Mobbing - Straftatbestand

21.06.10 13:15 #1
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zerosun ist offline
Beiträge: 5
Seit: 04.06.10
Guten Tag

Ich werde von meiner Familie gemobbt und von Sozialbehörden co-gemobbt, sprich die machen gemeinsame Sache. Bin seit bald 4½ Jahren faktisch und reell enteigent, habe nur noch den Staubsauger meines durchschnittlichen 2Zi-Hausstandes bei mir, der Rest ist eingelagert.

Die Ärzte mit denen ich zu tun hatte oder mir angeraten wurde mit ihnen zu tun haben zu müssen, bagatellisieren, dulden, tolerieren und decken Mobbing.
Mobbing wird als Kavaliersdelikt angesehen, das ist es aber nicht.

Wer war schon in der selben oder einer ähnlichen Situation und kann mir konkrete Adressen vermittlen die wirklich geholfen und sich vor allem konkret und ohne falsche Spielchen einfach nur zielgerichtet und lösungsorientiert für das Opfer eingesetzt haben, bis die Ordnung wieder hergestellt war.

Das ganze spielt sich in der Stadt Zürich ab, also kommen Adressen auf die auf den offiziellen Webseiten der Stadt Zürich verlinkt wird, schon mal nicht in Frage.

Ich will nach bald 4½ Jahren dringendst Land sehen können.

Ich bin sehr dankbar für Hinweise.

Geändert von zerosun (22.06.10 um 11:22 Uhr)

Mobbing - Straftatbestand

Sonora ist offline
Beiträge: 3.012
Seit: 10.09.08
Hallo zerosun!

Leider kann ich dir nicht helfen, da ich nicht in der Schweiz wohne. Aber ich habe das Gefühl, um dir beizustehen, müsste man mehr über die ganze Angelegenheit wissen. Kannst du uns nicht noch irgendwelche Details erzählen, wie die ganze Angelegenheit entstanden ist?

Liebe Grüße
Sonora

PS: Schön, dass du zu uns gefunden hast!

Mobbing - Straftatbestand ?

zerosun ist offline
Themenstarter Beiträge: 5
Seit: 04.06.10
Hallo Sonora, danke für Deine nette Antwort

Du fragst nach Details wie die Angelegenheit entstanden ist.
Das ist gar nicht so einfach da gibt es gleich 2 wesentliche Vorgeschichten welche das "Fundament" bilden.

Die unmittelbar zugrundeliegende Vorgeschichte (man könnte sagen der Auslöser) : ich war 4 Jahre von 2002 bis 2005 in einer Beziehung mit einer MS-Patientin (Gehen gar nicht mehr möglich, 1 Arm/Hand normal, der andere auch beeinträchtigt, aber doch insgesamt eher stabiler Verlauf ohne heftige Schübe), eine unglaubliche Tragödie betr. dieser schlimmen Krankheit, ich war dem nicht mehr gewachsen, meine Überforderung war schleichend, ich habe die Zeichen nicht ignoriert (in Isolation gerutscht, keine Small-Talk Themen mehr nur noch Problem-Talk) war jedoch total überfordert um Hilfe für mich zu finden, die sie nicht ausschloss, sprich sie miteinbezog. Ich war finanziell abhängig von ihr, und sie war "emotional" abhängig von mir. Ich hätte da viele Rollen innegehabt, die nichts mit der Definition von Partnerschaft zu tun haben, wurde mir erklärt.

Da ich (Jg.67) nach der Flucht aus meinem Elternhaus mit 20 nie ein stabiles Soziales Netz hatte, hatte ich mich Ende 2005 in meiner Ausweglosigkeit und Verzweiflung wider besseres wissen an meine Eltern gewandt, da ich wieder total isoliert war.

Ich war völlig am Ende, wusste nicht mehr was ich denken soll, ich habe die Frau buchstäblich in ihrem Rollstuhl sitzen gelassen, die Frage warum wir uns begenet sind führte zu keiner Antwort. Ich dachte auch an Suizid.

Somit komme ich zur länger bestehenden Vorgeschichte welche mein Leben nachwievor massgeblich bis hin zur aktuellen Mobbing-Realität prägt.
Das hat in meiner Kindheit angefangen :

Als Einzelkind unter dem Dach meines Elternhauses sass ich regelmässig in meinem Kinderzimmer und wartete bis es vorüber war : Die Gewalt zwischen meinen Eltern, bis jeweils der Verputz um den Küchentürrahmen bröckelte.
In dem Moment als meine Mutter bei einem dieser Krachs das Küchenfenster aufriss und aus voller Kehle in die Einfamilienhausnachbarschaft schrie : "Hilfe de xxxxx spennt", nahm ich damals mein Taschenmesser, klapte die längste Klinge aus und legte dieses auf die Ecke der Tischkante, auf dass ich es schnell ergreiffen können würde. Ich kann mich so genau erinnern. Ich weiss nicht wie alt ich da genau war, aber das war Anfangs Unterstuffe, also ca. 2 Kopf kleiner als Erwachsen.

