Vater verstorben - Beziehung bricht weg

16.07.09 10:30 #1
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Traumsteinchen ist offline
Beiträge: 374
Seit: 15.05.09
Hallo,

ich würde so gerne "reden", fühle mich im Moment sehr alleine und "zurückgelassen".

Vor ca 4 Wochen nahm sich mein Vater das Leben.
Rückhalt war meine Beziehung (fast 3 Jahre).
Einen Mann, den ich über alles liebe und dies auch in schweren Phasen und ich gewillt bin durch dick und dünn zu gehen, so schwer es auch sein mag.

Dass mit Papa war im Rahmen ertragbar, normal, ich konnte meinen Schmerz über den Verlust ertragen,konnte hier und da lachen - ich hatte ja den Mann meines Herzens an meiner Seite... Ich konnte Papas Wohnung betreten, ich konnte an der Seite meines Mannes Sicherheit verspühren. Egal was ist er ist da und deswegen geht es mir gut.

Nun ist auch meine Beziehung "nicht mehr da".
In den letzten 2 Wochen gab es ein 3maliges hin und her von beider Seiten aus. Schwankungen zwischen "ich bin für dich da, wenn du mich brauchst" und totale Resignation mit verbalen Schlägen unter die trauernde Gürtellinie.

Kurz vor Papas Tot haben sich mein Partner und ich frisch nach einer Krise zusammengerauft und dies wurde natürlich dann schlagartig "zwangsunterbrochen", als mein Vater starb. In dem Moment empfand ich es als gut, da wir nicht immer mit unserem Problem konfrontiert zu sein schienen.

Lange Rede kurzer Sinn: ich bin zwar ein Kämpfer, aber gerade ist meine Kraft auf... Ich sitze da und habe Angst vor den Nächten, schlafe selten, habe eine Art Angst in mir und bin froh, wenn morgens wieder das Tageslicht zum Vorschein kommt.
Ich erwische mich dabei, dass ich immer und immer wieder nach dem "warum" frage.. warum ist er jetzt nicht für mich da, wenn er doch mehrmals gesagt hat:"Es gibt mir so viel einfach nur für dich da zu sein." ?
Und ich kenne diese Antwort irgendwie, er hat seine eigene Person zu lange eingesperrt, ummauert und zu kurz kommen lassen, wie er sagt.
Es ist so schwer das alles (papa, beziehung) ertragen zu sollen im Augenblick.
Jeden Tag haben wir uns gesehen, geliebt, geredet, geschrieben.... gemeinsam.
Und von jetzt auf gleich wird mir eine Doppelbürde auferlegt, wie mir scheint.
Der Mann, der mich aufzog, von dem ich alles gelernt habe, ist tot...
Und mein Partner resigniert und ihn hat der Mut verlassen für diese Beziehung.

Ich weis, dass ich an seiner momentanen Entscheidung nichts ändern kann, denn er tut was immer er meint tun zu müssen ,aber ich weis gerade nicht, wie ich damit umgehen soll, was er mir alles an den Kopf geworfen hat, dass ich mich nicht ohne seinen Rückhalt in Papas Wohnung begeben möchte, wie es weiter gehen soll.

Ich bin selbstständig, leider privatversichert (das erste mal dass ich es als leider empfinde), kann mich seit 4 Wochen kaum auf meine Arbeit konzentrieren, lebe aufgrund meiner Selbstständigkeit mehr oder weniger ohne reale Kontakte in meinem Umfeld.
Ich gehe spazieren, fahre etwas Rad derzeit... ich nehme Neurodoron, trinke entspannenden Tee und doch...

Ich traure um den Verlust meines Vaters und um den Verlust meiner Beziehung so sehr, dass ich nur noch Schmerzen habe.

Danke fürs zuhören und evt schreibt mir der eine oder andere,
ich kann es gebrauchen im Moment :(

Geändert von Traumsteinchen (16.07.09 um 17:44 Uhr)

Vater verstorben - Beziehung bricht weg

Juliette ist offline
Beiträge: 4.666
Seit: 23.04.06
Hallo Traumsteinchen,

das ist viel, was du da zu verarbeiten hast. Und ich verstehe voll und ganz das du gerade jetzt Halt bräuchtest. Eine Freundin von mir hatte ähnliches erlebt.

Man sagt die Zeit heilt alle Wunden. Das stimmt in gewisser Weise auch.

Hast du jemanden mit dem du dich aussprechen kannst, eine gute Freundin, Familie? Kannst nicht mal für ein paar Tage frei machen?

