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14.10.09 23:30 #1
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sternenzelt ist offline
Themenstarter Beiträge: 4
Seit: 14.10.09
Kerstin, vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht. Bin jetzt auf dem richtigen Weg, so wie du es beschrieben hast. Ich hatte mich schlichtweg nicht getraut. Wahrscheinlich weil ich meinen einzigen regelmäßigen Kontakt und die Chance, gehört zu werden, nicht auf's Spiel setzten wollte. Das hört sich enorm schlimm an. (...) allerdings.
Was dabei auch nicht unerheblich ist, ist dass ich stets enormen Druck hatte, mich nicht erklären zu können und deshalb nicht verstanden zu werden, sondern mit therapeutischer Methodik, die ich selbst nachvollziehen kann, ja, abgefertigt zu werden. Und das ist nicht gerade angenehm.
Auch heute bin ich noch der Meinung, dass es überhaupt gar nicht möglich ist, bzw. keine Voraussetzungen dafür gegeben sind, einen Menschen jeweils in einer Stunde alle ein bis drei Wochen kennen zu lernen.
Vielleicht ist es besser, wenn ich einen stationären Weg wähle. Der ist in wenigen Wochen abgefrühstückt und nicht so verwirrend wie die Intermezzi dieser jeweils einen Stunde. Vielleicht tue ich mir damit einen Gefallen. Und fühle mich dabei auch nicht so abgefertigt. Und die stete Hoffnung auf wirklich konstruktive Ansätze nicht wie bisher jedes Mal in den Wind geschlagen, und auch nicht so Druck-beladen, jedes mal das Beste zu geben um mein Leben in einer Stunde zu erklären.
Ich möchte diese Therapeutin nicht abwerten. Für mich aber ist es so dermaßen zäh und deprimierend "in der Suppe herum zu waten" ohne dass sich merklich zusammenhängende konstruktive Erkenntnisse auftun.

Es hört sich vielleicht zynisch an ory. Was aber bleibt an Glück und Freude, wenn man es nicht teilen kann.. Ich bin ein sehr neugieriger Mensch, für den Gesellschaft Wasser und Brot bedeutet (So auch meine Geschwister). Bis jetzt habe ich tatsächlich nichts gefunden, woran ich mich wegen der Sache selbst so sehr erfreue oder interessiere, dass ich eventuelle "Niederlagen" in der Kommunikation kompensieren kann.
Ich hoffe darum, dass ich bald anders denken kann und ich eine Nische für mich gefunden habe, die sinnvoll ist und mich, wodurch auch immer, vitalisiert. Sport mache ich übrigends schon regelmäßig.

Cheyenne, deine Idee mit einer "Körpertherapie" gefällt mir. Hier in meinem räumlichen Umfeld wird es handfest schwierig einen Therapeuten dazu zu finden. Vielleicht gäbe es da ja auch im stationären Rahmen Möglichkeiten. Ich habe auch schon hin und her überlegt, was ich in dieser Richtung anstellen könnte. Meine Konstitution, ein wenig auch wieder mal mein Ort legen mir da Steine in den Weg.

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viele Grüße. ein schönes Wochenende.

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Kerstin9 ist offline
Beiträge: 2.455
Seit: 25.10.04
Liebe sternenzelt,

ich finde deine Idee, sich stationär behandeln zu lassen sehr gut.
Dann ist die Therapie viel intensiver und effektiver.

Ich war auch schonmal 7 Wochen in einer psychosomatischen Klinik und es hat mich sehr viel weitergebracht.

Liebe Grüße und auch dir ein schönes Wochenende!
Kerstin
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Wer keine Zeit für Gesundheit hat, benötigt später viel Zeit für seine Krankheit (Kneipp)

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ory ist offline
Weiblich ory
Moderatorin
Beiträge: 8.270
Seit: 04.02.09
nein ,es hört sich nicht zynisch an .
glück und freunde sollte man teilen dürfen/können um das gefühl zu haben das man wirklich lebt .
dir alles gute
lg ory

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sternenzelt ist offline
Themenstarter Beiträge: 4
Seit: 14.10.09
Danke nochmals!! Ihr seid wirklich sehr aufmerksam mir gegenüber. Und ich hätte nicht erwartet, so viel Rückmeldung zu bekommen.


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