Glühbirnen-Aus wird zur Farce

24.08.09 22:40 #1
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Glühbirnen-Aus wird zur Farce

zarandra ist offline
Beiträge: 37
Seit: 23.08.09
Hallo Planer. Ich bin auch kein Fan von Energiesparlampen, weil mir einfach das Licht nicht gefällt. Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass das mit dem Quecksilber in Energiesparlampen wohl eher in die Ecke Panikmache gehört.

Und ich bin sonst jemand, der wirklich schlechte Erfahrungen mit Quecksilber hat und von meinen Amalgamplomben und meinem Fiebermesserunfall hatte ich auch mittelschwere Langzeitvergiftungen. Allerdings war da die Menge um ein vielfaches höher.

5mg Quecksilber (Grenzwert bei Energiesparlampen) als Worst-Case-Szenario (Lampenbruch) ist einfach zu wenig, um wirklich ernstgenommen zu werden. Vor allem sind Unfälle auch unwahrscheinlich, Kinder kommen kaum an die Lampen ran und bei richtigem Verhalten nimmt man von den 5mg nur noch einen kleinen Bruchteil auf.

Da ist die jährliche Quecksilberbelastung mit Fisch, Meeresfrüchten, Innereien, Pilzen und auch Milch wirklich um einiges höher. Ich bin kein Fan vom "jedes mg Schadstoff ist zuviel"-Spruch. Ansonsten dürfte man auch kaum mehr was essen, nur in teuren Häusern auf dem Land wohnen, nur die besten Möbel kaufen und Auto oder Zug dürfte man gar nicht fahren.

Mir geht es nur darum, den schlimmsten Schadstoffquellen (z.B. Amalgamfüllungen, billiges Brennholz) auszuweichen bzw. sie in Schach zu halten (z.B. Schimmel). So komme ich gut durchs Leben und mehr will ich nicht tun, weil ich auch sonst noch leben will.

Glühbirnen-Aus wird zur Farce

zarandra ist offline
Beiträge: 37
Seit: 23.08.09
Und eben, 5mg Quecksilber entspricht der Menge, die auch in 5kg Thunfisch enthalten ist. Allerdings mit dem Unterschied, dass man unmöglich die ganze Menge an Quecksilber bei einem recht unwahrscheinlichem Unfall einatmet.

Angenommen, man würde 20% einatmen (was ich schon für recht viel halte), dann entspräche das noch der Menge von 1kg Thunfisch. Wenn man aber auch gleich ausgiebig lüftet und das Zeug entsorgt, ist die Menge sogar noch geringer.

Klar ist es ein Unfall, aber es ist ein kleiner Unfall.

Im Wohn-/Arbeitsumfeld kann der Baubiologe hilfreich sein

Die hoch- und niederfrequenten Felder von Telefon, WLAN, Mobilfunk, Babyphone usw. aber auch die häusliche Elektroinstallation sowie Lichtsysteme können nicht nur bei sensiblen Menschen zu gesundheitlichen Problemen führen.

Besonders die Orte, an denen wir uns lange aufhalten, sollten möglichst frei von solchen Störungen sein. Das ist vor allem unser Schlafplatz, wo wir uns normalerweise einen Drittel des Tages aufhalten und zudem ungestört regenerieren und Energie tanken wollen, aber auch unser Arbeitsplatz.

Baubiologen können solche Störungen messen und Lösungen zur Beseitigung empfehlen.
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Planer ist offline
Beiträge: 1.735
Seit: 06.08.09
Hallo zarandra,

Zitat von zarandra Beitrag anzeigen
Da ist die jährliche Quecksilberbelastung mit Fisch, Meeresfrüchten, Innereien, Pilzen und auch Milch wirklich um einiges höher. Ich bin kein Fan vom "jedes mg Schadstoff ist zuviel"-Spruch. Ansonsten dürfte man auch kaum mehr was essen, nur in teuren Häusern auf dem Land wohnen, nur die besten Möbel kaufen und Auto oder Zug dürfte man gar nicht fahren.

Mir geht es nur darum, den schlimmsten Schadstoffquellen (z.B. Amalgamfüllungen, billiges Brennholz) auszuweichen bzw. sie in Schach zu halten (z.B. Schimmel). So komme ich gut durchs Leben und mehr will ich nicht tun, weil ich auch sonst noch leben will.
hierbei stimme ich Dir völlig zu, wobei ich es Luxus nenne, auf dem Land in einem Haus mit möglichst wenig Schadstoffemissionen zu wohnen und nur teures = bestes Brennholz zum Heizen zu nutzen.

Diesen Luxus leiste ich mir, dennoch schützt dieser Luxus nicht vor schweren Erkrankungen...

Um aber nochmal zurück zum Thema zu kommen: die Akkumulation von Giftstoffen ist das gefährliche an dem Thema. Hierbei tritt die eine zerbrochene Kompaktleuchtstofflampe sicherlich in den Hintergrund. Vernachlässigen, als möglichen Triggerpunkt, möchte ich sie nicht. Und an der Stelle rate ich einfach zur Vermeidung, wenn jemand sich darüber Gedanken machen möchte.

Von der Qualität des Lichtes und den damit verbundenen Auswirkungen auf die Sehnerven und die Psyche mal ganz abgesehen.

Liebe Grüsse
Frank
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** Ich probier´s erst einmal, bevor ich sage das geht nicht... **

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zarandra ist offline
Beiträge: 37
Seit: 23.08.09
Schlussendlich gibt es keinen Schutz vor Krankheiten und Tod. Damit muss man nun mal leben. Im Ernst, auch ich bin dafür, dass man so richtig schlimmen Sachen aus dem Weg geht. Nur steckt die richtige Gefahr nicht in den Energiesparlampen. Jedenfalls nicht, was die Hg-Belastung angeht. Mehr habe ich nicht geschrieben , weil ich mich sonst diesbezüglich zu wenig auskenne.

