Zur Quecksilberausleitung mit Hepar sulfuris

13.03.10 09:30 #1
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nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Da ich den Link schon länger in meinen Lesezeichen habe, möchte ich die Methode zur Ausleitung mit Hepar gerne komplett hier ein- und auch zur Diskussion stellen.


Einleitung
Quecksilber besitzt ein erhebliches toxisches Potential. Diese Erkenntnis ist in allen Bereichen der Medizin bekannt. Ausnahmen bilden die gesetzlichen Krankenkassen und Teile der Zahnärztekammern. Anders ist das Verhalten dieser Institutionen wohl nicht zu erklären, wenn es um das Thema Amalgamausleitung und Zahnwerkstoffe geht. Auch daß der menschliche Organismus aufgrund fehlender Ausscheidungsmöglichkeiten dieses Schwermetall einlagern muß, ist allgemein bekannt.
Will man diesen Stoff wieder aus dem Körper entfernen, so gibt es hierfür verschiedene Möglichkeiten. Eine davon ist die Methode, die Samuel Hahnemann vor über 200 Jahren dafür entwickelt hatte und die sich seither kontinuierlich bewährt hat.

Für wen ist eine Schwermetallausleitung sinnvoll?
- Nicht nur Amalgamträger, sondern auch Kranke, denen vor Jahren diese Füllungen einfach herausgebohrt wurden, sind Träger meist nicht unerheblicher Quecksilbermengen.
- Kinder, deren Mütter quecksilberbelastet sind. Es wird geschätzt, daß ca. 80% der mütterlichen Quecksilbermenge während der Schwangerschaft und Stillzeit an das erste Kind abgegeben wird. Für den kindlichen Organismus bedeutet dies z.T. so schwere Intoxikationen, wie sie bei Erwachsenen selten beobachtbar sind.
- Personen, die sich viel von Fisch ernähren haben häufig mit Schwermetallintoxikationen zu tun. In den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden arsen- und quecksilberhaltige Insektizide tonnenweise auf den Agrarflächen ausgebracht. Mit dem Oberflächenwasser gelangten diese Gifte nicht nur ins Grundwasser, sondern ganz überwiegend ins Meer, wo sie dann von Algen gebunden wurden. Über die Nahrungskette sind inzwischen die Hochseefische, wie Thunfisch und Seelachs, deutlich belastet. ...
- Personen, die viele Impfungen bekommen haben, sind quecksilberbelastet. In vielen Impfseren wird eine organische Quecksilberverbindung (Thiomersal®) als Konservierungsmittel verwendet (neben Formaldehyd und Aluminium-Verbindungen). Besonders Kinder werden aufgrund dieser Vorgehensweisen mit Quecksilber versorgt.


Wann ist eine Quecksilber-Ausleitung sinnvoll?
Patienten die eine Quecksilbersymptomatik haben und bei denen eine Vergiftung mit diesem Stoff vermutet werden muß, sollten über eine Quecksilberausleitung nachdenken. Es hat sich dabei in der Vergangenheit häufig bestätigt, daß Personen, bei denen hohe Ausscheidungsraten von Quecksilber beobachtbar waren meist auch deutlich erhöhte Arsenmengen ausschieden. Dieses Arsen stammt meist aus Umweltvergiftungen (z.B. Abgasfahne von Metallhütten) oder belasteten Lebensmitteln (Meeresfisch ...). Genau wie bei Quecksilber gibt es bei Arsen keinen Grenzwert unterhalb dessen keine Schädigungen mehr erwartet werden können.

Zügig mit der Ausleitung sollte begonnen werden, wenn
a) schwere gesundheitliche Störungen aufgetreten sind, die sich im homöopathischen Arzneibild von Mercurius wiederfinden. Als Referenzwerke lassen sich die Arzneimittellehren von Constantin Hering und John Henry Clarke (sowie toxikologische Literatur, z.B. von Daunderer oder Lewin) heranziehen.

b) wenn gut gewählte homöopathische Mittel nicht wirken und eine Quecksilberintoxikation bekannt ist. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß einige Patienten trotz hoher Quecksilberbelastung trotzdem sensibel und nachhaltig auf Homöopathika ansprechen. Aber ebenso gibt es viele Menschen, bei denen sich die Ansprechbarkeit auf Homöopathika sehr vermindert hat, so daß diese nur kurz oder oberflächlich wirken. Und es gibt Menschen, die entweder gar nicht mehr auf diese Arzneien ansprechen, oder nur noch Arzneiprüfungssymptome* hervorbringen, ohne daß es zu einer Besserung ihrer gesundheitlichen Situation kommt. Solche Reaktionsmuster treten aber nicht allein in der Folge einer Schwermetallbelastung auf (!).

