kleine Diskussion zum Thema "Rote Hand Briefe".

Herzliche Grüsse,
Kim

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nicht der papa ist offline
Themenstarter Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Wobei in dem letzten Absatz des vorvor geposteten Artikels alles gesagt wird.
"Das sind weder alle Nebenwirkungen noch alle Todesfälle", sagt Ulrich Hagemann, der die Abteilung für Pharmakovigilanz im BfArM leitet, die für Arzneimittelsicherheit und -überwachung zuständig ist. "Leider muss man vermuten, dass die Mehrzahl der Ärzte keine Nebenwirkungen meldet."

Wenn wir diese Meldungen so einordnen, wie die gemeldeten Impfkomplikationen laut einem deutschen Insider einzuordnen sind, dann befinden wir uns bei den Nebenwirkungen im 5% Bereich.
Obwohl Ärzte eigentlich von berufswegen dazu verpflichtet sind, diese Meldungen zu machen, ist schon lange bekannt, dass die kaum erfolgen. Daher hat man in D seit 2001 mit geringem Erfolg sogar eine gesetzliche Verpflichtung und ein Bußgeld eingeführt.

Schwieriger als die Erfassung von Nebenwirkungen ist die Fassung der Todesfälle. Denn wer weiß schon immer genau was jetzt den Tod ausgelöst hat, so lange keine Obduktion mit Berücksichtigung einer möglichen Medikamentenschädigung erfolgt. So basieren die Zahlen von Prof. Frölich auch auf Obduktionen nach Tod im Krankenhaus.
Dagegen leider selbst erlebt- Selbst wenn man eine Obduktion veranlasst und diese über einen Arzt in die Wege geleitet wird, braucht man keine Angst zu haben, dass Medikamente hierbei überhaupt berücksichtigt werden.

Ein weiteres Beispiel, dass ich selbst erlebt habe und mich schon früh zum Nachdenken brachte:
Unser Sohn hatte mit 10 Monaten das 3-Tage-Fieber. Am 1. Tag hatte er einen kurzen Fieberkrampf. Ich habe ihn darauf hin in der Folge sehr genau beobachtet und konnte neben dem Fieber keine Symptome feststellen. Entsprechend habe ich lediglich fiebersenkende Maßnahmen durchgeführt.
Als meine Mutter mich dann am Telefon ganz verrückt gemacht hat, war ich doch noch beim Kinderarzt. Am 24.12., dem 3. Tag des Fiebers.

Der Kinderarzt hat gemeint man könne auch eine Hirnhautentzündung nicht ausschliessen, wobei Symptome wie Nackensteifigkeit, Kopfschmerzen, Apathie etc. komplett fehlten.
Dann hat er 5 verschiedene Medikamente verschrieben und mich eine 1/4 h lang davon überzeugt, dass ich diese Medikamente sofort geben müsse und nicht bis zum nächsten Tag (der beim 3-Tage-Fieber Fieberfreiheit bedeutet) warten könne.

Ich habe mir zuhause in "Bittere Pillen" (da gab es ja noch kein www) erstmal das ganze Zeug angesehen und festgestellt, dass die meisten Medikamente erst ab 5 Jahren zugelassen waren, es bei einigen zu ernsten Zwischenfällen und bei 2 der Medikamente auch zu mehreren Todesfällen bei Kleinkindern und Säuglingen kam.
Wie entscheidet man da? Denn auch wenn ein Arzt etwas für angebracht hält, so kann er niemanden den Verlust durch eine Fehlentscheidung ersetzen?

Wenn nun nach Vergabe der Medikamente das Schlimmste passiert, wo ja schon der Verdacht Hirnhautentzündung im Raum steht, was glaubt ihr steht auf dem Totenschein?
Tod in Folge einer Hirnhautentzündung oder als Nebenwirkung eines Medikaments?
Wenn nun nach der Vergabe der Medikamente eine ernste Komplikation auftritt, welche Diagnose wird der Arzt nach den Feiertagen stellen? Folgen einer Hirnhautentzündung oder Folgen der Medikamente?
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Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

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knutpeter ist offline
Beiträge: 1.646
Seit: 18.07.09
Hallo,

ich finde schon, es ist ein erheblicher Unterschied ob 58 000 Tote/jährlich oder 1400.