Physische Gewalt gegen mich war ein etabliertes Erziehungsmittel. (Ich hatte aber auch eine POS/ADS Thematik)

Nach meiner Flucht aus meinem Elternhaus bei der erst besten Gelegenheit, mit 20, in eine eigene Wohnung (von einem Arbeitskollegen übernommen) wachte ich nachts wiederholt schweissnass auf, kreisende Gedanken immer dieselben : "ich habe keinen einzigen Kollegen, wie finde ich jemals eine Freundin, was stimmt nicht mit mir". - Was mit mir nicht stimmte, war das "Soziale Anschlussvermögen", bis hin zu Vermeidungsstrategien um nur ja nicht in den Verkaufsladen gehen zu müssen, ständig unwohl und einsam unter Menschen, ich hätte mich am liebsten immer verkrochen und doch war die Isolation zuweilen auch fast unerträglich wenn ich alleine war, manchmal doch aber auch das kleinere Übel (Ambivalenz). (Meine erste Beziehung hatte ich dann erst im Alter von 32. Die MS-Beziehung war dann erst meine 2.te Beziehung)

Ca. mitte 20 habe ich einen Weg gefunden etwas über mich und meine Situation zu begreifen, anfangen können zu verstehen was mit mir nicht stimmt und woher sowas kommt. Mit Themenbezogenen Büchern, von Psychologiefachmenschen.

Dann habe ich den Fehler meines Lebens gemacht :
ich habe meine Eltern (damals rethorisch noch sehr ungelenk) direkt darauf angesprochen. Ich hatte plötzlich "sowas wie echt" angefangen zu kommunizieren, an diesen atmosphärisch so seltsamen Sonntagen wo unausgesprochen erwartet wurde, dass ich die in meinem Elternhaus verbringe, ich hatte versucht mich mitzuteilen wie es mir geht, und hatte zur Frage gestellt, woher meine Probleme kommen und ob die evtl. mit meiner Kindheit zu tun haben.
Damals war mir der grundsätzliche Faktor der Gewalt und die ganze Gewaltkonstellation in der Familie sprich solche Bezeichnungen und Adressierungen aber noch nicht bewusst.

Lange Rede kurzer Sinn : meine Eltern gingen in eine knallharte Abwehr, und blockten total ab "wir haben dir alles gegeben : Essen, Kleidung, Obdach". Kurzum all die Gewalt die ich als Kind als Zeuge erlebt habe, sowie die Gewalt gegen mich (auch Kasernenton d.h. nicht kindgerechte verbale Gewalt wie "los nemm de Fenger zom A... us" etc.) und Umstände wie : dass ich ich bei jedem Krach meiner Eltern die Angst hatte, dass die Nachbarn das mitbekommen (sog. fremdschämen), haben also gemäss meinem Vater überhaupt rein gar nichts mit meinem scheitern im Leben und mit meinen Problemen betreffend des sozialen Anschlussvermögens zu tun, aufgrund dieser Probleme, ich mich in der Arbeitswelt nie etablieren konnte und den Platz im Leben nicht gefunden habe. Immer wieder Jobs geschmissen und ich konnte "wieder atmen".

Da wurde also ziemlich fundamental der Ehrlichkeit und der Wahrheit über meine Kindheit mit Leugnen begegnet. Das hat alles noch viel schlimmer gemacht.

Das führte zum jahrelangen schwelenden Konflikt, und ich war nicht mehr OK. Ich meine sogar, ich war sowieso nie so richtig OK, sobald ich für ein aus mir selber entstandenes Interesse, Begeisterung zeigte, wurde das kritisiert, hat offensichtlich nicht in die Vorstellungen meiner Eltern über mich gepasst.
Sog. emotionale OK's waren eine absolute Rarität, und höchstens mal wenn ich mich ganz vorbildlich fügte und anpasste.


Als ich mich Ende 2005 in meiner Verzweiflung und Ausweglosigkeit an meine Eltern wandte, (Nicht wusste wem ich mich sonst anvertrauen kann) haben sie Versprechen gemacht mir zu helfen, womit sie aber auch mein Schweigen erkaufen wollten "mer hälfe der aber denn wämer vo alldem nüt meh ghöre" alldem = meine Kindheit.
Auf anraten meines Vaters "chönd di Wohnig si esch z'tür mer hälfe der" , habe ich meine Wohnung im Dez 2005 mit heftigsten Magenkrämpfen gekündigt. Wahnsinn, mein Bauch hatte mich überdeutlich gewarnt und ich sah trotzdem keine andere Wahl, ich war in dieser Zeit total durcheinander. Der Konflikt war natürlich aufs neue entbrannt und loderte mehr denn je zuvor. Nicht, "ich bin OK du bist OK", sondern "nicht OK nicht OK"


Da ich im März 2006 obdachlos war, diese Hilfsversprechen wohl gar nicht ernst gemeint waren und wieder nur noch Streit war, weil keine lautere Einigung möglich war, und weil POS/ADS ein beliebtes Ausweichthema in der Familie ist, ging ich stationär zwecks ADS-Abklärung in eine psychiatrische Privatklinik am rechten Seeufer. Da wurde gesagt dass ADS eine Ausschlussdiagnose sei, somit erhielt ich die Diagnosen Soziale Phobie, narzisische Persönlichkeitsstörung, reaktive Depression, ob ich zu den ADS'lern gehöre die auch im Erwachsenenalter noch davon beeinträchtigt sind, weiss ich nicht.

