Tokio verteilt Jod-Tabletten / Radioaktive Wolke in 7 Tagen über Deutschland

12.03.11 16:13 #1
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Tokio verteilt Jod-Tabletten / Radioaktive Wolke in 7 Tagen über Deutschland

Kullerkugel ist offline
Beiträge: 6.671
Seit: 01.06.10
Hallo , ich danke Euch , ich hatte gehofft , Ihr wißt mehr dazu .

Aber mit den dort genannten erneuerbaren Energieressourcen werden wir unseren heutigen Lebensstandard nicht halten können. Energie aus Biomasse - mit dem Thema solltet Ihr Euch mal ernsthaft beschäftigen. Wenn es nach den Plänen von Investoren geht(Gewinn auf 20 Jahre derzeit gesetzlich garantiert , stehen in meinen Heimatkreis bald in jedem Dorf Biomassekraftwerke in Industriegröße . Schaut Euch mal das Werk in Penkun an. Ein Vorzeige-Projekt ....
Wir könnten dann zwar vielleicht Strom haben , aber es gibt nichts mehr zu essen. Es werden dort jetzt schon fast ausschließlich nur noch Energiepflanzen in Monokultur angebaut . Mit allen Folgen , was man darüber weiß. Im Nachbardorf ist vorigen Sommer so ein Maisfeld ins Dorf gerutscht....
Aber vielleicht halten dann zukünftig die neuen Windräder , es werden wöchentlich mehr , solche Erdrutsche auf ? Wo soll der Mensch bleiben..? Spazieren in der Landschaft bedeutet , das um einen herum nur noch "Warnblinken" zu sehen ist....

Wir müssen unseren Verbrauch drosseln ,da wird kein Weg daran vorbei gehen.

LG K.
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LG K.

Geändert von Kullerkugel (14.03.11 um 23:29 Uhr)

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Manno ist offline
Beiträge: 1.141
Seit: 09.09.08
Infos gibt's scheinbar auch diesmal nur wieder nur vom Knopp Verlag:

Ich hab mich nun drei Tage lang darüber geärgert, daß kein Industriestaat bereit ist, den Japanern umgehend zu helfen, bzw. daß dies den rot-grünen ziemlich gleichgültig ist und sie stattdessen sofort versuchten die Situation für sich auszunutzen. Solange noch darum gekämpft wird eine Kernschmelze zu verhindern, wäre eine "Schamfrist" wirklich angemessen gewesen.

Wenn die Nachricht des Knopp Verlags aber wahr ist, dann dürften die politischen Zustände in Japan ungeheuerlich sein. Demnach läuft es ja schon genauso ab, wie damals in der Sowjetunion. Wenn jetzt gleich drei Kernschmelzen die Bevölkerung von Tokio bedrohen, bzw. in den nächsten Tagen der Wind dreht, dann werden die Verantwortlichen wohl in keinem Land der Welt mehr "politisches Asyl" bekommen.

Andererseits wird aber auch behauptet, daß nicht die Japaner auf Hilfe verzichtet haben, sondern daß der US Flugzeugträger wieder abdrehte, nachdem er durch eine radioaktive Wolke gefahren ist. Das wäre dann allerdings wieder ein ganz andere Situation.

Dennoch frage ich mich, wie sich informierte Menschen immer noch in Tokio aufhalten können und dort das Leben völlig normal weitergehen kann ? Wieso wird in den deutschen Medien über das Verhalten der japanischen Regierung, der Menschen die in Tokio verbleiben und die geleistete / unterlassene internationale Hilfe nicht berichtet ?

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nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Zitat von Manno Beitrag anzeigen
Dennoch frage ich mich, wie sich informierte Menschen immer noch in Tokio aufhalten können und dort das Leben völlig normal weitergehen kann ?
Das hängt sicherlich mit der Mentalität der Japaner zusammen.

Zudem, hast Du wohl noch nicht geschaut, um wieviele Menschen es in Tokio und Umgebung geht?
8.483.050 (23 Bezirke)
34.471.652 (Metropolregion)
(Volkszählung 2005)

Die können sich nicht mal eben alle schnell in ein Flugzeug setzen.
Selbst die Evakuierung in einen anderen Teil von Japan ist bei der Menschenmasse doch kaum vorstellbar.

