Unterzuckerung - zu hohe Insulinausschüttung

02.05.14 16:15 #1
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Unterzuckerung

Frank183 ist offline
Themenstarter Beiträge: 563
Seit: 29.11.09
Nur aus Interesse: lange im Mund halten, klar. Aber warum vorher/nachher nix trinken ? Das sollte die Aufnahme ins Blut über die Mundschleimhäute doch eigentlich nicht beeinflussen.

Unterzuckerung - zu hohe Insulinausschüttung

Frank183 ist offline
Themenstarter Beiträge: 563
Seit: 29.11.09
Kurzes Update von mir: ich nehme seit einiger Zeit etwas Lactulose-Sirup vor einer Mahlzeit ein und die Unterzuckerungen scheinen verschwunden zu sein !!!!

Lactulose ist ein Disaccharid und kann wohl die Zuckeraufnahme aus dem Darm ins Blut hemmen/verlangsamen. Ich habe es nicht 100% genau verstanden, aber bei scheint es zu funktionieren.

Um es mit Forrest Gump zu sagen: "Ein Problem weniger. Das ist gut."

Unterzuckerung - zu hohe Insulinausschüttung

Oregano ist offline
Beiträge: 62.523
Seit: 10.01.04
Hallo Frank,

das ist interessant und schön, daß es Dir hilft. Wenn Du erklären könntest, warum das funktioniert: mich würde das interessieren . Hier wird von Laktulose-"Kuren" berichtet und beschrieben, wie das gemacht wird.

Lactulose STADA Sirup: Wirkung & Dosierung - Onmeda.de

Grüsse,
Oregano
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Unterzuckerung - zu hohe Insulinausschüttung

Frank183 ist offline
Themenstarter Beiträge: 563
Seit: 29.11.09
Zitat von Oregano Beitrag anzeigen
Hallo Frank,

das ist interessant und schön, daß es Dir hilft. Wenn Du erklären könntest, warum das funktioniert: mich würde das interessieren .

Grüsse,
Oregano
Zunächst: ja, Lactulose wirkt auch etwas abführend. Das ist bei mir aber ok, da meine Verdauung tendenziell eher etwas träge ist. Allerdings beschränkt sich das dann auf 1x, es entsteht bei mir kein Durchfall.

Der Arzt (Kardiologe+Diabetologe+Facharzt für innere Medizin), der bei mir diesen oGTT durchgeführt hat (s. Thread-Anfang), hat mir eigentlich Acarbose empfohlen:

Acarbose

Er meinte aber, dass im Prinzip jedes Disaccharid (Zweifach Zucker) diese Wirkung hat, allerdings konnte ich das bislang nirgendwo beschrieben finden.

Neben den Unterzuckerungsproblemen habe ich ja auch neurologische, die sich zu einem nicht unwesentlichen Anteil der hepatischen Enzephalopathie annähern. Meine Leberwerte und der Ultraschall meiner Leber geben das allerdings nicht her (vom Alkoholkonsum gar nicht zu reden), aber Lactulose wirkt indirekt auch dahingehend, dass kein oder weniger Ammoniak freigesetzt wird, den eine angeschlagene Leber nicht mehr entgiften kann. Ammoniak im Blut erzeugt fiese neurologische Probleme wie Schwindel, Benommenheit u.v.a.

Bei der hep.Enz. wird deshalb Lactulose empfohlen. Obwohl - wie schon gesagt - die Diagnostik es nicht hergibt, habe es ich trotzdem probiert und es hilft mir echt enorm !

Da habe ich im Prinzip 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Ich werde aber demnächst auch noch mal Acarbose probieren, sozusagen als Gegenprüfung ...

LG
Frank

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Oregano ist offline
Beiträge: 62.523
Seit: 10.01.04
Danke, Frank .

Hier habe ich noch eine Erklärung für die Laktulose gefunden:

...
Lactulose (auch Laktulose) ist ein synthetisches Disaccharid (Zweifachzucker), bestehend aus Galactose und Fructose, das durch Isomerisierung (chemische Modifikation) aus Lactose (Milchzucker) gewonnen wird.