Einige eher typische Symptome dieser Diagnosen, hat mir mein Vater jeweils
und das jahrelang ab mitte 20, quasi systematisch zum Vorwurf gemacht.

Ganz sicher wollte ich mit Hilfe dieser Fachleute auch meine Kindheit thematisieren und den Familienkonflikt ordnen und bekam Sachen zur Antwort wie "aber sie sind doch jetzt kein Kind mehr" und dergleichen. Es ist wirklich kaum zu glauben.

Auf der Station wo ich war wollten mir Medis verkauft werden, bevor eine gesicherte Diagnose auf dem Tisch war, um Gesprächstherapie musste ich 3 Monate kämpfen, und dann hat die recht junge Psychologin viel zu oft einfach nur geheimnisvoll gelächelt (nachhaken brachte nichts), ein echter Dialog war das nicht, hab ich auch noch nie bekommen von so einem Psychologiefachmenschen. Man spricht es an, dann heisst es im besten Fall "oh ja das verstehe ich gut" und dann gehts aber ohne echten Dialog weiter wie bisher. Das ist so Katastrophe und derart grob verletzend. Antipsychologie ist es.

6 Monate bin ich in dieser Klinik hängengeblieben, ich fühlte mich da eingeliefert, abgeliefert und ausgeliefert, wie ich da rauskam, war bereits Teil einer sog. Eskalationsspirale. Inzwischen wurde ich dann auch ein Sozialfall. . . .

Ich wurde nach ganz unten fallen gelassen, ich wurde vom "Sozial"-Amt, einen Finger breit neben die Gasse verscharrt, in genau die Sorte "höchst schwierigem" Randständigenmilieu (Prostitution, Alk, Drogen, Poizei)(Zimmer für 1000 Fr.) wie es mal Gegenstand eines 5 minütigen Berichtes im 10vor10 war. Ich war als ursprünglich gelernter Augenoptiker nie auch nur im Ansatz in der Nähe eines solchen Milieus.

Und dann habe ich den zweiten Fehler meines Lebens gemacht.

Ich war davon ausgegangen von einem Beistand, wie es das Wort ja schon erklärt, Beistand zu erhalten.
Aber da wird der Hergang der Situation komplett ignoriert, der Beistand Nr. 3 ist wie die Beiständinnen 1+2, eigentlich nur der verlängerte Arm meines Vaters, die helfen nicht mir, sondern da wurde und wird faktisch und reell meinem Vater geholfen, seine Absichten und "Energie" umzusetzen. Also wieder nur Unterdrückung Unterdrückung Unterdrückung.

Ich bin nur noch der Spielball mehrerer strukturellen Gewalten. Ich fühle mich brutalst und nach Strich und Faden gemobbt.

Von den Psychologiefachmenschen und Ärzten wurde weder die akute Situation noch all die Hintergründe und der Hergang der Situation auch nur im Ansatz ernst genommen, die schauen schon dass sie den Behörden nicht ins Gehäge kommen, und setzen sich somit leider nicht für das Patientenwohl ein. Im Gegenteil, da habe ich immense Ängste mit einem Fuss in der Psychi zu sein.

Die Sozial-Behörden ignorieren ebenso, haben mich nicht etwa sozial reintegriert, sondern ausgegrenzt und desozialisiert.

Und mein Vater, der lebt im Status, es wie immer nicht gewesen zu sein, macht auf unbeteiligt, wird eigentlich als "Täter" der er ist, von allen Seiten geschützt. Das ist 100% kontraindiziert. Der durfte mir den Rest geben und alle haben zugeschaut und zugestimmt.

Es haben schlicht und einfach, autoritäre Personen gemeinsame Sache gegen einen Schwachen und Geschwächten gemacht.
Der Plan meines Vaters, mich zum schweigen zu bringen, mich im eigentlichen Sinn, kalt zu stellen, ist voll aufgegangen.

Alle Fakten die betr. Aufarbeitung der Kindheit (ist ja eigentlich schon geschehen, ich kann heute darüber sprechen) und die Fakten bezügl. des Hergangs der Situation (Wohnung weg, enteignet) wurden nirgendwo ernst genommen.

Für mich kommt nachwievor nur eine ganz korrekte Lösung der Situation in Frage, nur ist meine Lebenssituation total asymetrisch, und es hat sich gezeigt, ich kann keiner der bisher beteiligten Institutionen vertrauen.

Die viele Isolation ab 20 war Regen, diese MS-Tragödie war Trauffe, was danach die letzten 4½ Jahre kam, war Tsunami.

Es geht um meine Rehabilitation, aber ich habe keine Anlaufstelle gefunden die diesen Fall anfassen will.

