Von einem Therapeuten traumatisiert

21.02.08 17:52 #1
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Von einem Therapeuten traumatisiert

meike kraft ist offline
Themenstarter Beiträge: 214
Seit: 12.08.07
LLG`s für, dienstag, den 15. april, aus dem buch
"Kraft zum Loslassen" von melody beattie, heyne verlag


kommunikation

es ist sehr wichtig, eine klare, direkte und selbstbewußte form der
kommunikation zu finden. wir müssen nicht ständig un den brei herumreden, um die
reaktionen anderer auszuloten. schuldzuweisungen erzeugen nichts anderes als
schuldgefühle. wir brauchen andere menschen nicht mit worten zu beleidigen oder
im gespräch übertrieben rücksicht auf sie zu nehmen; ebensowenig sollten wir
von anderen erwarten, dass sie in ihren worten übertrieben rücksicht auf uns
nehmen. begnügen wir uns damit, dass unsere bemerkungen gehört und aufgenommen
werden. auch wir können aufmerksam zuhören, was andere uns sagen.

sich in andeutungen darüber zu ergehen, was wir brauche, funktioniert nicht.
andere können nicht unsere gedanken lesen; unsere umständlichkeit wird sie
vermutlich nur verärgern. die beste art, verantwortung für unsere wünsche zu
übernehmen, besteht darin, eine bitte direkt auszusprechen. wenn wir zu einer
bestimmten an uns herangetragene forderung nein sagen wollen, so steht es uns
frei, dies zu tun. wenn jemand versucht, durch ein gespräch über uns zu
bestimmen, können wir uns weigern, es fortzusetzen.

zu einer von verantwortung getragenen kommunikation gehört es, dass wir
unsere enttäuschung, unsere wut unmittelbar zugeben, anstatt unsere empfindungen
von anderen erraten zu lassen oder sie wissen, was wir sagen sollen, steht es
uns frei, auch das zu sagen.

auch können wir um neue informationen bitten und unsere beziehungen durch
gespräche vertiefen, wir brauchen jedoch die naderen nicht unter unserem
wortschwall zu ersticken. wir müssen uns nicht an wortreichem unsinn beteiligen und
ihn uns auch nicht anhören. wir formulieren eine klare aussage und lassen es
dabei bewenden.


heute will ich in meiner kommunikation klar und direkt mit anderen sein. ich
bemühe mich, manipulative, indirekte oder schuldzuweisende aussagen zu
vermeiden. ich kann taktvoll und sanft sein. und ich kann meinen standpunkt
vertreten.

Von einem Therapeuten traumatisiert

Kathy ist offline
Beiträge: 3.383
Seit: 06.03.07
Hallo Meike

Wie wahr!!!

Wer sich diese Worte zu Herzen nimmt, kann wahrhaftig werden und sein Leben enorm ent-komplizieren.

Liebe Grüsse

Kathy

Von einem Therapeuten traumatisiert

meike kraft ist offline
Themenstarter Beiträge: 214
Seit: 12.08.07
schön kathy
daß wir das gleiche mögen....

ich grüße dich u. hoffe, daß auch bei dir so herrliche die sonne scheint.....

herzlichst meike

Von einem Therapeuten traumatisiert

Horaz ist offline
in memoriam
Beiträge: 5.730
Seit: 05.10.06
"Ich sei, gewährt mir die Bitte, in eurem Bunde der Dritte!"
Genau, so soll Kommunikation sein. Kein atemberaubendes Klettern an Wortgerüsten. Nicht Verschleiern oder Drumrumreden, sondern sagen was ist.
Vor lauter Nichtkränkenwollen werden viel zu oft aus Feigheit nicht jene Sätze gesprochen, die gesprochen werden müßten.

Viele Grüße, Horaz

Von einem Therapeuten traumatisiert

Kathy ist offline
Beiträge: 3.383
Seit: 06.03.07
Hallo Horaz

deine Bitte sei dir gewährt!

ich habe lange gebraucht, um all` dies` zu begreifen, wollte nie jemanden verletzen oder ihm zu nahe treten; aber irgendwann kapierte ich, dass Wahrhaftigkeit mein bestes Werkzeug war, und das funktioniert auch, ohne zu verletzen. Übung macht den Meister!

