Von einem Therapeuten traumatisiert

21.02.08 17:52 #1
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Von einem Therapeuten traumatisiert

Kathy ist offline
Beiträge: 3.383
Seit: 06.03.07
Hallo Meike

werde dir bald eine PN schreiben.

Ein hoffentlich gutes Wochenende

wünscht dir

Kathy
091.jpg

Von einem Therapeuten traumatisiert

ADo ist offline
Weiblich ADo
Beiträge: 3.124
Seit: 06.09.04
Hallo meike,
schön mal wieder von dir zu lesen

Ich drücke dir die Daumen, dass du gaaaanz viel Gutes bekommst in der Klinik, auch wenn es anstrengend wird

Liebe Grüße
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Niveau ist keine Hautcreme!

Von einem Therapeuten traumatisiert

Miss Wurres ist offline
Beiträge: 14
Seit: 14.08.08
Hallo Meike,

Sicher hab ICH mir diesen Namen rausgesucht!

Da ich SUPER organisiert bin, NIX durcheinanderbringe, IMMER weiß was passiert, ALLES wieder finde.. was ich verlegt hab und darüber jahrelang entsetzt und verwirrt war...habe ich mich entschlossen diesen Zustand anzunehmen. Ich glaube das ist der einige Weg da wieder rausgelangen

Außerdem schützt das des öfteren mal vor Angriffen, weil ja jeder weiß das ich ab und zu mal Nicht organisiert bin, ALLES mögliche durcheinanderbringe (wo wohne ich eben noch mal?), kein Plan hab was beim Arbeitsamt grade besprochen wurde und ich festgestellt hab, das ich wirklich alles wiederfinde....nur eben grade in diesem Moment nicht.

Also wirklich alles nur halbsowild

Von einem Therapeuten traumatisiert

meike kraft ist offline
Themenstarter Beiträge: 214
Seit: 12.08.07
hallo ado
wie schöööön, dich hier anzutreffen.
DAS freut mich so....
ist schon was her, als wir miteinander "sprachen", da war grad wohl deine tochter bei dir auf besuch u. du hattest beabsichtigt, danach mal EFT klopfen zu versuchen.
ist denn was daraus geworden?
hatte es mir so für dich gewünscht.

ja ado....ich hab gehört, daß es SEHR anstrengend wird in der klinik aber ich zieh das durch...
ich nehm all deine guten wünsche mit dahin u. ich kann ganz sicherlich alles gut gebrauchen.....

dir ganz liebe grüße u. hab du ein schönes WE
herzlichst meike

Von einem Therapeuten traumatisiert

ADo ist offline
Weiblich ADo
Beiträge: 3.124
Seit: 06.09.04
Hallo Meike

inzwischen wohnt meine Tochter sogar wieder hier... naja, "haust" kommt dem wohl näher

Wir renovieren gerade ihr altes Zimmer und irgendwie ist es eine never-ending-Story und ich hoffe, sie kann wenigstens einziehen, bis nächste Woche ihre Schule losgeht.

Zu EFT bin ich nur einmal gekommen. Jetzt habe ich wenigstens mal die Klopfpunkte kennengelernt.
Naja, alles zu seiner Zeit, EFT ist wohl immer noch nicht dran

Liebe Grüße
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Von einem Therapeuten traumatisiert

meike kraft ist offline
Themenstarter Beiträge: 214
Seit: 12.08.07
hallo ado
das ist ja außergewöhnlich, daß deine tochter wieder zurückzieht u. ich freu mich für euch.
hab DAS richtig verstanden?
tochter aus dem haus u. nun wieder zurück bei muttern?

hab genau DAS auch bei meinen nachbarn mitbekommen, daß tochter auszog aber nicht alleine wohnen mochte u. dann wieder zurückzog zu ihren eltern.
da hatte sie dann auch noch einige jahre wieder gelebt, um dann wieder einen neuen anlauf zu nehmen zum alleine-wohnen, weg von den eltern.

ja, ich merk schon EFT klopfen war noch nicht "dran" bei dir u. du hast es halt im tresor liegen, um es dir ggf. rausnehmen zu können, wenn du glaubst, es in anwendung bringen zu wollen.