* Homöopathische "Arzneiprüfungssymptome" sind vergleichbar mit den Symptomen, die in der Pharmazie unter "Nebenwirkungen" beschrieben werden.


Wann sollte von einer Ausleitung Abstand genommen werden?
- In der Schwangerschaft sollte sehr sehr vorsichtig mit dem Thema Ausleitung umgegangen werden, insbesondere im ersten Trimenon (Zeit der Organbildung), aber auch im 5 -7. Monat, (weil der Abort im 6. Monat ein klassisches Mercurius-Symptom* ist).
* Mercurius= Homöopathische Bezeichnung für Quecksilber.
Durch die Ausleitung (egal mit welchem Arzneistoff gearbeitet wird) kommt es zum Lösen von Quecksilber aus den Depots. Bei unpassender Dosierung können sich dadurch gesundheitliche Störungen verstärken.
Wenn keine schweren Störungen vorhanden sind, sollten bestehende Amalgamfüllungen während der Schwangerschaft und der Stillzeit im Mund belassen werden. Man kann allerdings (wenn bestimmte Schutzmaßnahmen getroffen werden) die bestehenden Amalgamfüllungen vom Zahnarzt polieren lassen, damit in der Folgezeit die Abgabe von Quecksilber minimiert wird. Dieses Polieren der Füllungen gehört eigentlich zu einer lege artis gelegten Füllung dazu (wird aber vielfach wegen des erhöhten Zeitaufwandes von den Zahnärzten unterlassen). Schutzmaßnahmen bedeutet die Anwendung von Kohlepulver, Kofferdam™, sehr starke Absaugung, Schutzbrille und Sauerstoffbeatmung während der Maßnahme.

- Raucher brauchen mit einer Schwermetallausleitung nicht zu beginnen, weil bei ihnen die Ausscheidung blockiert wird. Egal ob mit Dimaval™ oder Hepar sulfuris gearbeitet wird, die Laborkontrollen zeigen geringste Ausscheidungsmengen an.
- Patienten, die Goldinlays oder -kronen haben, scheiden ebenfalls nur geringe Mengen Quecksilber aus. Dies ist ein Umstand, der für die Patienten meist mit einer hohen finanziellen Belastung verbunden ist, weil zur weiteren Ausleitung das Metall aus dem Mund entfernt werden muß. Es gibt nicht wenige Patienten, die aufgrund dieser Information die homöopathische Therapie abbrechen. Diejenigen, die diesen Weg durchhalten, werden in aller Regel mit einer deutlichen Zunahme ihrer Gesundheit belohnt. Die Erfolgsaussichten werden von drei Faktoren gemindert:
a) Eine sehr hohe Empfindlichkeit für Quecksilber: In der Folge kommt es schon bei geringen Giftmengen zu Organschäden.
b) Die Dauer der Intoxikation. Je länger das Gift im Körper verweilt, desto schwerer wird es, die Reaktionen der Organismus wieder zu normalisieren.

c) Überempfindlichkeitsreaktionen auf Hepar. (Habe ich noch nicht erlebt, aber man sollte es im Kopf behalten.)


Vorgehen
Hahnemann verwandte das reine, unpotenzierte Pulver von Hepar sulfuris ( 6 - 8 Gran, die er in etwas Flüssigkeit über den Tag verteilt einnehmen ließ. 1 Gran = ca. 62 mg). Ich habe aufgrund der Schärfe und des starken Eigengeruchs des Pulvers Zuflucht zur D2 genommen. Die Tabletten der D2 riechen noch immer nach verfaulten Eiern, werden aber schon deutlich besser vertragen als das rohe Pulver.
Höhere Potenzen eignen sich zunehmend schlechter zur Ausleitung, weil einerseits der stoffliche Anteil drastisch sinkt und andererseits die dynamischen Anteile der Arznei deren Wirkung zunehmend bestimmen.
Mit potenzierten Arzneien kann man Quecksilber nicht ausleiten, weil wir kein Ausscheidungsorgan für Schwermetalle haben.
Dem entsprechend ist die Anwendung von Hepar in der D2 kein homöopathisches Verfahren - auch wenn S. Hahnemann es entwickelte und sein Leben lang nutzte. Hier wird die Bindungsreaktion Quecksilber - Schwefel genutzt, um die Ausscheidung zu erzielen (was nichts mit dem Ähnlichkeitsgesetz zu tun hat).


