Was braucht der Mensch denn wirklich?

04.08.05 22:01 #1
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Was braucht der Mensch denn wirklich?

Sternchen ist offline
Beiträge: 1.231
Seit: 09.11.04
Hallo,

so jetzt habt ihr es geschaft...ich bin nun total verunsichert.
Ich war mal zur Kur und dort hat man einen leicht erhöten Colesterinspiegel festgestellt.
Ich weiß nicht woher der kommt, ich ernähre mich eigentlich gesund und habe "normal Gewicht".
Dort wurde ich von der "Tante" die mir das Blut abgenommen total zur Sau gemacht, ich würde in
10 Jahren einen Herzinfakt bekommen wenn ich mich weiterhin so unvernünftig ernähren würde usw.
Ich hatte ihr allerdings nicht erzählt wie ich mich ernähre :@

Na ja, auf jeden Fall musste ich dann zu einer Ernährungsberaterin und die hat genau das Gegenteil
erzählt als das was Wikinger geschrieben hat.
Nur ja nicht so viele tierische Fette, keine Butter am besten ist Magarine.
Am besten sind die ungesättigten Fette. Also Fette aus Pflanzen!
Dann habe ich noch viel Werbung von "Du darfst" bekommen.

Ich muss gestehen ich habe mich nicht so genau an ihre Anweisungen gehalten.
Mir sind diese fettreduzierten Produkte einfach zu künstlich und schmecken nicht.

Was ist denn nun richtig, weiß nun garnichts mehr :?

Warum sollten die Ärzte und die Ernährungsberater was falsches erzählen?

LG
Sternchen

Was braucht der Mensch denn wirklich?

wikinger ist offline
Beiträge: 326
Seit: 28.04.04
hi sternchen!

ich weiß, das ist ein verflixtes thema. da wird sehr viel falschinformation betrieben. was dir die ernährungsberaterin erzählt hat ist mittlerweile vielfach wissenschaftlich belegt worden.

Warum sollten die Ärzte und die Ernährungsberater was falsches erzählen?
da schneidest du ein sehr großes thema an. foren wie diese gibt es letztlich nur WEIL eben jene "gesundheitsprofis" "was falsches" erzählen. wenn man sich das system anschaut, die interessen, die von den unterschiedlichen akteuren vertreten werden (dem strom des geldes folgend) erklärt sich eine ganze menge. bei vielen ist es auch schlichte uninformiertheit und manipuliertheit durch interessensvertreter wie pharmaunternehmen. (ich hatte da mal ein sehr interessantes gespräch mit einem arzt, der erzählte mit welch unseriösen methoden häufig pharmaunternehmen versuchen patienten und ärzte zu "informieren")

wie ich die sache einschätze habe ich ja bereits geschrieben. es tut mir leid, dass fast alle quellen auf englisch sind, aber das meiste wird leider in englisch veröffentlicht. wenn jemand mehr deutsches im angebot hat, immer her damit. :)

die einzige möglichkeit dem ganzen dilemma zu entgehen ist es sich selbst zu informieren und dabei gute quellen und (sofern vorhanden) harte fakten zur rate zu ziehen - z. b. seriöse studien.
(ein fakt ist z. b., dass bislang noch KEINE EINZIGE STUDIE den nachweis erbringen konnte, dass gesättigte fettsäuren und cholesterin zu einem erhöhten risiko der arteriosklerose und zum herzinfarkt führen. LDL benötigt der körper für reparaturprozesse - so könnte ein erhöhter cholesterinspiegel auf entzündliche vorgänge deuten. das problem sind eher freie radikale, die das LDL oxidieren. ausschlaggebend ist also die kapazität des körpers freie radikale zu reduzieren.)

http://theomnivore.com/LDL_May_2005.html

ein gutes (deutsches) buch soll übrigens "leben ohne brot. die wissenschaftlichen grundlagen der kohlenhydratarmen ernährung" sein. ich habs allerdings (noch) nicht gelesen. der autor dr. lutz befürwortet eine ketogene diät, d. h. dem körper werden so wenige kohlenhydrate zugeführt, dass er auf fettverbrennung umstellt. da bin ich zwar kein fan von (ich denke es ist besser das nach stoffwechseltyp zu regulieren, bzw. ca. 70 g kohlenhydrate täglich zu sich zu nehmen), aber sein buch enthält jede menge interessanter aspekte. hier ein auszug:

Wenn man die KH nun auf das für uns Menschen natürliche Maß beschränkt, dann wird weniger Insulin über kürzere Zeiträume erzeugt; die Unterzuckerungen bleiben aus, auch Magen-Darm-Krankheiten heilen ab, weil die Insulin-Schwestern (Gastrin, Serotonin, Sekretin) sich nicht mehr veranlaßt fühlen mitzumachen.
Nicht nur, weil im Darm weniger Substrat (Zucker) resorbiert wird, sondern weil Insulin, der Katalysator der Fettsynthese, nur mehr in normaler Menge vorhanden ist, bleibt ein Übermaß an Fettbildung aus. Gleichzeitug wird die Blockierung der Lipolyse aufgehoben, und so kommt es, wenigstens beim Jugendlichen, zu einm Abbau des übermäßig angewachsenen Fettkörpers und damit zu einer normalen Figu. Es wurde ausführlich erörtert, warum beim fettsüchtigen Erwachsenen ein Erfolg manchmal ausbleibt.
Der Abfall des Insulinspiegels führt auch zu einer Normalisierung der Blutfettwerte, der Triglyzeride und des Cholesterins, damit wohl auch zu einer Verminderung des Arteriosklerose-Risikos.
http://<br /> http://ketoforum.de/at...-lutz-mit.html

lg
wikinger


[geändert von wikinger am 08-12-05 at 04:39 PM]

Was braucht der Mensch denn wirklich?

Gaby ist offline
Beiträge: 651
Seit: 14.05.05
Hallo an alle
Gesunde Ernährung ist ein großes Thema überall. Ich habe vor ein einiger Zeit das Buch über die Blutgruppendiät gelesen. Und da ich allem Gesundem gegenüber aufgeschlossen bin und unter etlichen Beschwerden leide, habe ich die Diät, da sie mir plausibel erschien, ausprobiert.
Und ich muß sagen, da ist einiges dran. Nicht nur, dass die Theorie dahinter eigentlich logisch ist, überzeugt, sondern auch die Versuche, die ich damit gemacht habe.
Das Gen, das die Blutgruppe bestimmt, liegt auf dem Chromosom 9 neben dem Gen für die Verdauungssäfte. Gene in der Nachbarschaft beeinflussen sich gegenseitig. Also ist es nicht absurd, dass die Blutgruppe auch eine Wirkung auf die richtige Ernährungsweise der Menschen hat. Ebenso ist es natürlich anzunehmen, dass die veränderten Lebensbedingungen der Menschen durch die Völkerwanderung (Jäger, Viehzüchter, Landwirt) sich durch die Anpassung der Individuen an die unterschiedlichen Lebensweisen ausgewirkt haben und unterschiedliche Erfordernisse in Bezug auf die Ernährung mit sich gebracht haben. Folgt man den Empfehlungen des Buches, wird man an der Beschaffenheit seines Stuhles feststellen können, dass es die sogenannten Lektine in der Nahrung gibt, die für einen die richtigen oder die falschen sind. Braucht man die Klobürste nur selten, kann man sicher sein, sich richtig zu ernähren. Im anderen Fall allerdings, sollte man in dem Buch nachlesen. Sogar abnehmen mit der Blutgruppendiät geht ganz einfach, es ist alles sehr logisch, man muß sich nur einmal damit beschäftigen.
Es gibt auch etliche Krankheiten, die bei bestimmten Blutgruppen gehäuft auftreten. Durch die entsprechende Diät kann man viel zu seiner Gesundheit beitragen. Selbst bei Krebserkrankungen werden mit der Diät Erfolge erziehlt.
Man kann niemals behaupten, dass eine bestimmte Ernährungsweise für alle Menschen gut ist. Es kommt immer auf den Einzelnen an.
Liebe Grüße
Gaby

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wikinger ist offline
Beiträge: 326
Seit: 28.04.04
hi gaby!

du hast absolut recht, dass man die ernährung individualisieren sollte. ich persönlich bin von der blutgruppendiät zwar nicht überzeugt - sie ist meines wissens wissenschaftlich widerlegt worden und birgt langfristig mangelerscheinungsrisiken, aber wenn du da gute erfolge mit erzielst scheint es in deinem fall gut zu passen.

wir sind natürlich einerseits in unseren grundfunktionen alle sehr ähnlich, weil wir auch genetisch sehr ähnlich sind - der mensch ernährt sich ja z. b. ganz anders als frösche oder vögel - und es gibt daher gewisse grundregeln, die zumindest für die meisten menschen gelten und darüberhinaus bestehen dann individuelle unterschiede. z. b. verträgt wie gesagt (fast) kein mensch große getreidemengen. viele vetragen es gar nicht, einige vetragen ein wenig, andere ein wenig mehr, bzw. bestimmte sorten, aber wir sind genetisch (noch) nicht dafür ausgestattet, die verteidigungsmechanismen dieser pflanzen (wie z. b. lektine) und belastungen mit fusarientoxinen unschädlich zu machen. (backen und fermentierung hilft hier ein stück weit, aber nicht vollständig).

wenn man die "basics" richtig macht, hat man schon viel gewonnen. darauf kann man dann aufbauen und die ernährung weiter differenzieren.