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Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

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Manno ist offline
Beiträge: 1.141
Seit: 09.09.08
Zitat von nicht der papa Beitrag anzeigen
Das hängt sicherlich mit der Mentalität der Japaner zusammen.
Zudem, hast Du wohl noch nicht geschaut, um wieviele Menschen es in Tokio und Umgebung geht?
8.483.050 (23 Bezirke)
34.471.652 (Metropolregion)
Als Organisator wüßte ich wohl auch nicht, wie ich so eine Evakuierung bewerkstelligen sollte, doch dabei handelt es sich ja nicht um Millionen "Artikel", die man von einem Ort zum anderen transportieren muß. Das sind Individuen die selbst entscheiden können und langsam werden in Tokio auch Nahrungsmittel knapp.

Wenn 34 Millionen Menschen um ihr Leben fürchten müssen, dann würde ich eher eine Situation wie in New Orleans erwarten: Massenflucht, verstopfte Straßen, Flüchtlingslager ... Insofern könnte es wohl nur die Mentalität der Japaner sein, die ihrem Arbeitsplatz nicht einfach fern bleiben.

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Nischka ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.532
Seit: 02.01.11
Hallo,
gestern bei Beckmann wurde über das Thema gesprochen, auch darüber, warum viele Japaner noch nicht der Gefahr entsprechend reagieren. Diejenigen, die nicht englisch sprechen, bekommen zu wenig Informationen (bisher), da die aktuelleren Informationen nur übers Internet in englisch kommen.

Hier die Antwort von den Stuttgartern zu alternativen Energien - sie ist sehr kurz ausgefallen, da wenig Zeit besteht. Und es war der Hinweis dabei, sich über den BUND schlauzumachen. Ich hab jetzt nicht die Zeit, da zu recherchieren.

Hier die Alternativen aus der Antwort:

Die Alternativen sind v.a. Sonnenenergie, Windenergie, Gezeitenkraftwerke, Biokraftwerke, Wärmekraftkoppelung, Energiesparen, u.v.a. intelligente Energiealternativen.

Viele Grüße!

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Grille 56 ist offline
Beiträge: 642
Seit: 30.01.11
Hallo zusammen

Jetzt machen sich plötzlich alle Gedanken,jetzt wo das Kind in den Brunnen gefallen ist.
Sind die Politiker wirklich so dumm?
Das hätte ich denen sagen können das so etwas mal passiert und es wird noch viel viel schlimmeres passieren und noch viel viel öfter daran werden wir uns gewöhnen müssen.
Selbst vernichtende Dinge Aufzubauen wo keiner weiß wie es Reagieren wird das ist doch schon sehr dumm von den Menschen.
Das ist genau so als wenn ich ein Raubtier halte und hoffe das es mich nie angreift und wenn es mich dann angreift suche ich auch noch die Schuld bei anderen.
Es ist die Natur,das Mächtigste überhaupt wo die Menschen nicht mit rechnen.
Wir müssen noch sehr viel lernen.




Grille

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Nischka ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.532
Seit: 02.01.11
Hallo!
Grille, das Beispiel mit dem Raubtier ist wirklich sehr passend!

Was ich so abgefahren finde:
Alle machen sich - berechtigte - Sorgen um Atomkraft, protestieren, machen und tun;
aber über 70% der Bevölkerung, darunter Umweltschützer, Atomkraftgegner, Anthroposophen, Heiler, Ärzte usw. nutzen diese überaus schädliche Mikrowellentechnologie in Form von Handys, Schnurlostelefonen, WLAN, Energiesparlampen etc., und die meisten dieser Menschen machen sich keinerlei Gedanken darum, informieren sich nicht einmal eingehender über die Gefahren.
Gewisse Heiler meinen dann, durch Auslegen von ein paar Steinchen oder durch Aufkleber die Strahlung zu neutralisieren, statt einfach auf Kabel umzustellen.
Komisch, daß sie außerdem nicht an die Natur, die Bäume, die Tiere in der Natur denken. Eine Frau, die Neutralisierungsprodukte verkaufte, sagte, man müsse dann positiv an die Bäume denken.
Jou, alles klar?!

Und die Gefahren dieser Funk-Technologie sind durch Tausende von Studien belegt - und das nicht erst seit gestern - und außerdem durch viele lebende Beispiele, siehe Elektrosensibilität bzw. Mikrowellensyndrom:

Omega-News: Ein neues Krankheitsbild: Das Mikrowellensyndrom

www.fgf.de/publikationen/newsletter/einzeln/NL_04-04/Mikrowellensydrom_04-04d.pdf

Da fehlt mir wirklich das Verständnis. Schließlich war nun genug Zeit, sich da mal drum zu kümmern.