Dosierung
Folgende Dosierung hat sich bei mir bewährt:
Zu Beginn 2 - 3 x tgl. je eine halbe bis 1 Tabl. (gilt für Erwachsene und Kinder gleichermaßen).
Wenn die Patienten diese Dosierung vertragen, ohne Magenschmerzen oder Durchfälle zu bekommen (Reizbarkeit kann ebenfalls auftreten), können sie von sich aus auch höher dosieren, z.B. bis 3x3 Tabl. tgl. Höhere Dosierungen habe ich noch nicht erprobt, sind aber in Einzelfällen bestimmt machbar. Zu bedenken ist dabei, daß Hahnemann damals mit wesentlich höheren Giftmengen zu tun hatte als wir heute. Die Mercurialisierung wurde damals z.T. so weit getrieben, daß bei den Leichenöffnungen das metallische Quecksilber aus der freien Leibeshöhle lief.

Tabletten setze ich hier deswegen ein, weil sie den meisten stofflichen Anteil beherbergen und dabei noch gut zu handhaben sind (wichtig für Patienten mit Sehschwächen und motorischen Störungen).

Überdosierungen
Da Hepar sulfuris D2 noch eine gewisse Schärfe besitzt, können Magenschmerzen oder Durchfälle auftreten, bei längerer Einnahme kann man auch die für Hepar typische Reizbarkeit beobachten (sagen Sie dies Ihren Patienten, denn Streitigkeiten werden auch im Nachhinein von allen Beteiligten anders gewertet, wenn diese Information zur Verfügung steht).
Dies sind die Symptome, die ich bisher bei Überdosierungen beobachtet habe. Prinzipiell handelt es sich bei Überdosierungen um Arzneimittelprüfungen. So kann man sich z.B. an den Leitsymptomen von H. C. Allen oder den "Keynotes" von Guernsey gut orientieren.

Wenn Nebenwirkungen auftreten, sollte die Einnahme unterbrochen werden und bei zu großer Heftigkeit mit einer Gabe Hep. D12 (oder auch mit einer C30) die "Nebenwirkung" kupiert werden. (Entscheidend für die eingesetzte Potenzhöhe ist die Empfindlichkeit der Patienten).
Nebenwirkungen, bzw. Vergiftungssymptome treten in aller Regel erst auf, wenn der Körper nicht mehr sinnvoll mit dem Hepar sulfuris umgehen kann, also die ausscheidbare Hg-Menge zu gering für die angebotene Arzneimenge ist (ist eine Vermutung von mir, kann ich nicht belegen).
Treten "Nebenwirkungen" auf, so soll die Arznei für den Tag abgesetzt werden und die Symptome z.B. mit Hepar D12 homöodotiert werden. Am nächsten Tag können die Patienten dann mit nur einem Drittel der zuvor eingenommenen Hepar D2-Menge weiter fortfahren, um dann die Dosis langsam wieder zu steigern.
Das Dosieren an der Verträglichkeitsgrenze dient zur Verkürzung der notwendigen Therapiezeit. Wird so verfahren, kann dieses Vorgehen über mehrere Monate fortgeführt werden.


Die Einahmedauer ist dabei von der Verträglichkeit abhängig.
Die Einnahmereaktion ist ein guter Indikator
Menschen mit einer hohen Hg-Belastung stören sich in aller Regel nicht am Geruch der Tabletten. Bei Kindern (selbst solchen, die sonst nur Süßigkeiten und Nudeln + Co. bevorzugen) kann sich ein deutliches Verlangen nach den "Faule-Eier-Tabletten" entwickeln.
Dieses Verlangen nimmt mit der (Ausscheidungs-)Zeit immer mehr ab, bis sich ein Ekel dagegen entwickelt. Über die Länge der Einnahme entscheidet letztlich die Symptomatik, bzw. das Wohlbefinden der Patienten. Ist der Widerwille so groß, daß sie die Tabletten nicht mehr herunter bekommen, erübrigt sich die Therapie. Sollten dann noch immer Hg-Symptome beobachtbar sein, so kann die Ausleitung mit anderen Mitteln fortgesetzt werden (kommt selten vor).


