Herxheimer & Vorgehensweise

26.11.10 00:04 #1
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Yazz ist offline
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Seit kurzem, ca. 2 Wochen, nehme ich Nystatin ein. Zuvor ging es mir gesundheitlich wieder schlechter und
alles wies auf das erneute starke Aufflammen meines lieben Hausgastes Candida hin. (Zungenbelag, Mundsoor,
Ekzeme, Juckreiz, verstärkt Gelenksschmerz usw.)

Ich hatte in der ersten Woche langsam eingeschlichen und 1 Tbl. nach dem Essen eingenommen. Dann auf 2
täglich gesteigert und nach einer weiteren Woche jeweils 2x 2 eingenommen.

Im Laufe der ersten Woche erschien noch alles relativ gut zu laufen. In der zweiten jedoch begannen folgende
Symptome: Herzrhytmusunregelmässigkeit, erhöhter Puls, Unruhe, Taubheit in den Armen und Händen, Schlafstörung...

Daraufhin verringerte ich erst einmal die Dosis. Ausserdem begann ich mit der Einnahme von Alphalipon.
Nun stellte ich in den vergangenen Tagen fest, dass die oben beschriebenen Symptome vor allem (aber eben nicht nur!) dann auftreten,
wenn ich bestimmte Lebensmittel verzehrte. Also zB. Schokolade (ja ich weiss, Candidadiät- bzw. Therapie und
dann Schokolade essen ...), aber auch Fisch, Tomaten...

Ich schätze, dass ich a.) zu schnell die Dosis gesteigert habe und b.) durch die Herabdosierung nach Verstärkung
der Symptome in Verbindung mit der Candida-Diät gerade massiv mit Herxheimer zu kämpfen habe.

Wie sollte ich jetzt weiter verfahren? Das Nystatin einmal ganz absetzen? Weiter Einnehmen und alle HIT-
sensitiven Lebensmittel wie die Pest meiden und mich über die Reaktion, ähm, freuen ?

Aus der Vergangenheit weiss ich, dass HIT und Candida bei mir Hand in Hand gehen, bzw. sich wechselseitig bedingen. Mir ist bewusst, dass die durch Diät und Nystatin herumschwirrenden "Abbauprodukte" massivst auf diverse Vorgänge im Körper eingreifen. (Schilddrüse, Allergien, Unverträglichkeiten usw.)

Wichtig ist mir noch zu erwähnen, dass ich normalerweise KEINE Hit-relevanten Probleme aufweise. Dh. ich reagiere
normalerweise nicht auf Tomaten, Schokolade, Wein, Bier, Obst usw. Nur dann, wenn der Pilz "abstirbt".

Ich nehme momentan zusätzlich zum Nystatin - Probiotik und dem Ala noch Vitamin C, B-Komplex, Lysin, Arginin, Zink, Eisen und
Selen sowie Magnesium ein.

Würde mich über Rat freuen.


Herxheimer & Vorgehensweise

James ist offline
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Hallo Lars,

falls Du es noch nicht entdeckt hast: Candida
Bitte denke daran, dass Candida lediglich ein Symptom dafür ist, dass der Körper aus dem Gleichgewicht gekommen ist. Das Symptom (hier Candida) zu behandeln ohne die Ursache zu erkennen und diese zu beseitigen hat nicht viel Sinn. So wird man den Pilz nie dauerhaft elemenieren können.
Desweiteren speichern Pilze giftige Schwermetalle. Sterben die Pilze ab, werden diese frei gegeben und überschwemmen den Körper. Wie sieht es bei Dir mit Amalgam aus?