Ich glaube manches braucht auch einfach seine Zeit. Und ich glaube auch, das jeder Mensch etwas in sich trägt, das ihm den Halt gibt, den er braucht. Das was von Außen kommt, kann zwar für den Moment Stärke vermitteln, aber letztendlich ist man doch selbst das wertvollste das man besitzt.

Traumsteinchen, ich glaube man darf auch mal schwach sein. Nur achte auf dich, das die Gedanken dich nicht zu sehr niederdrücken. Wenn du das alleine nicht schaffen solltest, dann wäre vielleicht eine Selbsthilfegruppe für Trauerarbeit eine gute Unterstützung.

Vielleicht hast du am Wochenende Zeit einen Ausflug zu machen, in die Natur zu gehen. Alleine das könnte schon heilsam sein.

Ich hoffe ich konnt ein dir ein paar Anregungen geben.

Grüsse von Juliette

Geändert von Juliette (16.07.09 um 11:52 Uhr)

Vater verstorben - Beziehung bricht weg

Butterfly09 ist offline
Beiträge: 38
Seit: 12.05.09
Hallo Traumsteinchen,

was du schreibst hat mich wirklich berührt.
Dein Schicksal alleine zu tragen ist mehr als schwierig und ich wünsche mir für dich, dass du jemanden findest, nicht nur hier im Internet, der dir unter die Arme greift und dir eine Schulter zum anlehen leiht!

Ich verstehe deine Problematik mehr als gut, denn auch ich habe so etwas schon durchlebt.

Ich denke jeder deinen Eintrag liest würde dir gerne helfen, aber leider kennen wir weder dich, noch deinen Partner um da irgendwie helfen zu kennen

Suche dir jemanden aus deinem Umfeld, mit dem du nicht nur reden, sondern auch etwas unternehmen kannst.
Wende dich doch an deine Mutter? Hat sie nicht den selben Schmerz?

Ich wünsche dir alles Gute und das dein Seelenschmerz bald vorbei ist!

Vater verstorben - Beziehung bricht weg

Ulla71 ist offline
Beiträge: 30
Seit: 20.09.08
Hallo Traumsteinchen,

das ist sicher eine sehr schwierige Zeit für dich...

ich denke dir könnte eine proffessionelle Trauerbeglaitung und Trauertherapie helfen. Meine Kollegin macht soetwas und daher habe ich auch schon mal Kontakt zu Trauernden, wenn sie kommen.

Wenn du dir an deinem Wohnort jemanden suchst, ist wichtig, dass die Trauerbegleiterin(der Trauerbegleiter gut ausgebildet ist.

Beispiel Uni Essen-Duisburg

Häufig suchen sich Trauernde erst Hilfe, wenn gar nichts mehr geht eine solche Begleitung wird manchmal auch von den Krankenkassen übernommen.

Alles Liebe und Gute und ganz viel Kraft wünsche ich dir.

Vater verstorben - Beziehung bricht weg
Männlich Sternenstaub
Lieber Traumstein,
zuallererst möchte ich dir mein tiefes Beileid zum Ausdruck bringen.
Du hast mein tiefes Mitgefühl, in dem, was du gerade durchleben musst. Daher möchte ich dir auch ein wenig schreiben, in der Hoffnung, dass dir dies etwas trost geben könnte.

Es ist erst viel Wochen her und alles noch so nah für dich. Es braucht etwas Zeit, da der Tod sehr viel in der eigenen Seele auslösen kann, auch wenn einem dies nicht so ganz bewusst ist. Trauerarbeit braucht seine Zeit, doch wird die Trauer sich langsam wieder auflösen und das Leben wieder neu die Sonne sehn.

Hier einen Link über ein Trauerportal:

Lebens-, Sterbe- und Trauerbegleitung / Online - Trauerseminare / Foren, Literatur, Trost und Informationsaustausch! trauer.org ... macht Mut zum Leben / Online-Trauerbegleiterseminare / Trauerarbeit

Hier über Trauer:

Trauer ? Wikipedia

Hier sind Buchempfehlungen für dich:

www.lebensfeier.de/literatur-trauer/trauerliteratur1-lf.html#Den

Und hier etwas für das, was nach der Trennung passiert:

http://www.familienhandbuch.de/cmain...ung/s_654.html

http://www.familienhandbuch.de/cmain...ng/s_1380.html

http://www.palverlag.de/Trennung.html

http://www.lifeline.de/llspecial/buc...nt-127838.html

Möchtest du vieleicht darüber hier schreiben, wie dies hat alles kommen können? War es aufgrund von Krankheit oder Depression, dass dies hat geschehen können? Glaubst du irgendwie im Nachherein, dass du etwas hättest tun können und fühlst du dich deshalb vieleicht schuldig? Wie wahr die Beziehung mit deinem Vater? Habt ihr euch oft gesehen? Lebt deine Mutter noch? Hast du Kontakt mir deiner Mutter?