Lieben Gruss

Kathy

Von einem Therapeuten traumatisiert

meike kraft ist offline
Themenstarter Beiträge: 214
Seit: 12.08.07
achte auf deine gedanken,
denn es werden deine worte.

achte auf deine worte,
denn sie werden deine taten.

achte auf deine taten,
denn sie werden deine lebensgewohnheiten.

achte auf deine gewohnheiten,
denn sie werden dein charakter.

achte auf deinen charakter,
denn er wird dein schicksal.

und dein schicksal beginnt jetzt
mit deinen gedanken.

Quelle: Talmud

Geändert von Horaz (17.04.08 um 16:40 Uhr) Grund: Quellenangabe hinzugefügt

Von einem Therapeuten traumatisiert

meike kraft ist offline
Themenstarter Beiträge: 214
Seit: 12.08.07
einfach nur schööööön

Stelle dir vor, du hast bei einem Wettbewerb
folgenden Preis gewonnen:
Jeden Morgen, stellt dir die Bank 86.400 Euro
auf deinem Bankkonto zur Verfügung.
Doch dieses Spiel hat auch Regeln,
so wie jedes Spiel bestimmte Regeln hat.
Die erste Regel ist:
Alles was du im Laufe des Tages nicht
ausgegeben hast,
wird dir wieder weggenommen,
du kannst das Geld nicht einfach auf
ein anderes Konto überweisen,
du kannst es nur ausgeben.
Aber jeden Morgen, wenn du erwachst,
eröffnet dir die Bank ein neues Konto
mit neuen 86.400 Euro für den kommenden Tag.
Zweite Regel:
Die Bank kann das Spiel ohne Vorwarnung
beenden, zu jeder Zeit kann sie sagen:
Es ist vorbei.
Das Spiel ist aus.
Sie kann das Konto schließen und du
bekommst kein neues mehr.
Was würdest du tun???
Du würdest dir alles kaufen was du möchtest?
Nicht nur für dich selbst, auch für alle
Menschen die du liebst..vielleicht sogar
für Menschen die du nicht kennst,
da du das nie alles nur für dich
alleine ausgeben könntest.......
Du würdest versuchen, jeden Cent
auszugeben und ihn zu nutzen oder???
Aber eigentlich ist dieses Spiel die Realität:
Jeder von uns hat so eine "magische Bank".....
Wir sehen das nur nicht....
Die magische Bank ist die Zeit.....
Jeden Morgen, wenn wir aufwachen,
bekommen wir 86.400 Sekunden Leben
für den Tag geschenkt und wenn
wir am Abend einschlafen,
wird uns die übrige Zeit nicht gutgeschrieben....
Was wir an diesem Tag nicht gelebt haben,
ist verloren, für immer verloren,
gestern ist vergangen.
Jeden Morgen beginnt sich das Konto neu zu füllen,
aber die Bank kann das Konto jederzeit auflösen,
ohne Vorwarnung....
Was machst du also mit deinen
täglichen 86.400 Sekunden???
Sind sie nicht viel mehr wert
als die gleiche Menge in Euro?
Also fang an dein Leben zu leben!!!
Ich denke du weißt was ich dir
damit sagen will!?
Denk mal drüber nach!

