Ehe - höchste Erfüllung, notwendiges Übel oder schlicht überflüssig?

24.04.08 12:30 #1
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Ehe - höchste Erfüllung, notwendiges Übel oder schlicht überflüssig?

soullove ist offline
Beiträge: 719
Seit: 02.05.06
hi,

Ich für mich finde ehe nicht notwendig.
Der die mit mir zeit verbringen möchte sollte das aus freiheit tun,weil er oder sie das möchte,nicht aus pflichtmässigkeit die der soziale umwelt bedacht hat.
Möglich sehe ich das so weil mir es erscheint oder der ehe aus besitztum entstanden ist ,und nicht aus freiheit,oder frei fliessen.
mein man,mein kind,mein haus passt mir einfach nicht wirklich.

lg brigit

Ehe - höchste Erfüllung, notwendiges Übel oder schlicht überflüssig?

gerold ist offline
Beiträge: 4.808
Seit: 24.10.05
Der nachstehend notierte Aspekt ist bislang wohl angeklungen, aber noch nicht voll ausdiskutiert worden. Undiskutabel dürfte die Tatsache sein, daß sich die Menschheit ausschließlich durch den Geschlechtverkehr fortpflanzt. Sofern ein Mensch auf die Fortpflanzung bewußt verzichtet, wird er es spätestens im Alter nicht nur bemerken, sondern am eigenen Leibe erfahren, was es bedeutet, einsam zu sein.

Ein jedes Kind ist im Laufe seiner Entwicklung zum Erwachsensein auf stabile Beziehungen angewiesen, damit im Regelfall auf Mama und Papa. Eine jede Beeinträchtigung solcher für das Kind gebotener stabilen Beziehungen beeinträchtigt dessen Entwicklung und führt im Regelfall im späteren Erwachsenendasein zu mehr oder minder großen Defiziten.

Damit sehe ich die Ehe im Hinblick auf die Aufzucht des Nachwuchses unverändert als notwendig und unabdingbar an. Man möge meine Vermutung widerlegen, daß alle diesbezüglich anderen Gedankenansätze im Hinblick auf die Ausbildung physisch und psychisch gesunder und belastbarer Nachkommen der nächsten Generation bislang immer gescheitert sind.

Alles Gute!

Gerold
__________________
Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben.

Ehe - höchste Erfüllung, notwendiges Übel oder schlicht überflüssig?

sunnybelle ist offline
Beiträge: 67
Seit: 17.08.07
Als ich noch Teenager war, lachten wir uns schlapp, wenn bei den täglichen Radio-Gratulationen eine 82jährigen Fräulein Müller dabei war.
Irgendwann geriet ich in ein Alter, in dem ich mich auch schon in diesem Ledig-Zustand in einem Altersheim sah - ganz einfach weil ich mir bis zu meinem 38. Lebensjahr keinen Menschen vorstellen konnte zu heiraten - respektive in der Kirche vor Gott die ewige Liebe zu versprechen.
Und nein: ich geriet nicht plötzlich in Torschlusspanik - er war einfach plötzlich eines Tages da - dieser Mensch, der mir damals bewies, dass es doch möglich war, den Wunsch und das Vertrauen nach Gemeinsamkeit bis weit über den Tod zu haben. Und obwohl ich mich selber nie traditionell verheiraten wollte, fand ich es als das absolut Natürlichste, diese Liebe in einer Kirche zu versiegeln - für mich das tiefste Erlebnis.

Ehe - höchste Erfüllung, notwendiges Übel oder schlicht überflüssig?

Kathy ist offline
Beiträge: 3.387
Seit: 06.03.07
Zitat von mikado Beitrag anzeigen
voriges jahr war goldene hochzeit

mikado

Whow! Toll!!

Noch viele -Jahre!

Kathy

Ehe - höchste Erfüllung, notwendiges Übel oder schlicht überflüssig?

phil ist offline
Beiträge: 1.702
Seit: 25.01.05
E.H.E. errare humanum est.... oder irren ist menschlich!

Phil

PS. ich sage nichts dagegen, dass Menschen sich finden und beeinander bleiben.
Das gute aus der Zeit meiner Ehe, wäre es auch, wenn wir nicht verheiratet gewesen wären: zwei wundervoll Kinder!