Deswegen wäre ich so froh und dankbar über Hinweise von Personen die vielleicht schon ähnlich betroffen gewesen sind und wie sie da auf neutrales Lebens-Terrain ohne willkürliche Zerstörung und Benachteiligung zurückgefunden haben.

Geändert von zerosun (22.06.10 um 12:24 Uhr) Grund: Zeilenumbrüche

Mobbing - Straftatbestand

Sonora ist offline
Beiträge: 3.012
Seit: 10.09.08
Hallo zerosun!

Uff! Das ist wieder ein Schicksal, wo im erst einmal schlucken muss! Mir fehlen irgendwie die Worte! Gut, dass du jetzt überlegst, wie du da rauskommen kannst!

Wenn du dich jetzt mal zurücklehnst und überlegst, was du dir für die Zukunft wünschst, was würdest du sagen? Vielleicht können wir ja alle zusammen überlegen, was du tun kannst, um etwas davon zu erreichen und wieder Boden unter die Füße zu kriegen!

Was für Möglichkeiten hast du, um dir selber zu helfen? Kannst du die Leute, die dich nach unten ziehen, irgendwie aus deinem Leben ausgrenzen und alleine versuchen, es zu schaffen? MIT ihnen scheint es ja eher schwerer zu sein, vielleicht sogar unmöglich!

Ich schicke dir erst mal eine ganz liebe Umarmung!

Viele liebe Grüße
Sonora

Mobbing - Straftatbestand

nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Was Du schreibst, erinnert mich an meine Kindheit. In meinen Augen hast Du nicht einen oder zwei, sondern sehr viele Fehler gemacht.

Die grössten waren in meinen Augen, zu erwarten dass deine Eltern ihre Fehler zugeben, sich als Erwachsener wieder in ihre Fänge zu begeben (denn nun bist nur Du für dich verantwortlich) und dich in eine psych. Klinik zu begeben.

Es ist mMn. total normal, dass Eltern der alten Generation total auf Abwehr gehen. Wer weiß, welche Erziehung sie genossen haben.
Wenn man sich mit der jüngeren Erziehungskultur der letzten 100-200 Jahre beschäftigt, dann kommt man schnell dahinter, dass früher alles anders war und es auch bei uns Kinderarbeit und ein völlig anderes Bild des Kindes gab. Dass Prügelstrafe bei uns in D das gesetzliche definierte Recht der Eltern war. Denke nicht, dass sich die Menschen in der CH anders entwickelt haben.
Da musst Du leider sehen, wie Du deine Kindheit für dich aufarbeitest. Auch wenn Du ein Mann bist, muss ich hierbei doch auch gleich an den Thread Mutter-Tochter Thread denken. http://www.symptome.ch/vbboard/famil...ziehungen.html

MMn. hast Du dich selbst durch eigene falsche Entscheidungen in diese missliche Situation gebracht.
Blöd ist natürlich, dass Du dich damit in eine Art Aus-Position manövriert hast.

Hier bei uns in D braucht man eine Wohnung, um Arbeit zu bekommen und ohne Arbeit kann man keine Wohnung bezahlen. Ist also in eine Art Teufelskreis.
Die weitere Frage ist, da Du erwähnt hast, dass Du dich in einem Drogen- und Alkmilieu befindest, hast Du selbst damit Probleme?

Habe keine Ahnung, wie das in der CH ist, aber hier bei uns gibt es Männerwohnheime. Also nicht diese Übernachtungsmöglichkeiten für Wohnsitzlose, sondern Einrichtungen, in die wohnsitzlose Männer eine gewisse Zeit lang aufgenommen werden und bei der Beseitigung ihrer Probleme unterstützt werden, damit sie wieder ins normale Leben zurück finden können. Sowas in der Art www.essen.de/Deutsch/Rathaus/Aemter/Ordner_50/Maennerwohnheim_Stoppenberg.asp
Das müsste es doch auch bei Euch geben.
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Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

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Esli ist offline
Beiträge: 72
Seit: 17.06.10
Hallo zerosun,

das ist ja eine tragische Geschichte bei dir.Wie man dir helfen könnte weiß ich auch nicht.Aber die Idee von nicht der papa finde ich gut.Habe etwas gegoogelt und nur ein Männerwohnheim in der Schweiz gefunden.Unter anderem auch die Heilsarmee.Vielleicht können die dir etwas weiter helfen.

Sende dir beide links dazu

www.heilsarmee.ch/swi/www_SWI_de.nsf/vw-dynamic-arrays/E555327B0AB36B25C125702E004461E5?opendocument

Drücke dir die Daumen und hoffe,daß dir da geholfen werden kann

LG Esli

www.heilsarmee.ch/swi/www_SWI_de.nsf/vw-sublinks/0B0263C5F26A7E1CC1257073007D11EF?openDocument

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Regenwurm ist offline
Beiträge: 764
Seit: 14.02.09
Hallo zerosun!