Von einem Therapeuten traumatisiert

meike kraft ist offline
Themenstarter Beiträge: 214
Seit: 12.08.07
> Zwei Herren, beide ernsthaft erkrankt, belegten dasselbe
> Krankenzimmer.
>
> Einer der Herren hatte die Erlaubnis, sich jeden Nachmittag
> für eine Stunde aufzusetzen, damit die Flüssigkeit aus seiner Lunge
> abfließen konnte.
>
> Sein Bett stand am einzigen Fenster des Raumes.
>
> Der andere Herr musste die ganze Zeit flach auf dem Rücken
> liegen.
>
> Letztendlich unterhielten sich die beiden Männer
> stundenlang.
>
> Sie sprachen von ihren Frauen und Familien, ihrer Heimat,
> ihren Jobs, ihrem Militärdienst und wo sie im Urlaub waren.
>
> Jeden Nachmittag, wenn der Herr im Bett am Fenster sich
> aufrecht hinsetzte, ließ er die Zeit vergehen,
> indem er seinem Zimmernachbarn all die Dinge
> beschrieb, die er draußen am Fenster sah.
>
> Der Herr im anderen Bett begann aufzuleben in jeder dieser
> Stunden, wo seine Welt erweitert und belebt wurde durch all die
> Geschehnisse und Farben der Welt dort draußen.
>
> Das Fenster überblickte einen Park mit einem schnuckligen
> See. Enten und Schwäne spielten auf dem Wasser während Kinder ihre
> Modellboote segeln ließen. Junge Verliebte bummelten Arm in Arm durch
> die unzählig bunten Blumen und eine schöne Aussicht auf die Silhouette
> der Stadt lag am Horizont.
>
>
> Wenn der Herr am Fenster all dies beschrieb mit allen
> kleinsten Details, schloss der Herr auf der anderen Seite im Raum die
> Augen und stellte sich die bildhaften Szenen vor.
>
> An einem warmen Nachmittag beschrieb der Mann am Fenster
> eine vorüberziehende Parade.
>
> Obwohl der andere Herr die Kapelle nicht hören konnte,
> konnte er sie vor seinem geistigen Auge sehen, während der Herr am
> Fenster sie mit anschaulichen Worten beschrieb.
>
> Tage, Wochen und Monate vergingen.
>
> Eines Morgens, die Tagschwester kam um Wasser für das Bad
> zu bringen, fand sie den leblosen Körper des Herrn am Fenster, der
> friedvoll in seinem Schlaf verstorben ist.
>
> Sie war traurig und rief die Bediensteten, um die Leiche
> wegbringen zu lassen.
>
> Nach einer angemessenen Weile fragte der andere Herr, ob
> man ihn ans Fenster verlegen könnte. Die Schwester war erfreut über den
> Tausch und nachdem sie sich vergewisserte, dass er sich wohlfühlt, ließ
> sie ihn allein.
>
>
> Langsam, schmerzvoll stützte er sich auf einen Ellenbogen
> um seinen ersten Blick auf die echte Welt draußen zu richten
>
> Er strengte sich an, sich langsam zu drehen um aus dem
> Fenster am Bett zu gucken. Es zeigte auf eine leere Wand.
>
> Der Mann fragte die Schwester, was seinen verstorbenen
> Zimmernachbarn veranlasst hatte, ihm so wundervolle Dinge von draußen
> vor dem Fenster zu erzählen.
>
> Die Schwester erwiderte, dass der Herr blind war und nicht
> einmal die Wand sehen konnte.
>
> Sie sagte 'Vielleicht wollte er Sie nur aufmuntern.'
>
>
>
> Epilogue:
>
> Es ist eine riesige Freude, andere glücklich zu machen,
> ungeachtet unserer eigenen Situation.
>
> Geteiltes Leid ist halbes Leid, doch Freude, wenn geteilt,
> ist doppelte Freude.
>
> Wenn Du Dich reich fühlen möchtest, zähle all die Dinge,
> die man für Geld nicht kaufen kann.
>
> 'Heute' ist ein Geschenk, deshalb nennt man es
> 'the present ('Präsent')'.
>
> Die Herkunft dieser Geschichte ist unbekannt, aber es
> bringt Glück für jeden, der sie weitergibt.