wenn es soweit ist, magst du dann darüber erzählen?
ich würde mich freuen.

dir alles liebe
von meike

Von einem Therapeuten traumatisiert

ADo ist offline
Weiblich ADo
Beiträge: 3.124
Seit: 06.09.04
Hallo Meike,
meine Tochter hatte ein paar Jahre bei meiner Mutter gewohnt und dort eine Ausbildung gemacht.
Leider hatte sie mir nicht geglaubt, wie meine Mutter auch sein kann , weil sie nur die nette Sonntagsomi kannte.
Irgendwann war dann das Fass obervoll und nun ist sie wieder hier - und auch noch positiv verwandelt
Jetzt würde ich gerade gerne mal meinen pubertierenden Sohn dort unterbringen

Klar, wenn EFT dran ist, wollte ich mir ja sowieso Rat bei dir holen

einen schönen Sonntag und liebe Grüße
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Von einem Therapeuten traumatisiert

meike kraft ist offline
Themenstarter Beiträge: 214
Seit: 12.08.07
hallo ado

ich weiß genau was du meinst bezüglich deiner tochter u. deiner mutter.

ich bin wegen meiner ma 350 km weit weggezogen, damit sie nicht so einen dollen einfluß nehmen kann auf meine kinder.
UND
es fiel mir schwer, die kinder besuchsweise bei meiner ma zu wissen u. ich hab nicht gewußt damals, wie gut es ist, wenn kinder portionsweise auch mal "oma" erleben......

wenn meine kinder, sie sind erwachsen, von oma kommen, fragen sie mich, wie es nur sein kann, daß ich so völlig anders unterwegs bin u. wie mir das gelungen ist.

als junge frau hab ich meine ma 3 mal am tag geschüttelt. inzwischen kann ich das alles ganz anders sehen u. sehr liebevoll u. achtsam sein.
ich begleite sie u. geb mir mühe, daß sie es gut hat aber ich erzähle nix wichtiges von mir u. so läuft alles bestens.
sie hatte es auf ihre weise schwer, denn grade hatte sie als junge frau ihr abi gebaut u. gedachte zu studieren, da kam ich ihr dazwischen u. du kannst dir diese unmenge wut meiner ma nicht vorstellen, die sie immer hatte auf mich.
es war nach dem krieg, wo es noch ein riesenproblem war, ein uneheliches kind zu bekommen.....

ich hab gegrinst, als du meintest, daß es deinem sohn vllt ebenfalls gut bekommen könnte, mal bei oma zu leben....

da gibts ja nun einen anderen weg, indem deine tochter ihm vom aufenthalt bei oma erzählt......
vllt reicht DAS doch schon alles aus?

aber ....
ich fühle so die ganz andere voraussetzung, die du und deine tochter nun miteinander haben dürft u. sicherlich weißt du (aber natürlich auch deine tochter) das zu schätzen u. ein neuer abschnitt miteinander kann beginnen, der einfach nur schön, offen u. liebevoll sein kann.
ihr werdet die neue voraussetzung sicherlich klug nutzen und achtsam füllen.
einfach genial und wunderschön....

genießt euch beide
herzlichst meike

Von einem Therapeuten traumatisiert

Mickybaby67 ist offline
Beiträge: 309
Seit: 04.10.07
Hallo Meike,

ich habe mir heute einmal deinen ganzen Bericht durchgelesen...und ich möchte dir sagen, dass du dich gefühlsmäßig sehr gut mitteilen kannst und trotzdem es dir zu Zeit so doll schlecht geht, du eine tiefe innere Stärke "ausstrahlst"
Ich kann wohl noch nicht so richtig darüber sprechen, aber ich habe auch eine sehr schlimme Erfahrung mit einem Therapeuten gemacht...ich weiß aber nicht, ob man das bei mir auch Trauma nennen kann...hmm.

