Tilidin Sucht (Schmerzmittel)

30.01.07 22:13 #1
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Tilidin Sucht (Schmerzmittel)

answer ist offline
Beiträge: 465
Seit: 09.06.09
hallo maia,
ich habe Schlafmittel gegen Schmerzen und Depris genommen und zwar viele.
Auch ich bin ein willensstarker Mensch, aber der Krebs hat mich in die Knie gezwungen, er hatte mich voll im Griff. Ich bin nun nicht mehr immer stark, wie du auch schreibst, das muss man erstmal annehmen, nicht immer die Gebende zu sein.
Schön, dass es dir z. Z. gut geht.
Liebe Grüsse
answer

Tilidin Sucht (Schmerzmittel)

maia ist offline
Beiträge: 13
Seit: 30.10.09
hi answer,

weißt du man kann eh nichts an seinem schicksal ändern ich bin froh das ich lebe und noch meine zukunft leben kann auch wenn es nicht immer rosig sein wird.
es gibt schlimmere schicksalsschläge, deshalb bin ich "froh" das ich nur die krankheiten habe die zwar immer bleiben mich aber leben lassen.
du hast auch ne sch... zeit hinter dir aber ich hoffe du hast den krebs besiegt
liebe grüße maia

Bei Drogensucht kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Wenn man wirklich aufhören möchte, Drogen zu konsumieren, dann ist die aufdeckende Hypnosetherapie eines der effektivsten Instrument, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Sie wirkt da, wo die Sucht entstanden ist, nämlich im Unterbewusstsein.

Wenn erst einmal die emotionale Ursache für das Suchtverhalten aufgefunden und neutralisiert wurde, kann der Mensch wieder suchtfrei leben. Aber wie erwähnt muss der Wunsch nach Veränderung vorhanden sein. Niemand kann mit Hypnose dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was er selber nicht wirklich möchte.
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Tilidin Sucht (Schmerzmittel)

Marion 1966 ist offline
Beiträge: 2
Seit: 13.01.10
Hallo zusammen!

Ich habe vor ca. 4 Jahren 2 Jahre Tilidin in Verbindung mit Tetrazepam genommen. Ich habe am Anfang 1 Tablette Tetrazepam und 10 Tropfen Tilidin genommen. Da ich wahnsinnige Schulterschmerzen habe, konnte ich mir nicht anders helfen. Mein damaliger Hausarzt hat mir diese Kombination verschrieben. Ich hatte keine Ahnung, dass das Zeug abhängig macht. Ich musste die Dosis erhöhen und kam zu letzt auf 10 Tetrazepam am Tag und 400 Tropfen Tilidin. Ich hatte wahnsinnige Entzugserscheinungen und habe dann den Hausarzt gewechselt. Ich habe den Entzug in einer Klinik gemacht. Ich war 9 Wochen dort, aber seitdem nehme ich dieses Zeug nicht mehr. Ich bin bei einem Schmerztherapeuten, weil die Schmerzen nicht weg sind und er hat mir Trancolong verschrieben. Die nehme ich jetzt seit 3 Jahren und die machen nicht abhängig. Kann ich eigentlich empfehlen. Ich kann damit arbeiten ohne Schmerzen. Ansonsten bekomme ich Massage und Fango. Ich hoffe, ich konnte helfen. Wenn Fragen sind, kann ich euch gerne weiterhelfen.

Viele Grüße Marion

Tilidin Sucht (Schmerzmittel)

Will hier raus ist offline
Beiträge: 4
Seit: 04.10.09
liebe marion danke für deine offenen zeilen. ich liebe dich. auch wenn ich dich ned kenn. glg, dave

Tilidin Sucht (Schmerzmittel)

Marion 1966 ist offline
Beiträge: 2
Seit: 13.01.10
Hallo ich will hier raus!

Wenn du abhängig bist, empfehle ich dir schnellstens zum Arzt zu gehen. Mache bloß keinen kalten Entzug, d.h. alleine ohne Hilfe. Das wird viel schlimmer als in der Klinik sein. Wenn du Erfolg hattest, dann kannst du ja mal schreiben. Viel Erfolg.

Viele Grüße Marion

Tilidin Sucht (Schmerzmittel)

fender ist offline
Beiträge: 6
Seit: 07.02.10
Hallo liebe Forenmitglieder,

Bin 47 Jahre alt, habe zwei Kinder und lebe getrennt. Habe hier jeden! einzelnen Beitrag zum Thema Tilidin gelesen und mir wird so einiges klar. Hier meine Story:

Ich rauche seit 30 Jahren, trinke Alkohol seit 30 Jahren, war 15 Jahre Canabisabhängig, war 8 Jahre Kokainabhängig, 2 Jahre Opiumabhängig, hab einmal Heroin gespritzt bekommen, hab 8 Jahre lang mit LSD, Pilzen, Valium und Ephidrin, Morphium und alles was es sonst so gab experimentiert. Also das, was man eine Drogenkariere nennt.

