Tokio verteilt Jod-Tabletten / Radioaktive Wolke in 7 Tagen über Deutschland

12.03.11 16:13 #1
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Tokio verteilt Jod-Tabletten / Radioaktive Wolke in 7 Tagen über Deutschland

Nischka ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.532
Seit: 02.01.11
Hier eine neue Mail vom Umweltinstitut München:


Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstitut München,

Die Anfragen über eine mögliche Gefährdung durch Radioaktivität häufen sich beim Umweltinstitut München. In München besteht derzeit kein Anlass für Schutzmaßnahmen. Dies bestätigen auch unsere Messungen der Münchner Außenluft. Sollte sich der Radioaktivitätsgehalt erhöhen, gibt das Umweltinstitut eine sofortige Warnung aus. Die aktuellen Messwerte sind auf umweltinstitut.org veröffentlicht.

„Wir sind zutiefst erschüttert über die Katastrophe in Japan. Das schrecklich Unglück zeigt, wie dramatisch Atomkraftwerke die ohnehin verheerenden Folgen einer Naturkatastrophe verschlimmern. Die japanischen AKW-Betreiber und Behörden müssen sofort alle Informationen herausgeben, damit die Bevölkerung sich schützen kann. Die Regierungen aller Atomnationen sollten spätestens jetzt begreifen, dass die Atomtechnologie nicht zu beherrschen ist“, sagt Harald Nestler.

Das Umweltinstitut überwacht seit dem Atomunglück in Tschernobyl 1986 die Münchner Außenluft und misst den Radioaktivitätsgehalt in Lebensmitteln. Derzeit stellen wir keine erhöhte Radioaktivität fest. Aktuelle Messewerte sind auf Umweltinstitut.org - Strahlendosis der Auenluft veröffentlicht. Zudem warnt das Institut derzeit dringend vor der Einnahme von hochdosierten Jodtabletten zur Blockade der Schilddrüse als Vorbeugung gegen eine mögliche radioaktive Verstrahlung.
Die Einnahme ist nur im Falle einer tatsächlich bevorstehenden Belastung mit radioaktivem Jod-131 einzunehmen. Jod füllt lediglich die Jodspeicher in der Schilddrüse, um sie vor der Aufnahme von radioaktiv belastetem Jod zu bewahren und schützt nicht vor allen anderen radioaktiven Stoffen wie Plutonium, Cäsium oder Strontium.

Das Umweltinstitut München fordert die Regierung zur sofortigen Abschaltung der Altreaktoren Neckarwestheim1, Philippsburg 1, Isar 1, Biblis A und B und Unterweser. Sie sind die ältesten und gefährlichsten deutschen AKWs. Das Sicherheitsrisiko, das von ihnen ausgeht, ist schon lange nicht mehr tragbar. Die abgeschalteten Pannenreaktoren Krümmel und Brunsbüttel dürfen keinesfalls wieder ans Netz. Außerdem fordern wir die Regierung auf, den kompletten Ausstieg sofort ernsthaft in die Wege zu leiten und sich mit Nachdruck um den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu kümmern.



Termine

Bundesweit finden heute Mahnwachen statt. In München zum Beispiel um 19 Uhr am Stachus.

Eine Übersicht mit allen Mahnwachen finden Sie hier.


Unsere Atom-Info-Kampagne
Wir setzen weiter auf Information: Wir haben eine Reihe von vier Faltblättern zu verschiedenen Atomthemen aufgelegt:

* „Uranabbau – Giftige Geschäfte fürs AKW“
* „Wahnsinn auf Halde – Der atomare Müllberg“
* „Krebs durch AKWs – Kinder leben gefährlich“
* „Hand in Hand – Der Atomstrom und die Bombe“

Zusammen mit unserem Flyer „Die Lügen der Atomlobby“ haben wir daraus unsere Atom-Aktions-Pakete geschnürt. Dazu gibt’s eine Serie von vier Anti-Atom-Postern.

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Dora ist offline
Beiträge: 2.848
Seit: 05.07.09
Die Situation in Japan erinnert mich an Tschernobyl.

