Die Psychologie des Mannes

22.01.07 14:46 #1
Neues Thema erstellen
Die Psychologie des Mannes

ostseeola ist offline
Beiträge: 218
Seit: 03.08.06
Zitat von Anne Beitrag anzeigen
Hallo ostseeola,

wesentlicher fand ich in dem Beitrag des Links eigentlich den letzten Absatz. Vielleicht magst du da auch noch mal schauen.

Anne
ja ....das mag wesentlich sein...aber nur sehr schwer zuleben oder? von "ganzen kerlen" ist oft die rede. nicht nur dank chappi... sondern die werden angeblich von einigen gewissen damen gewünscht! natürlich wissen sie gar nicht was das bedeutet und haben nur so eine muskulöse vorstellung oder eben den typ versorger im sinn. da ist erstmal kein platz für weibliche anteile im mann. erstmal. aber zum glück gibt es auch noch ganz andere frauen. nur bin ich mir nicht sicher wieviele das im verhältnis sind. wobei ich z.b. meine weiblichen anteile auch bei den vernünftigsten und erfahrendsten frauen nicht wirklich ausleben darf. nicht zu oft jedenfalls. so richtig gehen lassen darf mann sich nie. frauen haben ja irgendwie mehr freiheiten, finde ich.

Die Psychologie des Mannes

Anne ist offline
Beiträge: 4.973
Seit: 05.10.05
Hallo ostseeola,

deine Erfahrungen verwundern mich ein wenig. Ich würde eher meinen, dass sich Frauen bei gefühlvollen Männern besonders wohl fühlen.?

Oder man sollte sich einer eher rational denkenden Frau zuwenden, die diesen Teil von dir als Ergänzung ansehen könnte.?

Anne

Die Psychologie des Mannes

hänsel & gretel ist offline
Beiträge: 125
Seit: 19.11.06
Hallo Bodo, finde ich nett, dass du so freimütig von dir berichtetest, und so möchte ich dir antworten. Du schriebst und schreibst:

.. und ist der Erzeuger dessen, was die Frau nun "durchzumachen" hat.
Was bitte, ist an meiner Aussage falsch? Sie stimmt sowohl aus biologischer Sicht wie auch aus Emotionaler. So ist das Leben nun einmal.

Ach Bodo, ich freue mich so für dich, dass du im Besitz der Weisheit (kein Mensch weiß bisher, was Leben ist) bist. Emanzipationsgelaber? Wenn ich richtig schlussfolgere bist du in der Annahme, ich befände mich in einem Emanzipationsprozess. Vielleicht bin ich das und weiß es gar nicht? Ob mir wohl hilft, deine Kommentare zwei mal zu lesen – da frag ich am besten gleich mal den Hänsel. Aber nun mal Spaß beiseite:

Biologisch erlebt eine gebärende Frau, was die Natur ihr gebietet. Sie fühlt ein Kind in sich wachsen, und sie erlebt, wie sich das Kind naturgemäß aus ihrem Leib quält – und ich glaube, manche Frauen können auch fühlen, wie sehr das Kind sich quälen muß und gequält wird. Mit all dem hat der biologische Vater rein gar nichts zu tun. Oder meinst du etwa eine andere Biologie?

Wenn ein Mann meint, seiner Frau emotional beizustehen, stellt sich die Frage: kann er das überhaupt? Oder auch: was er als Hilfe empfindet, ist das auch eher eine Art Selbsthilfe? Ich habe keine Ahnung, aber ganz sicher kann man „Männer“ nicht generalisieren – so wie einige Väter sicher „echt“ mitfühlen und begleiten können, landen die Kinder anderer Väter eben in der Babyklappe. So ist das Leben nun einmal, wie ich es beobachte.

Gruß
Gretel

Die Psychologie des Mannes

Anne ist offline
Beiträge: 4.973
Seit: 05.10.05
.. und ist der Erzeuger dessen, was die Frau nun "durchzumachen" hat.
Hallo Gretel,

da das nun schon zum zweiten Mal hier erscheint muss ich doch mal einen Gedanken los werden, der mir schon beim ersten Mal gekommen ist.

Das klingt so furchtbar brutal und traurig mit den Begriffen "Durchmachen" und "Erzeuger"

Was heißt denn Erzeuger... Sicher ist er Erzeuger. Aber ich würde doch wohl hoffen, dass das Kind das Ergebnis freudvoller sexueller Momente beider (!) war. Wenn Frau auch Freude daran hatte, sehe ich keinen Sinn, dass sie ihn nun zwingen soll, irgendwas mit durchzumachen, was ein zartbeseideter werdender Vater vielleicht doch nicht so einfach wegsteckt. Wenn ich Sorge hätte, dass der geliebte Partner vielleicht in Erinnerung an Zange, Schere, Blutlachen usw. und was sonst noch bei der Geburt so alles was einen wartet möglicherweise die Lust an Sex verlieren könnte, würde ich ihn nicht mitnehmen, wenn er nicht selber unbedingt will.
Ich habe das Gefühl, Gretel, dass du die Beziehung zum anderen Geschlecht nur als Last und weniger als Lust empfindest.