Wuensche dir fuer den Moment viel Kraft! Du scheinst in einem ziemlichen Wasserstrudel drin zu sein. Leider ziehen einem solche Kraefte nur weiter nach unten. Mobbbing-Situationen sind leider meistens immer ziemlich auswegslos und schwaechen das eigene Selbstbewusstsein nur noch weiter. Das beste ist, wenn man ihnen den Ruecken zukehren kann. Es ist also im Moment das wichtigste, dass du moeglichst schnell aus dieser Situation herauskommst, bevor sie dich noch komplett ueberrennt. Falls du es nicht alleine schaffst, mit Hilfe entsprechender Stellen.

Ich denke es ist zweitrangig Fehler der Vergangenheit aufzulisten oder zu diskutieren. Vergangenheit ist Vergangenheit und soll es auch blieben. Natuerlich gibt es aber einen direkten Zusammenhang zwischen deiner elterndominanten Kindheit und der Praedestination als Mobbingopfer. Ist leider so. Dass dein Vater da eine ziemlich ueble Rolle spielt, hast du ja bereits lange erkannt und trotzdem hast du dich in seine Faenge zurueckbegeben. Und genau bei diesem Punkt koennte ich dir auch nicht die volle Schuld zuweisen, dass du dies getan hast. Mit deiner Kindheitsgeschichte ist dies fuer mich gut nachvollziehbar, dass du eher eine Mobbingopferrolle einnimmst, als andere Personen. Trotzdem bin ich mir nicht so ganz sicher, ob man in deinem Fall von Mobbing sprechen kann, da es ja die direkte Familie betrifft (Mobbing kenne ich eher vom Arbeitsplatz), ich wuerde es daher eher ein Machtungleichgewicht nennen.

In deiner Situation wuerde ich auch zuerst die Wohnsituation versuchen zu verbessern und vor allem moeglichst schnell von deinem dominierenden Vater wegzukommen, der wird dich sonst noch ganz zu Grunde richten. Konkrete Stellen kann ich dir leider auch nicht empfehlen da ich keine Erfahrung mit diesen habe, ist immer besser wenn man es alleine schafft, aber ich glaube in deinem Fall bist du wirklich darauf angewiesen.

Wuensche dir einfach mal alles Gute und Kopf hoch!

Liebe Gruesse vom Regenwurm.

Mobbing - Straftatbestand ?

zerosun ist offline
Themenstarter Beiträge: 5
Seit: 04.06.10
ich danke Euch für Eure Antworten

@ nicht der papa

Du sagst :

1. ~ In Deinen Augen habe ich nicht einen oder zwei Fehler gemacht sondern viele ~
2. ~ MMn. hast Du dich selbst durch eigene falsche Entscheidungen in diese missliche Situation gebracht
3. ~ da Du erwähnt hast, dass Du dich in einem Drogen- und Alkmilieu befindest, hast Du selbst damit Probleme? ~

1. Das kann einerseits schon sein, andererseits sind für meinen Vater einige typische Symptome meiner Diagnosen genau solche Fehler die ich mache, Hauptsache meine Kindheit war gut ! was will man da noch dazu sagen, das ist eher schon "Gesinnung" als objektiv.

2. Um "falsche Entscheidungen" geht es intressaterweise bei 2 meiner Diagnosen die mein Leben betreffen : sowohl bei POS/ADS aber auch bei der sog. narzistischen P.-S. wobei es abseits dieser headlineartigen Bezeichnung um ein Manko im emotionalen antizipieren des Lebens geht, ("emotionale Verlassenheit") was dann eben überdurchschnittlich oft zu sog. falschen Entscheidungen im Leben führe.

Das Problem ist auch klar, dass ich immer Entscheidungen unter Druck habe, in meinem Leben immer einen oder gar zwei Schritte zu spät dran bin, also immer reagieren muss anstatt mit Zuversicht, gutem Gefühl etc, einen Plan zu haben und agieren zu können, so wie viele Menschen auf genau diese Art auf ihre grünen Zweige im Leben kommen.

Es geht um die Wahl die bleibt, die man noch sieht, und ich hatte nun wirklich keine andere Anlaufstelle gesehen, als mich an meine Eltern zu wenden. Es gibt mit Sicherheit eine Menge soweit intakter Familien, bei den sich ein in Not geratener Angehöriger an seine Familie wenden darf, ohne damit rechnen zu müssen, dass Dem in Not geratenen, dann grad noch auf die Finger gestanden wird, wenn er über dem Abgrund hängt und vielmehr eine Hand brauchte die ihn vom Abgrund wegzieht.

3. Nein eben nicht ! ganz in die falsche Richtung gedacht : Ich trenne Pet, Glas und Metall, ich versuche auf diesem 2-Plattenrechaud das Küche genannt wird, zu kochen, jeden Tag, (Fleisch oder Fisch und immer ein Gemüse, no carb), ich halte Lebenskultur und Wohn-kompetenz so gut es aufgrund der Umstände möglich ist, standhaft aufrecht.
Immer die Klobrille abputzen zu müssen bevor ich mich da drauf setzen kann, gehört leider auch dazu.