Messung der Quecksilberausscheidung
Wer mag, kann auch Urinuntersuchungen machen lassen. Die ausgeschiedene Werte sind natürlich deutlich geringer als nach einer Anwendung von DMPS, dafür ist bei dem "Hepar-Verfahren" die Ausscheidung gleichmäßiger.

Labore für Schwermetalluntersuchungen (auch Multi-Elementen-Analysen) sind u. a.:

Gut, schnell und günstig:
Dipl. Ing. Jürgen Voss
Labor für Umweltanalytik
Postfach 2148
29544 Suderburg

Telefon: 05826 - 988418
Fax: 05826 - 988422


Gut und schnell:
Labor Dr. Schiwara
Haferwende 12
Postfach 33 06 50
28336 Bremen

Telefon: 0421 - 207 20
Fax: 0421 - 207-2167


Qualitätsunterschiede bei Hepar-Tabletten unterschiedlicher Hersteller?
Ob von der DHU oder von Stauffen-Pharma - die Tabletten riechen überall gleich.
In der BRD ist Hepar D2 rezeptfrei, in der Schweiz ist es rezeptpflichtig (warum ...?)


Ein Blick auf andere Ausleitungsverfahren
Der Wirkungsmechanismus der Quecksilberbindung bei Allium ursinum, Dimaval/DMPS und Hepar sulfuris ähneln sich. In allen Präparaten sind Stoffe enthalten, über deren Schwefelatome es zum Abbinden von Schwermetallen kommt. (Bei Allium ursinum sind es sehr verschiedene Stoffe, wie Gluthathion, Diallyl-sulfid, Allyl-Mercaptan, wobei die Konzentration dieser Stoffe in dieser Pflanze höher ist als beim Knoblauch).

DIMAVAL/DMPS ist ein sogenannter Chelatbildner und enthält als aktiven Anteil im Wirkstoffmolekül ebenfalls Schwefel.
Die Arznei muß (bei Erwachsenen) i.v. injeziert werden. Die Anwendung ist etwas kritisch, weil die anzuwendende Menge jeweils für das Körpergewicht der Kranken berechnet werden und dann über einen Zeitraum von 5 Minuten (!) langsam verabreicht werden muß. Es gibt leider immer wieder Ärzte, die sich die Zeit dafür nicht nehmen oder Lokalanästhetika (z.B. Procain) beimischen, wodurch es zu mehreren schweren Zwischenfällen gekommen ist. In Holland gilt der Wirkstoff als Nahrungsmittelergänzung, in der BRD ist das Medikament rezeptpflichtig.
In einigen homöopathischen Kreisen hält sich das Gerücht, DMPS sei krebsauslösend, was ich für ausgemachten Unsinn halte (die Aussage konnte bisher nicht sauber belegt werden, und mir ist auch kein Fall bekannt, wo es zu einem kanzerösen Prozess durch diese Arznei gekommen ist). Die Anwendung von Dimaval/DMPS erfolgt in Intervallen mit mehrwöchigen Abständen. Die Ausscheidungsmengen differieren dabei z.T. erheblich. So kommt es häufig vor, daß zu Beginn der Therapie zunächst recht niedrige Ausscheidungswerte beobachtet werden, aber bei der zweiten oder dritten Anwendung plötzlich sehr hohe Mengen von Schwermetallen ausgeschieden werden. Dabei korreliert die Ausscheidungsmenge mit der nachfolgend einsetzenden Verbesserung der Symptomatik. Diese für die Patienten sehr schnellen Veränderungen sind mit Hepar nicht erzielbar. Trotzdem sind die Therapiedauer und Ergebnisse beider Methoden vergleichbar.


