Wie sag ich es meiner Frau

11.04.11 11:00 #1
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Wie sag ich es meiner Frau

Cheyenne ist offline
Beiträge: 2.011
Seit: 01.12.08
Zitat von Difi Beitrag anzeigen
Wir sollten von Gatinhho die Form übernehmen. Er antwortet freundlich. Das ist eine Form von Respekt. Und auch der Sinn vom Forum. Wir können unsere Meinung sagen aber hier wird einfach viel zu viel geschossen auf einem Niveau der absoluten "Wahrheit". Das ist keine Wahrheit sondern Nabelschau. Ich habe sehr persönlich reagiert aber das muss nicht richtig sein, gut oder schlecht.

Wenn ihr so privat mit eurem Partner umgeht wie ihr den Themenstarter anmacht, beneide ich diese nicht. Es muss alles nach dem eigenem Denkschema gehen und nur nicht lernen oder nach rechts oder links sehen oder was in frage stellen.

Kein Paar betrügt den anderen wenn die Situation stimmt. Oder es ist halt mal passiert...kann man drüber reden. Damit bricht noch lange keine Ehe zusammen. Nur wenn es nicht funktioniert fangen wir an uns um zu sehen.

Dann stören mich die Klischees denen man sich bedient. Natürlich gibt es berufstätige Frauen, die auch Sex mit dem Partner haben, sowie Männer die etwas Geld verdienen und trotzdem sich die Zeit nehmen. Vielleicht gibt es da den Stundensex am Wochenende im Urlaub oder Tagsüber oder macht einfach den Fernseher aus. Außerdem kann man mit Eustresst sehr gut arbeiten. Den Kindern bekommt es ebenfalls gut wenn die Eltern gut drauf sind. Mein Mann hat Babyjahre gemacht, damit das Weibchen studieren konnte. Es gibt mehr als Schwarz /Weiß.....

Schätze....da ich meinen Mann liebe und wir wirklich durch viele Jahre mit allen Höhen und Tiefen eine wunderbare Zeit haben, wäre ich zutiefst unglücklich wenn ich von einem Betrug erfahren würde. Ich vertraue ihm. Denke aber auch man spürt das, wenn da was wäre. Spätestens wenn er sich dauernd mit Migräne zurückziehen würde.

Das ist aber meine ganz persönliche Meinung.

LG, Difi

Danke, Difi, Du sprichst mir echt aus der Seele, gut auf den Punkt gebracht.

lg
cheyenne

Wie sag ich es meiner Frau

Fleming ist offline
Beiträge: 92
Seit: 27.06.08
1. Hier eine kurze Anmerkung zum hin und her mit meinem Namen:
Habe einen Rechner zu Hause und einen im Büro. Zwischen meinen Beiträgen von damals und heute liegen Jahre und räumliche Distanz. Kennwort war irgendwo vergraben....usw.. Hat aber auch glaube ich keiner ein Problem gehabt, die Beiträge von Fleming und Gatinhho dem selben Urheber zuzurechnen, oder? Das man sich sogar darüber aufregen kann und das als Indiz für meine Unredlcihkeit empfindet: (Smiley: Fassungsloses Kopfschütteln!).

2. Danke, dass mir einige Teilnehmer die Antwort auf einige wirklich lästige Beiträge ersparen. Lästig deshalb, weil sie immer wieder dasselbe unsachliche und - egal - man muss nicht alles immer wieder erklären. Dass die meisten ja verstehen, worum es geht und mich nicht für einen notorischen Lügner halten zeigt ja, dass ich mich nicht ganz widersprüchlich ausdrücke und man mich nicht völlig überschätzt, was das Erfinden von komplexen Geschichten betrifft.

3. Manche Dinge verändern sich einfach nicht, auch wenn man sie seit der "Zeit der Christianisierung?" oder seitdem der Papst 14 Kinderleichen im Keller hatte (oder war es Papst der 14. der eine Kinderleiche im Keller hatte?) gebetsmühlenartig wiederholt. Über das Gesagte oder Geschriebene nachdenken und bereit sein, Schlüsse daraus zu ziehen, zu lernen, seinen eigenen Standpunkt in Frage zu stellen, das hilft!