Es gab vor 2o Jahren die Frischzellentherapie für viel Geld von Ärzten und Heilpraktikern praktiziert, nach dem bekanntwerden von 2 Todesfällen [durch anaphylaktischen Schock]
wurde die Therapie sofort untersagt.
Da der menschliche Körper komplex und auch noch individuell reagiert, es sogar meist nicht nur eine Urasche ist, die zum Tod führt, halte ich persönlich solche Aussagen für unsachlich.

vG Peter

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nicht der papa ist offline
Themenstarter Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Zitat von knutpeter Beitrag anzeigen
Hallo,

ich finde schon, es ist ein erheblicher Unterschied ob 58 000 Tote/jährlich oder 1400.

vG Peter
Wer nicht. Zumal, wenn Prof. Frölich diese 58.000 lediglich für die internistischen Abteilungen der Krankenhäuser angibt und als kleinen Teil der deshalb jährlich Versterbenden bezeichnet (siehe gepostetes Video), denn dann sieht es noch mal anders aus, weil wir dann anstatt bei 1.400 bei über 200.000 sind. Und ich muss sagen, ich glaube das sofort.

Es gibt so viele Kritikpunkte am herrschenden von uns finanzierten System, dass man nicht weiß, wo man anfangen soll und wo es aufhört. Es ist absolut korrupt, vertuscht und fälscht nach bestem Wissen und Gewissen, schützt die Ärzte vor Folgen ihrer Fehler und vor allem den fast folgenlosen Umsatz der Pharmaindustrie. Wir, die Patienten, sind dem System nur ausgeliefert.

Am Beispiel der Zahnärzte sieht man wohl am Besten, wie das System Pfuscher massiv schützt. Es gibt keine Stelle, die Auskunft über Patientenklagen und Fehlbehandlungen eines Arztes gibt, so dass man den Arzt beurteilen könnte. Die Krankenkassen sind nicht dazu da Patienten diesbezüglich zu beraten, obwohl wir sie doch bezahlen.
Da gibt es z.B. den Fall von Dr. Gisa P. oder „Dr. Horror“, wie sie die Kölner Lokalpresse nannte. Dr. Gisa P. ruinierte mindestens 70 Patienten ihre größtenteils gesunden Gebisse, um sich „am Leid ihrer Patienten finanziell zu bereichern“ (Opferanwältin Maria Steinert). Die Zahnärztekammer verhielt sich zunächst trotz massiver Patientenbeschwerden gleichgültig. Nach ihrer gerichtlichen Verurteilung gab Dr. P. ihre Kölner Zulassung zurück, zog 2001 nach Hamburg um und praktizierte dort weiter. Dabei nutzte sie die ungenügende Zusammenarbeit der lokalen Kassenzahnärztlichen Vereinigungen. Als man ihr nach den zu erwartenden Behandlungsfehlern und gerichtlichen Klagen der misshandelten Patienten ihre Hamburger Zulassung entzog, wechselte Dr. P. nach Sachsen Anhalt und meldete sich bei der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt an. Da auch die Zahnärztekammer Hamburg keine Informationen an die Kollegen in Sachsen-Anhalt sandte, war Dr. P. befugt, in Magdeburg Privatpatienten zu behandeln (Barbara Hübner: „Fahrendes Gewerbe“, SZ 02.06.2004).

Aus mehreren Ländern liegen dazu noch Daten vor, dass im Krankenhaus kaum Menschen starben, wenn Ärzte gestreikt haben.
Eigentlich müssten aber nicht die Ärzte streiken, sondern wir, die Patienten.
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Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11


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