Chronische Blasenentzündung - Wege aus dem Teufelskreis

15.10.07 22:31 #1
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Chronische Blasenentzündung - Wege aus dem Teufelskreis
sonneundregen
Zitat von Maira Beitrag anzeigen
Wenn man trotz dieser Krankheit etwas vom Leben haben möchte, kommt man um eine positive Lebenseinstellung nicht herum, auch wenn dies in Zeiten eines Schubs nicht so leicht ist.

Hallo Maira,

Du schreibst von einem SCHUB, das lies mich aufhorchen? Wieso hat man bei einer IC einen SCHUB?

Schübe hat man eigentlich nur dann, wenn Bakterien etc. sich vermehren oder aber abgetötet werden, dann spricht man Schüben oder aber von Herxheimer Reaktionen.

Für mich persönlich ist die IC eine Folgeerkrankung der chronischen nicht ausreichend behandelten Blasenentzündung!

Lg
sonneundregen

Geändert von sonneundregen (24.11.12 um 03:54 Uhr)

Chronische Blasenentzündung - Wege aus dem Teufelskreis
sonneundregen
Zitat von Wildaster Beitrag anzeigen
Dass ich jetzt ein neues Lebensgefùhl gewonnen habe verdanke ich zu allererst Sonneundregen mit ihrem Meerrettich,Hakushis tolle Buch und auch ihre Tipps zur Ernåhrung und allen anderen die uns hier zur Seite stehen.

Hallo Wildaster,

ich wusste garnicht, dass bei Dir eine IC diagnostiziert wurde! Das ist ja der Hammer!

Umkehrschluss ist doch, dass die Urologen mit dieser Diagnose falsch lagen, so sehe ich es wenigstens!

Eine Fehldiagnose ebenso wie die der Fibromyalgie!

Freue mich sehr, dass Du ein neues Lebensgefühl hast und wünsche Dir, dass es so bleibt!

Lg
sonneundregen

Geändert von sonneundregen (24.11.12 um 04:06 Uhr)

Chronische Blasenentzündung - Wege aus dem Teufelskreis
sonneundregen
Zitat von Zitrone Beitrag anzeigen
Lieben Dank fuer den Tipp. Dann werd ich die kostbare Wurzel heute mal einbuddeln . Vertraegt die Frost?

Hach, mir gehts gut... jippieh. Kann ja kaum jemand nachempfinden, der den Mist nicht selbst mitmacht.

Lieben Dank fuer den Zuspruch und die ganzen Tipps. .

Hallo Zitrone,

bitte, ich freue mich sehr für Dich!

Du glaubst garnicht, wie sehr ich Deine Gefühle gerade nachempfinden kann.

Lg
sonneundregen

Chronische Blasenentzündung - Wege aus dem Teufelskreis
sonneundregen
Zitat von Hakushi Beitrag anzeigen

Mag sein, aber wenn in die richtige Richtung geschaut würde...

LG
Hakushi,
genau, in die richtige Richtung sollte geschaut werden!

Mir fällt auf, dass Du persönlich die Parasitose völlig ignorierst, warum?

Bekannterweise gibt es viele Richtungen und nicht nur eine Einzige!

sonneundregen

Chronische Blasenentzündung - Wege aus dem Teufelskreis
sonneundregen
Zitat von Datura Beitrag anzeigen
Nein
Sorry, an dieser Stelle musste ich mal laut schreien.

Niemals hat die Verantwortung für mein Wohlbefinden jemand anderres als ich. Ein Arzt kann mir sein Wissen zur Verfügung stellen, wenn er es denn hat, aber die Verantwortung habe ich, ich allein. Es wird einfach zu viel grandioser Mist gemacht in der Medizin, als dass ich jemals wieder die Verantwortung irgend jemand ab gebe.

Datura

Hallo Datura,

super!

ich möchte mich Deinen Ausführungen uneingeschränkt anschließen, danke!

Lg
sonneundregen

Chronische Blasenentzündung - Wege aus dem Teufelskreis

Datura ist offline
in memoriam
Beiträge: 5.002
Seit: 09.01.10
Zitat von Maira:
Da die Ursache der Krankheit immer noch unbekannt ist (man vermutet eine Autoimmunkrankheit),
Welche Medikamente werden denn eingebracht auf Grund der vermuteten Autoimmunkrankheit? Doch sicher nichts, was die Blase gesünder, belastbarer macht?

Das allererste ist doch, wenn man ein nicht ordentlich arbeitendes Immunsystem vermutet, dieses zu entlasten. (Die gefundenen Mastzellen deuten natürlich schon auf ein allergisches Geschehen hin).