Die Naturfreunde im Finsterbrunnertal bei KL und andere Organisatoren
ermöglichten lange Zeit, Kinder aus Tschernobyl jährlich einen Erholungsurlaub.

Kinder von Tschernobyl



Japan:

Hilflos muss die Welt mit ansehen, was der Bevölkerung in Japan zurzeit widerfährt.


Hilfskräfte kommen sogar unverrichteter Dinge, nach Deutschland wieder zurück.


In den Explosiv Nachrichten sprach man davon, dass auch in Deutschland solche marode Atommailer stehen.


Eine hundertprozentige Sicherheit wird es nie geben.


Blicken wir auf diese Katastrophe in Japan, so kann es nur heißen,
NEIN zur AKW.

Deutschland soll auf seine vorhandene Kapazitäten zurückgreifen und diese weiter ausbauen.



Schluss mit AKW und dessen Profitgier, die Sicherheit muss an oberster Stelle stehen.
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Ich bin nur dafür verantwortlich, was ich schreibe - nicht dafür, was du verstehst!

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Manno ist offline
Beiträge: 1.141
Seit: 09.09.08
Zitat von Dora Beitrag anzeigen
Hilflos muss die Welt mit ansehen, was der Bevölkerung in Japan zurzeit widerfährt.
Berücksichtigt man, wie oft wir von einer besonders strengen Aufsicht betreffend der Atomenergie gehört haben, wie oft wir von internationaler und nationaler Atomaufsichtsbehörde zu hören bekamen, dann schockiert derzeit, daß es diesbezüglich rein gar keine Aufsicht gab und gibt. Weder Baupläne, Standorte, Betreiber, Personal noch Krisenpläne wurden von irgendjemand kontrolliert.

Jeder Staat kann sich derzeit so ein AKW zusammenbasteln und kann damit machen was er will. Wenn dann etwas schiefgeht, weis diese internationale Aufsicht noch nicht einmal, um welchen Reaktortyp es sich handelt und Krisenpläne hat diese internationale Aufsicht offensichtlich auch nie ausgearbeitet. Alle schauen lediglich fassungslos zu ... Heute bekommen wir mit, daß diese internationale Aufsichtsbehörde lediglich kontrolliert, was mit dem waffenfähigem radioaktivem Material geschieht - sonst nichts !

Es wäre also unabdingbar, daß die Atomaufsicht in Zukunft auch als internationaler TÜV aktiv werden muß. Es nützt uns garnichts, wenn wir statt deutschem Atomstrom in Zukunft osteuropaischen kaufen. Weitere AKWs in Weisrußland, Polen oder in der Tschechei werden unsere Sicherheit keineswegs erhöhen. Auch in Rumänien und Bulgarien stehen die AKWs auf Erdbebenspalten und auch dort soll der Anteil der Atomenergie noch weiter ausgebaut werden. Das drückt dann auch die Preise in Osteuropa (und damit auch die Sicherheitsanforderungen). Im Endeffekt würde ein Abschalten der AKWs also nur zu einer weiteren Verlagerung der energieintensiven Produktionsstätten führen, denn für die Sicherheit der dortigen Menschen werden sich die global agierenden Konzerne nicht interessieren.

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nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Dagegen war Tschernobyl doch nur ein Klacks.

Nicht nur, weil hier eine bisher noch völlig unbekannte Anzahl an Reaktoren hochgeht. Es gibt in der unmittelbaren Umgebung 4 Kernkraftwerke mit 13 Reaktoren, von denen rein theoretisch jeder Einzelne noch betroffen sein könnte. Dabei ist das grösste Problem doch, dass es keine Stromversorgung gibt. Und da die Infrastruktur komplett zerstört zu sein scheint, weiß kein Mensch, wann der Strom wieder verfügbar ist.
Daher müssen alle diese Reaktoren mit Notkühlung laufen, die auch bei anderen Reaktoren noch versagen kann.
Aber selbst das muss noch nicht das Ende der Katastrophe sein, da es ständig Nachbeben gibt die für weitere Schäden sorgen könnten. An diesen Reaktoren, aber möglicherweise auch an völlig anderen.