Mir geht es die letzten Jahre psychisch sehr schlecht und im März 2006 habe ich dann beschlossen, in eine Klinik zu gehen...der Aufenthalt hat mir wirklich sehr geholfen, ich habe endlich wieder Licht am Ende des Tunnels gesehen.
Damit es mir auch auf Dauer wieder besser geht, habe ich zuhause eine Psychoanalyse angefangen, die zuerst ganz gut anfing.
Ich hatte das Gefühl, der Therapeut versteht mich, ich habe mich getraut, mich immer etwas mehr zu öffnen, obwohl ich schon von vorn herein immer Angst habe, verletzt zu werden...aber ich habe mich immer mehr getraut.
Nach 3 Monaten Therapie, wo ich wirklich zu jeder Sitzung gekommen bin, bekam ich eine sehr heftige Migräne, die 3 Tage anhielt...ich konnte nicht aufstehen und leider habe ich immer erst am jeweiligen Tag abgesagt, weil ich immer dachte....ach heute wird es schon besser....das war wohl sicher nicht richtig von mir, aber er reagierte am Telefon dann nach der 3.Absage sehr heftig
Er meinte, dass ich die Therapie nicht ernst nehme, er wurde laut, was mir sehr große Angst machte, er meinte, dass ich alles nicht ernst nehme und er die Therapie nun am liebsten beenden wollte....das war ein großer Schlag für mich, weil ich sowieso immer die Angst habe, dass man mich mit meinen Problemen nicht aushält und ich habe das dann als große Zurückweisung empfunden.
Ich dachte dann, dass er vielleicht einen schlechten Tag hatte und hoffte, dass wir das Beide in der nächsten Stunde klären konnten...allerdings wurde daraus nichts, denn er fing sofort an laut zu werden, meckerte mich an und ich bekam in dieser Stunde einen Panikanfall. Ich lag auf der Couch, konnte ihn nicht sehen und hatte solch eine Angst vor ihm, dass ich mich nicht rühren konnte.
Die Therapie abbrechen wollte und konnte ich aber nicht, da ich mich dann erst recht, als Versager gefühlt hätte und immer so wie du gedacht habe:" da wo meine Angst ist, muss ich lang".
Die nächsten Stunden wurden dann ruhiger, aber ich hatte seitdem ständig so eine Angst vor ihm, etwas Falsches zu sagen, hatte Angst, krank zu werden.
Er kam mir so furchtbar autoritär und angsteinflößend vor.
Diese "Ausbrüche" von ihm kamen dann noch ein paar Mal wieder.
Einmal war es sehr schlimm, als er meinte, dass er einfach nicht zu mir durchdringt und ich meine Maske nicht ablege, ich mich nicht öffne, mich nicht öffnen "will", nichts tue, um hier herauszukommen, dabei wurde er wieder seht laut...das war einfach sehr schlimm, denn ich konnte meine Maske einfach nicht vor ihm ablegen, weil mein Vertrauen zu ihm gebrochen war, dazu bekam ich große Schuldgefühle, weil ich meine seelischen Probleme einfach nicht überwinden konnte.
...warum ich die Therapie nicht abgebrochen habe, lag auch daran, dass ich immer weniger Kontakt zu mir selbst und meinen Gefühlen hatte und daher auch nie wusste, ob ich alles nur übertrieben sah oder nicht, ob es an mir liegt, dass ich einfach zu sensibel bin etc....das Ganze ist nun 2 Jahre her und ehrlich gesagt, bin ich mir da immer noch nicht sicher....ich weiß nicht, ob sich das Alles nicht vielleicht total lächerlich anhört und ich mich ja nur anstelle...
Irgendwann wurden all meine seelischen Symptome so schlimm,...ich wurde mir immer fremder, wurde immer depressiver, bekam Panikattacken....als ich dann auch immer stärkere lebensmüde Gedanken bekam, brach ich die Therapie dann nach letzendlich 10 Monaten ab.
Ich sprach ihm mitten in der Nacht auf den Anrufbeantworter, weil ich Angst hatte, er könnte rangehen und sich wieder aufregen und sagte ihm, dass es mir sehr schlecht geht und ich eine Woche aussetzen wollte.
Dann schrieb ich ihm einen sehr langen Brief und traf mich dann mit ihm nocheinmal...ich hoffte, dass er mich in dem Brief ein wenig verstanden hatte, dass ich große Angst vor ihm habe, dass mir das Vertrauen leider fehlt....das Alles schrieb ich sehr sehr vorsichtig...
Er ging jedoch nicht darauf ein, er meinte, ich würde vor meinen Problemen davon laufen und nun alle Schuld auf ihn abwelzen, dass ich Selbstmordgedanken habe, glaube er nicht....das war das dann das Ende...ich konnte nicht mehr und musste die Therapie abbrechen....
....es ging mir danach so schlecht wie noch nie in meinem Leben, ich bekam immer stärkeren Selbsthass, wurde mir immer fremder, konnte gar nicht mehr weinen, fühlte wie versteinert, bekam schlimme Zwangsgedanken...und ich erlebe wie du die Menschen als gefährlich...
seit nun einem halben Jahr bin ich allerdings wieder in Therapie, da ich auch merkte, dass ich es alleine nicht schaffe.

