Kontroverse These

23.04.07 06:49 #1
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Cailly ist offline
Beiträge: 261
Seit: 19.11.06
Moin Zusammen,

es heißt ja sehr oft : Psychische Erkrankungen beeinträchtigen den Körper...

ich möchte jetzt mal die Gegenteilige Theorie als Möglichkeit zur Diskussion bringen: wenn der Körper krank ist beeinträchtigt dies die Psyche.

Insbesondere reaktionelle psychische Erkrankungen wie Depressionen, Burn out usw. dürften von insbesondere chronischen Krankheiten massivst beeinflußt werden.
Ein weiterer Faktor ist der Umgang mit der Krankheit bzw. mit den Betroffenen.

Mehr möcht ich dazu jetzt noch nicht schreiben, da ich hier nur über diese grundsätzliche Theorie diskutieren möchte.

Liebe Grüße,
Cailly


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Carrie ist offline
Beiträge: 3.747
Seit: 21.05.06
Stimme ich voll zu
Ich denke auch dass eine kranke Psyche den Körper krank macht.
Aber der Weg andersherum wird meiner Meinung nach vernachlässigt. Viele psychische Krankheiten sind physisch bedingt, da bin ich ziemlich sicher. Mein beliebtes Beispiel ist da ja das Amalgam. Quecksilber = Nervengift = Einfluss auf Nerven, Psyche etc. Es gibt genug Leute die Depressionen "ohne Grund" haben. Die denken dann, ja ein bißchen zuviel Stress oder so... aber wie kommt es dass einige Menschen mit solchen Belastungen besser klarkommen?
Ist auf jeden Fall ein interessantes Thema (mit dem ich leider immer wieder anecke). Ich glaube der Bereich ist noch sehr unerforscht. Da hat man Anfang des Jahrhunderts entdeckt, welcehn Einfluss die Psyche auf den KÖrper hat und war begeistert. Mittlerweile wird mir aber vieles zu schnell auf die Psyche geschoben.
Was ist mit psychischen Krankheiten die von Geburt an bestehen? Die nicht durch Traumata erworben wurden? Da sagt man dann "Gene, ist vererbt"... aber was wird da eigentlich vererbt? Wieso verändern sich Gene?
Laune der Natur? Ich bin ja ein Freund des Prinzips Ursache-Wirkung. Wenn meine OMa viel mit Umweltgiften zu tun hatte, wurde sie irgendwann depressiv davon, ihre Tochter "erbt" dann erstmal die ganzen Umweltgifte, ist depressiv und man sagt es ist vererbt. USW.

Und dass chronische Erkrankungen auch psychisch belasten ist ja auch einleuchtend, da entwickelt sich dann sicher schnell so eine Art verstärkender Kreislauf.

Das waren so meine spontanen Gedanken dazu...
Carrie

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Sternchen ist offline
Beiträge: 1.231
Seit: 09.11.04
Ich kenne jemanden der hatte Depressionen wegen starker Schmerzen.
Die Schmerzen waren über Monate und Jahre ständig da, die Ärzte konnte wenig Hoffnung auf eine völlige Schmerzfreiheit machen und haben das ganze Leben lahmgelegt. Klar dass man da Depressionen bekommt!

Aber bevor der Grund für die Schmerzen gefunden wurde (was Monate dauerte) haben die Ärzte immer behauptet die Schmerzen kommen von der Psyche. Und dann wurde die Psyche behandelt und nicht die wirklich Ursache.
Ich finde zu leicht wird gesagt "sie haben nichts, das ist die Psyche".
Mir wurde so etwas ähnliches bei meinen Harnleitersteinen gesagt. "sie bilden sich die Schmerzen ein, wir können nicht finden"
Ich weiß gar nicht ob man sich Nierenkoliken einbilden kann

Das macht mich so wütend ....das glaubt ihr nicht...
__________________
LG
Sternchen

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Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.776
Seit: 26.04.04
Hallo Cailly,

Zu diesem Thema gab es schon einige Beiträge auf der Seite

http://www.symptome.ch/vbboard/koenn...ankmacher.html

Physische Erkrankungen/Schmerzen etc. können sehr wohl die Ursache für psychische Probleme sein, womit ich nicht ausschliessen möchte, dass es auch körperliche Symptome gibt, die von der Psyche beeinflusst werden.