Nicht mit Tschernobyl vergleichbar ist es auch deshalb, weil diese Reaktoren teilweise, wie der bereits zerstörte Fukushima 3, mit sogenannten Mox und damit besonders gefährlicheren Brennstäben betrieben werden, die zusätzlich mit hochgiftigem Plutonium angereichert sind.
Plutonium ist durch seine enorme Giftigkeit für den Menschen wesentlich gefährlicher als Uran. Winzigste Partikel können tödlich sein.

Zu erwähnen ist wohl auch, dass die japanische Herstellungsfabrik für Mox-Brennelemente im Krisengebiet liegt. Sie werden in Tokai hergestellt.

Hallo Nischka,
ich habe bisher nur gewusst, dass ich gegen Kernkraft bin. Aber bei meiner Recherche habe ich nun feststellen müssen, dass es ganz unterschiedliche Reaktoren mit völlig unterschiedlichen Brennstäben gibt.
Es gibt sogar Reaktoren, bei denen eine Kernschmelze ausgeschlossen sein soll.

Mich würde zudem gerade sehr interessieren, ob wir auch Reaktoren mit Mox-Brennelementen betreiben.
Bin aber zu blöd, da was aussagefähiges zu finden, ohne ein Kernkraftstudium zu beginnen.
Hast Du da noch weiteres Infomaterial, dass Du mal online stellen könntest?
__________________
Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

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Nischka ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.532
Seit: 02.01.11
Hallo "nicht der papa",

tut mir leid, ich weiß da auch nichts näheres.
Aber ich kann mir vorstellen, daß hier ein/e Mitleser/in auf Deine Frage eingehen kann.

Viele Grüße!!

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Nischka ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.532
Seit: 02.01.11
Ich erhielt gerade eine Mail von der Bürgerinitiative Mobilfunk S-West - das Thema führt von der Atompolitik zur Mobilfunkpolitik:

(fett und rot Hervorhebungen von mir)


„Nehmt ihnen die Welt aus der Hand, eh`sie verbrannt!“


das sang vor 30 Jahren die österreichische Popgruppe „Schmetter*linge“. Nun wird Japan radioaktiv verbrannt. Ein Schock für uns alle. Rund 60.000 Menschen schlossen die Kette von Stuttgart nach Neckarwestheim. Ihre Forderung: die AKW’s müssen sofort abgeschaltet werden.
Der Atom‑Deal zur Laufzeitverlängerung bringt den Konzernen 100 Milliarden Euro Zusatzgewinne, dafür wird ein Super‑GAU in Kauf genommen und tausenden Generationen der tödliche Atommüll aufgebürdet. Mappus und seine Landesregierung gehören zu den größten Verfechtern der Atomenergie. Die Alternativen zur tödlichen Atomtechnologie sind längst da, sie müssen von uns durchgesetzt werden.


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Nachbarn und Mitstreiter,

So wie wir über die Risiken der Atomtechnologie angelogen wurden, werden wir über die Risiken der Mobilfunkstrahlung angelogen. Es sind überall die gleichen unverantwortlichen Manager. Das AKW in Fukushima wurde vom französischen Konzern AREVA gebaut. Die Vorstandsvorsitzende von AREVA, Anne Lauvergeon, sitzt auch im Vorstand von Vodafone, vorher war sie beim Mobilfunkkonzern Alcatel.

Die BürgerInnen müssen jetzt beraten, wie der Widerstand gegen diese Bedrohungen unserer Zukunft weitergehen soll. Wir laden Sie ein zu unserer Veranstaltung:


Atompolitik, Stuttgart 21, Mobilfunk - welche Chancen bietet die Bürgerbeteiligung?

Bürgerzentrum – Stuttgart West, Bebelstraße 22

Freitag, 18.3.2011 um 19.30 Uhr


Teilnehmer: Muhterem Aras (GRÜNE), Dejan Perc (SPD), Christoph Ozasek ( DIE LINKE),Harald Beck (ÖDP).