Zur Heilsarmee : die sollen sich mal um die ganz armen Fälle kümmern, die nicht mal erkennen würden wenn sie gemobbt werden, und sonst auf der Strasse lebten. meine Meinung.




@ Regenwurm

Dein erster Abschnitt bringt es so gut auf den Punkt. Ich fühle mich gut wahrgenommen.

Der zweite Abschnitt eigentlich auch, und Du sprichst aber auch etwas an, mit dem ich aber grosse Mühe bekunde.

Die Vergangenheit sein zu lassen, das wird so oft propagiert, dieses lapidare "wir wollen doch vorwärts schauen" schon im SingSang zu hören bekommen. Das finde ich eben hochgradig unseriös, verstehst Du wie ich das meine?

Das ist eben die 1a Grundlage, mich in die Rolle zu schubsen, dass ich dann wieder falsche Entscheidungen unter Druck treffen muss aber gar keinen Plan habe wie und wolang (und man dann -überspitzt gesagt- wieder mir die Verantwortung und Fehler unterstellen kann, wo ich aber laut Diagnosen gewissermassen präpositioniert? oder vorkonfiguriert? bin), und es ist genauso die 1a Grundlage wie man mit dem Umgang mit meiner Situation immer weiter pfuschen kann, da die Vergangenheit welche zu dieser Situation geführt hat, eben ignoriert wird. Diese Ignoranz ist eben genau das Problem, und das schlimme ist, dass es immer von oben herab geschieht, zumindest mir gegenüber (will nicht polemisch pauschalisieren)

Entweder durch Sozialarbeiter bei denen man im besten Respekt und Ansehen, ein intaktes soziales Bewusstsein voraussetzen würde, genauso wie bei sog. gelernten Menschen vom Fach oder solchen mit einem weissen Kittel, man diese Sensibilität und dieses Bewusstsein doch ebebso voraussetzen können müsste.


@ Regenwurm

"Du bist nicht so ganz sicher ob man in diesem Fall von Mobbing sprechen kann". Das bin ich auch nicht zu 100% sicher.


Es gibt viele Seiten über Mobbing im Web, darunter viele spezialisierte, die Konzepte im Umgang mit Mobbing für Firmen anbieten. Informativ sind sie alle mehr oder weniger. Ich bin überrascht zu sehen wieviele Sites das Thema Mobbing in der Schule (Schüler gegenseitig) haben. Einige wenige Seiten beleuchten das Thema auch im privaten Umfeld, also nicht nur Nachbarschaft, sondern auch in der Familie.


Intressant : "Mobbing sei kein Konflikt sondern eine Gefangennahme". Gefühlt ist da absolut was dran.

Zu Mobbing gehört bspw. : soziale Ausgrenzung, wie Luft behandelt werden, ungleiche Gewalten/Machtgefälle ausnutzen

Was Mobbing begünstige :
- "ein ungelöster Konflikt könne zugrunde liegen". ja das ist so.

- "ein überhöhter Macht und Führungsanspruch". ja mein Vater ist ein sehr dominanter Machtmensch den ich so wahrnehme, dass er ein Mensch ist, der Konflikte immer mit der Macht des Überlegenen zu "lösen" gewohnt ist.

- Dann ist in Zusammenhang mit Mobbing, von Eskalationsspirale für das Opfer die Rede. ja leider auch.

Da echte Kommunikation nicht möglich war, war keine Konfliktlösung möglich, das führe dann meistens zu Beschimpfungen und zu ausrasten, so ist auf einigen Mobbingseiten zu lesen. Und genau so war es auch, ja bin ich ausgerastet. -> "Drohung"
(Aber das ausrasten habe ich in meiner Kindheit von meinem Vater gelernt)

Der Staatsanwalt mit dem ich gut reden konnte, sagte Zitat : "Ihre Eltern haben einen grossen Fehler gemacht, ich empfehle ihnen dringend diese Anzeige zurückzuziehen". Hat mein Vater aber nicht gemacht, er ist zur Vormundschaftsbehörde gerannt. Vermutlich hat er darin die beste Möglichkeit gesehen, sich einer längst fälligen Konfrontation bezügl. meiner Kindheit, und dass meine Diagnosen nicht einfach nur so vom Himmel gefallen sind, entziehen zu können, davon nichts mehr hören zu müssen, die Wahrheit (und somit mich) bodigen zu können. Und "Kontrolle" war sicher auch wichtig.

Und mittlerweile habe ich tatsächlich den schlimmen Verdacht, dass mein Vater sogar eine Vormundschaft für mich angestrebt hat, das jedoch dann doch nicht so einfach möglich ist, diesem Ansinnen von all den Beiständen 1,2 +3 aber dennoch unausgesprochen (und ebendoch abgesprochen) Rechnung getragen wurde und wird.

Das kann evtl. auch eine Rolle spielen : Was da zur Drohung stilisiert wurde, war natürlich unglaubliche Wut und war nicht freundlich oh nein, das gebe ich zu, aber es war schon auch ein verzweifelter Hilferuf (aus dieser Klinik per sms).
Dafür wurde ich juristisch und ordentlich bestraft mit Fr. 300 Busse und 2 Jahren Bewährung.