Ich habe selber den Entzug von Cannabis, Kokain und Opium gemacht (dies ist jetzt ca. 15 Jahre her). Habe aufgehört Drogenexperimente zu machen ( ca. 20 Jahre her). Habe 6 Jahre lang keinen Tropfen Alkohol mehr angerührt (auch ohne Hilfe).

Seit ca. 8 Jahren trinke ich wieder Alkohol. Zuerst sehr selten und wenig und zuletzt wieder bis zu 6 Bier am Tag. Dazwischen wieder mal ein Tag Pause oder Tage an denen ich nur ein Glas Wein trinke. Aber mein Konsum ist zu hoch.

Ich bin mir inzwischen sicher, dass ich eine sehr hohe Affinität zu Drogen habe und ein sehr hohes Suchtpotential besitze. Ich merke sofort wann ein Genuss bei mir zur Sucht wird und von welchen Stoffen ich süchtig werde. So drossle ich derzeit auch den Kaffekonsum. Auch beim Alkohol versuche ich vernünftiger zu werden. Das Rauchen konnte ich bisher nicht länger als drei Tage sein lassen, auch wenn mich der Nikotinkonsum eigentlich echt ankotzt, davon komm ich erstmal nicht los (irgendwann schaff ich auch das).

Habe eine Autoimunkrankheit und Rheumatische Erkrankungen sowie eine weiche Wirbelsäule und die meisten meiner Nervenkanäle an den Austritten sind verengt. Dies bedeutet offtmals viele Schmerzen. Habe kurzfristig ein Rheumatherapie mit Cortison und den anderen Verdächtigen gemacht. Inzwischen nehme ich nur noch wenn es hart kommt Diclo. Ich leide unter Depressionen (wie so viele)

Soooo, und jetzt zum Tilidin:

vor einigen Monaten habe ich unerträgliche Schmerzen bekommen und konnte vor lauter Schmerzen nicht mehr klar denken. Letztendlich bin ich dann während der Arbeit vor Schmerzen zusammengebrochen und lag ca. eine Stunde vor schmerzen am Boden bis mich jemand gefunden hatte und den Notarzt alarmiert hat. Man hat mir irgendein starkes Schmerzmizttel gespritzt und ich war bald wieder auf dem Damm.

Am nächsten Tag bin ich zu meinem Hausarzt gegangen und der hat mir Tilidin verschrieben. Er hat mich ausdrücklich darauf hingewiesen dass das Zeug ein hohes Suchtpotential hat. Nach zwei Fläschchen von dem Teufelszeug war ich abhängig, das hab ich wirklich sofort gemerkt. Endlich konnte ich wieder klar denken hatte Power konnte Schuften wie ein Tier, mir ging es blendend. Bereits beim 5 Fläschchen hab ich 4 mal am Tag 30 Tropfen genommen. (verglichen mit einigen Schilderungen hier ist das Lächerlich wenig) Ich bekam ein schlechtes Gewissen, da ich wusste das ich abhängig war. Gedanken kreisten darum wann ich die nächste Dosis einnehme, was ich meinem Arzt sagen musste um bald das nächste Fläschchen zu bekommen. Gedanken meinen Arzt anzulügen und zu sagen ich hätte das Fläschchen verloren, Gedanken den Arzt zu wechseln. Meine Kinder anzulügen und zu sagen ich würde Hustensaft nehmen.

Was ich damit sagen will?:

Ich nehme das Zeugs seit ca. 4 Monaten und habe bereits nach drei Wochen das hohe Suchtpotential erkannt. Dies verdanke ich meiner scheiß Drogenkariere (anscheinend war sie doch zu was nütze). Also suche ich so schnell wie möglich, bevor es zu spät, ist den Absprung.
Ich bin zu meinem Arzt gegangen und hab ihm offen gesagt dass ich das Zeugs mehr zur Steigerung meiner Befindlichkeit benütze als zur Unterdrückung von Schmerz. Ich hab Ihn gebeten mir ein SSRI zu verschreiben gegen meine Depressionen und auch noch ein Fläschchen Tilidin abgezockt.

Ich werde es versuchen da so schnell wie's geht wieder wegzukommen.