Ich denke, dass dir ein sehr gutes Buch über Trennung durch den Tod großtwahrscheinlich schon sehr helfen könnte. Ein Buch kann viel bewirken, denn man erfährt vieles, was einem weiter hilft in solch einem Fall.

Wenn ein Familienmitglied sich selbst das Leben nimmt, dann ist es meistens viel schwerer zu ertragen, als wenn der Tod durch einen Unklücksfall oder Krankheit eintritt.
Sehr oft ist dies dann auch mit eigenen Selbstvorwürfen und Schuldgefühlen verbunden.

Nun ist es ja so, dass du ja auch deinen Partner verlohren hast und dies auch noch hinzukommt und so ist es nicht verwunderlich, dass du es nun besonderst schwer hast. Doch möchte ich dir mitteilen, dass du dies schaffen wirst. Was du jetzt erfährst hat auch viel mit loslassen zu tun. In diesem loslassen ist jedoch auch etwas positives zu finden, nämlich, dass man die Chance hat, sich selbst näher kommen zu können und sich selbst dadruch besser zu Verstehn.

Vieleicht wahr dies auch nicht der richtige Partner für dich? Hätte in einer solchen Situation sich nicht zeigen müssen, wie fest die Partnerschaft ist, wenn es der richtige währe?

Es ist jetzt wichtig, so denke ich, dass du deine Zeit nutzten wirst, indem du dich selbst besser kennen lernst und an dir arbeitest.

Du kannst dir eine Liste machen, was dir alles jetzt gut tun wird und heilsam ist und dies dann in die Tat umsetzen.

Schreiben ist etwas sehr heilsames. Du könntest Tagebuch führen, über deine Gefühle, deine Gedanken, deine Veränderungen u.s.w.
Schreiben kann sehr befreihend sein und wie schon gesagt sehr heilsam.

Deine Kämpfernatur wird schon wieder zurückkommen, es braucht jetzt Zeit, um all dies fruchtbar und heilsam zu verarbeiten, dann wird es auch für dein Leben letztendlich einmal als Bereicherung erkannt werden können.

Überlege dir, was du im Leben schon immer mal gerne gemacht hättest, aben nie getan hast...jetzt währe die Zeit dafür, vieleicht währe auch ein Urlaub gut, den du in der Zeit einplanen kannst.

Schreibe hier im Forum und lass dich trösten, denn hier sind viele gute Seelen, die schon viel erlebt haben und wissen, wie schwer das Leben sein kann.

Herzliche Grüße Sternenstaub

PS
Hier sind ein paar Blümchen für dich Blümchen der Hoffnung!

Geändert von Sternenstaub (16.07.09 um 19:30 Uhr)

Vater verstorben - Beziehung bricht weg

ichbinsjacky ist offline
Beiträge: 28
Seit: 15.07.09
hallo traumsteinchen

herzliches beileid. es tut immer sehr sehr weh, wenn man jemanden verliert. ich mache im moment das gleiche durch wie du. aber bei meinem papa ists schon bisschen länger her, er ist im februar verstorben.
aber trotzdem, es braucht zeit, viel zeit. mir hilft zur zeit eigentlich nur die gesprächstherapie bei meiner psychologin und öfters mal treffe ich mich mit unserer seelsorgerin, welche meinen papa beerdigt hat.
ich weiss auch nicht, obs bei dir so etwas gibt? eine selbsthilfegruppe vielleicht oder eine seelsorgerin? auf jedenfall möcht ich dir sagen, such dir hilfe, und nimm die hilfe auch an... du darfst wirklich auch mal schwach sein und fremde hilfe beanspruchen. ich weiss, dass ist schwer, es ging mir genau gleich...
dass mit dem partner tönt jetzt vielleicht krass, aber ich frage mich echt, ist das wirklich der richtige?? in so einem moment sollte man wirklich zum partner stehen. obwohl ich mir auch vorstellen kann, dass dein partner nicht weiss, wie er damit umgehen soll?! es war bei mir auch so, mein freund wusste auch lange zeit nicht, wie oder was er mir helfen kann. aber das wichtigste ist einfach, dass er für mich da ist, er muss nichts sagen etc. einfach nur da sein und mich in den arm nehmen.
vielleicht versuchst es nochmals... und sonst, ganz böse gesagt, ist er es nicht wert... mach dich auf jedenfall nicht von der seite her auch noch kaputt...
und sonst wirklich, nimm fremde hilfe an... es dauert wirklich...
bei mir haben sich auch diverse psychosomatische symptome bemerkbar gemacht, an denen ich jetzt noch leide...

