Sucht, Geister und die Überwindung

30.12.10 17:09 #1
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Sucht, Geister und die Überwindung.

Kayen ist offline
Beiträge: 5.067
Seit: 14.03.07
achja und als Ergänzung könnte man noch hinzufügen, dass es passend zum doppelten Ursprung auch zweierlei Wissen gibt.

Ich meine damit, dass es zum einen ein zeitbedingtes Wissen gibt, welches der Welt/Erde und dessen Fortschritt dient und eine Erkenntnis oder auch Studie überholt die andere. Was gestern entdeckt wurde, genügt quasi heute nicht mehr.

Und zum anderen gibt es das Wissen eines Laotse in einer Weisheit, die heute so gültig ist, wie zur Ursprungszeit, also zeitlos, wenn man so will.

Also um auf den doppelten Ursprung noch einmal zurückzukommen, bezieht sich das fortschrittliche Wissen auf das irdische "ich". . . (gefällt mir besser als das ego-ich)
und das ewige Weisheitsgut auf das innere Wesen eines Menschen, also seiner göttlichen Schöpfung.

Das heißt, um im Einklang mit der Welt und der göttlichen Schöpfung zu sein, schimmert das weisheitliche Wissen durch das irdische Wissen hindurch?

Herzlichst
Kayen
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Sucht, Geister und die Überwindung.
LieberTee
Entschuldigt bitte!

Verzeiht mir, dass ich ständig die Begriffe durcheinander bringen: ich, ego, selbst...

Ich habe mich gerade gefragt, wozu ich das tue. Zum einen ist es wohl so, dass ich sie selber schlecht auseinanderhalten kann, die Instanzen meines Seins, wenn ich es mal so nennen will (um die Begriffsverwirrung noch zu erweitern ).

Zum anderen, weil ich mich gegen das Konzept als solches wende. Ich wehre mich, weil ich erkenne, auch die "neue Namensgebung" ist nicht weiter als ein Gedanke, nicht mehr, als ein weiteres menschengemachtes Konzept. Nicht, dass ich das Konzept per se schlecht finde.

Schlecht finde ich nur, dass es zu Phrasen droht zu verkommen. All diese ach so "wahren" Begriffe wie "Achtsamkeit", das "Selbst", das "Ego", das "Anhaften", das "Loslassen", das "Annehmen"....

Jetzt schaut doch mal, wie Leute sie benutzten: "ich kenne die Begriffe, ich gehöre also zum erlauchten Kreis der Erleuchteten, im Gegensatz zu Dir... " Man fühlt sich ziemlich wichtig....Man denkt, durch die Verwendung der "richtigen" Begriffe ändert sich etwas

Nun ja....

So bringe ich vielleicht ganz gerne und auch etwas provokativ die Begriffe durcheinander. Vielleicht, damit man noch einmal darüber nachdenkt....

Mein "Selbst" ist immer dann gerade nicht anwesend, wenn was in mir "ja, aber" sagt. "Ja, aber" will an Gewohnheiten festhalten, will "waschmichabermachmichnichtnass", will eigentlich nichts ändern...

So viel weiß ich inzwischen.

Einen glücklichen Tag wünsche ich Euch allen.

LieberTee

Geändert von LieberTee (25.07.12 um 15:45 Uhr) Grund: Ergänzung: ja, aber...

Bei Suchtverhalten kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Wenn man wirklich mit einem Suchtverhalten (Medikamentensucht, Spielsucht, Wettsucht uvm.) aufhören möchte, dann ist die aufdeckende Hypnosetherapie eines der effektivsten Instrument, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Sie wirkt da, wo die Sucht entstanden ist, nämlich im Unterbewusstsein.

Wenn erst einmal die emotionale Ursache für das Suchtverhalten aufgefunden und neutralisiert wurde, kann der Mensch wieder suchtfrei leben. Aber wie erwähnt muss der Wunsch nach Veränderung vorhanden sein. Niemand kann mit Hypnose dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was er selber nicht wirklich möchte.
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Sucht, Geister und die Überwindung.

weissnicht ist offline
Themenstarter Beiträge: 234
Seit: 09.11.10
.. wir haben ein krankes Ego,
das ist das Ego der Identifikation.