Ich habe nachgedacht und habe einen neuen Aspekt bezüglich meines Motives ausgemacht:
Vielleicht nehme ich durch diesen Thread das möglicherweise unvermeidliche Gespräch mit meiner Frau vorweg? Viele Bedenken und einige Kritik wird meine Frau sicherlich genau so anbringen. Also quasi eine Generalprobe? Auch irgendwie gemein von mir: Ich übe und sie wird dann unvorbereitet mit dem Thema konfrontiert. Meine ich nicht ironisch! Das ist aber leider so. Ich werde auch nicht über diese Problem vorher mit ihr sprechen, um ihr die gleiche Chance zu geben.

Tatsächlich ist es so, dass ich über eine Trennung nachdenke, weil mir das Thema Sex eben enorm wichtig ist und meine Gefühlswelt massiv beeinflusst. Meine Gefühle für meine Frau haben sich in den Jahren verändert. Meine Gefühle allgemein haben sich verändert. Eine Zeitlang habe ich geglaubt, es sei mir gelungn, meine negativen Gefühle zu töten, ohne dass die positiven darunter leiden. Das geht nicht. Ich habe nichts mehr gefühlt, außer, dass ich kalt wie ein Stein geworden bin. Am Ende bin ich sogar fremd gegangen, obwohl ich erwartet hätte, dass mich mein schlechtes Gewissen zu sehr plagen würde. Zu Anfang ja. Später nein. Beunruhigend und eine Bestätigung, dass ich ein Eisklotz geworden bin. Aber ich habe gemerkt, dass ich doch nicht völlig verhärtet bin (soviel zum Thema: Was ist, wenn außerehelich mehr passiert, als nur Sex?). Offenbar habe ich noch Gefühle. Damit ist eigentlich klar, dass die einzige Konsequenz die Trennung ist.

Die Perspektiven sind also folgendermaßen:

1. Möglichkeit: Ich trenne mich jetzt von meiner Frau und eröffne ihr und mir ein neues Leben. Ich kann mich neu verlieben und große Gefühle spüren. Gehen wir davon aus, dass es meiner Frau insgeheim so geht wie mir, ist sie mich auch endlich los und frei für ein neues Leben. Beichten werde ich nicht, das wäre egoistisch (ich verletze sie, um mein Gewissen zu erleichtern? Da lüge ich lieber!). Meine Tochter wird leiden, aber das müssen wir dann wohl akzeptieren, richtig? Mein Sohn ist in der Pubertät und sehr sensibel. Ich gehe davon aus, dass seine Karriere damit beendet wäre. Damit müssen wir dann auch leben, richtig?
2. Möglichkeit: Ich trenne mich von meiner Geliebten, ignoriere alle Versuchungen und vertraue darauf, dass sich mein Gemütszustand bessert. In zwei Jahren oder so ist dann alles nur noch eine Erinnerung. Vielleicht haben wir dann einmal, 12 mal im Jahr oder öfter Sex und villeicht bin ich mit jeder dieser Optionen zufrieden (auch wir Männer beruhigen uns irgendwann mal, vermute ich). Ich sehe das tatsächlich als Option, denn ich bin mit den gemachten Erfahrungen deutlich ruhiger geworden! Beichte ich dann trotzdem? Dann bleibe ich ein Lügner und ein schlechter Mensch. Oder bleibe ich das mit meiner Vergangenheit sowieso und kann mir damit das Beichten auch sparen?
3. Möglichkeit: Ich mache es wie die zweite Möglichkeit und gebe mir Bedenkzeit bis mein Sohn aus dem Haus ist.
4. Möglichkeit: Ich mache es wie Möglichkeit 2 und 3 und trenne mich nicht von meiner Geliebten, sondern trenne mich von meiner Frau, wenn mein Sohn aus dem Haus ist.

Andere Möglichkeiten sehe ich nicht und ich wiederhole es, ausschließlich aus Rücksicht auf meine Kinder, werde ich jetzt keine Entscheidung herbeiführen, so dass Möglichkeit 1 für mich zurzeit nicht in Frage kommt.

Gruß Fleming

Wie sag ich es meiner Frau

nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Aus der Lebenserfahrung heraus ist Möglichkeit 4 diejenige, die von vielen Männern am Liebsten genommen wird.
Dabei ist es aber mit schöner Regelmäßigkeit so, dass sich immer ein Grund (z.B. Mein Sohn studiert und es würde ihn total aus dem Leben werfen, wenn ich mich jetzt trenne. Das kann ich ihm wirklich nicht antun.) findet die Sache bis zum Sankt Nimmerleinstag herauszuschieben.
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Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

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wechseljahresgeplagt ist offline
Gesperrt
Beiträge: 245
Seit: 18.03.11
Natürlich findet sich immer ein Grund. Man muss nur suchen. Manchmal muss man noch nicht mal das.

