Unterzuckerung - zu hohe Insulinausschüttung

02.05.14 16:15 #1
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Unterzuckerung

Oregano ist offline
Beiträge: 62.523
Seit: 10.01.04
Hier noch ein paar Ernährungs-Tipps, um Unterzuckerungen zu vermeiden:

Umstellung der Ernährung bei Unterzuckerung
http://www.wdr.de/tv/applications/fe...f/Q_Zucker.pdf

Grüsse,
Oregano
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Unterzuckerung

Frank183 ist offline
Themenstarter Beiträge: 563
Seit: 29.11.09
Super, vielen Dank !!!

Was der Hammer ist: ich habe rein zufällig herausgefunden, dass ich schon 2003 den oGTT gemacht hat, weil damals mein älterer Bruder mit Diabetes Typ 1 diagnostiziert wurde. Da das erblich sein könnte, habe ich eben damals den Test gemacht. Der Arzt hat mir damals nur gesagt "alles Ordnung, kein Grund zur Sorge". Aber jetzt erst habe ich die Werte von damals gesehen:

0 - 95
nach 1h - 199
nach 2h - 54

Das Problem existierte also damals schon, aber ich habe es überhaupt nicht wahrgenommen. Ok, da war ich auch noch einiges jünger.

Ich warte jetzt sehnsüchtig auf die Insulinwerte, das wird sicherlich einiges erklären. Die primäe Frage ist für mich dabei, ob sich möglicherweise eine Insulinresistenz abzeichnet. Oder ob die Bauchspeicheldrüse irgendwie "pennt" und erst zu spät und dann zu viel Insulin ausschüttet (so sieht es für mich eigentlich eher aus). Oder ob es doch ein Insulinom ist. Das muss ich jetzt erstmal abwarten, denn die Glucogenese ist ja doch eher ein "Notfallplan" des Körpers, den man lieber erst gar nicht abrufen sollte.

Vielen, vielen Dank, Ihr habt mir schon mal sehr geholfen !!!

LG
Frank

Unterzuckerung

Oregano ist offline
Beiträge: 62.523
Seit: 10.01.04
Hallo Frank,

dass ich schon 2003 den oGTT gemacht hat, weil damals mein älterer Bruder mit Diabetes Typ 1 diagnostiziert wurde.
Deshalb hatte ich auf Deinen älteren Thread hingewiesen...

Je nachdem, wo Du wohnst: eine gute Klinik, die sich mit Diabetes wirklich auskennt, ist die Klinik in Bd. Heilbrunn:
Fachklinik Bad Heilbrunn - Diabetes- und Stoffwechselerkrankungen

Grüsse,
Oregano
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Unterzuckerung

Frank183 ist offline
Themenstarter Beiträge: 563
Seit: 29.11.09
Hier ist noch ein sehr interessanter Beitrag zu dem Thema:

http://www.biomedizin-voelker.de/uzucker.swf

Unterzuckerung

Oregano ist offline
Beiträge: 62.523
Seit: 10.01.04
Danke für den Artikel, Frank. Der ist wirklich interessant.

Hast Du Dich schon nach einem guten Chrom-Präparat umgeschaut?

Grüsse,
Oregano
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Unterzuckerung

Frank183 ist offline
Themenstarter Beiträge: 563
Seit: 29.11.09
Tja, die Geschichte ist etwas länger. Man hat mir Chrom schon vor Jahren bei Orthomedis empfohlen. Das habe ich dann genommen und hatte subjektiv den Eindruck, dass es mir damit besser geht, aber nicht entscheidend. Damals standen die Symptome meiner (mutmaßlichen) HIT im Vordergrund. Außerdem bin ich bei allen Ärzten mit dem Thema "Unterzucker" abgeschmettert, sogar bei dem Chefarzt der Endokrinologie/Diabetologie der hiesigen Uniklinik. Der Tenor war immer nur "Was wollen Sie denn ? Es zeigt sich eindeutig, dass Sie nicht Diabetes haben, seien Sie doch froh !"

Jaja ...

Der HIT konnte ich mittlerweile einigermassen mit Cetrizin und Vitamin C/Zink und entsprechender Ernährung beikommen. Aber mir war zuletzt immer wieder aufgefallen, dass gegen Schwächegefühl (Gummibeine), Kraftlosigkeiit (vor allem beim Sport) und paar andere Symptome ein Glas Cola Wunder wirkt. Ja, Cola ist nicht gerade ein extrem hochwertiges Nahrungsmittel, aber immer noch besser so als dieses Gefühl, gleich umzukippen.

Und jetzt habe ich doch einen Arzt (Diabetologe/Endokr.) gefunden, der das ernst nimmt. Deshalb habe ich dort nochmal einen verlängerten oGTT (3h) gemacht mit häufiger Messung von Zucker und Insulin (die Werte stehen noch aus). Und jetzt nehme ich wieder Chrom-GTF. Damit scheint mein "Nachmittagsloch" zugegangen sein. Da hatte ich oft so 2-3h nach dem Mittagessen Heißhunger. Ich überlege, ob ich möglicherweise die Dosis von derzeit 200 mcg erhöhe, aber erst mal abwarten.