Anne

Die Psychologie des Mannes

Sine ist offline
Themenstarter Beiträge: 3.371
Seit: 15.10.06
Liebe Gretel.
Dein Hänsel redet ja gar nicht mit.
Mich würde interessieren, was er so zu unserem Thread zu sagen hat! Locke ihn doch mal an die Tastatur, ein Lebkuchen könnte vielleicht Ansporn genug sein.
Liebe Grüsse, Sine

Die Psychologie des Mannes

ostseeola ist offline
Beiträge: 218
Seit: 03.08.06
Zitat von Anne Beitrag anzeigen
Hallo ostseeola,

deine Erfahrungen verwundern mich ein wenig. Ich würde eher meinen, dass sich Frauen bei gefühlvollen Männern besonders wohl fühlen.?

Oder man sollte sich einer eher rational denkenden Frau zuwenden, die diesen Teil von dir als Ergänzung ansehen könnte.?

Anne
zu gefühlvoll darf es eben anscheinend nicht sein bzw. die gelungene mischung von allem aber wer hat die je hinbekommen?

Die Psychologie des Mannes

hänsel & gretel ist offline
Beiträge: 125
Seit: 19.11.06
Am Wochenende hatte ich meine Kurzfimtage, Erinnerungen an Männer. Irgendeiner schrieb hier, man würde nur das Gute behalten – die Regel funktionierte bei meinem Männerrückblick nicht; eine stattliche Anzahl von Adjektiven kam da zusammen, kein einziges dabei, was ich mich traue, hier aufzuschreiben. Jedenfalls spielte eine nicht kleine Rolle dabei der Alkohol, trunksüchtige Männer, aufdringliche, gewalttätige Männer. Ich googelte und fand das hier:

Aus der im Jahr 2000 bei den Beratungsstellen durchgeführten Erhebung geht hervor, dass es sich bei 14%
der Klientinnen und Klienten um Angehörige von heroin- oder alkoholabhängigen Personen handelt. Acht
von zehn ratsuchenden Angehörigen sind Frauen, während sieben von zehn Personen mit Suchtproblemen
Männer sind.


Aus:
www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/gesundheit/gesundheitszustand/gesundheit__krankheit/medienmitteilungen.Document.24719.pdf

Viel anders wird es in anderen Ländern wohl auch nicht sein.
Und, ihr „Männer“, wenn ich Zeit gehabt hätte, wären hier auch noch einige andere Statistiken gefolgt, die belegen: wenn es um asoziales und unsoziales Verhalten geht, ja, da sind Männer ganz vorn. (ausgenommen von allgemeingültigen Erhebungswerten sind natürlich alle Männer, die hier im Forum lesen und schreiben)

Vielleicht mag das Verhalten jemand erklären, der mehr rational als emotional ist: wie könnte der Teil der männlichen Psychologie heißen?

Gruß
Gretel

Die Psychologie des Mannes

Horaz ist offline
in memoriam
Beiträge: 5.730
Seit: 05.10.06
Liebe Gretel,

ich mache mir Sorgen um dich. Ich weiss, dass du meine Sorge nicht nötig hast und sie wahrscheinlich zurückweist. Wenn du das Leid der Welt schultern möchtest, wirst du erdrückt werden. Und das eigene Leben kann dabei auch kaum gedeihen.

Warum sind Männer so? (Wir haben uns immerhin schon darüber verständigt, dass nicht alle Männer gleich sind, genauso nicht wie alle Frauen)

Die männliche Biologie und Psychiologie geht im Kern in eine andere Pfeilrichtung, als das, was größtenteils praktisch gelebt wird. Die Männer sollten von dort ausgehend mit möglichst viel Kraft, Dynamik und Aktivität im Leben etwas gestalten. Was tun sie? Sie hocken in Büros, sie stehen am Fließband, sie verkaufen Produkte, von denen sie manchmal wissen, dass sie kein Mensch braucht. Sie dienen dabei irgendwelchen fremden Herren und müssen noch dankbar sein, dass sie einen Job haben.

Es ist halt unsere "moderne" und inzwischen auch noch globalisierte Lebensweise. Bei der Zergliederung der Arbeitsprozesse in mikroskopische Abläufe ziehen ein paar das große Los und der Großteil zieht die Nieten. Dass da auch Frust aufkommen kann, ist nachvollziehbar. Nachvollziehen heißt nicht gut heißen! Mit Alkohol und anderen Rauschmitteln aus der Welt zu fliehen, ist bei perspektivelosen Männern die Tragik ihres Lebens - und schafft weitere Tragik in ihrem Umfeld.

