Neuer DMPS Test viel niedriger, seltsam...

12.07.10 11:09 #1
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mha1972 ist offline
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Seit: 30.03.10
Ich hatte Ende März im 45min-Urin nach DMPS einen Wert von 78.8 (Krea.). Heute habe ich das Ergebnis eines neuen Tests, diesmal 2h-Urin und mit orig. russischem Unithiol gemacht erhalten: ca. 31 (Krea.). (*)

Der 2h-Urin Wert sollte höher ausfallen als ein 1h-Wert. Wo ist denn das ganze Hg geblieben? Ich krieg die Krise. Ich habe noch viele Beschwerden, aber jetzt fällt die letzte vernünftige Erklärung dafür weg (Quecksilbervergiftung).

Candida hatte ich massiv (großer Ausbruch des schon lange vorhandenen Problems dieses Jahr wegen PPIs und riesigem Stress), SEHR erfolgreich bekämpft März/April mit Nystatin und auch Diflucan. Wer einen Hammer hat, für den sieht jedes Problem wie ein Nagel aus - ich will jetzt nicht wieder alles unter "Candida" abstempeln, obwohl andererseits die gleichen Probleme wieder da sind, und zumindest im Hals Nystatin zu wirken scheint (wenn auch nicht nachhaltig), im Darm dagegen hat es keinen spürbaren Effekt. Okay, schon im April hatte erst Diflucan einen weiteren nachhaltigen Schub gebracht.

Seit Ende der Candida-Bekämpfung (mit Diflucan) habe ich Kribbeln in den Händen, seit 48h nach 2. DMPS Ampulle - bzw. eigentlich erst nach einem halben Glas Bärlauchpesto danach innerhalb von 2h RIESIGE Probleme für 2 Wochen!!! (weiß also nicht schlüssig, ob DMPS oder Bärlauch verantwortlich ist) - Rückenschmerzen (die anders sind, als das wenige, was ich je hatte).

Außerdem habe ich viele Verspannungen bis Krämpfe vom Unterkiefer bis Bauch. Der Osteopath konnte bedingt helfen. Klar es KÖNNTE alles psychisch sein, wäre aber irgendwie seltsam, ich bin eigentlich nicht groß gestresst (beruflich auch nicht), und ich hatte vieles davon schon vor dem großen gesundheitlichen Stress dieses Jahr.

Es ist zum Ko..., riesige Blähungen, lauter Beschwerden, und jetzt geht mir die einzige Erklärung abhanden???

Wohin ist denn das ganze Hg verschwunden, von 80 auf 30 im DMPS Test mit nur 2 Ampullen? Alles doch nur Psyche??? Lasse mich gern davon überzeugen, aber ich kann's nicht glauben: als Ingenieur schaue ich auf die Datenlage, und die muss man nunmal schon SEHR strecken, um das ganze rein psychisch erklären zu wollen. Rückenschmerzen in der Nierengegend, beim letzten Mal DMPS hatte ich ab Tag 4 danach auch die Nieren selber gespürt - allerdings nicht unbedingt wegen DMPS, wie gesagt, nach 1/2 Glas Bärlauchpesto hatte ich 2 Wochen Superprobleme beginnend mit starkem "Nebel" im Kopf 1h nach Bärlauch-Essen. Trotzdem, bei nur 0.7 Kreatinin (Mittagszeit), vielleicht sind die Nieren gerade auch nicht so toll drauf? Referenzbereich ist für Männer 0.4-2.6, morgens weniger. Da bin ich am unteren Ende.


(*) Andere Werte (nach DMPS, 2h-Urin, bezogen auf Kreatinin (0.7g/l), ohne alle die Werte, die vernachlässigbar gering sind):
Arsen: 48.6 (Ref: <78)
Blei: 13.6 (Ref.: <150)
Kupfer: 1004 (Ref.: <1700)
Molybdän: 137.6 (Norm: 7-94)
Nickel: 3.9 (Ref: <2.5)
Silber: 2.3 (Norm: <0.9)
Zink: 2497 (Ref: >(!)2000)
Hg: 31.3

Geändert von mha1972 (12.07.10 um 18:20 Uhr)

Neuer DMPS Test viel niedriger, seltsam...