Algenpräparate verwende ich nur noch in absoluten Ausnahmefällen zur Schwermetallausleitung:
1999 hatten einige Homöopathen aus Norddeutschland eine sogenannte Multi-Elementen-Analyse mit den damals am Markt befindlichen Algenpräparaten machen lassen. Wir wollten wissen, ob diese Mittel wirklich so sauber sind, wie von den Herstellern versprochen wird.
Ergebnis:
Kein Produkt war frei von Schwermetallen oder wies nur sehr geringe Belastungen auf. Alle enthielten mal mehr von dem einen, mal mehr von dem anderen Schwermetall.
Da es keine Untersuchungen darüber gibt, wie sich die chemische Bindung zwischen Alge und Schwermetall im Darm des Menschen verhält, kann auch niemand sicher sein, daß über diese Produkte nicht eine Art Ringtausch zustande kommt, also ein mit eingebrachtes Schwermetall im Darm gegen ein anderes ersetzt wird. Unter Umständen bessert sich über den Einsatz eines Algenpräparates eine Symptomatik, aber dafür entwickelt sich (vielleicht erst nach mehreren Jahren) eine andere Krankheit, die niemand mehr mit etwas so gesundem wie Algen in Verbindung bringt. Aus diesem Grunde empfehle ich Algenprodukte zur Ausleitung in der Regel nicht mehr. Ausnahme sind Kinder, die nachgewiesenermaßen eine Quecksilberintoxikation haben, aber Hepar im Gegensatz zu Algentabletten nicht heruntergeschluckt bekommen (selten).

Von Koriander-Tropfen werden immer wieder gute Wirkungen berichtet. Ich habe aber kaum Erfahrungen damit, weshalb ich mich dazu nicht weiter äußere.

Homöopathie:
Wie bereits gesagt: Mit potenzierten Arzneien kann man Quecksilber nicht ausleiten, weil wir kein Ausscheidungsorgan für Schwermetalle besitzen.
Mit dynamischen Antidoten ist ein Umlagern der Quecksilbermengen in verschiedene Depots möglich, worüber es zu einer Symptomenveramung kommen kann. Was darüber langfristig erreicht wird, ist zweifelhaft. Die Anwendung von Mercurius in Hochpotenz, bzw. der Amalgam-Nosode führt zum Lösen des Quecksilbers aus seinen Depots. Da aber keine Ausscheidungsmöglichkeit besteht, tritt regelmäßig das Symptombild einer akuten Quecksilbervergiftung auf. (Den Patienten wurde dies von einigen Behandlern als Heilungskrise verkauft...). In Abhängigkeit von der Quecksilbermenge und der persönlichen Empfindlichkeit kann es zu erheblichen Entzündungsreaktionen kommen, die bis zur Zerstörung von Organen reichen können).


Die Anwendung von Selen halte ich für fahrlässig.
Selen bildet einen unlöslichen Komplex mit Quecksilber. Diese neue Verbindung wird (wie, wo?) im Körper abgelagert. Mit den bisher bekannten Ausleitungsverfahren ist es nicht möglich, die Verbindung auszuscheiden. Was für Wirkungen Quecksilberselenid auf den Organismus hat, ist nicht bekannt.
Selen alleine ist bereits ein potentes Gift. Die Wahrscheinlichkeit, daß es in Verbindung mit Quecksilber harmloser wird, darf bezweifelt werden.

Zur Schwermetallausleitung mit Hepar sulfuris
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Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

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Oregano ist offline
Beiträge: 62.677
Seit: 10.01.04
Hallo, nicht der papa,

das Thema wurde schon öfters angesprochen:

http://www.symptome.ch/vbboard/amalg...-sulfuris.html
http://www.symptome.ch/vbboard/amalg...ar-sulfur.html
http://www.symptome.ch/vbboard/amalg...entgiftet.html

Was mich interessieren würde: gibt es dazu positive Erfahrungen?

Gruss,
Uta

Zur Quecksilberausleitung mit Hepar sulfuris

nicht der papa ist offline
Themenstarter Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Zitat von Uta Beitrag anzeigen
Was mich interessieren würde: gibt es dazu positive Erfahrungen?

Gruss,
Uta
Eben. Viel findet man in den von dir geposteten Threads nicht dazu und im letzten meinem Eindruck nach weit mehr zu anderen Fragen als denn der ursprünglichen Eingangsfrage.

Für mich scheint die Einnahme von einigen wenigen Hepartabletten zur Ausleitung auf den ersten Blick eine sehr einfache Methode zu sein.

Ganz abgesehen davon, dass Hepar, wenn auch nicht in D2, so doch zu meinen unverzichtbaren homöopathischen Basics gehört.
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InFlames ist offline
Beiträge: 58
Seit: 02.07.09
Hallo nicht der Papa,

entgiftest du selber mit Hepar sulfuris ?
Hab es mir vor 2 Wochen in D2 besorgt, aber bis jetzt noch nicht wirklich probiert weil mir die Erfahrungswerte fehlen.