Also ich gehöre zu dieser und jener Religion,
Nationalität, glaube an den wahren Gott X, Y oder Z.

Ich will seinen Willen erfüllen,
für ihn in den heiligen Krieg ziehen etc.

(Gott ist es gleichgültig welcher Religion wir angehören,
er hat auch keinen Willen)

Meine Rasse, Nation, ist die Beste,
von Gott auserwählt etc.

Mein Beruf ist höher etc.

Alle diese Identifikationen sind unnötig,
reduzieren unser Menschsein.

Dieses Ego der Identifikation kann fallengelassen werden,
es kreiert nur Leiden und Probleme, Konflikte und Kriege.

Das funktionale Ego mag nicht fallengelassen werden.

Denn die vier Bedürfnisse,
welche das Leben uns wegen unserer
kosmischen Hülle gegeben hat,
um diese mögen wir uns kümmern.

Essen/Trinken, Schlafen, Schutzbedürfnis z.B. Kleidung, Haus, etc.
Dann die Liebe und Hormone, also Sex.

Auch will das Leben uns als Instrument haben-
und dazu ist auch ein funktionales Ego notwendig.

Also das Ego der Identifikation ist völlig unnötig.
Das funktionale Ego, welches ein und ausgeschaltet werden kann,
welches wir brauchen um ein Instrument des Lebens zu sein,
das können wir feiern.

ok?

Sucht, Geister und die Überwindung.
Akim
Zitat von LieberTee Beitrag anzeigen
Jetzt schaut doch mal, wie Leute sie benutzten: "ich kenne die Begriffe, ich gehöre also zum erlauchten Kreis der Erleuchteten, im Gegensatz zu Dir... " Man fühlt sich ziemlich wichtig....Man denkt, durch die Verwendung der "richtigen" Begriffe ändert sich etwas
Ja und das ist ja auch das Schöne an der Egolosigkeit, des Egos der Identifikation. Ohne Ego kann man sich nicht wichtig fühlen, weil da kein Ego ist, welches sich wichtig fühlen möchte. So sollte es eigentlich sein.

Was ist nun das Ich? Wer bin ich? Jeder kann sich ja diese fundamentale Frage stellen. Untersuche jeden Aspekt deines Ichs. Gehe immer tiefer und schaue sehr genau hin. Du wirst kein Ich finden. Am Ende wird nichts übrig bleiben. Dieses Nichts ist nur Sein. Im Grunde ist es reine Göttlichkeit.

Alles andere ist nur eine Ansammlung von Dingen, von Energien. Doch keines von diesen Dingen ist dein Ich. Es ist nur deine Identifikation, dein Image, welches du nach außen trägst. Es gibt kein Selbst. Es gibt nur Göttlichkeit. Das ist alles, was ist.

Liebe Grüße

akim

Sucht, Geister und die Überwindung.
LieberTee
Zitat von Akim Beitrag anzeigen
Ohne Ego kann man sich nicht wichtig fühlen, weil da kein Ego ist, welches sich wichtig fühlen möchte. So sollte es eigentlich sein.
Für mich besteht ein Unterschied darin, ob ich mich selber wichtig nehme, was für mich bedeutet, dass ich mir selber mit Achtung und Verantwortung begegne oder ob ich mich "wichtig mache", dass heißt, ob ich mich mit meiner Illusion dessen, was mich ausmachen soll, die Zusammensetzung meiner Erfahrungen mitsamt der dazugehörigen Bewertungen, meine Scheinbedürfnisse, meine Besitztümer (einschliesslich Partner, Kinder, Hund und Katze...), meiner Erkenntnisse und Gedanken...darstelle. Das hat für mich rein gar nichts mit Echtheit zu tun.
Was ist nun das Ich? Wer bin ich? Jeder kann sich ja diese fundamentale Frage stellen. Untersuche jeden Aspekt deines Ichs. Gehe immer tiefer und schaue sehr genau hin. Du wirst kein Ich finden. Am Ende wird nichts übrig bleiben. Dieses Nichts ist nur Sein. Im Grunde ist es reine Göttlichkeit.
Was ist echt, was ist echt an mir? Gibt es mich als Individualität überhaupt in diesem Konzept? Und ich behaupte, auch diese Idee ist nur ein Gedanke, ein weiteres Konzept aus Gedanken und Erkenntnissen entwickelt. Ist kein Ich zu finden? Wer denkt hier, wer schreib gerade? Ich schätze mal, ich bin es, auch wenn ich vielleicht gar nicht real bin, so bestätige ich gerade die Tastatur. Ich bin allerdings begrenzt auf dieses momentane Dasein. Ohne das Sein bin ich nicht existent. Was dann übrigbleibt - ich weiß es nicht. Punkt.

