Hilfen zum Entzug von Psychopharmaka

30.05.11 09:03 #1
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Hilfen zum Entzug von Psychopharmaka

Speedcat80 ist offline
Beiträge: 405
Seit: 06.09.10
Danke für die Erklärung ich komme von Venlafaxin nicht runter ständig stromschläge im Kopf nach 48 Std und wieder eine Retard 37,5 genommen fällt das auch hier unter?

Hilfen zum Entzug von Psychopharmaka

nicht der papa ist offline
Themenstarter Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Zitat von Speedcat80 Beitrag anzeigen
Danke für die Erklärung ich komme von Venlafaxin nicht runter ständig stromschläge im Kopf nach 48 Std und wieder eine Retard 37,5 genommen fällt das auch hier unter?
Ja. Klar. In jedem Fall.
Habe hier vieles gepostet, was Du durchsuchen kannst.
Dein Problem ist auch schon länger bekannt. STROMSCHLAG-ÄHNLICHE SYMPTOME NACH ABSETZEN VON SSRI
Venlafaxin ist ein Arzneistoff, der in der Behandlung von Depressionen und Angstzuständen verwendet wird. Chemisch handelt es sich um ein Phenylethylamin-Derivat, das als selektiver Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SSNRI) seine Wirkung im Zentralnervensystem entfaltet.

Es wird empfohlen, die Dosis von Venlafaxin schrittweise herabzusetzen und den Patienten zu überwachen. Die Frequenz der Symptome ist abhängig von der Dosis, der Behandlungsdauer und vom individuellen Patienten. Im Zusammenhang mit abruptem Absetzen, Dosisreduktion oder Ausschleichen der Behandlung wurde über folgende Symptome berichtet: Stromschlagartige Impulse im Kopf, Appetitlosigkeit (Anorexie), Angstgefühle, Bewegungsdrang (Agitiertheit), Verwirrung, Durchfall (Diarrhoe), Benommenheit, Mundtrockenheit, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Hypomanie, Schlaflosigkeit oder andere Schlafstörungen, Nervosität, Parästhesie, Schläfrigkeit, Schwitzen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Zittern (Tremor), Albträume, Schwäche, Hyperakusis, Geschmacksveränderungen, verzerrtes Sehen, Verwirrtheit (Konfusion), Ich-Störungen (Depersonalisation), Ohrgeräusche (Tinnitus), Wahnideen und verzerrte Wahrnehmung. Solche Entzugssymptome wurden bis 2 Monate nach Absetzen von Venlafaxin beobachtet. Es wird aus diesem Grund empfohlen, die Behandlung ausschleichend zu beenden. Schlagzeilen machte der Wirkstoff auch durch das Medikament Effexor, dessen Absetzerscheinungen vom britischen Sänger Robbie Williams als "schrecklich" bezeichnet wurden.[16]
Quelle Wikipedia
Die adfd empfiehlt
Es existieren im Wesentlichen 2 Behandlungsstrategien:
Das behutsame "Abtitrieren", wobei sich die Schrittweite und -dauer der Dosisverringerungen an der Schwere der Entzugssymptome orientiert; und
Das Umstellen auf ein langwirksames SSRI (zumeist Fluoxetin), das dann besser abgesetzt werden kann. Diese Variante ist nicht so gut erprobt wie das langsame Ausschleichen, kann aber bei schweren und anders nicht beherrschbaren Entzugsverläufen - besonders beim Absetzen von Paroxetin - eine wichtige Option sein. SSRI-Absetzsyndrom
Da der Entzug bei Venlafaxin sehr schwierig zu sein scheint, würde ich dir empfehlen, dich an eine der geposteten Selbsthilfeorganisation zu wenden, wenn Du mit dem langsamen schrittweisen Absetzen alleine nicht weiter kommst und das mit denen zu besprechen die reichhaltige Erfahrungen bezüglich Psychopharmaka gesammelt haben und anschliessend gegebenfalls an einen Arzt zu wenden, falls es nötig/möglich ist erst auf ein einfacher abzusetzendes Präparat umzusteigen.
Alles Gute.
__________________
Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

Geändert von nicht der papa (02.06.11 um 22:49 Uhr)

Bei Suchtverhalten kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Wenn man wirklich mit einem Suchtverhalten (Medikamentensucht, Spielsucht, Wettsucht uvm.) aufhören möchte, dann ist die aufdeckende Hypnosetherapie eines der effektivsten Instrument, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Sie wirkt da, wo die Sucht entstanden ist, nämlich im Unterbewusstsein.