Nicht zu verwechseln ist Lactulose mit Lactose, dem eigentlichen (natürlichen) Milchzucker, der aus Galactose und Glucose besteht und im Unterschied zu Lactulose verwertet werden kann. So erklärt sich auch die Verwendung der Lactulose als osmotisches Laxans (Abführmittel), da der Zucker im Darm nicht aufgenommen werden kann und durch Bindung von Wasser das Darmvolumen zunehmen lässt und zu einem weichen Stuhl führt.
Ähnliche Effekte werden auch durch übermäßigen Verzehr von Lactose (bzw. Milchprodukten) erzielt, denn sobald die aufgenommene Menge an Lactose die Aktivität des Enzyms Laktase (das Lactose in Galactose und Glucose spaltet) überschreitet, wirkt die restliche (ungespaltene) Lactose ebenfalls osmotisch abführend. Aufgrund der Vergärung der Lactulose durch die Darmbakterien wird durch die entstehenden Säuren zudem die Peristaltik angeregt.

Eine weitere Indikation für die Gabe von Lactulose ist die hepatische Enzephalopathie bei Leberzirrhose: Lactulose beeinflusst die Darmflora im Sinne eines Übergewichtes milchsäurebildender Darmbakterien, wodurch ammoniakbildende Darmbakterien zurückgedrängt werden sowie deren Urease, die eine Ammoniakbildung katalysiert, gehemmt wird. Des Weiteren wird bei dem nun niedrigeren pH-Wert Ammoniak zu Ammonium protoniert, welches als Salz ausgeschieden wird.
...
Lactulose

Wenn ich das richtig verstehe, gehört auch die D-Galaktose zu diesen Mitteln:
http://www.selbstheilung-online.de/f...-Galactose.pdf

Grüsse,
Oregano
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Geändert von Oregano (28.10.14 um 09:47 Uhr)

Unterzuckerung - zu hohe Insulinausschüttung

Frank183 ist offline
Themenstarter Beiträge: 563
Seit: 29.11.09
Oregano, vielen Dank, das ist genau die Erklärung. Scheint mir wirklich enorm gut zu helfen.

D-Galactose wird mutmaßlich ähnlich wirken. Allerdings - nix für ungut - bei der Quelle würde ich mal mindestens 90% Wahrheitsgehalt abziehen, aber das ist ein anderes Thema.

VG
Frank

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Kayen ist offline
Beiträge: 4.807
Seit: 14.03.07
Zitat von Frank183 Beitrag anzeigen
Kurzes Update von mir: ich nehme seit einiger Zeit etwas Lactulose-Sirup vor einer Mahlzeit ein und die Unterzuckerungen scheinen verschwunden zu sein !!!!
Hallo Frank,

könntest Du dies: "etwas Lactulose-Sirup" noch etwas genauer mitteilen?
Ich würde darunter ca. 1 Tel. verstehen; jedoch sieht jeder das "etwas" etwas anders.

Grüße von Kayen
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AW: Unterzuckerung - zu hohe Insulinausschüttung

Frank183 ist offline
Themenstarter Beiträge: 563
Seit: 29.11.09
Hallo Kayen,

ich habe den hier genommen:

Lactulose

Da ist ein Messbecher dabei, ich habe idR einen halben Messbecher vor dem Essen genommen (idealerweise 30 Minuten davor, 10 Minuten geht abrr auch), manchmal bei Bedarf auch einen ganzen. Das entspricht wohl so etwa 1-2 EL.

Mittlerweile habe ich Zucker, Kohlehydrate und Alkohol komplett gestrichen und die Unterzuckerungen sind verschwunden, deshalb nehme ich das jetzt nicht mehr.

LG
Frank

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Kayen ist offline
Beiträge: 4.807
Seit: 14.03.07
Danke, Frank, für die schnelle Rückinfo und idealerweise auch den Zeitraum (wie lange vor dem Essen) angegeben hast.

Liebe Grüße von Kayen
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Unterzuckerung - zu hohe Insulinausschüttung

Frank183 ist offline
Themenstarter Beiträge: 563
Seit: 29.11.09
Gerne ! Unterzuckerungen sind echt richtig fies, vor allem weil man sie lange gar nicht als solche erkennt. Zudem scheint es wohl so zu sein, dass der Blutzuckerpegel absolut gesehen gar nicht mal so entscheidend sein muss, sondern dass auch schon ein rapider Abfall von einem hohen Pegel aus schon zu diesen Symptomen führen kann. Es ist mir passiert, dass ich gemessen habe und war bei 90+ aber es ging mir trotzdem schon mies.

Ein oGTT kann da aussagekräftig sein, vor allem wenn auch Insulin und Adrenalin mitgemessen wird.

Es scheint außerdem so zu sein, dass Ärzte und Wissenschaft dem nicht-diabetischen Unterzucker ziemlich ratlos gegenüberstehen. Mehr als "Zucker und weißes Mehl vermeiden" kommt da nicht ...

VG
Frank


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