Also, viel früher schon hättest Du den Auslassversuch von potenten Allergenen machen können. (Ich weiß, dass kein Arzt auf die Möglichkeit hinweist, schon gar kein Urologe). Dies muss man konsequentest für drei Monate machen, um zu sehen, obs hilft, angefangen von Gluten über Milcheiweiß (auch Ziegenmilch etc), Eiweiß vom Hühnerei (das Eigelb kann man essen, es hat viele gesunde Inhaltsstoffe), natürlich keinen Fertigfraß, das versteht sich wohl von selbst, einige allergene Gemüse und Obstsorten wie z.B. Erdbeeren, Pfirsiche, auch Sellerie. Nüsse weglassen, Mandeln kann man essen. All dies hat zunächst nichts mit Histaminintoleranz zu tun (wenngleich man mit dieser Ernährung natürlich die Produktion von Histamin drosselt). Trinken etwas milden Tee, ansonsten Wasser.

Bei einer durch Keime hervorgerufenen BE wird das nur marginal helfen.

Natürlich kann man im vorraus mal einen Versuch mit Naturheilmitteln machen, wenn eine Keimbelastung vermutet wird, z.B. Meerrettichtee (nach einer Woche sollte man merken, ob der Tee hilft). Wenn eine Keimbelastung nachgewiesen ist, funktioniert die Ernährungstherapie natürlich nicht, da muss man gut überlegen, welches Mittel man nimmt, um die Keime zu killen.

Und eben, genau das

Ich leide seit vielen Jahren an einer chronischen Blasenentzündung und habe ’zig Urologe deshalb konsultiert. Meist wurden bei den Urinuntersuchungen inklusive Antibiogramm keinerlei Erreger gefunden und ja, es wurden nach allen möglichen Erregern gesucht inklusive der hier angesprochenen schwer zu identifizierenden. Ich habe Antibiotika, Naturheilmittel, Homöopathie, Diäten und auch die gängigen und weniger bekannten Hausmittel probiert inklusive Meerrettich. Vor 2 Jahren wurde dann mittels einer Biopsie festgestellt, dass ich unter einer interstitiellen Zystitis leide.
diese langen, quälenden Leidenswege, bringen mich dazu, zu sagen, meine Verantwortung liegt bei mir, ich mache mich kundig und renne nicht von Arzt zu Arzt, man sieht ja hier im Forum tagtäglich, was dabei rauskommt.

Grüße von Datura

Chronische Blasenentzündung - Wege aus dem Teufelskreis

Maira ist offline
Beiträge: 20
Seit: 23.11.12
Zitat von sonneundregen Beitrag anzeigen
Hallo Maira,
Du schreibst von einem SCHUB, das lies mich aufhorchen? Wieso hat man bei einer IC einen SCHUB?
Schub ist vieleicht nicht der treffende Ausdruck. Es gibt bei der IC bessere beschwerdearme Zeiten, bei manchen sogar beschwerdefreie Intervalle. Ich habe schon mehrere solcher Zeiten erlebt. Leider kam nach anfänglicher Freude über die erhoffte Heilung wie aus "heiterem Himmel" eine Verschlechterung. Warum das so ist, weiß ich nicht. Ich habe aber inzwischen akzepiert, dass ich diese Krankheit habe und versuche so lang als möglich die letzte bittere Konsequenz der Blasenentfernung hinauszuzögern. Das bedeutet regelmäßige Krankenhausaufenthalte, um die Entzündungen in der Blase zurüchzudrängen. Übrigens ist es keine Pseudoallergie, weil Mastzellem gefunden wurden. Die Mastzellen sind nichts weiter als Entzündungszeichen. Ist die Entzündungen vorübergehend abgeklungen, bleiben Fibrosen im Gewebe zurück, die im Lauf der Jahre zur Einschränkung der Dehnbarkeit der Blase geführt haben und somit das Fassungsvermögen der Blase stark vermindert ist. Das heißt, selbst wenn ich Tees u. a. Mittel, die den Harndrang bremsen könnten, zu mir nehme, fasst die Blase nur noch wenig Urin und ich bin in meinem Bewegungsraum stark eingeschränkt, brauche immer eine Toilette. Versuche ich die Blase über die Maßen zu füllen, führt das zu extremen Schmerzen und Blutungen.