Chrom-GTF kann man nicht über die Apotheke beziehen, nur übers Internet. Wenn jemand meine Quelle haben möchte, gerne per PN, ich möchte hier keine Werbung machen.

Wer gut in Englisch ist: hier ist eine anschauliche Erklärung wie Angst/Panikzustände und Unterzuckerung im Zusammenhang stehen:


LG
Frank


Unterzuckerung

Frank183 ist offline
Themenstarter Beiträge: 563
Seit: 29.11.09
So, ich habe jetzt die Insulinwerte dazu und bin ein bisschen am rätseln, was das bedeuten könnte. Meinungen wären sehr willkommen !

Minute Blutzucker(mg/dl) Insulin mU/ml
-------------------------------------------
0 90 7,3
30 165 47,8
60 173 80,0
90 104 39,6
120 57 10,2
135 51 7,7
150 58 8,2
180 75 4,8
-------------------------------------------


Ein Insulinom ist es sicherlich nicht, aber was bedeutet es ... ?

Viele Grüße
Frank

Unterzuckerung

Oregano ist offline
Beiträge: 62.523
Seit: 10.01.04
Hallo Frank,

für mich sieht das so aus, als ob das Insulin (oder wurde das C-Peptid gemessen? - Ist aber egal), sich dem Blutzuckerwert anpasst. Es geht zurück, wenn der Blutzucker steigt. Insofern ist nicht klar, wieso der Blutzucker so tief sinkt.

Ich könnte mir das so erklären:
- Das Insulin öffnet die Zellen so weit wie ein Scheunentor, so daß der Blutzucker sofort in den Zellen verschwindet und entsprechend niedrig ist/wird im Blut. - Genau das Gegenteil wäre die schwierige Aufnahme von Blutzucker in die Zellen, also nicht über das weit geöffnete Scheunentor sondern eher über kleine Schlitze. Dann bleibt der Blutzucker im Blut hoch.

- Was auch möglich wäre: daß die Gegensteuerung des Insulin mit Glukagon nicht funktioniert und die Freisetzung von Zucker aus der Leber nicht rechtzeitig einsetzt, weil eben diese Gegensteuerung nicht funktioniert.
Da könnte dann eben etwas mit der Leber nicht stimmen oder mit dem Mechanismus, der Glukagon freisetzt.

Insulin & Glucagon

Insulin und Glukagon werden beide in der Bauchspeicheldrüse gebildet und von dort aus ausgeschüttet.
Also denke ich mir, daß bei Deiner Hypoglykämie-Problematik es am besten wäre, wenn die Bauchspeicheldrüse gestärkt würde. Vielleicht kann sie sich dann normalisieren?

Dazu kommt: falls Deine Bauchspeicheldrüse nicht genügend Enzyme zur Verdauung der Nahrung ausschüttet, könnte es sein, daß die Nahrung nicht genügend aufgespalten wird, zu wenig Zucker überhaupt freigesetzt wird und deshalb Dein Blutzucker meistens eher im Minus ist. Auch dann wäre eine Unterstützung der Bauchspeicheldrüse eine mögliche Lösung.

Das hier sind z.B. Möglichkeiten:
http://www.hevert.com/market-de/de/a...ym_comp_hevert
http://www.phytodoc.de/erkrankung/ba...enentzuendung/
http://www.repha.de/nortase-die-bauc...heldruese.html
...

Grüsse,
Oregano
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They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

Geändert von Oregano (09.05.14 um 20:29 Uhr)

Unterzuckerung

Frank183 ist offline
Themenstarter Beiträge: 563
Seit: 29.11.09
Hallo Oregano,

vielen Dank für Deine Gedanken.

Ich habe die Daten mal interpoliert und da sieht man doch etwas besser, wie das Insulin dem Zucker "hinterher läuft". Insulin hat eine biologische Halbwertszeit von 5 Minuten, reagiert also sehr schnell. Und hier sieht man aber, dass die Reaktion auf den Zuckerpegel doch etwas träge ist. der Zucker ist schon 30 Minuten lang unter 100 bis das Insulin endlich mal wieder seinen Normalwert erreicht. Das ist etwas, was "normale" Patienten eigentlich nicht haben.

Was das Glucagon betrifft: da habe ich bislang nicht herausfinden können, ob das automatisch freigesetzt wird, um den Zuckerpegel zu stabilisieren oder ob das nur ein Notprogramm ist.

Ich habe mich mal durch etliche "research papers" durch gekämpft, aber bedauerlicherweise gibt es Millionen davon zum Thema Diabetes, aber kaum was zum Thema Hypoglykämie. Ich werde aber übers Wochenende mal einige der Forscher anschreiben und schauen, ob ich da vielleicht einen Tipp bekomme.

LG und ganz herzlichen Dank !

Unterzuckerung

Frank183 ist offline
Themenstarter Beiträge: 563
Seit: 29.11.09
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