Gruss

Zur Quecksilberausleitung mit Hepar sulfuris

nicht der papa ist offline
Themenstarter Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Nein, ich selbst entgifte nicht.
Meine Familie und ich nehmen im Krankheitsfall seit einigen Jahrzehnten hauptsächlich homöopathische Mittel. Ich kann daher nur sagen, dass ich aufgrund vieler guter persönlicher Erfahrungen mit der Homöopathie eine grosser Verehrerin Hahnemanns bin.
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Oregano ist offline
Beiträge: 62.677
Seit: 10.01.04
....
Sie erkennen dann, dass eine Ausleitungstherapie angesagt ist (weil Schwermetalle in eine Form überführt werden müssen, die eine Ausscheidung möglich macht) in Verbindung mit der Suche nach einem besser passenden tiefenwirksamen homöopathischen Arzneimittel. Diese Ausleitung machen wir heute u.a. mit der Kalkschwefelleber als D2 (2x potenzierte Verdünnung), die noch genug materiellen Stoff enthält, um eine Ausleitung von Schwermetallen zu bewirken in Verbindung mit anderen angezeigten therapeutischen Maßnahmen.

Denn auch heute sind Menschen mit vielfältigen Schwermetallbelastungen konfrontiert, angefangen beim Amalgam, verschiedenen Arzneimitteln, die Quecksilber und/oder Aluminium enthalten (Impfungen, Augentropfen), etc.

Schon vor vielen Jahrzehnten fand man die Kalkschwefelleber wirksam bei Vergiftungen durch:

Alkohol:
Hier ist nicht eine durchzechte Nacht gemeint. Es gibt Menschen, die nach Genuß von Alkohol regelrecht erkranken. Bekannt ist hier die sog. Alkoholmigräne, die nichts mit einem Kater zu tun hat.

Arsen:
Früher in Farben enthalten. Ives Klein – ein bekannte Kunstmaler ist an den Folgen dieser Arsenfarben schwer erkrankt

Blei: Bis vor kurzer Zeit noch im Benzin enthalten

Chinin:
Auch heute noch ein Therapeutikum gegen Malaria. Danach können best. Menschen erkranken.

Eisen:
Hier ist nicht eine notwendige Eisenzufuhr und –substitution gemeint. Es gibt Menschen, die nach erhöhter Eisenzufuhr erkranken. Beispielsweise fand ich in der Roten Liste (dem gängigen Arzneimittelverzeichnis): „ Eisenintoxikation: Bei Kindern besonders gefährlich! Hämorrhagische Gastroenteritis.“

Fluor:
Quelle: Pschyrembel 258. Auflage (auszugweise): „Fluor - sehr giftig; bei akuter Intoxikation Erbrechen u. Krämpfe, bei chron. Intoxikation idiopathischer Hypoparathyreoidismus (Ausfällung von Calcium) u. Dentalfluorose“
und:
„Dentalfluorose: Farb- u. Strukturveränderungen des Zahnschmelzes; Urs.: chron. Fluoridzuführung von Dosen über 2mg/d während der Mineralisation der Zähne von der Geburt bis zum 15.Lj. Das Gebiß weist meist generell eine kalkig-weiße Grundfarbe auf (im Ggs. zur üblichen gelblichen). Die befallenen Zähne sind weiß gesprenkelt; in schweren Fällen kann sek. Braunfärbung der Schmelzporositäten u. Defektbildung auftreten.“

Jod:
Wird therapeutisch bei Schilddrüsenstörungen eingesetzt. Derzeit werden Menschen überall mit Jod auch ohne Schilddrüsenstörungen damit in der Nahrung durch jodiertes Speisesalz, etc. konfrontiert. Nur wenige Menschen fragen sich, ob dieses nicht auch schädlich sein kann.

Kaffee:
Wer zum 1. Mal in seinem Leben Kaffee trinkt, verspürt häufig die Wirkung, die Kaffee verursachen kann. Klassisch homöopathisch arbeitende Therapeuten kennen weitere Symptome (z.B. Erwartungsängste, gesteigerte Nervosität, starke Menstruation)

Kupfer:
Früher in Kochtöpfen enthalten. Als Spurenelement ist es für die Blutbildung wichtig. In Überdosierung führt es beispielsweise zu Krämpfen.