W.

Wie sag ich es meiner Frau

Cheyenne ist offline
Beiträge: 2.011
Seit: 01.12.08
Wenn Du Rücksicht nehmen willst auf Deine Kinder, dann brauchst Du die Entscheidung heute noch nicht zu treffen, sondern kannst sehen, welche Gefühle bei Dir überwiegen, wenn der Zeitpunkt, den Du beschreibst eingetreten ist.

Wobei man nicht ausschliessen kann, dass gerade ein sensibles Kind merkt, dass etwas nicht stimmt. Wie alt sind denn deine Kinder?

Was ein Entscheiden zum Tage x für die Gesamtsituation bedeutet, wieviel Entfremdung und Zerrissenheit, wieviel Leere dadurch entsteht, kann man jetzt allerdings nicht einschätzen.

Es ist also eine Frage in wieweit die Rücksicht auf andere hier die Entscheidung beeinflussen sollte, bzw. kritisch hinterfragt werden sollte, und was diese Rücksicht wirklich bewirkt, was wirklich schlimmer oder besser für alle Beteiligten ist.

Wie sehr liebst Du Deine Frau, und was davon ist Gewohnheit, ist das Leben, das Ihr führt, und die Sicherheit und Struktur, die es bietet?

Wenn Du eine Entscheidung anstreben würdest, welche "nur" Deinen eigenen Wünschen Rechnung trägt, wäre Dir hier die Verdammnis und die Hetze auch sicher.....

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Anne ist offline
Beiträge: 4.973
Seit: 05.10.05
Hallo Fleming,

am sinnvollsten erscheint mir Variante 2-3.

Du hast in den letzten beiden Jahren von anderen Frauen Anerkennung bekommen, nach der du dich so sehr sehntest. Ich kann für diesen Wunsch ein gewisses Verständnis aufbringen. Du weißt nun, dass du in sexueller Hinsicht in höherer als der sonstigen alltäglichen Intensität Freude schenken und empfangen kannst. Das hat natürlich dein Selbstbewusstsein gestärkt und dir neue Erfahrungen beschert.
Dabei hast du bisher riesengroßes Glück gehabt, dass das Doppellleben noch nicht aufgeflogen ist. Dieses solltest du aber nicht überstrapazieren, weil dir sonst früher oder später mit Sicherheit alles um die Ohren fliegen wird. Momentan hast du noch die Chance, ohne Scherbenhaufen wieder auszusteigen, wenn du es bald tust.

Ist es denn völlig unmöglich, mit dem Gefühl des "Irgendwann mal wieder möglichen" dich jetzt aber erstmal zumindest solange von dem sexuellen Doppelleben zu verabschieden, bis das Kind erwachsen ist (wie alt ist es eigentlich)?. Das heißt ja nicht, dass du nun total versauern musst. Es gibt ja auch noch andere aufregende Dinge, die man tun könnte. Mach eine Mountainbiketour über die Alpen oder lerne Segelfliegen. Oder steige auf hohe Berge oder bade in kalten Seen. Es gibt doch (zumindest jetzt) auch noch so viel anderes Aufregendes als Sexuelles. Letzteres kann auch mal noch ein paar Jahre warten. So schnell ist dieses "Programm" nicht tot.

Mit einer Art liebevoller Wohngemeinschaft mit deiner Frau und Freiraum für eigene (nichtsexuelle) Freizeitaktivitäten ist es vielleicht doch noch möglich, wenigstens das Projekt Kindgroßziehen noch zu Ende zu bringen. Nebenbei gesagt, wäre es sogar möglich, dass das Kind die eine oder andere ausgeflippte Freizeitidee des Vaters irgendwann ganz cool finden könnte.

Geändert von Anne (18.04.11 um 14:11 Uhr)

Wie sag ich es meiner Frau

FataMorgana ist offline
Beiträge: 1.574
Seit: 09.12.10
Fakt ist hier einfach nur das Eine: Fleming kann jetzt im Prinzip schreiben was er will, er wird der Buhmann bleiben. Wenn er schreiben würde er mache weiter wie bisher, wird man ihn hier verbal weiterzerfleischen. Wenn er schreiben würde er trenne sich, dann würde es heissen, dass man ihm das keinesfalls glauben könne.
Und Fakt ist auch, dass Fleming hier einen Thread eröffnet hat, dessen Inhalt wohl hundertausende Mal auf der Welt so gelebt wird! Aber ER kriegt Tonnen von Fett ab. In mir erwacht der Eindruck gewisse user entladen ihre persönlich angestaute Wut (auf irgendeineN PartnerIn) bei ihm.