CDU und FDP waren leider trotz rechtzeitiger Anfrage nicht in der Lage, Vertreter zu stellen.

Moderation: Bert Hauser, bis 2000 Redakteur beim Fernsehen von SWR, verantwortlich für die landespolitische Berichterstattung.

Programm: Kurzer Impulsbeitrag der Bürgerinitiative: Über den Zustand der Demokratie aus Sicht der Bürgerinitiativen. Diskussion und Fragen aus dem Publikum.



Protestaktion am Donnerstag 24.3., 12.30 Uhr , Altes Feuerwehrhaus S-Heslach

Möhringerstraße 56, 70199 Stuttgart, U-Bahnhaltestelle Schreiberstraße (U1, U14, Bus 42)


Für kommunale Entscheidungsträger führt das IZMF (Informationszentrum Mobilfunk), die Propagandazentrale der Mobilfunkindustrie, in Stuttgart eine Veranstaltung zu LTE (Long Term Evolution) durch. LTE soll den derzeitigen Handystandard UMTS ergänzen und ablösen.
Der BUND und die GRÜNEN protestieren gegen die Einführung von LTE, weil diese Technologie die Belastung mit elektromagnetischen Feldern sprunghaft erhöhen wird.
Außerdem sei die Einführung ein gigantischer Datenschutzskandal, weil der gesamte Autoverkehr mit LTE vernetzt und überwacht werden soll. Um eventuelle Kritik aus Kommunen abzufangen, soll auf dieser Veranstaltung beruhigt werden nach der Methode: Rauchen ist gesund - gez. Prof. Dr. Marlboro, Mobilfunk ist unschädlich, gez. Prof. Dr. V. Odafone.
Die Bürgerinitiative ruft dagegen zum Protest auf. Mehr Informationen zu LTE und ein Flugblatt zu der Veranstaltung auf Der Mast muss weg! Bürgerinitiative Bismarckstraße 57, Stuttgart West. Aktuelles. (Bürgerinitiative Mobilfunk S-West)


Dazu die erstaunliche Meldung:

Israel: Gesundheits– und Umweltministerium lehnen LTE-Einführung vorläufig ab

28.02.2011, Jerusalem Post. Die beiden Ministerien für Gesundheit und Umweltschutz teilten dem Kommunikationsministerium mit, dass sie den Ausbau der Mobilfunkinfrastruktur mit dem Ziel der Einführung von Geräten der vierten Generation (4G, LTE) ablehnen, bis jegliche Gesundheitsgefahren durch die Strahlung umfassend untersucht sind. Die Generaldirektoren der beiden Ministerien, Dr. Ronni Gamzu und Alona Schefer Caro fordern das Kommunikationsministerium dazu auf, bei diesem Thema mit ihnen zusammenzuarbeiten. Originalmeldung: Radiation effect must be checked before 4G system is okayed

Weitere neue Informationen zum Risiko Mobilfunk aus Politik, Wissenschaft und Forschung finden Sie im März-Newsletter

Kompakt von Diagnose-Funk (siehe Anhang).

Prozesshinweis: Mobilfunkbetreiber 02 gegen Landratsamt Tübingen/ Gemeinde Dettenhausen, Rathaus Dettenhausen, Sitzungssaal ( bei Tübingen) , 24.März, 9:45. Landratsamt und Regierungspräsidium haben den Bau eines Masten abgelehnt, dagegen hat 02 geklagt. Wer Zeit hat, ist gebeten, zu diesem Prozess zu kommen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Bürgerinitiative Mobilfunk Stuttgart—West

Mitglied bei Diagnose-Funk Deutschland e.V.

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Neueste Updates vom Kopp-Verlag:


++ Japan Update ++ Japan fleht jetzt USA verzweifelt um Hilfe bei Reaktorkühlung an +++ Spekulanten treiben Preise für Hilfsgüter +++ Regierung wusste seit 2007 von der Gefahr +++ Nuklearkatastrophe nicht versichert +++ Gefahr für Kreuzfahrtpassagier

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Kullerkugel ist offline
Beiträge: 6.671
Seit: 01.06.10
Hallo Nischka ,

dazu würde ich gerne mehr wissen :

Die Alternativen zur tödlichen Atomtechnologie sind längst da, sie müssen von uns durchgesetzt werden.
LG K.
__________________
LG K.