Ja ich bin jetzt der Vorbestrafte in der Familie, wo ich nicht genauer weiss ob ich ein Geschwister hätte, und gar einen Halbbruder habe.

Es kommt mir vor dass ich gleich mehrfach für diese Drohung abgestraft werde, halt jetzt abgestempelt bin, dabei war ich zu dem Zeitpunkt bereits in der Eskalationsspirale drin, und ich war plötzlich ein Obdachloser ("chönd die Wohnig si esch z'tür mer hälfe der").



Mein scheitern im Leben, meine Isolation, habe ich immer mit wachem Bewusstsein wahrgenommen, aber mein Ausdrucksvermögen, überhaupt das immer bessere Verstehen von Zusammenhängen, das kam erst Jahre später, eigentlich erst mit meiner ersten Beziehung im Alter von erst 32, hat sich das so richtig angefangen zu entwickeln.

Aber das Bewusstsein war immer wach, das hat zu einer tiefgehenden irgendwie diffusen und doch konkreten Angst geführt, "eines Tages unter der Brücke zu landen".

Deswegen konnte das nicht gut gehen, dass ich plötzlich als Obdachloser in dieser Klinik hieng, wo nach 3 Monaten Klinik-Effekt konstatiert wurde, ich schon zu dem Zeitpunkt im April/Mai 2006, aber bereits obdachlos war, aber keine Unterstützung in dieser Situation bezügl. Wohnung oder/und für die Lösung des Familienkonfliktes erhalten habe.

Ja in so einem Leben fehlts am Sinn und immer an der Lebensfreude, vielleicht wurde in der Klinik deshalb gesagt "das können sie machen, aber versprechen sie uns, es nicht auf dem Areal der Klinik zu tun" (das war in hochdeutsch) mit fordern eines Handschlages ! Um was gings da ? Um Suizid, diesem Leben ein Ende bereiten, Erlösung, vielleicht war das aber auch nur ein nicht diagnostiziertes Burn-Out, auf gut deutsch Erschöpfungsdepression, da ich halt kein Manager bin.

Von Suizid bin ich mittlerweile weit entfernt, aber vor allem ideologisch, denn ich glaube, dass mein Suizid jetzt 4½ Jahre bereitwilligst in Kauf genommen wurde, (ich fühle mich als ob ich in den Suizid gedrängt werden sollte, ich fühle mich nicht nur seelisch und psychisch ermordet und gelyncht, wie mir die Basisstrukturen meines Lebens plattgemacht wurden, mir all das was mir Halt gegeben hätte unter den Füssen weggezogen wurde, wie ich destabilisiert wurde aber immer auch die Hintergründe zum Hergang der Situation ignoriert wurden).

Für gewisse Personen wäre mein Suizid evtl. möglicherweise sogar eine Erleichterung. Diesen Gefallen will ich denen aber nicht machen. Zu gross ist die Wahrscheinlichkeit dass es eben doch Mobbing ist.

Geändert von zerosun (24.06.10 um 08:29 Uhr) Grund: Seitenumbrüche, Rechtschreibung, nochmal Rechtschreibung

Mobbing - Straftatbestand

nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
zu 1.+2. meinte ich
die Aufgabe deiner Wohnung,
das in die Hände der Eltern begeben und ausliefern, obwohl man sich der alten Wunden bewusst war und eigentlich hätte wissen können, dass das nicht gut gehen kann, wenn man sich quasi in feindliche Hand begibt,
den falschen Weg zu begehen, seine Probleme zu bearbeiten (keine ambulante Gesprächstherapie, sondern Klinikaufenthalte)
das Nichtanerkennen wollen, dass man seine Probleme aus der Kindheit nur ganz gezielt für sich aufarbeiten kann
zu versuchen die Probleme in dieser ausgelieferten Situation zu lösen und die Eltern zu nageln
den daraus resultierenden Verlust des Jobs und des eigenständigen Lebens

zu 3. das war nur eine einfache Frage und wenn nein, dann ist es ja gut.

Ansonsten beschwerst Du dich über mangelnde Hilfe, dass dich die Menschen verarschen, denen Du vertraust und schreibst, dass Du keinen Job und keine anständige Bleibe hast.
Warum nicht an eine öffentliche Einrichtung wenden. Wenn Du dort aufgenommen wirst, dann wird dir dort schon in ihrem Interesse geholfen, da das Ziel ja kein lebenslanger Aufenthalt ist, sondern Hilfe zur Selbsthilfe, damit die Leute wieder auf die Beine kommen.
__________________
Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

Mobbing - Straftatbestand

Regenwurm ist offline
Beiträge: 764
Seit: 14.02.09
@nicht der papa
zu 1.+2. meinte ich die Aufgabe deiner Wohnung, das in die Hände der Eltern begeben und ausliefern, obwohl man sich der alten Wunden bewusst war und eigentlich hätte wissen können, dass das nicht gut gehen kann, wenn man sich quasi in feindliche Hand begibt
Hallo nicht der papa. Bei Mobbing-Situationen versagen leider oft die Gesetze des rellen Verstandes. Dies ist fuer Aussenstehende schwer nachvollziehbar.