Rübe ist offline
Beiträge: 3.257
Seit: 22.11.07
Ich verstehe Deine Bedenken nicht.
Es wurde doch nachgewiesen, dass Du Quecksilber in Dir hast?!?
Niemand weiß genau, wieviel HG bei wem, welche Beschwerden verursacht.
Deshalb kann un darf es ja auch kein Grenzwert geben.
Auch sind oft die Personen, bei denen ein rel. niederiger Wert nach DMPS rauskommt am belastetsten.
Sein könnte ja auch noch, dass das HG tief verteckt in Depots sitzt, wo das DMPS es vorerst und evtl. auch gar nicht erreichen kann (Hirn, ZNS, intrazellulär).
Das könnte ich mir am ehesten vorstellen. War bzw. ist bei mir und bei vielen anderen Amalgamvergifteten ja auch so.
Die Ausscheidungsreihenfolge von DMPS spielt auch noch eine Rolle:
Zink, Zinn, Kupfer, Arsen, Quecksilber, Blei, eisen, Kadmium, Nickel, Chrom
(siehe Dein hoher Zinkwert).
Es könnte sein, dass nach weiteren DMPS-Gaben, auch der HG-Wert steigt.
Da hilft nur ständiges "Abtragen" dieses Giftes.
Geduld und Durchhaltevermögen sind hier von Nöten!


Gruß
Rübe
__________________
Der Gesunde hat viele Wünsche, der Kranke/Vergiftete nur einen!

Geändert von Rübe (12.07.10 um 18:27 Uhr)

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mha1972 ist offline
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Seit: 30.03.10
Das eine Problem ist: warum ist der Wert jetzt so viel niedriger, wo doch sogar die Methode - diesmal 2h warten - einen höheren Wert als bei der 45-60min Periode ergeben hätte müssen (sagt auch der Arzt). Dieser vorherige Test war erst am 22.3.2010.

Das andere Problem: Der Arzt wollte Hg nicht weiter diskutieren. Okay, der will gar nicht viel reden, bin etwas enttäuscht, der hat keine Zeit... war jetzt das 2. Mal da, der rennt von Patient zu Patient, hat bei mir nur ganz kurz die Werte gelesen (bin ja schon mit Werten zu ihm gekommen), gibt Anweisungen für Tests - und ist weg. Das nächste Mal in 14 Tagen zum Auswerten der Tests. Jetzt sollen irgendwelche neuen "Polymertests" oder wie das heißt gemacht werden, wo man im Blut sehr, sehr viel erkennen können soll, na mir soll's recht sein. Ich seh's ja ein, dass er am Anfang lieber erstmal mehr Daten hat, ich lasse mich auch gerne beim nächsten Mal positiv überraschen, aber es schien mir so, als ob die "Effizienz" dort System ist, und nicht so sehr das zeitraubende individuelle Beratungsgespräch. Der Arzt, Drs. Weijnen, ist im Netzwerk Ärztegesllschaft für klinische Metalltoxikologie und zuerst habe ich ihn hier positiv erwähnt gefunden. Wie gesagt, bisher kann ich mich nicht wirklich beschweren, bisher macht das alles auch Sinn, ein längeres Gespräch hätte mir im Moment wegen wirklich noch fehlender Daten auch nicht viel gebracht, da ich das meiste zum Thema Hg nun wirklich inzwischen kenne. Ich hätte halt gerne heute schon ausdiskutiert, was das alles bedeuten sein KÖNNTE :-)

Soll heißen, ich habe Angst vor diesen zwei Möglichkeiten:

a) ich habe kein großes Hg-Problem, da ich das wenige schon ganz gut ausgeschieden habe - nur, woher kommen meine Probleme dann???

Zitat von Rübe Beitrag anzeigen
Es könnte sein, dass nach weiteren DMPS-Gaben, auch der HG-Wert steigt. Da hilft nur ständiges "Abtragen" dieses Giftes.
b) ich habe trotzdem ein Hg Problem, wird nur gerade schlecht ausgeschieden, siehe auch meine (leichten) Rückenschmerzen in der Nierengegend mehrmals am Tag (ist aber auch in den Schultern und auch mal im Becken) - und der Arzt, extra ausgesucht weil er explizit nach Daunderer und mit DMPS arbeitet, ist anderer Meinung und ich bekomme keine Hilfe, es gibt dann also kein weiteres DMPS! Ich hätte auch Probleme damit, mich einem mit DMPS erfahrenen Mediziner zu widersetzen und trotzdem mir irgendwie DMPS zu besorgen, da ich denke, er weiß DOCH mehr als ich.

Geändert von mha1972 (12.07.10 um 18:45 Uhr)

Neuer DMPS Test viel niedriger, seltsam...

toxdog ist offline
Beiträge: 1.021
Seit: 06.05.07
Wieviel Urin war denn beim ersten (dann beim zweiten) Test zusammengekommen?
Was der 2 h Urin Sammelurin?
Ich finds überschlägig plausibel: ca die doppelte Sammelzeit, ergibt die halbe Konzentration von Schadstoffen.
Nehme an die DMPS-Menge war jedesmal gleich. Damit ist die ausgeschiedene Menge max. identisch gleich, in der doppelten Menge Urin = halbe Konzentration.
In dem gleich Maß wie die Urinmenge zunimmt, nimmt die Hg-Konz. darin ab.