Ich habe einen sehr lieben Therapeuten gefunden. Er ist sehr einfühlsam und gibt sich Mühe, mich zu verstehen. Sogar wenn er in den Urlaub fährt,
kann ich mich per Email bei ihm melden...das finde ich wahnsinn und ich hätte nicht gedacht, dass es so einen Therapeuten überhaupt gibt.
Ich merke aber, dass ich einfach noch so "dicht" bin, dass bei mir auch immer noch keine Träne übers Gesicht gelaufen ist, obwohl ich spüre, wie unendlich viel Trauer in mir steckt...aber ich schaffe es noch nicht...zu verletzlich traue ich mich noch nicht zeigen....es fehlt mir einfach noch zu viel Sicherheit...auch merke ich, wie wachsam ich immer bin,...wenn er etwas sagt, wodurch ich mich nicht so sehr verstanden fühle,...bekomme ich immer noch sehr große Angst und will schnell die Flinte ins Korn werfen...
aber ich denke, dass es mit der Zeit gaaaaaanz langsam aufwärts geht....das hoffe ich zumindest sehr!!!!

Liebe Meike, ich wünsche dir sehr viel Kraft und hoffe, dass sie dir in der Klinik helfen können.
Ich weiß nicht, ob dir mein Bericht hilft...vielleicht fühlst du dich ein bißchen weniger allein....wünsche dir eine gute Nacht

Von einem Therapeuten traumatisiert

ADo ist offline
Weiblich ADo
Beiträge: 3.124
Seit: 06.09.04
Hi
mein Sohn glaubt ihr natürlich nicht, so wie niemand glaubt, der meine Mutter nicht im Alltag erlebt hat.
Ich halte mich auch möglichst fern von ihr und versuche alle Angriffe abprallen zu lassen

Meine Tochter erzählte, dass sie bei der Verabschiedung wieder 100% Sonntagsoma war und meine Tochter wäre am liebsten dort geblieben. Hier hat sie nur ein kleines und dort zwei große helle Zimmer, außerdem gibts in dem Ort viel mehr als in unserem Dorf und Freunde hatte sie ja auch inzwischen. Trotzdem gefällt es ihr hier jetzt besser. Dort war sie auf einer Privatschule, hier muss sie in die nächste größere Stadt zu einer schlechteren Schule (sie macht gerade eine 2. Ausbildung). Es ist ihr egal.


Meine Tochter kam übrigens auch zur falschen Zeit
Sie hatte sich an der Spirale vorbeigemogelt und ich wollte gerade mein erstes Staatsexamen machen. Das musste dann noch 2 Jahre warten, weil sie nicht gesund zur Welt kam.
Ich hatte mich aber ganz bewusst für sie entschieden und dann auch dafür bei ihr zu bleiben. Ist jetzt natürlich Mist, da ich als rel. junge Witwe, aber zu alt und krank für den Arbeitsmarkt, ziemlich angesch***** bin.
Wenn ich aber den Erfolg sehe... aus einem ehemaligen geistig behinderten Kind, ist eine junge, in vielen Dingen selbständige Frau geworden, sogar mit Realschulabschluss und einer Berufsausbildung... es hat sich gelohnt. Ob sie jemals ganz alleine zurecht kommt?... na klar, das schafft sie auch noch!!!

LG
__________________
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