ich wünsche dir alles alles gute und viel kraft

liebe grüsse
jacky

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Bibo ist offline
Beiträge: 327
Seit: 19.04.09
Hallo liebes Traumsteinchen,
ich schick dir Kraft um diese schwere zeit zu überstehen.
Du wirst es schaffen, denk viel an dich selbst und versuch dich abzulenken.
Kannste vieleicht mal ein paar tage raus?
Haste ne gute Freundin mit der du dir mal einen schönen Abend mit reden machen kannst?
Du weißt ich denk an dich .
Wenn du weinen mußt dann tu das,wenn du schreien willst, mach es einfach , es wird helfen.
GLG und nen ganz dicken Drücker für dich .

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Traumsteinchen ist offline
Themenstarter Beiträge: 374
Seit: 15.05.09
Ich möchte euch allen an dieser Stelle danken.
Habe alles durchgelesen.
Werde der Reihe nach bald darauf eingehen.
Ich danke euch für die vielen lieben, hilfreichen, unterstützenden Worte.
Wenn ich eines bisher gelernt habe, dann dass in der Trauer alles erlaubt ist, komischerweise jeder Verständnis hat und Feindseeligkeit plötzlich wie weggeblasen ist.
Eine auf mein reales Leben bezogene Erkentniss (meine dies nicht forenbezogen)
Umsomehr tut es dann doch weh, wenn der eigene Partner Dinge sagt, die schmerzen und ich gerade in dem Moment nicht die Kraft habe Signale zu erkennen, was es heisen soll...
Ich wünsche an dieser Stelle einen schönen Abend und werde bald wieder schreiben!

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Traumsteinchen ist offline
Themenstarter Beiträge: 374
Seit: 15.05.09
Hallo,

als erstes möchte ich auf dieses Posting antworten:
Zitat von Juliette Beitrag anzeigen
Hast du jemanden mit dem du dich aussprechen kannst, eine gute Freundin, Familie? Kannst nicht mal für ein paar Tage frei machen?
Ich glaube manches braucht auch einfach seine Zeit. Und ich glaube auch, das jeder Mensch etwas in sich trägt, das ihm den Halt gibt, den er braucht. Das was von Außen kommt, kann zwar für den Moment Stärke vermitteln, aber letztendlich ist man doch selbst das wertvollste das man besitzt.
Traumsteinchen, ich glaube man darf auch mal schwach sein. Nur achte auf dich, das die Gedanken dich nicht zu sehr niederdrücken. Wenn du das alleine nicht schaffen solltest, dann wäre vielleicht eine Selbsthilfegruppe für Trauerarbeit eine gute Unterstützung.
Vielleicht hast du am Wochenende Zeit einen Ausflug zu machen, in die Natur zu gehen. Alleine das könnte schon heilsam sein.
Ich hoffe ich konnt ein dir ein paar Anregungen geben.
Grüsse von Juliette
Ich kann mit so ziemlich jedem sprechen und dennoch fehlt mir der Beziehungshalt, den ich über 3 Jahre hatte.
Meine Familie ist auf dem Papier her eine Familie: Bruder und Mutter waren eine Familie / mein Vater und ich eine andere Familie / Scheidungskinder...
Lange Rede kurzer Sinn, auch wenn sie sagen, sie sind da, ist es dennoch schwer aufgrund bestimmter Umstände sich auf diese beiden einzulassen, ich lasse mich schon sehr ein und es ist auch gut, aber es ist nicht meine erste mir gut tuende Wahl.
Ich kann mich finanziell im Moment nicht freimachen, nicht mal einen Tag.
Da ich seit nunmehr 4 Wochen auch nur noch zu 30% arbeite wird es noch etwas dauern, aber mein vater hinterlässt mir ein Taschengeld, wenn Beerdigungskosten davon getilgt sind und alles durch ist, werde ich dieses Taschengeld nutzen um hier raus zu kommen für mindestens 3 Tage!
Ja man hat nur sich und sonst nichts heist es immer aber wenn dem so wäre würde es keine unterstützenden Therapien und Selbsthilfegruppen geben, keine Sehnspchte nach innigsten Freundschaften, Zugehörigkeit und Liebe - denn nur mit sich alleine ist dem Menschen nicht geholfen...

Und ja ich weis dass ich schwach sein darf und ich bin es gerade zuweilen und ich stehe dazu!
Habe mir gestern 2 Links aus dem Netz gefummelt und etwas über Trauerarbeit gelesen, alleine das hat mir schon etwas geholfen,zu sehen dass ich DOCH RECHT hatte mit es ist alles gut so wie es ist und nur andere kommen da nicht drauf klar!