Von einem Therapeuten traumatisiert

meike kraft ist offline
Themenstarter Beiträge: 214
Seit: 12.08.07
hallo ihrs......

könnt ihr bitte für mich einen augenblick DA-sein?
ich bin heute getriggert worden u. es hat lange gedauert, bis ich überhaupt verstand, in welchem film ich mich befinde.
UND
als ich "verstand", bin ich verrückt durch meine bude gelaufen, hatte bauchweh u. war ganz unruhig.
UND
später hat mich eine müdigkeit überfallen, die mir schon fast weh getan hat.

ich bin dann ins bett u. ich lag da wie im koma u. es war ein so ganz tiefer schlaf u. als ich wieder wach wurde, fühlte mein körper sich so an, als wäre ich verhauen worden.

alles lief so ganz intensiv ab
ABER
ich hab den eindruck, daß ich diesmal nicht 14 tage völlig daneben sein werde, wie sonst, wenn ich getriggert wurde sondern es fühlt sich so an, als könnte ich morgen wieder so ganz normal meinen tag aufnehmen.

ich hoffe, ich erzähle hier nix von wunschdenken....
werd's ja sehen u. ggf. erzählen.

euch einen schönen abend

Von einem Therapeuten traumatisiert

meike kraft ist offline
Themenstarter Beiträge: 214
Seit: 12.08.07
DAS SCHÖNSTE HERZ

Eines Tages stand ein junger Mann mitten in der Stadt und erklärte, dass er das schönste Herz im ganzen Tal habe. Eine große Menschenmenge versammelte sich, und sie alle bewunderten sein Herz, denn es war perfekt. Es gab keinen Fleck oder Fehler in ihm. Ja, sie alle gaben ihm recht, es war wirklich das schönste Herz, was sie je gesehen hatten. Der junge Mann war sehr stolz und prahlte lauter über sein schönes Herz. Plötzlich tauchte ein alter Mann vor der Menge auf und sagte: "Nun, dein Herz ist nicht mal annähernd so schön, wie meines." Die Menschenmenge und der junge Mann schauten das Herz des alten Mannes an. Es schlug kräftig, aber es war voller Narben, es hatte Stellen, wo Stücke entfernt und durch andere ersetzt worden waren. Aber sie passen nicht richtig, und es gab einige ausgefranste Ecken. Genauer an einigen Stellen waren tiefe Furchen, wo ganze Teile fehlten. Die Leute starrten ihn an: Wie kann er behaupten, sein Herz sei schöner, dachten sie? Der junge Mann schaute auf des alten Mannes Herz, sah dessen Zustand und lachte: "Du musst scherzen", sagte er, "Dein Herz mit meinem zu vergleichen. Meines ist perfekt und deines ist ein Durcheinander aus Narben und Tränen." "Ja", sagte der alte Mann, "deines sieht perfekt aus, aber ich würde niemals mit dir tauschen. Jede Narbe steht für einen Menschen, dem ich meine Liebe gegeben habe. Ich reiße ein Stück meines Herzens heraus und reiche es ihnen, und oft geben sie mir ein Stück ihres Herzens, das in die leere Stelle meines Herzens passt. Aber weil die Stücke nicht genau sind, habe ich einige raue Kanten, die ich sehr schätze, denn sie erinnern mich an die Liebe, die wir teilten. Manchmal habe ich auch ein Stück meines Herzens gegeben, ohne dass mir der andere ein Stück seines Herzens zurückgegeben hat. Das sind die leeren Furchen. Liebe geben heißt manchmal auch ein Risiko einzugehen. Auch wenn diese Furchen schmerzhaft sind, bleiben sie offen und auch sie erinnern mich an die Liebe, die ich für diese Menschen empfinde. Und ich hoffe, dass sie eines Tages zurückkehren und den Platz ausfüllen werden. Erkennst du jetzt, was wahre Schönheit ist?" Der junge Mann stand still da und Tränen rannen über seine Wangen. Er ging auf den alten Mann zu, griff nach seinem perfekten jungen und schönen Herzen und riss ein Stück heraus. Er bot es dem alten Mann mit zitternden Händen an. Der alte Mann nahm das Angebot an, setzte es in sein Herz. Er nahm dann ein Stück seines alten vernarbten Herzens und füllte damit die Wunde des jungen Mannes Herzen. Es passte nicht perfekt, da es einige ausgefranste Ränder hatte. Der junge Mann sah sein Herz an, nicht mehr perfekt, aber schöner als je zuvor, denn er spürte die Liebe des alten Mannes in sein Herz fließen. Sie umarmten sich und gingen weg, Seite an Seite.


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