Geändert von phil (24.04.08 um 22:38 Uhr)

Ehe - höchste Erfüllung, notwendiges Übel oder schlicht überflüssig?

Leòn ist offline
Beiträge: 10.064
Seit: 19.03.06
Ich kann das Festhalten an alten Traditionen und Normen gut verstehen. Das tun wir alle. Aber ausgerechnet die Ehe zum Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens machen zu wollen?

Meine Tochter wird bald fünfzehn Jahre alt. Ich liebe sie und bin rundum glücklich mit dem, was sie so tut! Aber verheiratet mit ihrer Mutter war ich nicht!

Ich finde, dieses gesellschaftliche Institut sollte schleunigst abgeschafft werden - Es sei denn, jemand erkärte mir - wirklich schlüssig - wofür wir es, entgegen meinen Erfahrungen, auch in den nächsten hundert Jahren brauchen!

Herzliche Grüße von
Leòn

Ehe - höchste Erfüllung, notwendiges Übel oder schlicht überflüssig?
MisterX
Bei seiner goldenen Hochzeit habe ich meinen Opa gefragt:
"Was war denn die schönste Zeit in all den Ehejahren?"

"Die fünf Jahre russische Kriegsgefangenschaft ..."

Ehe - höchste Erfüllung, notwendiges Übel oder schlicht überflüssig?

Oregano ist offline
Beiträge: 63.707
Seit: 10.01.04
Lange Jahre galt die Ehe als eine gewisse soziale Sicherheit für die Ehefrauen und die ehelichen Kinder.
Das hat sich gewaltig verändert durch verschiedene Faktoren. Insofern sollte auch die Ehe genau daraufhin angeschaut werden, wodurch sie heute diese soziale Sinngebung ersetzen kann.
Denn eines ist sicher: eine alleinstehende Frau in Deutschland, die ihr Kind bzw. ihre Kinder alleine erzieht und möglicherweise noch nicht einmal finanziell von dem Vater unterstützt wird, hat es schwer für sich und für die Kinder.

Gruss,
Uta
__________________
They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

Ehe - höchste Erfüllung, notwendiges Übel oder schlicht überflüssig?

Kathy ist offline
Beiträge: 3.387
Seit: 06.03.07
Irgendwie ist es mir egal, und irgendwie würde es mir trotzdem gefallen, wenn meine Töchter heiraten würden (den Richtigen natürlich! ). Erklären kann ich es nicht, nur fühlen. Na ja, vielleicht ist es doch egal.

Ehe - höchste Erfüllung, notwendiges Übel oder schlicht überflüssig?

Heather ist offline
Beiträge: 9.809
Seit: 25.09.07
Ich habe schon in anderen Themen positiv über die (meine ) Ehe geschrieben, und das tue ich jetzt natürlich wieder!

Mein Mann und ich kannten uns drei Jahre bevor wir fühlten es sei wohl die richtige Zeit an Nachwuchs zu denken. Also war für uns der Schritt in die Ehe irgendwie ein Pakt den wir für uns und natürlich auch für unsere zukünftige Kinder schlossen.

Das ist nun fast zwölf Jahre her und ich habe diesen Schritt nicht ein einziges Mal bereut, und mein Mann anscheinend wohl auch nicht. Sonst hätten wir wohl kaum diese wundervolle Beziehung miteinander.

Als wir ca. ein Jahr verheiratet waren und mein Mann nach hause kam gab er mir wie üblich einen Kuss. Ein Bekannter der das sah meinte dann, das gäbe sich mit der Zeit. Erst vergingen die netten Gesten und dann bleibe die Liebe irgendwann garantiert auch auf der Strecke. An diesen Spruch habe ich schon oft gedacht. Aber das war einfach nur das was er selbst erlebt hatte, deshalb sollte man nie auf andere schließen.

Ich finde eine Ehe etwas schönes, und wenn man nicht einfach aus einer leichtfertigen Verliebtheit heiratet stehen die Chancen auch gut, dass man gemeinsam den Rest seines Lebens miteinander verbringt!


LG

Heather


PS: Übrigens, mein Mann küsst mich heute noch immer wenn er weggeht oder nach hause kommt !
__________________
Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

(Albert Einstein)


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