Ich fange an die Sachlage etwas ernster zu nehmen...

07.10.09 04:28 #1
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DMPS Test - Risiken?

Blondie76 ist offline
Beiträge: 300
Seit: 20.07.09
Ich möchte hier nochmals klar stellen, dass man von DMPS besser die Finger lässt, wenn man schon dementsprechende organische Probleme hat. So war meine Aussage gemeint. Ich habe nicht geschrieben, dass DMPS kein gutes Entgiftungsmedikament ist. Nur wenn die Schäden durch Schwermetalle bereits sehr groß sind, dann sollte man es besser lassen.
Nicht umsonst bekommt ein guter Internist und Nephrologe die Leute immer mit einem akuten Nierenversagen nach DMPS. Ich habe mittlerweile auch schon von Fällen (natürlich Einzelfälle - aber es wurde ja auch nach Risiken gefragt) gehört, die in einer Umweltklinik nach der Behandlung wochenlang auf der Intensivstation lagen. Die lagen dort bestimmt nicht, weil DMPS so ungefährlich ist.

Mein ganzheitlicher Zahnarzt, der bei mir die massive Belastung mit Amalgam vermutet hat (aufgrund meiner Geschichte) hat mir ganz klar gesagt, dass ich von DMPS (und er macht auch DMPS - Tests) die Finger lassen soll, wenn meine Leber / Nieren bereits Probleme machen. Ich hatte nur die Hoffnung, dass es hinterher besser wird und habe es riskiert. In meinem Fall gingen auch noch andere Sachen schief und ich will hier nicht die ganze Schuld auf das DMPS schieben. Ich habe nur versucht, auf die Risiken aufmerksam zu machen.

Andere Medikamente können auch zu einem Nierenversagen führen oder Organe schädigen. Das muss halt jeder für sich entscheiden und seinen gesundheitlichen Zustand berücksichtigen.

Ich habe einfach durch Zufall einen Beipackzettel zu Gesicht bekommen. Normalerweise (in meinem Fall jedenfalls) macht ein Arzt den Test und man kann den Beipackzettel nicht lesen, sondern vertraut einfach dem Arzt, der den Test macht.

Ich muss mein Vertrauen in behandelnde Ärzte vermutlich mit dem Leben bezahlen (Falschbehandlung durch Zahnärzte eingeschlossen - einem solchigen hatte ich nämlich auch meine Darmentzündung zu verdanken. Er hat mir ein Antibiotika wegen eines eitrigen Zahnes verordnet, das auf der Liste (Pharmazie) an erster Stelle steht, Darmentzündungen auszulösen. Ihr glaubt gar nicht, wie sehr sich der Gastroenterologe aufgeregt hat, als wir endlich dahinter kamen und ich eine ewig lange Behandlung mit Kortison hinter mir hatte (wegen Verdacht auf Morbus Crohn)).

Lg Blondie76

Geändert von Blondie76 (30.10.10 um 20:05 Uhr)

DMPS Test - Risiken?

dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
Zitat von GuitarGuy
Welche Risiken sind wirklich vorhanden?
siehe: www.dmpsbackfire.com dort werden diverse Nebenwirkungen beschrieben die auftraten.

DMPS Test - Risiken?

feuerfux ist offline
Beiträge: 8
Seit: 30.10.10
Blondie76,
um welches Antibiotikum handelt es sich?

LG
feuerfux

DMPS Test - Risiken?

Blondie76 ist offline
Beiträge: 300
Seit: 20.07.09
Das war damals Sobelin. Ich habe es bekommen, weil ich eine Penicillinallergie habe.

DMPS Test - Risiken?

feuerfux ist offline
Beiträge: 8
Seit: 30.10.10
oje
sind denn Deine Darmbeschwerden jetzt besser?

Mein Baby lag auf der Intensiv und bekam dort 5 verschiedene Antibiotika in die Vene gespritzt und seitdem ist sein Darm arg kaputt

DMPS Test - Risiken?
Männlich Bodo
Zitat von GuitarGuy Beitrag anzeigen
Welche Risiken sind wirklich vorhanden?
Hi Karsten.

Beim DMPS-Test sollten die Nieren funktionieren, da DMPS diese sehr robust chelatiert.
Das ist einerseits sehr gut, da bei chronischen Metallintoxikationen dort bis zu 90% deponiert ist,
anderseits darf natürlich keine Niereninsuffizienz vorliegen - dann hilft nur eine Apherese.

Zusätzlich ist ratsam, zuvor einen Allergietest auf das Schwefelsalz Dimercaptan zu machen.
Die meisten Nebenwirkungen bei schwefelhaltigen Chelatbildnern sind allergischer Genese:

In den meisten Publikationen und unveröffentlichten Fallberichten werden keine Nebenwirkungen
von DMPS beschrieben. Vielmehr wird oft explizit darauf hingewiesen, dass die Therapie gut
vertragen und keine unerwünschten Reaktionen beobachtet wurden.

DMPS hat, wie es für schwefelhaltige Chelatbildner bekannt ist, ein relativ
hohes Allergiepotential. Möglicherweise liegt eine Beeinflussung des
Komplementsystems durch die SH-Gruppen zugrunde.
Bei den meisten unerwünschten Reaktionen von DMPS
handelte es sich deshalb um allergische Reaktionen.“



HGB

DMPS Test - Risiken?

Cheyenne ist offline
Beiträge: 2.011
Seit: 01.12.08
Ich vermute mal, für die Nieren macht es keinen Unterschied, ob intravenös oder oral gearbeitet wird. Die Belastung ist vermutlich gleich hoch, richtig?

Nierenwerte schlagen nach meinen Kenntnisstand erst dann an, wenn die Nierenfunktion deutlich reduziert ist. Macht es Sinn feinere Marker wie Cystatin zu untersuchen, um eine eventuelle Nierenschwäche auszuschließen? (Wurde mir ärztlicherseits erzählt).

Was ist denn eigentlich die Alternative, wenn ein DMPS Test aus nierentechnischen Gründen nicht in Frage kommt, wenn eine Schwermetallvergiftung/belastung krankenkassensicher nachgewiesen werden soll? Beim DMSA Test gibt es, wenn ich richtig verstanden habe, keine Grenzwerte.

Lg
Cheyenne


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