hoffnungslos

04.02.09 00:03 #1
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hoffnungslos

Mickybaby67 ist offline
Themenstarter Beiträge: 309
Seit: 04.10.07
...so jetzt kommt der 2.Teil...

Jogi...

ich wollte noch ein bissel was schreiben, schaffe es jetzt mal wieder(mir geht es heute sehr schlecht wg meiner HWS...)

Ich wollte dir noch sagen,
dass du recht hast und ich schon immer sehr sensibel war, habe auf Alles auch schon immer sehr stark reagiert und mir auch immer schon Alles extrem zu Herzen genommen.
Ich habe dann früher irgendwie immer versucht, meine Sensibilität zu bekämpfen und wollte, härter werden, aber heute denke ich, dass das genau der falsche Weg war, hm

und du hast auch recht, dass ich kaum allein sein kann, finde das selbst schlimm, weiß aber immer noch nicht, woher diese starken Verlassenheitsängste herkommen könnten, obwohl ich da schon viel drüber nachgedacht habe, aber so eine wirklich starke Erfahrung, dass mich mal jemand verlassen hat, habe ich eigentlich nie gemacht...denke ich zumindest, hm(?)

Schreibe mal auf einen Zettel wie Du Dich selbst siehst zu einer Zeit, in der du offen bist dafür.
Dann scheibst Du alles positive auf und alles negative was Dir einfällt, dann hast Du direkt vor Augen wie Du Dich wahrnimmst.

Dann mache all dies auch von allen Menschen, die Dir nahe sind, dies könnte dann wahrscheinlich dazu führen, dass Dir etwas bewußt wird
Danke dir für diesen Tipp!!
Das werde ich mal versuchen, aber ich glaube, dass das schwierig werden könnte!mal schauen.

Ich drücke meine Daumen für Dich das Du bald weniger Balast zu tragen hast.
vielen lieben Dank dafür
ganz liebe Grüße und danke nochmal, Micky
__________________
Ein Freund ist jemand, der die Melodie deines Herzens kennt, und sie dir vorsingt, wenn du sie längst vergessen hast.

hoffnungslos

Gina-NRW ist offline
Beiträge: 1.057
Seit: 15.06.08
Zitat von Micky67 Beitrag anzeigen
.... woher diese starken Verlassenheitsängste herkommen könnten...
eine wirklich starke Erfahrung, dass mich mal jemand verlassen hat, habe ich eigentlich nie gemacht...


Hallo!

Es ist nicht nötig, irgendwann mal tatsächlich verlassen worden zu sein, um Angst davor zu entwickeln.

Die Angst vor dem Verlassenwerden ist viiiel älter und ist wohl eine der ältesten Ängste der Menschheit überhaupt, denn allein kann man nicht überleben, das galt in der Steinzeit schon genauso wie auch heute noch. Heute gibt es zwar viele Möglichkeiten, sich vom Alleinsein abzulenken, aber trotzdem nagt da was ..
Der Mensch ist ein soziales Wesen und braucht die Gemeinschaft, ein Du.
Eine grundsätzliche Sensibilität dafür, wie wichtig das Nicht-Verlassenwerden ist, bringt also eh schon jeder mit, als Erbe all unserer Vorfahren.

Aus dieser Sensibilität, aus dem starken und natürlichen Bedürfnis nach Zusammensein wird schnell Angst vorm Verlassenwerden, und zwar wenn man als Kind die Erfahrung macht, daß man abgelehnt wird, und hinter Ablehnung lauert Verlassenwerden.

Dabei darf man sich "abgelehnt werden" nun auch wieder nicht zu extrem denken, denn dann meint man allzu schnell "och, das betrifft mich nicht" ..
Kinder haben seehr feine Antennen und achten sehr darauf, ob sie als okay gelten. Sie wollen gefallen, nicht weil sie eitel wären, sondern weil sie die Anderen brauchen! Da reicht schon ein mürrischer Blick oder ein genervtes "Jetzt nicht!", um das Kind in Ängste zu stürzen.

Das Kind arrangiert sich, was könnt es denn sonst auch tun? Und so drängt es immer mehr seiner Gefühle, seiner Bedürfnisse und seines Leids weg, damit es noch funktionieren kann und einigermaßen Freude im Leben hat. Diese ganze Verdrängerei und all das Dauergeleide äußern sich meist erst im Erwachsenenalter in Form von Erkrankungen bzw Befindlichkeitsstörungen, denn irgendwann ist das Maß einfach voll. Und dann wundert "man" sich, was denn "plötzlich" mit einem los ist. .....

Dies nur mal als kurzer Abriß. Brauch ich wohl eh nicht näher ausführen, weil -wenn wir ehrlich sind- das wohl jeder kennt. "Man" denkt nur nicht darüber nach bzw man möchte nix davon hören. Kein Wunder, wird doch sehr tiefsitzendes berührt. Läßt man diesen Schmerz zu, kann man sich trösten, sich selbst, sich ruhig auch bedauern, sich quasi als Kind "sehen" und dieses Kind in den Arm nehmen, sich auf seine Seite stellen und es verstehen. Das ist befreiend.

LG
Gina

hoffnungslos
Männlich Sternenstaub
Liebe Micky,
aus Deinen Antworten kann ich entnehmen, dass Du schon sehr gut an Dir gearbeitet hast und ich denke, dass Du bald weiterkommen wirst, dies ist etwas sehr positives.

Leider geht es mir im Moment gesundheitlich überhaupt nicht gut, doch sobald es mir wieder etwas besser geht werde ich Dir dazu noch schreiben.

Bis dahin wünsche ich Dir alles alles liebe.

Liebe Grüße Jogi


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