Frauen sind besser geerdet. Selbst dann, wenn sie ganauso im Arbeitsprozess stehen wie die Männer. Sie werden jeden Monat biologisch daran erinnert, eine Frau zu sein. Sie haben durch Kinder einen viel biologischeren und psychologischeren Zugang zum Leben. Der Mann hat diese Bilologie nicht. Sich an den Kindern erfreuen, kann er erst, wenn er sich einen Zugang zu diesen kleinen Wesen erarbeitet hat. Er weiss aber manchmal lang vor dieser Zeit, dass alles falsch läuft und je nach Temperament wird aus einem möglichen Gestalter ein Zerstörer.

Die großen Träume aller Revolutionen, die das ändern können sollten, sind ausgeträumt. Nur wenn wir selbst unser eigenes Leben positiv gestalten, tragen wir zum Aufbau eines positiv geladenen morphogenetischen Feldes bei. Der Zorn gegen das, was falsch läuft und die Aussichtslosigkeit dagegen prinzipiell anzugehen, um womöglich schnell oder gar durch irgendein politisches Programm etwas ändern zu können, muss sich bei reichlich vorhandener Energie schließlich nach Innen wenden und richtet ausgerechnet bei den Sensiblen und Emotionalen die schwersten Schäden an. Nur mit der Energie, die wir auf ein positives Ziel richten, können wir einen Beitrag zur Stärkung des Lebens leisten.

Liebe Grüsse, Horaz

Die Psychologie des Mannes

Pius Wihler ist offline
Beiträge: 1.019
Seit: 24.09.04
Gretel, du schreibst:
Irgendeiner schrieb hier, man würde nur das Gute behalten –
Das war auf Seite 5, Beitrag 41 von Mister X.

Ich habe damals nicht darauf reagiert. Wenn X diesen Glauben HAT, soll er ihn behalten.

Das was X da geschrieben hat, entspricht überhaupt nicht den Tatsachen!

Dazu habe ich zuviel eigene Erfahrung und auch die Erfahrung von meinen begleiteten Klienten.

Verdrängen können ist eine wichtige Funktion des Menschen. Männer sind da offenbar etwas im "Vorteil", was aber auch wieder seinen Preis hat in Bezug auf ihr Gefühlsleben. Und diesen "Preis" bzw. diesen "Fehlbetrag" versuchen dann oft die liebevollen Frauen mit viel Geduld ausgleichen...bis sie erschöpft sind.

Genau an diesen "negativen", mit vielen, oft sehr schmerzhaften Gefühlen verbundenen Situationen müssten die Männer arbeiten, um wieder Zugang zu ihrem Herzen zu finden. Aufgeschoben/Verdrängt ist NICHT aufgehoben.
(Das Herz befindet sich auch bei den Männern unter den Rippen in der Brust und nicht ca. 40 cm tiefer!)

Vertraue DEINEN Gefühlen und versuche sie zu integrieren statt gegen sie zu kämpfen. Das dagegen Kämpfen macht hart und entspricht nicht dem Wesen der Seele.

Heute müsste ein Feuerzeichen Tag sein!?
__________________
Gib einem Hungernden einen Fisch, und er hat zu Essen für einen Tag.
Lehre ihn angeln, so hat er zu Essen für das ganze Leben.

Einen schönen Tag wünscht Dir Pius

Die Psychologie des Mannes
MisterX
Hallo Pius

Was ich da schrieb war nicht meine Idee! Ich habe da wirklich mal eine Studie dazu gelesen - auch wenn es schon ne ganze Zeit her ist.
Auf meine Person bezogen hat sie sich bewahrheitet! Und alle Leute in meinem Umfeld haben bisher auch zugestimmt, als ich mal mit ihnen darüber gesprochen habe. Daher würde ich diese Aussage/dieses Ergebnis weiterhin voll und ganz unterstützen!

Für psychisch angeschlagene oder kranke Menschen mag das nicht mehr gelten - auch das kann ich mir gut vorstellen! Bei ihnen „kreisen“ ja die Gedanken (in der Regel?) nur noch um das eine ...
Wahrscheinlich bleibt es so ständig im Kurzzeitgedächtnis, und kann darum nicht mehr ausgefiltert werden.
Daher benötigen diese Menschen auch professionelle Hilfe um diesen Teufelskreis entfliehen zu können!!!

Da ich meine Aussage ja im Zusammenhang mit der Geburt eines Kindes bzw. den u.U. „qualvollen“ Geburtsvorgang gemacht habe, würde ich demzufolge bei meiner Meinung - dass für einen sehr hohen Prozentsatz der Väter (die der Geburt beiwohnen) ganz sicher keine „Schäden“ zurückbleiben -bleiben!

Übrigens!
Einen sehr guten Beweis für die Richtigkeit meiner Aussage bilden alte Menschen. Wer mit denen schon mal tiefere Gespräche geführt hat, der wird merken, dass sie ein wunderschönes Bild von der Vergangenheit vermitteln.
Sogar Leute die im Krieg waren, Gefangene oder auch schwerverletzt waren, erzählen (absurder Weise) immer so, als sei alles (überwiegend) schön gewesen.
Wenn man ihnen zuhört hat man immer das Gefühl : „Junge, was war das noch für eine gute alte Zeit!“

Lieben Gruß X


Optionen Suchen


Themenübersicht