Zitat von sonneundregen Beitrag anzeigen
Für mich persönlich ist die IC eine Folgeerkrankung der chronischen nicht ausreichend behandelten Blasenentzündung!
IC ist eine chronische (aber nicht durch Bakterien verursachte) Blasenentzündung. Die ersten Behandlungsversuche waren die, die auch gegen die bakterielle BE eingesetzt werden. Es gab ja auch hier im Forum die Diskussion, dass vielleicht unentdeckte Erreger eine BE verursachen könnten. Leider war es aber nie eine bakterielle BE. Deshalb halfen auch Meerettich oder AB nicht. Auch die herkömmlichen Mittel gegen Entzündungen wirken bei der IC nicht. Man kann die Krankheit nur im erträglichen Rahmen halten, wenn sie richtig und beizeiten diagnostiziert und behandelt wird. Und darum geht es mir mit meinem Beitrag. Ich wollte darauf aufmerksam machen, dass man bei allen vielleicht harmlosen Ursachen von Blasenbeschwerden auch mal eine ernsthafte Erkrankung in Erwägung ziehen sollte, die mit Hausmitteln nicht zu bekämpfen ist. In meinem Fall war die verspätete Diagnose fatal. Es war von mir falsch, zu lange zu glauben, dass die Hausmittel helfen, statt den Ärzten auf die Nerven zu gehen. Als die Beschwerden unerträglich wurden (das passierte dann innerhalb weniger Wochen), war die Schädigung der Blase leider schon weit vorangeschritten.

@Datura
"Sich kundig machen" Wie meinst du das? Die Diagnose einer IC wird mit Hilfe einer Biopsie (Eingriff unter Narkose) gestellt. Dafür braucht man einen Arzt und ein KH. Auch für die Behandlung muss ich in ein KH. Es wird ein Mittel in die Blase eingebracht, dass die schützende Schicht der Blaseninnenwand repariert. Eine Schädigung dieser ist die Ursache der Schmerzen, der Urin trifft auf die Nervenzellen der Blasenwand, was normalerweise von der Schutzschicht verhindert wird.

Geändert von Maira (24.11.12 um 18:55 Uhr)

Chronische Blasenentzündung - Wege aus dem Teufelskreis

Kullerkugel ist offline
Beiträge: 6.671
Seit: 01.06.10
Hallo Maira,

Du scheinst ja sehr gut Bescheid zu wissen....gerade deshalb bin ich verwundert.

Übrigens ist es keine Pseudoallergie, weil Mastzellem gefunden wurden. Die Mastzellen sind nichts weiter als Entzündungszeichen.
Histaminausschüttung erfolgt aus Mastzellen. Histamin ist ein Entzündungmediator.
Findet man vermehrte, bzw. zu viele Mastzellen, hat derjenige bestimmt ein Histaminproblem. Histamin ist der Botenstoff sämtlicher Körperabwehrreaktionen.Der beim Vorhandensein von zu vielen Mastzellen auch bei kleinen Reizen ausgeschüttet wird.

In Darm und Blase also vermutlich Allergien auf Nahrung bzw. ihre Stoffwechselprodukte ....Gifte....

LG K.
__________________
LG K.

Chronische Blasenentzündung - Wege aus dem Teufelskreis

Maira ist offline
Beiträge: 20
Seit: 23.11.12
Zitat von Hakushi Beitrag anzeigen
Ja, die klassische Schilderung aus dem Lehrbuch. Sie klingt mir, mit Verlaub, nicht nach einer wirklichen Patientin, oder wenn, dann nach einer schlecht behandelten.
Etwas zu unterstellen nützt niemand in diesem Forum. Ich habe IC. Du bist keine Ärztin, zumindest kann ich das deinen Sätzen entnehmen, ich bin auch keine, informiere mich aber ständig über den Stand der Forschung. Ich habe einen Arzt, der sich sehr gut mit der IC auskennt, er hat mehrere Patienten mit dieser Krankheit. Er hat mir ausführlich erklärt, was er weiß und ich habe mich selbst informiert.
Zitat von Hakushi Beitrag anzeigen
Das halte ich für eine Fehleinschätzung, Wildaster ist das beste Gegenbeispiel.
Oh ich wünsche Wildaster so sehr, dass ihr positiver Zustand anhält. Ich hätte vor 2 Jahren auch so freudig schreiben können: „Es geht mir gut“. Leider ging es mir nur ein paar Wochen richtig gut. Noch ein paar weitere Wochen hatte ich nur milde Symptome. Ich wäre glücklich gewesen, wäre es so geblieben, aber leider….
Ich habe lange gegrübelt, was ich eventuell vor oder während der beschwerdefreien Zeit anders gemacht habe (Ernährung, Stress, Beruf, Beziehungen, positives / negatives Denken…) Mir fällt nichts ein. Ich hatte ja schon vor Jahren vieles in meinem Leben geändert. Ich wohne auf einem Biobauernhof, koche selbst mit den Produkten des Hofs, ich weiß so ziemlich genau, was in den Kochtopf kommt. Es nützt mir leider nur nichts bezüglich meiner Erkrankung.