Man sollte einfach immer die Ruhe bewahren und nicht zu panisch werden. Ich hatte mal eine Phase, in der ich nichts mehr vom Wald gegessen habe, da naturbelassene Lebensmittel radioaktiv sind. Auf einmal kam ich darauf, dass beispielsweise die Radonbelastung, von der ich vorher noch nie gehört habe, in vielen Häusern sehr viel höher ist als die Strahlung von den Lebensmitteln. Und dann habe ich auch gelesen, dass beispielsweise Waldbeeren zwar radioaktiv sind, aber da die Inhaltsstoffe der Beeren so gut sind, sind sie sogar ein wichtiger Schutz gegen Krebs und Radioaktivität. Und so war mein voriges Verhalten sogar kontraproduktiv.

Was ich eigentlich sagen möchte ist, dass es zwar sehr gut ist, wenn man selbst kritisch ist, aber viele übertreiben es. Am Allerkomischten finde ich dann Menschen, die hinter allem eine grosse Weltverschwörung sehen, da anscheinend irgendwelche dunkle Gestalten in Hinterräumen Konferenzen halten und möchten, dass die ganze Gesellschaft langsam dahinstirbt. Allerdings sind das dann meistens auch genau diejenigen Menschen, die jeden Tag zwei Päckchen Zigaretten rauchen, ihre Leber mit Alk ohnehin schon überstrapaziert haben und auch in den bösen Nichtraucherkampagnen die gleichen Hintermänner vermuten aus welchem Grund auch immer.

So nun wünsche ich einen schönen Feierabend und liebe Grüsse

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Rübe ist offline
Beiträge: 3.257
Seit: 22.11.07
Jetzt mein:
Ja aber, muss das denn unbedingt sein, dass man eines der giftigsten nichtradioaktiven Elemente zigtausendfach in die Häuser der Menschen bringt?

Definitiv nein! Denn es geht auch anders.
Und wo landet das Zeugs, wenn die Birne nicht mehr verwendet wird?!
Irgendwo muss es ja hin.
Aber vielleicht heißt´s ja hier auch mal wieder: Aus den Augen aus dem Sinn, nicht wahr?!

Gruß
Rübe
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Der Gesunde hat viele Wünsche, der Kranke/Vergiftete nur einen!

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zarandra ist offline
Beiträge: 37
Seit: 23.08.09
Hallo Rübe!

Ja, da hast Du wirklich Recht. Je länger ich darüber lese und nachdenke, desto dümmer finde ich die Energiesparlampen. Aber ich wollte ja keine Stellung dazu nehmen, ob ich Energiesparlampen nun toll finde oder nicht. Ich wollte nur auf die Thematik "unmittelbare Quecksilberbelastung in den eigenen vier Wänden" eingehen. Aber vielleicht bin ich diesbezüglich nun schon etwas überreizt, weil ich eben ziemlich quecksilberbelastet bin und mir langsam die Lust am Entgiften vergangen ist.

Liebe Grüsse

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Rübe ist offline
Beiträge: 3.257
Seit: 22.11.07
Ich sag´s ja schon lang, die Welt ist krank bzw. nicht die Welt ist krank, der Mensch ist es.
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o0Pascal0o ist offline
Beiträge: 182
Seit: 17.05.09
Wieso haben Halogenlampen höhere UV-Strahlung(ist doch auch nur ein Glühfaden wie in einer Glühbirne - nur in einem Gas), wie hoch ist diese im Vergleich zur Sonnen-UV-Strahlung ca.?

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Planer ist offline
Beiträge: 1.735
Seit: 06.08.09
...schau mal hier - alles relativ leichtverständlich beschrieben:

Long Life for Art

Zitat daraus:

Durch die höhere Temperatur der Glühwendel ist das Spektrum der Halogenlampen gegenüber den Glühlampen etwas in den kürzerwelligen Bereich verschoben und im Uhrzeigersinn gekippt. Es enthält einen geringeren Infrarotanteil, einen höheren UV- und Blauanteil. Auch die Wellenlängen der UV-Strahlung verschieben sich in Richtung der gefährlicheren kurzwelligen UV-Strahlung So erklärt es sich, dass Halogenlampen zwar, in µW/lumen gemessen, zwar nur etwa 50% mehr UV-Strahlung aussenden als Glühlampen, die Lichtschäden aufgrund die kurzwelligeren Strahlen jedoch viermal so stark sind wie bei Glühlampen (Michalski 1987).
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Planer ist offline
Beiträge: 1.735
Seit: 06.08.09
Zitat von o0Pascal0o Beitrag anzeigen
Wieso haben Halogenlampen höhere UV-Strahlung(ist doch auch nur ein Glühfaden wie in einer Glühbirne - nur in einem Gas), wie hoch ist diese im Vergleich zur Sonnen-UV-Strahlung ca.?
Du meinst, Du möchtest die durch eine Glühlampe entstehende UV-Strahlung mit der UV-Strahlung der Sonne im Freien vergleichen? Weil UV-Strahlung der Sonne hinter einer Scheibe ist denkbar gering. Zudem ist die Strahlungsstärke abhängig vom Abstand des bestrahlten Körpers zur Strahlungsquelle.

Da kann man keine vernünftigen Vergleiche (jedenfalls so theoretisch) ziehen.

Ansonsten würd ich mal abschätzen: Halogenglühlampe in der Schreibtischleuchte mit einem Abstand von 50 cm zu den Unterarmen vs. Sonnenlicht mittags im Sommer im Freien auf die Unterarme: ca. 1 : 10.000 für das UV-Licht.
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