Probiotik und die Spurenelemente/Vitamine ünterstützen Dein Immunsystem. Das kann richtig dosiert nur gut sein.
Dass Du auf Zucker nur während der Behandlung reagierst, kann ich nicht logisch erklären. Wenn man mit Candida Probleme hat, sollte man Zucker (also kurzkettige Kohlehydrate) meiden weil das die Nahrung des Pilzes ist. "Aushungern", wie so oft empfohlen wird, klappt idR. leider nicht.
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Die Krise ist ein produktiver Zustand. Man muß ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen. Max Frisch, schweizerischer Architekt und Schriftsteller

Gruß, James

Herxheimer & Vorgehensweise

Yazz ist offline
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Ahoi James,

habe Dank.

Ich schrieb ja, dass ich Alphalipon einnehme. Als Chelator. Soviel dazu. Auslöser sind waren wahrscheinlich Amalgam inkl. Überdosis ABs. Hilft mir jetzt bloss nicht bei meinem derzeitigen Problem.

MvG
Lars

Erledigt.

Yazz ist offline
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Hat sich erledigt.

Werde aussetzen, einige Tage mit Einläufen nachhelfen, weiter Chelatieren und vor allem die Diät beibehalten. Danach wieder
einsteigen und diesmal langsamer einschleichen. Scheinbar bin
ich erfolgreich mit Pilzen und deren Abbaugiften bis unter die
Haarspitzen bedient. Die kleinen Mistviecher.

Hier noch der umfassendste Beitrag zum Thema, den ich bisher
gefunden habe. (in Englisch)

- Health Products Store

Es grüsst
Lars

Herxheimer & Vorgehensweise

James ist offline
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Seit: 20.05.08
Hallo Lars,

dass eine "gut funktionierende" Pilzbekämpfung ihre Tücken hat, erlebe ich hier leider oft. Tatsächlich treibt man aber den Teufel mit dem Belzebub aus. Es geht tatsächlich besser, wenn man geduldig und sanft heran geht. Wenn man auch noch Zucker einschränken kann, unterstützt das die Therapie, die durchaus einige Monate in Anspruch nehmen kann.
Dafür kann ich Dir aber berichten, dass es so in den meisten Fällen ohne die leidigen Nebenwirkungen klappt. Also dran bleiben!
Ich drücke Dir die Daumen...
__________________
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Gruß, James

Herxheimer & Vorgehensweise
Binnie
Hallo Yazz,

Deine Reaktionen hören sich für mich nach einer Überlastung Deiner Leber an. Ich kenne das... Und wenn die Leber überlastet ist, so ist sie halt auch nicht mehr in der Lage, die volle Histaminmenge abzubauen. Schokolade während einer Pilzdiät ist natürlich so ziemlich das Falscheste, was man machen kann... Schwächt das IS, stärk den Pilz, führt zum Histaminanstieg...

Ich habe damals, während meiner erfolgreichen Pilzdiät, meine Leber mit Silymarin-Kapseln, Ornithin (-> für den Ammoniak-Abbau, was lt. Hulda Clark vermehrt auch beim Absterben der Parasiten entsteht), Löwenzahnsaft, usw. unterstützt. Außerdem habe ich meine Nieren mit Zinnkrautsaft, Solunat Nr. 16, usw. unterstützt, da bei mir die Leber und die Nieren während der Pilzbehandlung am meisten Probleme gemacht haben.

Schlussendlich weg gebracht habe ich den Pilz dann, indem ich konsequent meine Diät mit Gemüse und langkettigen KHs eingehalten habe und die entsprechenden, für den Dünndarm wichtigen Lactobazillen eingenommen habe. Leider habe ich den Fehler gemacht, dass ich mich während meiner Pilzdiät zu eiweißreich (tierisches Eiweiß) ernährt habe, was meine Leber zusätzlich belastet hat, und mir jetzt obendrein noch eine handfeste Fäulnisdysbiose beschert hat, d.h. KHs vertrage ich wieder super (ich konnte damals nicht mal mehr Ravioli oder sowas essen ), aber dafür vertrage ich keinerlei tierisches Eiweiß mehr, leide dann unter Schlaflosigkeit und Flatulenz...