So, wenn Zeit ist nehme ich mir das nächste Posting vor.
Es war wieder eine kurze Nacht... 3 - 7 Uhr und wieder weinend und zerissen wach geworden, aber ich trage Verantwortung für meine Gefühle und habe meinem EX???FREUND nun entgültig klar gemacht Situation, gefühl, Bedürfniss, Bitte... so geht es nicht weiter mit ja ne ne ja ne weis nich ne ja ne oder doch....
Auf baldigst! Gruß vom Kampfsternchen mit Watte-Rüstung!

Geändert von Traumsteinchen (17.07.09 um 11:54 Uhr)

Vater verstorben - Beziehung bricht weg

Traumsteinchen ist offline
Themenstarter Beiträge: 374
Seit: 15.05.09
Hallo ihr Lieben!

Jetzt habe ich schon einige Tage gar nichts mehr "von mir gegeben"
Inzwischen haben sich mein Freund, den ich wieder so nennen darf, und ich wieder zusammengerauft (er hat sich dann Gott sei Dank von dieser Extremsituation nicht weiter verjagen lassen, sondern versuicht seinen Mann zu stehen und dabei mehr auch sich Acht zu geben).
Die WOhnung ist gepackt, die Sachen holen wir nach und nach nun raus und Sonntag sind die Möbel dann auch Geschichte.
Ansich geht es mir verhältnissmässig gut.
Merke immer wieder, dass ich extreme Stabilität und Verlässigkeit in Punkto Beziehung benötige und dass es mir anfängt nicht gut zu gehen, wenn ich dort eine "Unwucht" beobachten kann...
Gestern begann es bereits wieder mir vorzukommen, als rede er nicht (was er selbst auch wieder bemerkte und es täte ihm leid und er schläft schon wieder seit 4. Nächten nicht mehr hier etc...)
Ohje und das wo ich gerade so "mens-vorboten-sensibel" bin...
Habe ihn gebeten da in den kommenden Tagen etwas sensibler mit mir umzugehen.
Öfter mal drücken und so
Heute holen wir nämlich wieder einen Schwung Kartons...

Wollte nochmals für den Tipp, den ich öfters las, danken, bezüglich Trauerbegleitung.
Zum derzeitigen Stand sieht es nicht so aus als würde ich es nicht "allein" oder mit reden schaffen (hier oder Freund und etc)
Ich bin ehrlich sehr froh, dass es nun Schlag auf Schlag an die Wohnung ging.
Der nächste Punkt kann gesetzt werden.
Die erste Wohnung ist besenrein, die Löcher sind verspachtelt und sie ist übergabefertig.
Zum 1.8. soll die zweite Wohnung auch übergabefertig sein.
Dann werde ich 3 Kreuze machen.
Anschließend heist es nur noch: endlich den Nachlass verwalten können, Konto von Papa ausgleichen, alle Beerdigungsrechnungen bezahlen und sich mal nach einer Grabgestaltung erkundigen.
Ich hoffe, dass es in 4 Wochen schon wieder alles wieder etwas normaler laufen wird.
Aber jetzt hoff ich erstmal dass mich meine kommenden Tage (wortwitz) nicht ausnoggen und ich nicht all zu krawallig unterwegs bin...

Zitat von Bibo Beitrag anzeigen
Hallo liebes Traumsteinchen,
ich schick dir Kraft um diese schwere zeit zu überstehen.
Du wirst es schaffen, denk viel an dich selbst und versuch dich abzulenken.
Kannste vieleicht mal ein paar tage raus?
Haste ne gute Freundin mit der du dir mal einen schönen Abend mit reden machen kannst?
Du weißt ich denk an dich .
Wenn du weinen mußt dann tu das,wenn du schreien willst, mach es einfach , es wird helfen.
GLG und nen ganz dicken Drücker für dich .
Danke Bibo,
Noch kann ich keine paar Tage raus, nein.
Erst wenn die ganze Nachlassgeschichte geregelt ist, kann ich mir mal einige Tage Auszeit nehmen.
Freundin habe ich leider keine, nein.
Und das andere was du schreibst, so handhabe/handhabte ich es.
Und familiär kam auch jeder mit klar nur mein Freund hat sich halt zurückgezogen, aber ich glaube ich hätte auch nen Kopfstand machen können oder was auch immer und er hätte es getan, da lag der Hund wohl in seinem eigenen Leben begraben...

Geändert von Traumsteinchen (24.07.09 um 08:23 Uhr)


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