@zerosun

Hallo Zerosun

Ich kann gut nachvollziehen, dass du damit muehe hast, wenn ich schreibe "Vergangenheit ist Vergangenheit und soll es auch bleiben". Schliesslich hat deine Kindheit dein Leben stark beeintraechtigt. Ich meine damit aber, dass es dein Fernziel sein soll, sich irgendwann von der Vergangenheit zu loesen. Damit du dieses Ziel erreichen kannst, wirst du natuerlich nicht darum herumkommen, dich auch mit deiner Vergangenheit auseinanderzusetzen. Dies tust du ja im Moment auch, indem du analysiert, wo die Probleme liegen und wie du vermeiden koenntest, wieder in die gleichen Fallen zu tappen. Damit du dich aber wirklich von der Vergangenheit loesen kannst, musst du vermutlich moeglichst schnell von deinem Vater loskommen. Ich habe den Eindruck, er sieht dich immer noch als kleiner Junge, mit dem er weiterhin seine Machtspiele treiben kann. Dein Vater lebt fuer mich immer noch in den alten Familienmustern und zwingt dich um so mehr, dich mit der schmerzhaften Vergangenheit auseinanderzusetzen. Solange du nun in deiner misslichen Lage ausharren musst, wirst du tagtaeglich mit deiner Vergangenheit konfrontiert. Und genau deshalb finde ich es im Moment das Wichtigste, dass du moeglichst schnell aus dieser Situation herauskommst und dich aus diesem wieder zur Gegenwart gewordenen Vergangenheits-Strudel befreien kannst. Dies sollte moeglichst schnell geschehen, bevor sich die Mobbing-Spirale noch weiter dreht. Zweitrangig ist im Moment fuer mich das Ablegen der Vergangenheit. Dies solltest du dir aber als Fernziel in den Augen behalten, damit du irgendwann bereit bist, in der Gegenwart wieder eine neue Existenz aufzubauen. Ich hoffe, ich konnte mich nun richtig ausdruecken, so dass meine Gedanken dieses Mal nachvollziehbar sind:

1. Moeglichst schnell aus dieser Mobbing-Falle herauskommen.
2. Aufarbeiten und Abloesen von der Vergangenheit.

Nummer 1 hat im Moment oberste Priroritaet, Nummer 2 ist ein langfristiges Ziel.

Für gewisse Personen wäre mein Suizid evtl. möglicherweise sogar eine Erleichterung. Diesen Gefallen will ich denen aber nicht machen.
Zu deinen Schilderungen: Finds einfach graesslich wie Menschen mit anderen Mitmenschen umgehen koennen, mehr kann ich im Moment dazu nicht sagen. Aus deinen Worten spuere ich aber auch einen starken Willen, dich aus dieser Situation zu befreien. Und genau auf diese Innere Kraft musst du dich jetzt stark konzentrieren. Da darfst du auch ruhig ein bisschen stolz darauf sein, dass du die ueberhaupt noch hast. Ich denke, viele andere Menschen haetten in deiner Situation schon laengst aufgegeben oder waeren auf den mir Scheiss-egal-Weg mit Alkohol und Drogen abgedriftet. Versuche also diese Kraft der Gegenabwehr weiter auszubauen. Solange du im Umfeld deines Vaters bist, wird dies schwierig sein, da er mit allen Mitteln versuchen wird dich zu schwaechen. Also, moeglichst schnell Ziel 1 in Angriff nehmen, damit du nicht mehr laenger den Attacken deines Vaters ausgelieft bist und dann wird es dir gelingen deine Kraft weiter auszubauen und die restlichen Dinge in Angriff zu nehmen.

Wie du auch schreibst, sind Mobbing-Stellen oft auf Arbeitsplatz und Schule ausgerichtet. Ich denke deshalb, dass es im Moment nicht die richtigen Anlaufstellen fuer dich waeren. Da du ja kein Kind mehr bist, wird es schwierig familiaere Machtungleichgewichte anzugehen. Hier bleibt leider vieles Verschwommen und oft ist es das beste sich selber diesen Situationen irgendwie zu entziehen. Ich denke, du musst dir im Moment Stellen suchen, die dir wieder ein eigenstaendiges Leben ermoeglichen, damit du deinen Eltern den Ruecken zuwenden kannst und dir ein neues eigenes Leben aufbauen kannst. Leider kann ich dir da auch nicht weiterhelfen, da ich diese Stellen im sozialen Bereich zu wenig kenne. Wenn du aber arbeitslos und obdachlos bist, wirst du gewisse Geldansprueche vom Sozialamt usw. haben. Klaere doch mal ab, ob du alle Geldbetraege bekommst, die dir zustehen.

Wuensche dir weiterhin alles Gute! Liebe Gruesse vom Regenwurm.

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