Vergangene Kindheitserlebnisse verarbeiten und loslassen

27.08.04 11:50 #1
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Vergangene Kindheitserlebnisse verarbeiten und loslassen

Löwe ist offline
Themenstarter Beiträge: 209
Seit: 27.08.04
Hallo Zusammen

Fändet ihr es für sinnvoll ein Gespräch mit meinem Vater, Mutter, ich und einer professioneler Hilfe in Anspruch zu nehmen damit ich mit diesem Erlebniss abschliessen kann?

Gruss Löwe

Vergangene Kindheitserlebnisse verarbeiten und loslassen

Oregano ist gerade online
Beiträge: 63.711
Seit: 10.01.04
Vielleicht wäre so ein Gespräch den Versuch wert, aber ich würde mir nicht allzu viel davon versprechen, wenn Du Dir davon erwartest, daß Deine Mutter einsieht, dass sie Dir etwas "angetan" hat und daß sie sich entschuldigt. Welche Rolle Dein Vater bei Deinen Problemen spielt, ist mir nicht klar.
Auf jeden Fall sollte ein Therapeut dabei sein, damit das Gespräch nicht aus dem Ruder läuft.
An Deiner Stelle würde ich jetzt erst einmal schauen, wie die kinesiologische Sitzung verläuft, was sich da tut (eine Sitzung reicht da sicher nicht).
Gruß,
Uta

Vergangene Kindheitserlebnisse verarbeiten und loslassen

Löwe ist offline
Themenstarter Beiträge: 209
Seit: 27.08.04
Hallo Uta

Hast du schon Erfahrungen mit Kinesiologie?

Grüessli Löwe

Vergangene Kindheitserlebnisse verarbeiten und loslassen

aqua ist offline
Beiträge: 465
Seit: 27.01.04
Hi Löwe,

neben der Kinesiologie würde mir noch das Familienstellen als hilfreich einfallen. Schau mal in die Rubrik "Stress", da findest du Infos zu beiden Verfahren.

Vergangene Kindheitserlebnisse verarbeiten und loslassen

Oregano ist gerade online
Beiträge: 63.711
Seit: 10.01.04
Hallo Löwe,
ja, ich habe Erfahrungen mit Kinesiologie (hauptsächlich mit 3in1 und Applied Kinesiology). Ich habe über diese Sitzungen sehr viel gelernt; allerdings ging es mir körperlich trotzdem lange Zeit nicht besser, bis meine Zähne letzten Endes gezogen wurden. Solange Zahnherde und Gifte das Immunsystem schädigen, ist wohl auch die Psyche nicht fähig, mit ihren Problemen fertig zu werden. Ständige Schmerzen und Schwäche lassen auch wenig Kraft, sich mit psychischen Fragestellungen zu beschäftigen...

Wichtig ist, daß man einen Therapeuten erwischt, der viel Erfahrung hat, möglichst nicht mehr ganz jung ist und zu dem man Vertrauen entwickelt. Und auch wichtig ist, daß man sich an die Erkenntnisse aus den Sitzungen hält. Krasses, aber richtiges Beispiel: ein Alkoholiker mag eine erfolgreiche kinesiol. SItzung hinter sich haben, in der die Ursachen seiner Trinkerei wenigstens einigermaßen aufgelöst worden sind. Geht er dann gleich zum "Begießen" des Erfolgs in eine Kneipe, hätte er sich das Geld für die Sitzung sparen können...

Gleiches gilt für das Familienstellen: auch hier ist es außerordentlich wichtig, einen erfahrenen und menschenfreundlichen Therapeuten zu finden. Und ich würde bei jemand, der mit solchen Techniken noch keine Erfahrung hat, dazu raten, die Aufstellung nur innerhalb einer Therapie zu machen, damit hochkommende alte Probleme gleich besprochen und b earbeitet werden können.

Viel Glück!
Uta

Vergangene Kindheitserlebnisse verarbeiten und loslassen

Löwe ist offline
Themenstarter Beiträge: 209
Seit: 27.08.04
Hoi Uta

Irgendwie hab ich das Gefühl das sich bald meine Antworten erhalten werde. Auch die Konstellation zeigt es an. Merkur ist nicht mehr rückläufig und geht wieder vorwärts. Die Antwort ist nah, ich spüre es.

Diesen Samstag habe ich meine erste Sitzung in der Kinesiologie, bin irgendwie schon ganz gespannt. Heute Abend gehe ich ins Spinning, Sport tat mir bis jetzt immer gut auch wenn es mir nicht so gut ging.

Zusätzlich verspüre ich eine Wut auf meiner Mutter die sich über all die Jahre angestaut hat. Wer kann mir da tips geben wie ich diese abbauen kann?

