Tokio verteilt Jod-Tabletten / Radioaktive Wolke in 7 Tagen über Deutschland

12.03.11 16:13 #1
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Tokio verteilt Jod-Tabletten / Radioaktive Wolke in 7 Tagen über Deutschland

Nischka ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.532
Seit: 02.01.11
Hallo Clematis,
ich lese gerade Deine Schilderung. Mich würde interessieren, wo Du warst, als Du das erlebtest. Kannst Du das schreiben?
Ich meine auch, daß viele Menschen massiv traumatisiert werden, "alleine" durch ein Erdbeben, und in Japan kommt ja noch eine Menge dazu, meine Güte, die tun mir wirklich leid, und ich wünschte, man könnte alle evakuieren, seufz.

Tokio verteilt Jod-Tabletten / Radioaktive Wolke in 7 Tagen über Deutschland
Clematis
ich lese gerade Deine Schilderung. Mich würde interessieren, wo Du warst, als Du das erlebtest. Kannst Du das schreiben?
Ich meine auch, daß viele Menschen massiv traumatisiert werden, "alleine" durch ein Erdbeben, und in Japan kommt ja noch eine Menge dazu, meine Güte, die tun mir wirklich leid, und ich wünschte, man könnte alle evakuieren, seufz.
Hallo Nischka,

Das war 1967 in Caracas, Venezuela. Die Stadt liegt 900m über dem Meeresspiegel in einem langgestreckten Tal in den Ausläufern der Anden. Die Berge rundherum steigen auf über 2.000m. Ich war zu der Zeit im Epizentrum bzw. nur wenige 100 Meter davon entfernt. Das Merkmal, das zu besonders starker Zerstörung führte war, daß die Erschütterungen nicht nur in der vertikalen, sondern auch in der lateralen Richtung erfolgten. Vertikal allein zerstört nicht ganz so viel. Einige Stunden später standen wir auf dem leeren Parkplatz eines Einkaufszentrums und schauten uns unser Gebäude entgeistert an als ein Nachbeben kam - es fühlte sich an als stünden wir auf einer aus Billardkugeln gebildeten Fläche, die unter unseren Füßen vibrierten und rollten...

Für Monate danach gab es noch kleinere Nachbeben und jedesmal stürzten wir in sekundenschnelle aus den Häusern, ob angezogen oder nicht. Ich glaube wir stellten dabei so einige Rekorde beim Treppenlaufen auf.

Zeitgleich gab es am Meer einen Tsunami. Dort waren die Zerstörungen noch weit umfangreicher als in der Stadt.

Daß bei diesem Beben so wenige Menschenleben zu beklagen waren, lag daran, daß es ein ungewöhnlich schwül-heißer Samstagabend war, an dem sehr viele Menschen im Freien unterwegs oder in Gartenlokalen waren

Im 4. Absatz dieses Links findet sich eine weitere Kurzbeschreibung:
www.vdi-nachrichten.com/vdi-nachrichten/aktuelle_ausgabe/akt_ausg_detail.asp?cat=2&id=42845&source=rubrik&d oPrint=1
Hier im 3. Absatz:
Feuerwehrleute in Sachen Erdbeben

Noch zwei Geschichten von Bekannten.

Meine Friseuse, mittleren Alters, wohnte mit ihrer Nichte auf dem obersten 10. Stock eines zweiteiligen Gebäudes, dessen Teile nur durch das Treppenhaus verbunden waren. Als das Beben begann rief sie ihrer Nichte zu - raus mit dir und sie schaffte es auch. Weil sie selbst nicht so schnell laufen konnte blieb sie in der Wohnung. Dieser vordere Gebäudeteil fiel säuberlich komplett in sich zusammen, wie eine senkrechte Ziehharmonika, während der hintere Teil unversehrt stehen blieb. Über dem Kopf der Friseuse war die Betondecke aufgebrochen, was sie rettete. Sie saß mutterseelenallein oben auf dem Schutthaufen und krabbelte dann mühselig zur Straßenebene hinunter - körperlich unverletzt. Sie war die einzige Überlebende aus diesem Gebäude.