Allerdings mache ich die Erfahrung, daß wenn Menschen einmal die Strahlung durch ein Meßgerät "gehört" haben - deren Reichweite und Intensität - bekommen sie mehr Bezug dazu, sind sehr erstaunt. Zu etwa 80% reagieren sie dann eher mal, meiner Erfahrung nach.

Leider sind es dann die Frühwarner, die sogenannten Elektrosensiblen, die am meisten darunter zu leiden haben und überall darum betteln müssen, daß man doch bitte irgendwelche Geräte ausschalten möge, z. B. in Bus und Bahn, in der Nachbarschaft. Und nicht alle nehmen Rücksicht bzw. haben Respekt davor.
Wie oft höre ich von Leuten, man müsse doch durch die geistige Einstellung sich abschotten können gegenüber der Strahlung.

Ich sage dann meistens, sie mögen doch mal neben ein Atomkraftwerk ziehen und dann durch geistige Einstellung und Positiv-Denken die Strahlung abhalten. Heffz...

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Angie ist offline
Beiträge: 3.390
Seit: 18.04.08
Ehrlich gesagt, ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser Supergau in so einem Ausmaß nicht auch bei uns zu Strahlenbelastungen führt.

Die Strahlenwerte bei Tschernobyl wurden uns verschwiegen, bzw. die Infos kamen scheibchenweise.
Die Leute sind mittlererweile mißtraurisch; die Geigerzähler sind ausverkauft....

Von den Politikern wird gesagt, die Entfernung nach Japan sei sehr groß und es bestünde keine Gefahr.
Ist es wirklich so und ist die Entfernung nicht einfach relativ?

Ich möchte hier keine Panik verbreiten, aber ich vermute, die Frage stellen sich sehr viele.

VG, Angie

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Binnie
Hallo Angie,

möglicherweise liegst Du mit Deinen Vermutungen gar nicht so falsch. Bereits am 11.03. wurden bspw. in München erhöhte Werte festgestellt:

aristo blog - nachrichten die man nicht überall findet - - Erhöhte Strahlungsmesswerte in München

Und so wie es aussieht, gibt es heute bereits neue Höchstwerte:

Messung der Radioaktivität in der Luft Ausführliche Darstellung der Messwerte:
München, Johanneskirchen
Aerosole-Gesamt: Stunden-Mittelwerte der letzten 48 Stunden
Stand: 15.03.2011, 12:46Uhr
Quelle: Bayer. Landesamt für Umwelt (LfU)

VG Binnie

Geändert von Binnie (15.03.11 um 13:31 Uhr)

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Gotteskind ist offline
Gesperrt
Beiträge: 224
Seit: 20.08.10
Hallo Angie,

bin total betroffen... Ab dem 11.03.2011 kann man nicht mehr die Augen verschließen.

Zitat von Angie1 Beitrag anzeigen
Ehrlich gesagt, ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser Supergau in so einem Ausmaß nicht auch bei uns zu Strahlenbelastungen führt.
(...)
Die Leute sind mittlererweile mißtraurisch; die Geigerzähler sind ausverkauft....
Stimmt. Geigerzähler wie z.B. den Gamma-Scout gab es mal beim Elektro Conrad - alle weg: Radioaktivitäts-Messgeräte | Strahlungs-Messgeräte - im Conrad Online Shop günstig kaufen

Vielleicht gibt's ja im Netz irgendeine Homepage, wo Privatleute mit Geigerzähler aktuelle Messdaten ihrer eigenen Messpunkte veröffentlichen?

Habe ansonsten Schwierigkeiten mit der Umrechnung bzw. Vergleichbarkeit der Maßeinheiten (Sievert, Gray, Becquerel, ...) bzw. dem Dosis-Leistungs-Bezug (also z.B. was sagt eine Messung von 5200 Mikro-Gray pro Stunde aus im Vergleich zu einer tolerierbaren mittleren Starhlenbelastung von z.B. 2,1 Milli-Sievert pro Jahr).

Was also kann ich in meiner momentanen Hilflosigkeit tun? Stromanbieter wechseln (kein Atomstrom der "großen 4" mehr), spätestens zum 25. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe auf eine Veranstaltung, doch schon heute abend um 18:00 kann man in vielen größeren Städten auf der Straße Präsenz zeigen (ausgestrahlt.de,...), Flash-Mobs,...

Das darf doch alles gar nicht wahr sein...


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