Ob es Göttlichkeit ist? Jeder hat seine eigene Wahrheit - seine Gewissheit - in sich selbst. Wie man sie nennt, ist wohl vollkommen egal.
Ein Mensch, der so gut wie ohne Verbindung und damit Beziehung zur Welt ist, z.B. ein Mensch, der sowohl gehörlos und blind ist, ich nehme an, auch er hat seine Gewissheit, aber er wird sie nicht teilen können. Also gibt es keine Information darüber.

Erst wenn Menschen in Beziehung sind oder waren und sich über Worte verständlich machen können, ist es vielleicht möglich, eine Ahnung von der Wahrheit des anderen zu erhalten. Ein Gottes-Erlebnis ist nicht mitteilbar, nur erlebbar. Trennt man sich damit von der mitmenschlichen Welt durch eigene Überhöhung, trennt man sich vom Menschsein. Wenn Gott und seine Schöpfung eins sind, trennt man sich damit auch vom Geist.
Alles andere ist nur eine Ansammlung von Dingen, von Energien. Doch keines von diesen Dingen ist dein Ich. Es ist nur deine Identifikation, dein Image, welches du nach außen trägst. Es gibt kein Selbst. Es gibt nur Göttlichkeit. Das ist alles, was ist.
Das ist allein eine persönliche Erfahrung oder Erkenntnis. Die einen nennen es "selbst", die anderen "Göttlichkeit", wieder andere "Licht" oder "Geist", diejenigen, welche an Reinkarnation glauben, nennen es das "höhere Ich".

Ist es so wichtig für unsere menschliche und geistige Existenz? Was ist überhaupt wichtig im Leben?

Das schwierige an Worten ist ja, dass man in den Begrifflichkeiten steckenbleibt. Eine andere Art der Mitteilung ist schwierig, in geschriebener Form allemal.

Wer weiß es aber, vielleicht meinen all diese Begriffe gar ein und dasselbe?

Lieben Gruß
LieberTee

Sucht, Geister und die Überwindung.
Akim
Zitat von LieberTee
Für mich besteht ein Unterschied darin, ob ich mich selber wichtig nehme, was für mich bedeutet, dass ich mir selber mit Achtung und Verantwortung begegne oder ob ich mich "wichtig mache",
Ja, das sind doch im Prinzip die beiden Egos, von denen weissnicht geschrieben hat.

Zitat von LieberTee
Was ist echt, was ist echt an mir?
Finde es heraus.

Zitat von LieberTee
Gibt es mich als Individualität überhaupt in diesem Konzept?
Ja und nein. Es kommt darauf an, wie du es betrachten möchtest. Das ist diese wunderbare Existenz in dieser Realität. Ich sehe es als Geschenk. Wenn du ganz im Ozean des Lebens bist, dann kannst DU nicht sein. Aber das "Ablegen" der Identifikation bedeutet keinesfalls die Aufgabe der Individualität. Schau, wie unendlich vielfältig das Leben ist!

Zitat von LieberTee
Und ich behaupte, auch diese Idee ist nur ein Gedanke, ein weiteres Konzept aus Gedanken und Erkenntnissen entwickelt.
Eben nicht, diese Erkenntnis entsteht in der Stille. Dort wo keine Gedanken mehr sind. In dem Moment wo ich es aufschreibe/erkläre und du es liest, wird es gewissermaßen zum Konzept, das kannst du so sehen, wenn du magst.

Was dann übrigbleibt - ich weiß es nicht. Punkt.
Punkt? Finde es heraus!