Noch was: bei mir kam die Fehlbesiedelung meines Darmes erst durch forciertes Ausleiten, wobei ich ALA auch die ganze Zeit in geringer Dosierung genommen habe, nämlich in meinem "Lieblingsmittel" von Thorne, dem Neurochondria. Das werde ich auch weiterhin nehmen!
Was für ein Nystatin-Präparat nimmst Du ? Ich hatte den Reinstoff aus der Klösterl Apotheke in München, da in vielen anderen Produkten offensichtlich zusätzlich belastende Zusatzstoffe drin sein können.

Viele Grüße
Binnie

Herxheimer & Vorgehensweise

Yazz ist offline
Themenstarter Beiträge: 307
Seit: 01.10.06
Hey Binnie,

habe Dank für den Tipp mit der Leber. Ich nehme ja während der Ausleitung vor allem Mariendiestel & Solidago. Demnächst steht eine neue Bestellung an NEMs an, dann werde ich mal sehen ob die von Dir erwähnten Mittel im Shop meiner Wahl verfügbar sind.

Das Nystatin habe ich aus der Reinhildes-Apotheke. Meine letztjährige "Therapie" mit dem "normalen" Nystatin verlief komischerweise ziemlich unaufgeregt. Dafür geht es diesmal so richtig zur Sache. Vielleicht auch, weil ich beim letzten Mal nicht wirklich konsequent war im Umsetzen der Diät. (Mal von der Schokolade abgesehen...)

Es ist echt faszinierend, was alles in diesem kleinen Körper geschehen kann. Ich bin erstaunt!

Erst treibt man mit Volldampf die Ausleitung voran und erfreut sich an den kleinen, schrittweisen Erfolgen. Nur um dann zu merken, dass die Problematik weit aus verzweigter ist und in wechselseitiger Abhängigkeit steht mit zB. Candida. (Nur darüber zu lesen ist da was gaanz anderes.)

Wenn ich zB. an all die Nebenschauplätze denke, die sich in den letzten 3-4 Jahren aufgetan haben. Aber es bleibt immerzu spannend.

Auch habe ich das Gefühl, dass es so ganz allmählich auf den Punkt zuläuft, den ich seit Jahren herbei sehne. Denn, obwohl das niemand gerne hören will, bedeutet das Ausleiten von langjährig "eingelagerten" Giften ja auch, dass der Körper ordentlich in "Schwingungen" gerät (mal bildlich gesprochen). Und das läuft zwangsläufig nicht ohne Komplikationen ab. (Schon mal gar nicht, wenn man so vorgeht wie ich *lach*.) Also sehe ich ganz zweckoptimistisch meine derzeitige Seitenlage als gutes Zeichen an.

Jetzt bin ich auf jedenfall wieder um eine Erfahrung reicher und erfreue mich um so mehr an dieser Lebendigkeit. Und den Pilz werde ich auch noch rausschütteln.

Mit vielen Grüssen
Lars

Herxheimer & Vorgehensweise

Yazz ist offline
Themenstarter Beiträge: 307
Seit: 01.10.06
Zitat von James Beitrag anzeigen
Hallo Lars,

dass eine "gut funktionierende" Pilzbekämpfung ihre Tücken hat, erlebe ich hier leider oft. Tatsächlich treibt man aber den Teufel mit dem Belzebub aus. Es geht tatsächlich besser, wenn man geduldig und sanft heran geht. Wenn man auch noch Zucker einschränken kann, unterstützt das die Therapie, die durchaus einige Monate in Anspruch nehmen kann.
Dafür kann ich Dir aber berichten, dass es so in den meisten Fällen ohne die leidigen Nebenwirkungen klappt. Also dran bleiben!
Ich drücke Dir die Daumen...
Hi James,

ich nehme Deinen Beitrag und meine momentanen Erfahrung mal als Wink mit dem Zaunpfahl, es wirklich langsamer angehen zu lassen. Auch etwas, was mich mein Körper und das Leben lehrt - geduldiger sein und werden.



Feine Sache!