+++++Warnung+++++:

Ich kenn mich mit Drogen wirklich aus und ich weiß wie sie funktionieren. Tilidin ist ein Wolf im Schafspelz. Es gehört unter das BtmG, das ist mein Ernst. Es ist vom Suchtpotential so schlimm wie Kokain,
zumindest bei mir! Ich werde es schaffen und Ihr werdet es auch schaffen! Stay clean

Liebe Grüße Fender

Tilidin Sucht (Schmerzmittel)

answer ist offline
Beiträge: 465
Seit: 09.06.09
Hallo Fender,
bei mir ist das Tillidin nicht so suchtbehafetet wie Zopiclon (Schlafmittel).
Tillidin kann ich nach ca. 4 Jahren regelmässiger Einnahme innerhalb 3 Tagen ausschleichen, ich schwitze dann, wenn ich es brauchen würde. Da habe ich wohl Glück.
Allerdings komme ich nicht vom Zopiclon los, ich habe eine stationäre Entgiftung durchgeführt und war clean, sowohl vom Tillidin als auch vom Zopiclon. Nach 10 Wochen bin ich wieder bei Zop. gut dabei. Auch hier ist es nicht nötig, dass ich es nehme, es ist die Sucht, die mich zwingt. So ähnlich hattest du es ja auch geschrieben.
Alkohol und Zigaretten habe ich noch NIE zu mir genommen.
Ach, es ist so schwer, wieder ein zufriedenes Leben zu führen. Ich habe seit 7 Jahren Krebs, aber im Moment ist hier Stillstand, ich könnte, also zufrieden sein. Bin ich ja auch, aber nur mit Tillidin und Zopiclon und damit auch nicht
wirklich.
Gib nicht auf, Till. schaffst du.
Gruss
answer

Tilidin Sucht (Schmerzmittel)

fender ist offline
Beiträge: 6
Seit: 07.02.10
Hallo Answer,

das mit Deinem Krebs tut mir echt leid und hoffe Du besiegst ihn!

Gott sei Dank kann ich super einschlafen (mit Kinder-CD's) und wache selten
nachts auf. Ich brauche also keine Schlafmittel.

Ich drück Dir die Daumen, dass Du es schaffst davon loszukommen.

Hatte gerade hier einen ellenlangen Beitrag schreiben wollen und der PC ist
abgestürzt...war wohl besser so.

Gruß, auch aus Stuttgarter Raum
fender

Tilidin Sucht (Schmerzmittel)

wegsucher ist offline
Beiträge: 15
Seit: 20.03.10
Hallo alle zusammen,

ich bin neu hier und hab mich schon vorgestellt. Dachte ich zumindest. Irgendwie komm ich hier nicht zurecht.
Ich hoffe ich schreib die Zeilen nicht wieder vergebens. Bin wohl zu blöd oder bin schon so vergiftet, dass ich die einfachsten Sachen nicht auf die Reihe bringe.

Ich bin Tilidin süchtig und muss sofort damit aufhören. Ich habe Tilidin vor ca. zwei Jahren nach einem schweren Autounfall bekommen. Obwohl ich wieder gesund geworden bin, bin ich auf Tilidin hängen geblieben. Ich habe Fragen nach dem ich Eure Beiträge gelesen habe. Was heißt Ausschleichen lassen? Gibt es zwei verschiedene Arten von Tilidin? Ich hatte immer das mit dem Zusatzwirkstoff Naloxon. Ist das leichter zum Absetzen?

Ich hoffe meine Zeilen gehen nicht wieder verloren. Bitte entschuldigt wenn ich mich an einer falschen Stelle eingebracht habe.

Vielen Dank!

Tilidin Sucht (Schmerzmittel)

answer ist offline
Beiträge: 465
Seit: 09.06.09
Hallo Wegsucher,
willkommen hier, in diesem Forum bist du sicherlich gut gelandet.

Ich habe versucht den sogenannten kalten Entzug zuhause zu machen. Z. T. war ich erfolgreich, aber ich bekam einen sehr hohen Blutdruck, es war einfach sehr schwer, zumal ich noch Schlafmittelabhängig war. Dann war ich 8 Wochen stationär in einer psychosomatischen Klinik, dort ging es wirklich sehr viel einfacher.
Ausschleichen heisst, wenn du jetzt 3 mal täglich 30 Tropfen nimmst, bekommst du, bzw. bekam ich, dann 3 x täglich 29 Tr. In Abständen von 3 Tagen ging man um einen Tropfen runter. Die psychotherapeutischen Gespräche waren auch sehr wichtig.
Solltest du noch Fragen haben, melde dich, du kannst mir gerne auch eine PN schicken.
gruss
answer

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