Wenn Gott und seine Schöpfung eins sind, trennt man sich damit auch vom Geist.
Wie kommst du darauf?

Das ist allein eine persönliche Erfahrung oder Erkenntnis. Die einen nennen es "selbst", die anderen "Göttlichkeit", wieder andere "Licht" oder "Geist", diejenigen, welche an Reinkarnation glauben, nennen es das "höhere Ich".
Richtig, ich nenne es in diesem Zusammenhang auch gerne unser "wahres Selbst".

Ist es so wichtig für unsere menschliche und geistige Existenz? Was ist überhaupt wichtig im Leben?
Gute Frage..? Ich würde sagen: LEBE! LIEBE! Sei einfach! Hier und jetzt!

Das schwierige an Worten ist ja, dass man in den Begrifflichkeiten steckenbleibt. Eine andere Art der Mitteilung ist schwierig, in geschriebener Form allemal.
Ja, das ist tatsächlich ein Problem. Besonders bei diesem Thema. Es ist immer nur ein Versuch, das Unsagbare beschreibbar zu machen. Ich verwurschtel mich da auch immer wieder. Da sollte man schon möglichst behutsam vorgehen…

Liebe Grüße und eine gute Nacht!

Sucht, Geister und die Überwindung.

Kayen ist offline
Beiträge: 5.067
Seit: 14.03.07
Zitat von weissnicht Beitrag anzeigen
.. wir haben ein krankes Ego,
das ist das Ego der Identifikation.

Also ich gehöre zu dieser und jener Religion,
Nationalität, glaube an den wahren Gott X, Y oder Z.

Ich will seinen Willen erfüllen,
für ihn in den heiligen Krieg ziehen etc.

(Gott ist es gleichgültig welcher Religion wir angehören,
er hat auch keinen Willen)

Meine Rasse, Nation, ist die Beste,
von Gott auserwählt etc.

Mein Beruf ist höher etc.

Alle diese Identifikationen sind unnötig,
reduzieren unser Menschsein.

Dieses Ego der Identifikation kann fallengelassen werden,
es kreiert nur Leiden und Probleme, Konflikte und Kriege.

Das funktionale Ego mag nicht fallengelassen werden.

Denn die vier Bedürfnisse,
welche das Leben uns wegen unserer
kosmischen Hülle gegeben hat,
um diese mögen wir uns kümmern.

Essen/Trinken, Schlafen, Schutzbedürfnis z.B. Kleidung, Haus, etc.
Dann die Liebe und Hormone, also Sex.

Auch will das Leben uns als Instrument haben-
und dazu ist auch ein funktionales Ego notwendig.

Also das Ego der Identifikation ist völlig unnötig.
Das funktionale Ego, welches ein und ausgeschaltet werden kann,
welches wir brauchen um ein Instrument des Lebens zu sein,
das können wir feiern.

ok?

Danke für Deine, wie immer, schöne Erklärung.

Also Du unterscheidest ein krankes Ego von einem funktionalen Ego.

Das leuchtet mir soweit ein.

Die Dinge die Du dem kranken Ego zuordnest, braucht kein Mensch, das sehe ich auch so.

Diesem kranken Ego sind ja auch bestimmte Gefühle zugeordnet, die, wenn man es so will, unsere dunkle Seite bestimmen. (Wut, Hass, Gier u.s.w.)

Diese werden ja unter Umständen, durch banale Dinge getriggert, von denen wir jenseits des Einflussbereiches sind.

Ruhestörender Lärm des Nachbarn z.B...
mich macht es z.B. wütend wenn er fast täglich um 0.00 h nach Hause kommt, die Haustür zuschmeisst und mit seinen Cowboystiefeln über sein Parkett donnert und ich jedesmal senkrecht im Bett sitze, da steigt eine Wut in mir hoch, wenn man so will, eher das funktionale Ego, das ein Recht hat, sich schlafen zu legen. Jedoch kann man schlecht wieder einschlafen, wenn erstmal die Wut hochgekrochen ist. Damit indentifiziere ich mein Ego doch auch und diese Wut ist ganz automatisch. Jegliche Klärungsversuche bringen da nix. Mir scheint es dann auch nicht "gesund" das auf die Dauer hinzunehmen, ohne Konfrontation.
Und da gibt es ja so einiges, was man auszuhalten hat und unschöne Gefühle aufsteigen.