So würde ich das bewerten.

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toxdog ist offline
Beiträge: 1.021
Seit: 06.05.07
aus Es gibt gewichtige Gründe,

Diese internationale Forschung hat auch eindeutig nachgewiesen, daβ - je nach individueller Suszeptibilität, - bedingt durch heute zum Teil bekannte genetischen Polymorphismen, zumindest Teile der Bevölkerung - realistische Schätzungen sprechen von 5 – 7 % der europäischen Bevölkerung - , nicht nur übermaßen belastet werden, sondern ganz konkret erkranken, wobei die Beschwerden von leicht bis hin zu dramatischen Erkrankungen variieren können.
nicht Polymere sondern Polymorphismen ist gemeint.

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mha1972 ist offline
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Seit: 30.03.10
Zitat von toxdog Beitrag anzeigen
Wieviel Urin war denn beim ersten (dann beim zweiten) Test zusammengekommen?
Was der 2 h Urin Sammelurin?
Ich finds überschlägig plausibel: ca die doppelte Sammelzeit, ergibt die halbe Konzentration von Schadstoffen.
Nehme an die DMPS-Menge war jedesmal gleich. Damit ist die ausgeschiedene Menge max. identisch gleich, in der doppelten Menge Urin = halbe Konzentration.
In dem gleich Maß wie die Urinmenge zunimmt, nimmt die Hg-Konz. darin ab.
Die Gesamtmenge weiß ich nicht mehr. Hatte am Morgen schon gut getrunken, ca. 2 Gläser voll Wasser, und nochmal was vor dem Termin, glaube ich. Ein Glas Wasser gab's beim Arzt. Aber man bezieht sich doch deswegen auf's Kreatinin? Siehe auch http://www.toxcenter.de/artikel/DMPS-Monographie.pdf Seite 108, 124, 218 unten (eine Patientin von 401 auf 25(/Krea)mit nur 2 DMPS Infusionen - es KANN also so schnell gehen?), 222 fast ganz unten, - aber

JETZT KOMMT ES!

Seite 224 in der Tabelle: bei Zink >720 sind die Cu und Hg-Werte "irrelevant", Test nach 3 Monaten wiederholen!

Okay, ich wollte eigentlich schauen, ob/wie sich der Wert nach 2 Stunden im Vergleich zu 1 Stunde eigentlich verhält, aber ist ja jetzt wohl gar nicht wichtig...

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Männlich Bodo
Abend Jung.


Ich kann Dich beruhigen und Dir mitteilen, dass Du einem Irrtum unterliegst.

Zitat von mha1972 Beitrag anzeigen
Ich hatte Ende März im 45min-Urin nach DMPS einen Wert von 78.8 (Krea.).
Heute habe ich das Ergebnis eines neuen Tests, diesmal 2h-Urin und
mit orig. russischem Unithiol gemacht erhalten: ca. 31 (Krea.). (*)

Der 2h-Urin Wert sollte höher ausfallen als ein 1h-Wert.
und:

Zitat von mha1972 Beitrag anzeigen
Das eine Problem ist: warum ist der Wert jetzt so viel niedriger, wo doch
sogar die Methode - diesmal 2h warten - einen höheren Wert als bei der
45-60min Periode ergeben hätte müssen (sagt auch der Arzt).
Der Peak beim DMPS-intravenös ist nach cirka 45-60 Minuten am höchsten, dass bedeutet,
dass dann quantitativ hoch gebundene Metalle ausgeschieden werden (DMPS-Monographie).

Deshalb wird nach parenteraler Gabe empfohlen, den mobilisierten Urin II
45-60 Minuten nach der Injektion zu geben. Es ist also genau umgekehrt:

Bei parenteraler Gabe nach 45–60 Minuten, bei oraler Gabe nach 2 Stunden
Harnprobe gewinnen (bzw. über diesen Zeitraum sammeln).
10 ml Harn für Schwermetallbestimmung als Harn II.
Hierzu noch eine kurze Stellungnahme.