Ein Kollege feierte auf dem 12. Stock eines erdbebensicheren Gebäudes gerade eine große Party. Das Gebäude schwankte oben um etwa zwei bis drei Meter hin und her. Da die Böden aus poliertem Marmor bestanden, gelang es niemandem aus der Wohnung heraus zu kommen. Jedes Mal wenn sie etwas in Richtung Tür gelangt waren, rutschten sie wieder zurück... Der Schock saß bei allen Beteiligten so tief, daß sie danach nur noch eine Wohnung im Parterre akzeptieren konnten. Und diese waren nach dem Erdbeben sehr selten zu finden da heiß begehrt.

Ja, die Traumatisierung hält wohl ein Leben lang vor. Ich habe lange nicht mehr so intensiv an dieses Ereignis gedacht, wie jetzt bei dieser Beschreibung, und trotz der inzwischen vergangenen 44 Jahre, bibbere ich so vor mich hin. Das Ganze im Fernsehen betrachten oder selbst erleben ist eben ein riesengroßer Unterschied. Werde also nicht mehr weiter hierzu Stellung nehmen und mich zwecks Erhaltung bzw. Wiedererlangung des Seelenfriedens ausklinken.

Grüße,
Clematis23

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Nischka ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.532
Seit: 02.01.11
Ja, der nette Herr Yogeshwar...
der sich anscheinend zu Atom, zu Elektrosmog und zu Impfungen
ähnlich entwarnend äußert, tz...


Glaubwürdigkeits-GAU: Der Fall des ARD-Journalisten Ranga Yogeshwar

"Seit dem Reaktorunglück von Fukushima ist ARD-Journalist Ranga Yogeshwar ein viel gefragter Mann. Doch kaum jemand ahnt, dass Yogeshwar wohl zwei Herren dient: der Wahrheit, zu der er als ARD-Journalist verpflichtet ist, und der Kraftwerksbranche, von der er ebenfalls Geld erhielt.

Yogeshwar arbeitet schon seit Jahrzehnten für die ARD. Er moderiert zahlreiche Sendungen, ist Gast in vielen Talkshows und war lange Jahre leitender WDR-Redakteur. In den vergangenen Tagen wurde er den Zuschauern in Zusammenhang mit dem Reaktorunglück von Fukushima stets als Wissenschaftsexperte präsentiert. Dann erläutert er den Zuschauern angeblich ganz neutral Zusammenhänge. Der Mann wirkt auf den ersten Blick seriös. Aber ist er auch glaubwürdig?

Ranga Yogeshwar arbeitet seit Jahren schon auch für die Energieunternehmen E.ON und EnBW. (...)"

Geändert von Malve (18.11.12 um 12:57 Uhr) Grund: Hinweise/Links Kopp-Verlag sind nicht erwünscht

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Nischka ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.532
Seit: 02.01.11
EU erhöht weltweit geltende Grenzwerte für radioaktive Belastung von Lebensmitteln aus Japan drastisch

ab sofort bis auf das Zwanzigfache:


Gesellschaft | Panorama | Foodwatch: Radioaktive Grenzwerte von Japan-Lebensmitteln erhöht | newsecho.de - Meine Nachrichten

"(...) Foodwatch und das Umweltinstitut München sprachen sich für einen kompletten Importstopp aus betroffenen Regionen Japans aus. Die Einführungsmengen für Lebensmittel aus Japan nach Europa seien ohnehin nur sehr gering, so Christina Hacker, Vorstandsmitglied im Umweltinstitut."

Vielen Dank, Frau Ilse Aigner.......

Geändert von Malve (18.11.12 um 17:20 Uhr) Grund: Links zum Kopp-Verlag sind unerwünscht

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Clematis
Hallo Nischka,

habe zum Thema EU und Grenzwerte, offensichtlich fast zeitgleich, weitere Links und Infos eingestellt. Siehe

http://www.symptome.ch/vbboard/radio...tml#post643601

Gruß,
Clematis23


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