Herzlichst
Kayen
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Geändert von Kayen (26.07.12 um 09:47 Uhr)

Sucht, Geister und die Überwindung.
LieberTee
Zitat von weissnicht Beitrag anzeigen
.. wir haben ein krankes Ego,
das ist das Ego der Identifikation.

Also ich gehöre zu dieser und jener Religion,
Nationalität, glaube an den wahren Gott X, Y oder Z.
Ich will seinen Willen erfüllen,
für ihn in den heiligen Krieg ziehen etc.
Meine Rasse, Nation, ist die Beste,
von Gott auserwählt etc.
Mein Beruf ist höher etc.

Alle diese Identifikationen sind unnötig,
reduzieren unser Menschsein.

Dieses Ego der Identifikation kann fallengelassen werden,
es kreiert nur Leiden und Probleme, Konflikte und Kriege.
Was sollte Deiner Meinung nach mit Menschen geschehen, die diese Identifikation nicht fallenlassen?

Es gibt genug davon, wahrscheinlich ist es eher der größte Teil der Menschheit. Nicht, dass ich es für erstrebenswert halte, z.B. einer Religion anzugehören, ich muss mich doch den Tatsachen stellen, wie sie sind, dem, was man allgemein Realität nennt.

Es ist auch per se keine Bewertung, es sei denn, diese Religion beinhaltet das Missionieren, Unterdrückung derer, die sich nicht missionieren lassen oder beansprucht besondere Privilegien für Einzelne, wie z.B. das Kastensystem...

Ein Beruf, wenn er mehr an Anstrengung bedurfte und mehr an Einsatz und Aufschub meiner Bedürfnisse, weil mehr Zeit benötigt wird, ihn zu erlernen ist auch nicht per se "krank", erst die Bewertung "höher", "besser als" oder umgekehrt "niedriger", "schlechter als", macht das ganze krank.

Was die Auseinandersetzung mit Gott angeht, was ist z.B. daran auszusetzen, sich von Gott auserwählt zu fühlen? Das ist doch wohl kaum eine Bewertung, oder? Sind wir nicht alle, jeder einzelne von Gott auserwählt und vollkommen so, wie wir sind, erwünscht, gewollt und angenommen? Genauso, wie wir uns selbst lieben und annehmen dürfen, weil wir selbst ein Geschenk sind an das Leben?


Das funktionale Ego mag nicht fallengelassen werden.

Denn die vier Bedürfnisse,
welche das Leben uns wegen unserer
kosmischen Hülle gegeben hat,
um diese mögen wir uns kümmern.
Essen/Trinken, Schlafen, Schutzbedürfnis z.B. Kleidung, Haus, etc.
Dann die Liebe und Hormone, also Sex.
Auch will das Leben uns als Instrument haben-
und dazu ist auch ein funktionales Ego notwendig.

Also das Ego der Identifikation ist völlig unnötig.
Das funktionale Ego, welches ein und ausgeschaltet werden kann,
welches wir brauchen um ein Instrument des Lebens zu sein,
das können wir feiern.
Schön, dass wir es denn mal ab und an feiern dürfen, wenn es angeschaltet ist.

Ich sehe es nicht so. Mein Ich, Ego oder sonstwie, nenne es Identität, Persönlichkeit, Summe meiner Erfahrungen und Berwertungen...was weiß ich, ist definitiv immer da und einen Knopf zum Ausschalten habe ich an mir noch nicht gefunden.

Es ist nicht außerhalb von mir, aber es ist nicht das, was mich ausmacht. Ich nenne es so: ich bin mehr, als mein Ich.

Und dieses mehr, was ich auch nicht beschreiben kann, und es hat auch viele Bezeichnungen, ich selber nenne es gerne, mein Licht, aber das trifft es auch nicht ganz, dieses, was mich mehr ausmacht, hat auch die Regie in meinem Buch des Lebens, auch wenn "ich" das manchmal nicht begreifen kann.