Zitat von Hakushi Beitrag anzeigen
Mastzellen spielen im allergischen/pseudoallergischen Geschehen eine Rolle. Ich frag mich, warum nicht in diese Richtung gedacht wird, wenn man erhöhte Zahlen von Mastzellen sieht.
Sollte man nicht anschauen, was diese triggert?
Sollte man nicht anschauen, warum sich diese vermehren?
Natürlich wurde danach geschaut. IC ist aber keine Allergie. Die Mastzellen sind nur ein Merkmal für die Diagnostik. Warum die Schutzschicht der Blase zerstört wird und damit Urinbestandteile die Entzündung am Köcheln halten, ist noch nicht endgültig geklärt. Es wird weltweit geforscht wenn auch nicht so intensiv wie bei Krebs und Alzheimer. Dass es unabhängig von meiner Ernährung stattfindet, habe ich selbst schon ausprobiert. Ich habe gefastet und Auslassdiäten probiert (wenn man schlimme Schmerzen hat, kann man auch mal Gewichtsverlust bei sonst Normalgewicht tolerieren). Es hat die IC nicht interessiert. Ich rauche nicht, trinke keinen Alkohol, keinen Kaffee, meide histaminhaltiges und ernähre mich auch sonst gesund. Ich bewege mich viel im Freien und leide auch sonst nicht unter irgendwelchen sogenannten Zivilisationskrankheiten. Was ich durch meine Internetrecherchen gefunden habe ist die Erkenntnis, dass viele Erkrankungen mit einer bestimmten genetischen Disposition einhergehen. Viele Krankheiten waren früher auch nicht bekannt, wurden anderen Krankheiten einfach zugeordnet, obwohl sie eigenständig sind und einen ganz anderen Hintergrund haben. So ist auch die IC unter den Urologen noch nicht überall bekannt, sie galt bisher als selten. Erst in neuerer Zeit wissen die Urologen, dass es sie gibt und dass viele angebliche Reizblasen keine sind, wenn sie mit Schmerzen daherkommen, die IC also so selten gar nicht ist. Auch Ärzte können dazu lernen. Diejenigen, die mir vor 10 Jahren noch AB verschrieben haben, in der Hoffnung, dass sie helfen, tun es heute vermutlich auch nicht mehr.

Zitat von Hakushi Beitrag anzeigen
Die vielgepriesene frühe Diagnose führt zu nichts als einem früheren Beginn einer Ärzte-Odyssee.
Da muss ich dir widersprechen. Ich habe im Rahmen einer REHA Frauen mit einer frühen Diagnose kennengelernt, deren Krankheit sich durch die frühe Diagnose und damit rechtzeitige Therapie auf einem günstigen Stand halten lässt. Deren Blase kann noch genügend Urin fassen und ihre Beschwerden sind erträglich. Es ist sehr wichtig, die IC beizeiten zu erkennen und zu behandeln. So bleibt die Chance, dass bei weiteren Forschungserkennnissen über Ursache und Auslöser der IC diesen Frauen die Schrumpfblase erspart bleibt.

Chronische Blasenentzündung - Wege aus dem Teufelskreis
sonneundregen
Zitat von Maira Beitrag anzeigen
Schub ist vieleicht nicht der treffende Ausdruck. Es gibt bei der IC bessere beschwerdearme Zeiten, bei manchen sogar beschwerdefreie Intervalle. Ich habe schon mehrere solcher Zeiten erlebt. Leider kam nach anfänglicher Freude über die erhoffte Heilung wie aus "heiterem Himmel" eine Verschlechterung. Warum das so ist, weiß ich nicht.
Genau das will mir nicht einleuchten? Wenn das Fassungsvermögen der Blase durch Schädigung bzw. Entzündungen vermindert sein soll, dann bleibt das doch unwiderruflich so! Also stimmt da doch etwas nicht!

Zitat von Maira Beitrag anzeigen
Übrigens ist es keine Pseudoallergie, weil Mastzellen gefunden wurden. Die Mastzellen sind nichts weiter als Entzündungszeichen.
Sicher weiß ich, dass Urologen nicht nach Parasiten oder gar Borrelien in den tieferen Blasenschleimhautschichten suchen! Deshalb glaube ich, dass auch eine IC eine Ursache haben muss!

Zitat von Maira Beitrag anzeigen
IC ist eine chronische (aber nicht durch Bakterien verursachte) Blasenentzündung. Die ersten Behandlungsversuche waren die, die auch gegen die bakterielle BE eingesetzt werden. Es gab ja auch hier im Forum die Diskussion, dass vielleicht unentdeckte Erreger eine BE verursachen könnten. Leider war es aber nie eine bakterielle BE. Deshalb halfen auch Meerettich oder AB nicht.
Wenn keine Bakterien, dann Parasiten etc., aber es muss doch eine Ursache haben!

Ich fühle mit Dir und es muss sehr schlimm für Dich sein. Das Schäden der Blasenschleimhaut nicht mehr mit Meerrettich oder gar Ernährungsumstellungen zu reparieren sind, müsste Jedem klar werden!

Lg
sonneundregen

Geändert von sonneundregen (24.11.12 um 21:20 Uhr)


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