Narkotika:
Einige Menschen können Narkotika schwer ertragen. Gegen beispielsweise Procain sind sogar Allergien bekannt.

Quecksilber:
Als Thiomersal in Impfstoffen und Augentropfen enthalten. Bestandteil des Amalgams.

Silicium, Steinstaub:
Bei Bergbauarbeitern ist die „Steinstaublunge“ bekannt.

Tee:
Bei einigen wenigen Menschen kommt es nach Teegenuß zu Unverträglichkeitserscheinungen.

Bisse giftiger Tiere

Dies waren die aus der Literatur (Radar 9.1) bekannten Möglichkeiten der Schwermetallausleitung für die Kalkschwefelleber. Bei weiterer Forschung lassen sich sicherlich noch weitere Möglichkeiten finden.
Amalgamausleitung

Ich denke, wenn man es mit Hepar sulfuris versuchen möchte, sollte man sich die Begleitung eines erfahrenen HomöopathIn suchen.

Gruss,
Uta

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nicht der papa ist offline
Themenstarter Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Zitat von Uta Beitrag anzeigen
Ich denke, wenn man es mit Hepar sulfuris versuchen möchte, sollte man sich die Begleitung eines erfahrenen HomöopathIn suchen.

Gruss,
Uta
Diese Aussage wundert mich insofern, als dass es mir immer so vorkommt, als würden hier sehr viele Menschen mit weit stärker wirkenden Mitteln ohne jegliche ärztliche Unterstützung auf eigene Faust ausleiten.
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Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

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Oregano ist offline
Beiträge: 62.677
Seit: 10.01.04
Da hast Du sicher Recht, nicht der papa. - Aber wenn etliche hier auf eigene Faust ausleiten, heißt das ja nicht, daß das alle so machen.
Und ich bin der Überzeugung, daß - wenn schon klass. Homöopathie - die auch wirklich klassisch mit zusätzlichen Mitteln aus der Naturheilkunde sein sollte.

Gruss,
Uta

Zur Quecksilberausleitung mit Hepar sulfuris

nicht der papa ist offline
Themenstarter Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Zitat von Uta Beitrag anzeigen
Da hast Du sicher Recht, nicht der papa. - Aber wenn etliche hier auf eigene Faust ausleiten, heißt das ja nicht, daß das alle so machen.
Und ich bin der Überzeugung, daß - wenn schon klass. Homöopathie - die auch wirklich klassisch mit zusätzlichen Mitteln aus der Naturheilkunde sein sollte.

Gruss,
Uta
Ich denke, das Sinnvollste wäre, man würde erst seine tatsächliche Belastung checken lassen. Damit man nachher weiß, ob und was es bringt. Und natürlich schadet es nie, wenn man eine kompetente Begleitperson zur Unterstützung hat.

Dass das Ausleiten mit D2 nichts mit Homöopathie in dem Sinn zu tun hat, habe ich extra unten gepostet.
Mit potenzierten Arzneien kann man Quecksilber nicht ausleiten, weil wir kein Ausscheidungsorgan für Schwermetalle haben.
Dem entsprechend ist die Anwendung von Hepar in der D2 kein homöopathisches Verfahren - auch wenn S. Hahnemann es entwickelte und sein Leben lang nutzte. Hier wird die Bindungsreaktion Quecksilber - Schwefel genutzt, um die Ausscheidung zu erzielen (was nichts mit dem Ähnlichkeitsgesetz zu tun hat).
D1 1:10
D2 1:100
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Michel ist offline
Beiträge: 1.195
Seit: 09.04.07
Zitat von nicht der papa Beitrag anzeigen

- Raucher brauchen mit einer Schwermetallausleitung nicht zu beginnen, weil bei ihnen die Ausscheidung blockiert wird. Egal ob mit Dimaval™ oder Hepar sulfuris gearbeitet wird, die Laborkontrollen zeigen geringste Ausscheidungsmengen an.
Ja so stehts geschrieben, da es aber bei allen mir bekannten Rauchern wirkt(mehr Energie, wacher, weniger Herx/Schmerz) kann diese Theorie nicht stimmen

und da Homöopathie bei jedem anders wirkt, muss man selbst das Versuchskaninchen machen, anders geht es nicht.

Aber HS nie stärker als D2 !

Grüßle Michel
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EHRLICH WÄHRT AM LÄNGSTEN ! Ich schreibe ausschließlich meine eigene Meinung, mehr nicht !!!!!


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