Zitat von mha1972 Beitrag anzeigen
Der Arzt, Drs. Weijnen, ist im Netzwerk Ärztegesllschaft für klinische Metalltoxikologie
und zuerst habe ich ihn hier positiv erwähnt gefunden.
Diese Ärzte arbeiten in erster Linie mit EDTA. Die DMPS-Monographie wird
kaum Jemand kennen, sonst würden nicht Aussagen wie Obige getroffen.
Diese Ärztegesellschaft ist, neutral ausgedrückt, primär auf "Anti-Aging"
geeicht. Tiefere Kenntnisse von chronischen und akuten Vergiftungen fehlen.

Vorschlag: Labor-Bayer-PDF ausdrucken (mit obigem Zitat), dazu die Passage
aus der Monographie. Weijnen vorlegen. Wenn er auf seiner (falschen) Anweisung
besteht, Arzt (möglichst rasch) wechseln. Dann klappt das auch wieder mess-technisch.






GB

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mha1972 ist offline
Themenstarter Gesperrt
Beiträge: 226
Seit: 30.03.10
Danke, danke, danke! Habe auch "Privatnachricht" erhalten von einer ehem. Patientin des selben Doktors. Sie ist jetzt bei Dr. Mutter, na gut, 4 Stunden fahrt ab und zu - wenn man 'nen Termin bekommt - geht ja. Auch sagte sie, die 10min für die Infusion wären noch viel zu schnell, mind. halbe Stunde? Mein Heilpraktiker, der mir eine Spritze zum Test und noch eine Spritze (Ampulle) so zum Ausleiten gab (ich wollte das ja, er grummelte etwas, machte es aber doch), hat es in nur 3 Minuten gemacht!

Wenn man mir jetzt die Hg-Hoffnung genommen hätte bei noch sehr deutlichen Symptomen, die ja auch nach DMPS kurz weg waren...
Meine Probleme sind teils sehr gut sogar als akute Hg Probleme erklärbar, und auch von der Geschichte her passt es ja perfekt. Ich will mich ganz bestimmt nicht an Hg als einziger Erklärung festkrallen (wer einen Hammer hat, für den sieht alles wie ein Nagel aus), aber trotz immer wieder über Monate vorhandener Zweifel und Suche nach Alternativen: hier stimmt einfach alles perfekt, die Geschichte (wo kann es herkommen) und die Symptome. So lässt es sich perfekt erklären, anders ließ sich bisher nicht ein einziges Symptom erklären, bzw. wenn ein Arzt es versucht hat, ist er grandios gescheitert (wie z.B. mein HNO, der mir Besserung in 5 Tagen *garantiert* hatte im Hals und das Gegenteil erreicht hat mit Cortisonspray und Antiallergikum - okay da geht's um Candida, also indirekt aber wohl doch um Hg).

Man kann sich wirklich auf nix verlassen, nicht mal, wenn man denkt, man hat den richtigen Arzt gefunden! Dass diese Ärzte von der EDTA-Schiene und der Blutgefäßreinigung kamen, hatte ich schon gemerkt, aber er hat sich so schön auf Daunderer berufen... na mal sehen, bei der Eile, die da die letzten beiden Male herrschte, wird es wohl schwer werden, mit eigenen Kommentaren anfangen zu wollen. Aber egal, ich schau ja schon woanders für alle Fälle.

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toxdog ist offline
Beiträge: 1.021
Seit: 06.05.07
Aber man bezieht sich doch deswegen auf's Kreatinin?
Kreatinin produziert dein Körper kontinuierlich nach. In Ruhe weniger, bei Belastung mehr. Die ausgeschiedene Menge Hg ist aber durch die DMPS-Menge begrenzt, und wie Bodo schon sagt nach ca. 45-60 min am höchsten. Deshalb sinkt natürlich der Hg/Crea Wert sowohl in einzelnen Proben, wie auch im Sammelurin.

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Männlich Bodo
Hallo again . . .


Zitat von mha1972 Beitrag anzeigen
Auch sagte sie, die 10min für die Infusion wären noch viel zu schnell, mind.
halbe Stunde? Mein Heilpraktiker, der mir eine Spritze zum Test und noch
eine Spritze (Ampulle) so zum Ausleiten gab (ich wollte das ja, er grummelte
etwas, machte es aber doch), hat es in nur 3 Minuten gemacht!
Bitte keine Infusion. Die drei Minuten sind beinah korrekt.

Nochmal Berliner Mono und Labor-Bayer:

3– 4 mg DMPS/kg KG langsam (mindestens 5 Min.) i.v. verabreichen.
Bei oraler Gabe: 10 mg DMPS/kg KG.
Die langsame intravenöse Gabe über 3-5 Minuten ist die am besten Erprobte.
Damit machte auch ich ganz hervorragende Erfahrungen. Bitte keine Infusionen,
gerade und besonders beim schön basischen Unithiol überflüssig und kontraproduktiv.






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