...und dabei den geschmack und den spaß nicht vergessen :)

lg
wikinger



[geändert von wikinger am 08-13-05 at 07:10 PM]

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klaudi ist offline
Themenstarter Beiträge: 305
Seit: 25.07.05
hallo alle
erst mal danke für die tollen beiträge,
hab noch ne frage über eiweiß, die ich nicht klären kann.
soll ja wegen meiner arthrose tierisches eiweis meiden. ich möchte wissen ob pflanzliches eiweis eine andere wertigkeit hat.

ich habe gelesen das die Aufgabe von Eiweiß unter anderem für den Aufbau von Enzymen verantwortlich ist. weiß jemand sind da alle enzyme mit gemeint. und kann denn pflanzliches eiweiß auch die Enzyme aufbauen die wir brauchen.
LG Klaudi


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klaudi ist offline
Themenstarter Beiträge: 305
Seit: 25.07.05
@uta
hallo uta
du hast heute geschrieben das Carrageen ,laut studie bei tierversuchen, schädigungen im Darm verursachen
und das sei in SOJAPRODUKTE drin. das hört sich schon schrecklich an, obwohl ich nicht weiß was carrageen ist. kannst du das mal erklären
LG klaudi

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wikinger ist offline
Beiträge: 326
Seit: 28.04.04
hi klaudi!

pflanzliches eiweiß wir deshalb oft als nicht so hochwertig bezeichnet, weil es schlechter absorbiert wird und auch nur geringere bandbreiten an essentiellen aminosäuren besitzt. die hochwertigste eiweißform findet man übrigens in molke.

soya würde ich, wenn überhaupt, nur in fermentierter form zu mir nehmen.

es kann sein, dass du ein mensch bist, der einen geringeren proteinbedarf hat. wenn du fleisch gegessen hast, fühlt es sich bei dir an, als hättest du einen "stein" im magen?

der körper braucht proteine für die bildung von enzymen, hormonen, zellregeneration, energiegewinnung, muskulatur usw. protein ist ja neben fetten und kohlenhydraten ein grundbaustein für unsere stoffwechselvorgänge.
übrigens ist eine amerkanische studie
( http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/q...&dopt=Abstract )
zu dem ergebnis gekommen, dass bei frauen nach den wechseljahren, also in der zeit, wo ostheoporose ein problem werden kann, eine höhere proteinaufnahme zu einer höheren knochenmasse führte. bei der gleichzeitigen einnahme von calcium wurde dieser effekt noch verstärkt.

wie gesagt, wenn du höhere eiweißmengen nicht verträgst, würde ich sie auch nicht zu mir nehmen.

vitamin d (lebertran) und vitamin k (in grünen pflanzen wie grünes gemüse und chlorella!) helfen außerdem den knochen das calcium besser zu absorbieren.

lg
wikinger

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Oregano ist offline
Beiträge: 62.948
Seit: 10.01.04
Huhu Klaudi,
ich habe heute schon geschrieben? - Weiß ich ja gar nicht :? ;) . Oder war das ein älterer Beitrag, den ich schon wieder vergessen habe?
Gruss,
Uta ;)

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klaudi ist offline
Themenstarter Beiträge: 305
Seit: 25.07.05
@Wikinger

Hallo
Genauso hat sich das immer angefühlt,als ich Fleisch aß! Aber auch bei zu viel Milchprodukten. Könnte ja also sein das ich einen geringeren Proteinbedarf habe.
Weiß nicht ob es jetzt Sinn macht das ausführlich zu testen, ich könnte warscheinlich außer Meidung der Nahrungsmittel nichts anders machen oder?

Hab noch eine Seite gefunden die ich so gelesen, Mineralstoffe und Spurenelemente anklicken, erst mal ganz schön fand. Bin mir nur nicht sicher ob das jetzt sich auf eine Studie bezieht, oder aber les gerade Wissenschaftliche Fakten, also. Stand vieles drin was ich gerne, wenns stimmt schon eher gewusst hätte.
ZB.
Das große Netzwerk
im großen kreislauf des lebens, all unsere vitalen Körpervorgänge
ist alles benetzt. Zink arbeitet alleine mit 200 Enzymen in der Verdauung und im Stoffwechsel.Im Gehirn wird es in Pools gespeichert, 200 Enzyme die als Koofaktor abhängig sind.
Wenn du magst schau mal rein
http://www.gesundheit-u-a.de/index.htm

wenn die seite nicht in die Kategorie der Wissenschaftlichen Studien gehört, schreibs bitte.
LG Klaudi

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wikinger ist offline
Beiträge: 326
Seit: 28.04.04
hi klaudi!

als "wissenschaftlich" würde ich die seite zwar nicht bezeichnen, aber sie beschreibt einige dinge sehr anschaulich.

hier noch ein paar zeilen zum zink:

Zink kommt in Eiern, Fleisch, Fisch, Leber, Meeresfrüchten (Austern), Bierhefe, Kürbiskernen, Weizenkeimen und Senfkörnern vor. Es wird bei ausgewogener Ernährung mit Bevorzugung der tierischen Zinkspender ausreichend zugeführt. In Getreide und Hülsenfrüchten kommen Phytate vor, die mit Zink reagieren und die Aufnahme verhindern. Östrogenzufuhr (starke »Pillen«) bewirkt einen Mangel an Zink, bestimmte Antibiotika (Tetrazykline) hemmen die Verwertung des aufgenommenen Zinks.
www.apoverlag.at/DieApotheke/2005/01/seiten/haupt06_mineral_0501.html

lg
wikinger


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