Grüessli Löwe
;) ;) ;)

[geändert von Löwe am 09-02-04 at 10:31 AM]

Vergangene Kindheitserlebnisse verarbeiten und loslassen

whitney ist offline
Beiträge: 344
Seit: 07.01.04
Hallo Löwe

Gebs zu hab nicht alle Antworten auf Deine Frage gelesen. Jeder Mensch hat irgendwelche mehr oder weniger traumatische Kindheitserlebnisse hinter sich, einige stecken das weg, andere habe Mühe mit der Verarbeitung. Ich las, dass Du Dich bereits in Behandlung begeben hast. Das ist sehr wichtig, denn die Verarbeitung solcher Traumata kann sehr gerne zur Dekompensation führen und das ist nicht in jedem Fall harmlos. Das dies bei Dir eintraf sagt mir dieser Sazt:

Nach dieser Behandlung begann für mich eine schreckliche Zeit.
Ich versteh nicht warum die unterstützenden Antidepressiva nicht nimmst? Therapie ist das eine, Medikamente das andere. Beides in Kombination kann zu sehr guten Ergebnissen führen.

Kann ich diese Chakren alleine zu machen oder muss ich mich wieder stechen lassen?
Das kann Dir hier sicher niemand beantworten, zumindest nicht ob Du das alleine kannst. Stechen lassen musst Du Dich ganz sicher nicht, aber eine richtige Therapie und zwar nicht bei einem Psychologen sondern bei einem Psychiater welche Dir auch die spezifischen Medikamente zur Unterstützung selber verschreiben kann erachte ich als sehr sinnvoll, da Dein "Leidensweg" ja nun auch schon über eine längere Zeit anhält.

Lasse bitte auch nicht ausser Betracht: Depressionen rauben sehr viel Substanz am Körper, dies in psychischer und physischer Form. Hast Du noch so viel Reserve, dass Du es alleine schaffen könntest?

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Löwe ist offline
Themenstarter Beiträge: 209
Seit: 27.08.04
Hay Withney

Ja ich habe die Reserve weil ich schlafe genug. Ich habe gedacht das Wut durch Sport am besten abgebaut werden kann, weil Sport ist auch eine Ausdrucksform.

Gruss Löwe

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whitney ist offline
Beiträge: 344
Seit: 07.01.04
Ich hab bei der ganzen Sachen einfach so meine Zweifel. Du willst die Depressionen einfach verdrängen. Wut hat damit nichts zu tun. Da Du, wie Du sagst noch Kraftreserve hast, gelingt Dir das vielleicht für eine gewisse Zeit aber deswegen ist die Ursache längst nicht behoben. Ich würde es für sinnvoll erachten da mal die Grundproblematik zu bearbeiten. Du schreibst zwar:

Da meine Mutter an Borderliner erkrankt ist, wusste sie nicht was sie tat.
Bei diesem Satz habe ich eher das Gefühl, dass Du nicht ihr verzeihst sondern für Dich eine Erklärung suchst. Die wirst Du aber so nicht finden, der zweite Teil dieses Abschnittes zeigt das deutlich:

Ich habe heute immer noch eine Wut gegen ihr, da sie mich ja seelisch tief verletzt hat.
Verstehen wirst Du das nie können, höchstens akzeptieren (ein Nichtborderliner kann die Gedankengänge eines Bordies gar nicht nachvollziehen). Das soll aber in keinem Fall eine Entschuldigung für die Handlungsweise sein. Und:

Sie wusste nicht was sie tat.
Stimmt nur bedingt. So wie Du das erzählst war es kein Einzelfall. Zwischen diesen "Bordie-Anfällen" hat jeder Borderliner durchaus normale Phasen in denen die vergangenen Handlungsweisen durchaus überdacht werden können. Und ganz unzurechnungsfähig ist er auch nicht, schon gar nicht, wenn die Krankheit bekannt ist, da gibt es immer wieder Möglichkeiten seine Dränge und Zwänge einigermassen kontrollieren.

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Löwe ist offline
Themenstarter Beiträge: 209
Seit: 27.08.04
mein Kopf hat schon lange begriffen das es eh vergangen ist und man eh nichts mehr ändern kann und das ich halt meine vergangenheit muss so akzeptieren wie sie gelaufen ist. Es ist aber mein inneres Kind das noch damit mühe hat es zu begreifen.

ich bin schon in psychologischer Behandlung, hab morgen einen termin und zusätzlich gehe ich noch in die kinesiologie. Ich will diese wut loswerden, die schädigt mir nur.

am liebsten würde ich meiner mutter alles ins gesicht sagen wie fest sie mich verletzt und weh gemacht hat und das ich sehr wütend auf ihr bin.


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