Oft werden die Symptome, die man nicht erklären kann bzw. die medizinisch keine Befunde ergeben, einfach auf die Psyche geschoben. Für den sowieso schon gebeutelten Patienten ist das eine Art Schuldzuweisung ("du solltest mal über dein Leben nachdenken, über dein Umfeld, über deine Beziehung etc. etc."), die ihm zusätzlich das Leben schwer macht. Er fühlt sich als "nicht in Ordnung", als jemand, der sein Leben nicht in den Griff bekommen hat und deshalb erkrankt ist.

Der Faktor Vergiftungen, der hier schon als Beispiel genannt wurde, spricht eindeutig dafür, dass eben nicht alles durch die Psyche "geheilt" werden kann. Da ich dazu meine eigenen Erfahrungen gemacht habe, weiss ich, wovon ich rede - und viele andere in diesem Forum auch.

LG,

uma

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phil ist offline
Beiträge: 1.702
Seit: 25.01.05
Grüss euch,

die Beobachtung, dass erst die körperliche und anschliessend die psychische Erkrankgung sich zeigt stimmt. Dies insofern, als man die Ursache am passenden Punkt in der Kausalkette bestimmt.

Dennoch, um beim Beispiel Amalgam zu bleiben, bevor dieses seine Wirkung entfalten konnte war da mal ein Loch. Dieses Loch war nicht bei einem beliebigen Zahn, sondern bei einem ganz bestimmten. Bekanntlich findet man in den Zähnen dieselbe Selbstwiederholungen aller Organe, wie man sie im Ohr, an den Fusssohlen, in den Händen, an der Wirbelsäule, in der Augeniris wiederfindet. Und bekanntlich steht jedes Organ für einen bestimmten Themenkreis. Ist ein bestimmtes Organ energetisch geschwächt - was sich kinesiologisch sehr schnell austesten lässt - wird sich das an all diesen Selbstwiederholungspunkten ebenfalls erkennen lassen.

Natürlich ist es durchaus stimmig jenes das nicht in den Körper gehört zu entfernen und auszuleiten. Ist damit aber die Ursache, die ursprünglich dahinter steckt, auch gelöst?

Wenn nicht, dann wird sich das Problem anderswo manifestieren wollen.

Brennt ein Haus, wird man zweifelsfrei beobachten können, dass überdurchschnittlich viele Feuerwehrmänner vor Ort sind. Aber sind sie die Ursache des Brandes? Wäre man rechtzeitig vor Ort gewesen, hätte man etwas ganz anderes beobachtet, nämlich die wirkliche Ursache des Brandes. Allerdings ist es so, dass wir meist erst auf den Brand aufmerksam werden, wenn die Flammen bereits aus den Fenstern schlagen und eine Rauchsäule aufsteigt. Die sich zuvor zeigenden Zeichen, die später zum Brand führten konnten oder wollten wir nicht wahrnehmen.

Damit ein Haus brennen kann, muss zuvor eine Ursache gesetzt werden. Aus sich heraus kann es nicht brennen, da muss schon "nachgeholfen" werden: Unachtsame Handlung seiner Bewohner, bewusste Brandlegung, Nächlässigkeit mit selbstentzündlichen Stoffen etc., also immer eine "geistige" Ursache.

Und selbstverständlich wird man immer wieder auf Organe und Stoffe treffen, die bei einer Erkrankung auftreten treffen, auf verkohlte Balken, auf den Brand nährende Stoffe ebenso wie auf Feuerwehrmänner und ihre Ausrüstung bei einem Brand.

Zu einem bestimmten Zeitpunkt ist es passend die Depression aufzufangen, was nicht passt zu entfernen und auszuleiten, damit sich anschliessend Körper und Psyche wieder erholen können. Ebenso wie man sich nach dem Brand ans Aufräumen machen wird, damit sich der Ort wieder erholen kann und ein neues Haus aufgebaut werden kann. Die Intervention wird sich somit daran orientieren, wie weit der "Brand" schon gediehen ist. Im Extremfall wird man das Haus nicht mehr retten können und nur noch auf Schadensbegrenzung für das Umliegende machen.

Was man beobachtet und wie man interveniert hängt also wesentlich davon ab, zu welchem Zeitpunkt man den "Brandherd" betritt.

herzlichst - Phil
__________________
herzlichst aus Trollhalden!