Mit vielen Grüssen
Lars

Herxheimer & Vorgehensweise

James ist offline
Moderator
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Seit: 20.05.08
Hallo Lars,

da bist Du auf der sicheren Seite. Ich drücke die Daumen, dass alles wunschgemäß klappt!
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Die Krise ist ein produktiver Zustand. Man muß ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen. Max Frisch, schweizerischer Architekt und Schriftsteller

Gruß, James

Candida-Erleuchtungen

Yazz ist offline
Themenstarter Beiträge: 307
Seit: 01.10.06
Hier einige Beobachtungen, die vielleicht für alle Betroffenen interessant sein könnten.

Ich beschrieb ja eine massiven Verschlimmbesserung im Verlauf der begonnenen Diät inkl. Nystatin. Nun ist folgendes passiert:

Nach einigem Überlegungen habe ich Quinoa und Hirse ebenfalls von der Nahrungsmittelpalette gestrichen. Zuvor hatte ich mehrfach gelesen, dass beide als unproblematisch angesehen würden.

Zuvor machte ich jedoch noch einmal die Probe und verzehrte eine Schüssel mit Quinoa. Zuvor ging es mir relativ gut. Nach 1,5-2 Stunden traten die üblichen Symptome auf - extremes Kälteempfinden (Temperatur erniedrigt), Extraschläge bzw. Herzstolpern, Schwäche, Unruhe usw.

Am nächsten Tag also nur noch rohe Lebensmittel, am Abend eine kleine Schüssel mit gekochten Bohnen (getrocknete).

Seit dem sind die Symptome fast vollständig verschwunden! Keine Extraschläge, kein Druck auf der linken Seite, keine Taubheit in den Armen / Händen.

Und dann der Hammer: In einem amerikanischen Form las ich von dem Zusammenhang zwischen Candida, Hyperglykämie und der Basis- Körpertemperatur. Dort wurde auf die Wichtigkeit des Schwitzens hingewiesen und die Patienten bzw. Betroffenen angewiesen, regelmässig die Basistemperatur anzuheben, da ansonsten Herxheimer usw. massiv auftreten können, der Körper in seiner Entgiftungsfähig- keit eingeschränkt wird.

Also machte ich erneut die Probe:
Abends statt 2er Decken 3, dazu noch dick eingepackt ins Bett. Ich schlief 6 Stunden durch (was in den letzten 2 Wochen nicht möglich schien), wachte nur einmal kurz auf, da ich schweissgebadet war. Und zwar wirklich total "nass".

Am nächsten morgen wachte ich auf und stellte völlig erstaunt fest, dass ich mich zum ersten Mal seit ca. 2 Wochen absolut gut, wach und entspannt fühlte.

Ausserdem - an der Leiste habe ich seit Jahren ein Ekzem, dass mal ganz weg zu sein scheint, um dann wieder sehr massiv aufzutreten. An diesem morgen also, nach erstem Staunen, verspürte ich einen wirklich sehr unangenehmen Juckreiz an der Leiste. Im Bad sah ich dann, dass dieses Ekzem nicht nur leicht erhoben war sondern auch signalrot leuchtete.

Auch der Mundsoor, der Mundwinkelbelag und eine hartnäckige Rötung sowie ein ein klebriges Empfinden auf den Lippen ist rückläufig. Innerhalb von 2 Tagen...

Seit dem, seit Samstag, geht es mir wieder richtig gut. Jetzt habe ich auch wieder mit dem Nystatin angefangen und werde dieses nun gaaanz langsam einschleichen.

Diese Körper sind echt ein Wunder in ihrer Fähigkeit zu regenerieren.
Bloss muss man erst einmal darauf kommen, was dieser Fähigkeit im Wege steht. Hätte nicht gedacht, dass so etwas wie zB. Quinoa dermassen starke Auswirkungen haben könnte.

Mit vielen Grüssen

Geändert von Yazz (29.11.10 um 12:26 Uhr)


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