Ich bleibe dabei, ich finde sein Verhalten nicht richtig, aber deshalb muss ich nicht die Partei seiner Frau ergreifen. Es braucht immer 2: Damit eine Ehe funktioniert und auch dass sie 'in die Binsen' geht.

Und nun einen kleinen Denkanstoss: Dies hier ist doch ein Gesundheitsforum. Was wäre gewesen, wenn angenommen dieser Fleming hier reingelangt wäre mit dem Problem, dass er gewisse Beschwerden habe? Unzufriedenheit? Unausgeglichenheit? Deshalb viel Streit zu Hause? Gereiztheit? Gefühlskälte? Das Verlangen auszubrechen.....etc.etc. Wenn man nach 3 oder 4 Artikeln dann da gelandet wäre, dass er ein Problem mit der midlife-crisis hätte? Wäre man dann auch wie aus der Pistole geschossen auf ihn losgegangen?

Und Frage: Darf ein Mann nicht äussern, dass es seinem Ego gut tut, wenn er bewundert und begehrt wird? Ich finde er darf. Das tut jedem Mensch gut!

Und noch ne Frage: Darf denn ein Mann (mit diesem Hintergrund) nicht Rücksicht auf seine Kinder nehmen, sondern muss er sich klischeehaft mit Tausenden von anderen Männern gleichstellen lassen und vor allem runterbuttern lassen?

Wenn ich etwas nicht ausstehen kann, dann ist es das Pauschalisieren.....

FataMorgana

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Anne ist offline
Beiträge: 4.973
Seit: 05.10.05
Hallo Fatamorgana,

ist dein Beitrag eine Antwort auf meinen? Ich hoffe nicht, denn eigentlich geht mein Beitrag in ähnliche Richtung wie deiner.

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FataMorgana ist offline
Beiträge: 1.574
Seit: 09.12.10
Zitat von Anne Beitrag anzeigen
Hallo Fatamorgana,

ist dein Beitrag eine Antwort auf meinen? Ich hoffe nicht, denn eigentlich geht mein Beitrag in ähnliche Richtung wie deiner.
nein nein Anne
Deinen Beitrag habe ich erst gesehen, als ich meinen 'losgeschickt' hatte.

Liebe Grüsse
FataMorgana

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nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Zitat von FataMorgana Beitrag anzeigen
Und noch ne Frage: Darf denn ein Mann (mit diesem Hintergrund) nicht Rücksicht auf seine Kinder nehmen, sondern muss er sich klischeehaft mit Tausenden von anderen Männern gleichstellen lassen und vor allem runterbuttern lassen?

Wenn ich etwas nicht ausstehen kann, dann ist es das Pauschalisieren.....

FataMorgana
Wo genau siehst Du denn den Unterschied zu den anderen Männern, die genau das Gleiche tun?

Aus Sicht der Emanze ist das nicht mehr als ein Ausnutzen von Frauen.
Der Ehefrau, weil diese ahnungslos alles für den Mann tut, um ihm ein angenehmes Leben zu bereiten.
Der Familie an sich, weil eine Ganzheit vorgegaukelt wird, die schon lange nicht mehr existiert.
Der Geliebten, weil sie idR. ihr ganzes Leben nach diesem Mann ausrichtet, in der Hoffnung diesen Mann vielleicht doch noch irgendwann ganz für sich selbst zu haben. Aber man will ihn ja nicht drängen. Er hat es eh schon schwer genug und ist als Vater soo integer, weil er für seine Kinder alles tut und so viel Rücksicht auf sie nimmt
Dass es bei 3 unterschiedlichen Geliebten, von denen man eine kaum sieht, wenigstens 1 wenn nicht 2 regelmässige Geliebte geben muss, wenn 1x Sex im Monat mit der Ehefrau nicht ausreicht, erschliesst sich dem Leser auch ohne weitere Berichte über dieselben.

Ach komm. Die Sache hat doch einen ellenlangen Bart.
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Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11


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