Aber feiern mag ich gerne mal, mich selbst und auch mit anderen. Da stimme ich zu.

Sucht, Geister und die Überwindung.

weissnicht ist offline
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Seit: 09.11.10
Zitat von Kayen Beitrag anzeigen
Danke für Deine, wie immer, schöne Erklärung.

Also Du unterscheidest ein krankes Ego von einem funktionalen Ego.

Das leuchtet mir soweit ein.

Die Dinge die Du dem kranken Ego zuordnest, braucht kein Mensch, das sehe ich auch so.

Diesem kranken Ego sind ja auch bestimmte Gefühle zugeordnet, die, wenn man es so will, unsere dunkle Seite bestimmen. (Wut, Hass, Gier u.s.w.)

Diese werden ja unter Umständen, durch banale Dinge getriggert, von denen wir jenseits des Einflussbereiches sind.

Ruhestörender Lärm des Nachbarn z.B...
mich macht es z.B. wütend wenn er fast täglich um 0.00 h nach Hause kommt, die Haustür zuschmeisst und mit seinen Cowboystiefeln über sein Parkett donnert und ich jedesmal senkrecht im Bett sitze, da steigt eine Wut in mir hoch, wenn man so will, eher das funktionale Ego, das ein Recht hat, sich schlafen zu legen. Jedoch kann man schlecht wieder einschlafen, wenn erstmal die Wut hochgekrochen ist. Damit indentifiziere ich mein Ego doch auch und diese Wut ist ganz automatisch. Jegliche Klärungsversuche bringen da nix. Mir scheint es dann auch nicht "gesund" das auf die Dauer hinzunehmen, ohne Konfrontation.
Und da gibt es ja so einiges, was man auszuhalten hat und unschöne Gefühle aufsteigen.

Herzlichst
Kayen
Ein Schlafbedürfnis haben wir alle, wir brauchen die Verbindung mit dem
Ursprung um uns wieder aufzuladen.

Leider können viele von uns nicht mehr in die Tiefschlafphase hineinfallen
lassen, da wir es verlernt haben abzuschalten.

Meditation, Musik, ein gutes Buch,z.B. von Neal Walsch, Osho, Krishnamurti etc welche uns wieder mit dem Urvertrauen
verbinden, mag dabei helfen uns wieder in das Urvertrauen zu tunen.

Also ein Schlafbedürfnis und die Reaktionen auf Störungen, besser wären Antworten wie Gespräche und ggf. stärkere Maßnahmen haben nichts mit kranken Ego zu tun,
sondern mit dem Funktionalen.

Alles Liebe

Sucht, Geister und die Überwindung.

weissnicht ist offline
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Seit: 09.11.10
Zitat von LieberTee Beitrag anzeigen
Was sollte Deiner Meinung nach mit Menschen geschehen, die diese Identifikation nicht fallenlassen?

MACH KEIN PROBLEM DARAUS, ES IST ALLES GUT SO WIE ES IST.
WER DIE IDENTIFIKATION NICHT FALLEN LÄSST
MACHT DIE ERFAHRUNG DES LEIDENS:


Was die Auseinandersetzung mit Gott angeht, was ist z.B. daran auszusetzen, sich von Gott auserwählt zu fühlen? Das ist doch wohl kaum eine Bewertung, oder? Sind wir nicht alle, jeder einzelne von Gott auserwählt und vollkommen so, wie wir sind, erwünscht, gewollt und angenommen? Genauso, wie wir uns selbst lieben und annehmen dürfen, weil wir selbst ein Geschenk sind an das Leben?

ERWACHE IN DEINEN GÖTTLICHEN ZUSTAND
DANN IST DEINE FRAGE BEANTWORTET

Ich sehe es nicht so. Mein Ich, Ego oder sonstwie, nenne es Identität, Persönlichkeit, Summe meiner Erfahrungen und Berwertungen...was weiß ich, ist definitiv immer da und einen Knopf zum Ausschalten habe ich an mir noch nicht gefunden.

ES GIBT KEIN ERSATZ FÜR AUFMERKSAMKEIT
DAS IST DER KNOPF



Aber feiern mag ich gerne mal, mich selbst und auch mit anderen. Da stimme ich zu.
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