Wenn erst einmal die emotionale Ursache für das Suchtverhalten aufgefunden und neutralisiert wurde, kann der Mensch wieder suchtfrei leben. Aber wie erwähnt muss der Wunsch nach Veränderung vorhanden sein. Niemand kann mit Hypnose dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was er selber nicht wirklich möchte.
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feuergoettin ist offline
Beiträge: 76
Seit: 03.03.11
sehr sinnvoller fred!!!

letztlich ist der einzige unterschied zwischen psychopharmaka und anderen drogen, dass psychopharmaka legal sind und sogar noch ärztlich (manchmal zwangsweise!!! ) verordnet werden!

von dem suchtpotenzial gar nicht zu reden... normalerweise sind die indikationen und entzugssymptome ziemlich identisch..warum nur???

als krisenmässige intervention EVENTUELL vertretbar - aber sonst, wie weiter oben ja schon geschrieben, unbedingt genauestens zu hinterfragen...

es gibt ja auch ansätze, psychotische leute im geschützten rahmen ihre psychose einfach durchleben zu lassen - und siehe da: sie kommen ohne medikamente wieder raus!

n bekannter von ganz früher hatte auch eine (vermutlich unter anderem drogeninduzierte - aber das wars sicher nicht allein und reicht nach meinem derzeitigen kenntnisstand auch nicht aus) psychose, wurde zwangseingewiesen, mit betonspritze ausgeknipst und ist seit dem dauermedikamentiert, doppelt so breit und bleibend geschädigt. das hat mich sehr erschüttert damals und jedem der ihn kannte, war spätestens ab dem ereignis klar, dass es verdammt gefährlich ist, wenn man in die dumme lage kommt, in die psychiatrie zu "dürfen". auch wenns keine lobotomie mehr gibt und auch keine elektrokrampftherapie ohne einverständis.....

so, jetzt bin ich wieder abgeschwiffen. jedenfalls kenn ich auch noch andere psychiatriebeschädigte menschen. und auch zwangsmedikamentierte und zwangsbetreute unter androhung von einweisung in die geschlossene. drum würd ich niemand raten, das zeugs freiwillig einzunehmen - hab noch niemand gesehen, dem es gut getan hat. bestenfalls wars das kleinere übel.

drum nochmal hier mein hinweis auf die arbeit von zehentbauer über körpereigene drogen: gibt inzwischen mehrere bücher von ihm und das eine das ich gelesen habe, hat mich dabei unterstützt, zu forschen, wie ich mein gehirn anregen kann, wieder mehr neurotransmitter selbst zu produzieren. und ich habe mit mir selber gewettet, dass mein gehirn das wieder hinbekommen wird, weil es das ja früher auch konnte!

..also mit sich selber wetten ist auch ne möglichkeit

noch eine selbsthilfemethode, die von jedem eingesetzt werden kann, ist kopfakupressur! kost nix, keine nebenwirkungen, jederzeit einsatzbereit.

einfach alle punkte durchklopfen und schön atmen - egal ob mit oder ohne sätze. ich mache gerne die erzählmethode: ich rede ohne punkt und komma alles was mir grad in den sinn kommt und klopfe dazu nacheinander die punkte durch. dabei hat sich der walzerrhythmus besonders bewährt - das ist so albern für mich, dass ich dann nicht mal ernst bleiben kann wenns mir grad mies geht. auch wichtig, was der herr gary craig nicht so genau nimmt:

stärke des klopfens und geschwindigkeit!

es gilt die arndt-schulzsche regel:

- schwache reize regen an
- starke reize sedieren

beispiel:

jemand der kurz vor einem affekt steht, emotionen gerade als zu überwältigend wahrnimmt oder schmerzen hat, klopft fest und langsam

jemand der sich gelähmt, motivationslos oder gar emotionslos fühlt, kann leicht und schnell klopfen

hier eine kurzanleitung aus dem netz:
http://www.hindmarsh.de/download/EFT-Kurzanleitung.pdf

es gibt jede menge material dazu im netz unter tft = thought field therapy (callahan), eft = emotional freedom technique((craig) , met = meridian-energietechniken (franke), mft = mentalfeldtechnik (klinghardt) und klopfakupressur, um mal die wichtigsten suchbegriffe zu nennen...

gary craig hat mittlerweile ein riesen archiv mit fallbeispielen (allerdings auf englisch)

hoffe das hilft dem einten oder anderen weiter....