Kontroverse These
oli
Ich kann mir, genauso wie Ihr, sehr gut vorstellen, dass psychische Probleme ganz banal durch das Organsystem beeinflusst werden.
Stichworte für mich sind:
(Umwelt-)Gifte, Durchblutung, Mineralienhaushalt, Unfälle ...

Das Gehirn ist in erster Linie ein Organ. Und zwar ein recht empfindliches. Heute wird es ohne Ende mit elektromagnetischen Feldern, Handywellen, Giften usw trktiert. Das hat sicherlich Folgen.

Wenn man Drogen nimmt, kann man ja auch verrückt werden oder depressiv. Warum soll dieser Effekt nicht auch bei Wohngiften oder Zahnmetallen passieren ?
Mangelernährung oder Industrie-"food" kann meiner Ansicht nach auch krank machen (Aromastoffe, Farbstoffe usw). Wenn der Körper krank durch Gifte wird, ist das Gehirn das Organ welches als erstes betroffen wird.

Andersherum ist sicher auch vieles möglich, also dass man organisch krank wird durch psychische Beschwerden. Leider funktioniert das aber nicht so einfach, wie manch Arzt und viele Laien wahrhaben wollen.

Ein Beispiel:
Ein Bekannter meiner Eltern fing plötzlich an, sich zu verändern. Im Alter von etwa 60 fing er an, immer schusseliger zu werden, wurde grantig und bekam körperliche Beschwerden wie zb Schmerzen.
Alle waren sich sicher, dass diese Symptome von Berufsausstieg kam, da er quasi abgesetzt wurde. Vorher war ein Intendant im Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk. Die Erklärung war, dass er diesen Fall zum unbedeutenden Pensionär nicht verkraftet hatte.
Ich fand das gleich ziemlich daneben, sagte das auch, aber keiner meinte, dass es zb von den Zähnen oder durch eine Operation oder so kommen könne.

Für mich ist dieser Fehlschluss das beste Beispiel der Ignoranz und unwissenheit von Menschen und Ärzten: "das ist psycho-somatisch" - das hört sich so erfahren und kundig an. Jeder Hans Müller von nebenan kann das sagen und er klingt wie ein richtiger Fachmann, wenn er das sagt. Die Ärtze verhindern mit dieser Floskel, die Aussage "ich weiss es nicht".

Hier noch ein Link, einer interessanten Doku, die ich zu diesem Thema sah: www.arte.tv/de/wissen-entdeckung/wissenschaft/Programm/Programm/1487656

Hintergrund ist die Epigenetik, die aussagt, dass Gene durch Ereignisse zu Lebzeiten verändert werden und infolge dessen zb Vergiftungen an die Nachfahren vererbt werden können: wissenschaft.de - Epigenetik: Vererbung ist mehr als die Summe der Gene

Geändert von oli (23.04.07 um 09:29 Uhr)

Kontroverse These
oli
Zitat von phil Beitrag anzeigen
Dennoch, um beim Beispiel Amalgam zu bleiben, bevor dieses seine Wirkung entfalten konnte war da mal ein Loch. Dieses Loch war nicht bei einem beliebigen Zahn, sondern bei einem ganz bestimmten. Bekanntlich findet man in den Zähnen dieselbe Selbstwiederholungen aller Organe, wie man sie im Ohr, an den Fusssohlen, in den Händen, an der Wirbelsäule, in der Augeniris wiederfindet. Und bekanntlich steht jedes Organ für einen bestimmten Themenkreis. Ist ein bestimmtes Organ energetisch geschwächt - was sich kinesiologisch sehr schnell austesten lässt - wird sich das an all diesen Selbstwiederholungspunkten ebenfalls erkennen lassen.

Natürlich ist es durchaus stimmig jenes das nicht in den Körper gehört zu entfernen und auszuleiten. Ist damit aber die Ursache, die ursprünglich dahinter steckt, auch gelöst?
Hi Phil, Dein Ansatz mag in Einzelfällen zutreffen. Allerdings gebe ich zu Bedenken, dass fast alle Neugeborenen mit einer gewissen Erblast auf die Welt kommen. Das können Speichergifte sein, die über die Plazenta der Mutter in den kleinen Körper kommen. Auch werden viele Kinder sehr früh in Kontakt mit Giften gebracht. Sei es der Papa, der in der Wohnung raucht oder die Hauptverkehrsstrasse, an der man wohnt. Auch wenn der Vater Heimwerker ist oder wenn die Wohnung frisch renoviert wurde, wird eine Menge an Giften freigesetzt, die das Neugeborene u.U alle aufnimmt.