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Nischka ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.532
Seit: 02.01.11
Hallo Kullerkugel,
habe eine Mail dorthin geschrieben, hoffe auf klärende Antwort. Dann setz ich sie hier rein.

Schönen Gruß!!

Hier noch eine Änderung bzw. Hinzufügung zu der obigen Frage:

Ein Text von der Seite "Franz Alt", Sonnenseite:

www.sonnenseite.com/Politik

Auf solche Seiten wie Franz Alt komme ich durch die Homepage von Konstantin Wecker,
da sind täglich sehr interessante Beiträge drin, lohnt sich wirklich, da öfter mal reinzu-
schauen:

http://hinter-den-schlagzeilen.de/

Und noch ein PS an Kullerkugel:
Ich habe schon Deinen Gruß unten gelesen, dankeschön!
Ich les Dich auch des öfteren (je nachdem, wo Du so "vor-
handen" bist, hab mich neulich auch kaputtgelacht - über
"Märchenstunde").

Geändert von Nischka (14.03.11 um 22:52 Uhr)

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Kullerkugel ist offline
Beiträge: 6.671
Seit: 01.06.10
Danke , Gruß zurück , ich lese Dich oft ! LG K.
__________________
LG K.

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nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Das grösste Problem ist mMn. das man trotz besseren Wissens Jahrzehnte lang intensiv und massiv in die Kerntechnik investiert und erneuerbare Energie Anfangs gar nicht und dann sehr lange mehr halbherzig gefördert hat.
Die Nutzung der Atomenergie in Deutschland kostete die Bundesbürger von 1950 bis 2010 mindestens 204 Milliarden Euro an staatlichen Fördermitteln. Weitere 100 Milliarden Euro kommen künftig auch ohne die von der Bundesregierung geplante Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke noch hinzu. Diese tatsächlichen Kosten der Atomenergie stellt Greenpeace heute in einer aktualisierten Studie vor. Den Berechnungen des Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft liegen erstmalig weitgehend vollständige Zahlen zugrunde. Laufen die Atomreaktoren noch einmal acht bis vierzehn Jahre länger, fallen zusätzliche Kosten an.

Atomstrom kostet Bundesbürger 304 Milliarden Euro staatliche Förderung - Greenpeace, Presseerklärungen zum Thema Atomkraft
Wir könnten schon sehr viel weiter sein und sehr viel mehr Wohnhäuser könnten mittlerweile nahezu autonome Selbstversorger sein, die kaum noch Fremdstrom benötigen.
Das dies den Firmen die Öl, Strom oder Gas liefern wenig bringen würde und daher von den grossen Konzernen noch nie gewünscht sein konnte, liegt auf der Hand.

Das erinnert mich gerade sehr an eine Erfindung Mitte der 40er. Da hat einer einen Motor entwickelt, der konnte mit Hanföl fahren. (Der Spiegel hatte vor Jahren einen mehrteiligen Artikel zu Hanf.) Einer der grossen Ölmultis hat dann die Erfindung aufgekauft und verschwinden lassen. An Hanf hätten sie nichts verdient.

Ein aktuelleres Beispiel ist ein Heizkessel mit einer neuen Technik, dessen Ausnutzung so gut ist, dass die Abgase aufgrund der niedrigen Temperatur durch ein Kunststoffrohr nach aussen geführt werden. Die Firma, die diesen Kessel entwickelt hatte wurde von einer grossen deutschen Firma mit Klagen überzogen. Der Entwickler hat sein Produkt deshalb letztlich nicht in D auf den Markt bringen können.

Wenn Du was zur erneuerbaren Energie wissen willst, da hat Wiki genau so viel Info wie zur Atomkraft. Erneuerbare Energie
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Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11


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