namasté

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nicht der papa ist offline
Themenstarter Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Saloma hat gerade etwas gepostet, was hier rein muss, wie ich finde

Zitat von Saloma Beitrag anzeigen
Wenn du nicht weißt wie du die kleinen Tablette Teilen sollst und es sie nicht in tropfen form gibt, dann kannst du sie in eine 12 ml Spritze teilen und setzt deinen gewünschte menge an ml, dann gezielt ab.
Ich mache das auch so, hier ein Foto von meiner Absetzküche, den Tip habe ich von meinem Arzt.:
Spritze 2


Lieben Gruß Saloma
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nicht der papa ist offline
Themenstarter Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Hallo Leute,
ich habe mich heute überwunden und einen Beitrag über http://www.symptome.ch/vbboard/homoe...tml#post676784 geschrieben, die nach meiner Erfahrung beim Entzug und auch bei der Erkrankung eine grosse Hilfe sein kann.
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Zahira ist offline
Beiträge: 886
Seit: 25.10.08

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chrissi33 ist offline
Beiträge: 194
Seit: 18.05.08
Mit Verlaub gesagt kann ich an deinem Link
Auf Grundlage meiner Fragen nicht sinnvolles entnehmen.
Es ging um Aminosäuren bei Ängsten u.a.

Klar sind Medikamente bei leichten Depression nicht immer sinnvoll,
Pflanzliche Sachen , Sport , usw. Können hier sehr gut Wirken,
Aber und das stimmt im Bericht nicht, bei schweren Formen,
Ich weiss noch wo ich meinen Kleinen SOhn von morgens bis abends
Weinend , kraftlos, zitternd am ganzen Körper, im Kinderwagen geschoben
Habe und Angst hatte den Tag zu übersteigen..helfen Sie sehr wohl,
Nach ein paar Wochen mit einem SSRI ging es mir Tag für Tag besser...
Ohne wäre ich gestorben...
Eine generelle Verteufelung ist hier fehlangebracht..

Man weiß heute auch das die Sertoninhypothese nicht der Weisheit
Letzter Schluss ist sondern, dass durch nachgeschaltete Prozesse,
Die Neurogenese angekurbelt wird..

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Zahira ist offline
Beiträge: 886
Seit: 25.10.08
Zitat von chrissi33 Beitrag anzeigen
Mit Verlaub gesagt kann ich an deinem Link
Auf Grundlage meiner Fragen nicht sinnvolles entnehmen.
Es ging um Aminosäuren bei Ängsten u.a.
und ich bin mit verlaub gesagt grade verwirrt..
welche fragen?
und wo genau ging es jetzt um aminosäuren und ängste ?
und meintest du meinen letzten link?


tante edit sagt: ich hab den grund gefunden.. ich hatte einen link HIERHER gepostet...

Geändert von Zahira (06.06.11 um 19:19 Uhr) Grund: gefunden...

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chrissi33 ist offline
Beiträge: 194
Seit: 18.05.08
Ja genau
Ich kenne und kann auch die Entzugsymptome nachvollziehen,
bin so bitte ich zu verstehen kein Lobbyist..

Ich denke nur es nicht nur schwarz und weiß, wenn es um bestimmte
Entscheidungen im Leben geht...

Jeder der auf alternativen Wegen Gesund ist bzw. wird ist mir auch lieber..

Mit Homöophatie hatte ich auch bei einem Psychiater angefangen,
der war aus Viersen, hat aber irgendwie nicht die richtigen Mittel
erwischt. Kennt den jemand von euch einen guten Erfahrenen Homöophaten
der vielleicht aus NRW kommt ?

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chrissi33 ist offline
Beiträge: 194
Seit: 18.05.08
Ich wollte nur mal den Papa fragen, wie er denn suizidale Patienten,
Oder wie bei mir mit starken Bewegungsunruhe , konnte nicht stillsitzen,
Oder gefühllose Depressive die nur im Bett liegen, nicht oder
Kaum ansprechbar sind behandeln würdest ?
Ich würde ,auch wenn es sarkastisch klingt, für Schlimme
Krisen darauf vielleicht zurückkommen...

p.s. Dieses Pflege in der Psychatriehandbuch klingt Interessant,
Ist jedoch wahrscheinlich nur für leichtere Fälle...
Krisenplan schön und gut aber bei mir kamen die Schübe ohne Stress ohne Vorzeichen in voller Harmonie, Familie Beruf alles
In Ordnung...

Geändert von chrissi33 (06.06.11 um 20:02 Uhr)


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