Bevor man komplizierte, energetische Konzepte entwirft, sollte man erstmal diese Ursachen ausschalten, finde ich. Was bringt es, wenn ich weiss, dass meine Leber "energetisch" geschwächt ist ? Wichtiger wäre es zu wissen, ob ich was machen kann, etwa durch Umzug oder Entsorgung meiner Möbel oder ähnliches...

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Oregano ist gerade online
Beiträge: 63.681
Seit: 10.01.04
Danke, oli. - Du hast alles geschrieben, was mir auch eingefallen ist.

Grüsse,
Uta

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Holon ist offline
Beiträge: 241
Seit: 04.04.07
hi oli,
ja machen kann man ja auch durchaus was bei depression wenn es psychische bzw. energetische ursachen hat.
zumal ich schon wieder merke das es mich unruhig macht wenn diese dinge nicht als ganzes gesehen werden. logisch das der körper einfluß auf die psyche nimmt. man kann ja z.b. auch angstzustände durch spezifische körperübungen mindern. (diese übungen zielen dann z.b. auf eine entspannung im bereich des zwerchfell/solarplexus).
depression kann gemildert werden in dem belebende erfahrungen über die haut vermittelt werden ect.
gifte können uns auch in alle möglichen zustände versetzen.
was ich aber immer auch festgestellt habe sind starke belastende erfahrung die nachwirken weil sie unverarbeitet blieben. z.b. gewalt, mißbrauch usw.
dies aber als entweder oder fragen zu diskutieren verengt den blick glaube ich.
lieber gruß
andreas

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Beat ist offline
Beiträge: 9.174
Seit: 14.01.04
Hallo

Oli voll zustimme.
Cailly: Man nennt es dann somatopsychisch. Wahrscheinlich hast Du noxch nnie dieses wort gehört. Das ist auch ein Indiz, sdas die ganze sache eben nicht bekannt ist, bzw kaum jemand sich damit ebeschäftigen will.
Während körperorientierte Ärzte wissen, dass die Psyche auf den Körper schlagen kann UND dies bei der Diagnose meist auch berücksichtigen (oft zuviel), ist es leider umgekeghrt kaum der Fall. Das Wissen scheint bhei der psychiatrischen Ebene zu fehlen, oder zumindest wird es nicht angewendet. Oder kennst du einen Psychiater, der einen Patienten auffordert, weinen Vitalstoffstatus, oder seine toxische Belastung mal zu prüfen.
Da braucht es noch so viel, bis dies endlich allgemeingut wird wie die psychosomatik.

Wenn dies einmal geschehen ist, kommt dann der nächste Schritt, nämlich das ping-pong hafte Wechselspiel und die synergetische Betrachtung.

Bspe:
1. Bei 2 Menschen sterben der geliebte Partner an einem Gewaltverbrechen. Nur einer leidet nach längerer Zeit so sehr, dass er als psychisch krank gilt.
2. 2 Haben eine gleich hoch hg Belastung, nur einer hat aber psychische Probleme

Oft ist es eben so, dass wenn man zB hoch hg Belastet ist und dann noch der schicksalsschlag oder sonst was psychischer kommt, dann die psychische Krankheit ausbricht. Dh nicht, dass das das hg oder der schicksalschlag sonst nichts usmacht, aber das zB erst durch die synergische Kombination die psychische Krankheitsgrenze überschritten wird.

Deshalb: es braucht wie in der Industrie Doktoren, speziell Psychiater, welche ganzheitlich mit somatischen Fachleuten (und anderen) zum Wohle des Patienten zusammenarbeiten.

wen jemand entsprechende Luete kennt die so was machen wollen bzw interesse haben, sollen sie sich hier oder per pm melden.
__________________
Liebe Grüsse
Beat

Wenn die Seele krank ist, auch am Körper arbeiten, umgekehrt gilt ebenso


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