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Mobilfunk führt unter best. Voraussetzungen zu oxidativ./nitrosat. Stress (Dr.Warnke)


Oxidativer/Nitrosativer Stress

- Chronische Schmerzen, Leistungsdefizite, degenerative Prozesse, Krankheitsentstehung - die Rolle aggressiver Sauerstoff-/Stickstoffverbindungen; HWS-Instabilitäten als Auslöser von nitrosativem Stress
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Alt 14.12.2009, 18:06
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Mobilfunk führt unter best. Voraussetzungen zu oxidativ./nitrosat. Stress (Dr.Warnke)
Gini Gini ist offline
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Hallo,

Dr. rer. nat. Ulrich Warnke von der Universität des Saarlandes in Saarbrücken ist ein profunder Kenner des nitrosativen Stresses (Nitrosativer Stress ? eine neue Volkskrankheit?) und langjähriger Erforscher elektromagnetischer Kräfte. Aus seiner Arbeitsgruppe ist vor Jahrzehnten der Begriff „Elektro-Smog“ hervorgegangen (Dr. rer. nat. Warnke).
Er zählt schon länger den Mobil- und Kommunikationsfunk zu den Auslösern für nitrosativen und oxidativen Stress.
Während in den letzten Jahren meist nur die thermischen Auswirkungen Gegenstand der Mobilfunkstudien waren und in der Öffentlichkeit zur Sprache kamen, sind es in Wirklichkeit die nicht-thermischen Schädigungseffekte, die dem menschlichen Organismus zusetzen. In der neuesten Ausgabe der Fachzeitschrift Umwelt - Medizin – Gesellschaft, einer Verbandszeitschrift mehrerer umweltmedizinischer Verbände, hat Dr. Warnke Studien aus der ganzen Welt gleich einem Puzzle zu einem großen Ganzen zusammengetragen und gibt darin eine umfassende Zusammenschau über den Stand der Forschung. Der Titel des Fachartikels lautet: „Ein initialer Mechanismus zu Schädigungseffekten durch Magnetfelder bei gleichzeitig einwirkender Hochfrequenz des Mobil- und Kommunikationsfunks“.

Ich wage eine Zusammenfassung dieses hochkarätigen physikalischen wie biochemischen Fachartikels, der mir eigentlich eine Nummer zu groß ist, mich aber wegen seiner Aussagekraft und Wichtigkeit für die Gesundheit doch sehr fesselt. Den physikalischen Bereich muß ich mangels Verständnis in den Details leider ausklammern, fasse aber die schädigenden Auswirkungen für den menschlichen Organismus zusammen. Deshalb bringe ich den Artikel auch hier in der Rubrik oxidativem/nitrosativem Stress und nicht unter der Rubrik Elektro-Smog. Ich hoffe, dass ich ihn inhaltlich richtig wiedergebe, da er nicht leicht verständlich ist.

Unzählige Studien weltweit haben schon seit Jahrzehnten belegt, daß Mobil- und Kommunikationsfunk oxidativen und nitrosativen Stress sowie andere nichtthermische Schädigungseffekte induzieren. Das Problem war bislang, dass nicht immer alle Studien, die Schädigungseffekte erbrachten, reproduzierbar waren, auch nicht innerhalb derselben Arbeitsgruppe. Es würde dem Wissenschafts-Verständnis widersprechen, die Ergebnisse deswegen als irrelevant einzustufen. Für die Forscher stellt sich vielmehr die Frage nach (dem oder) den unbekannten Faktoren, die das Zünglein an der Waage darstellen, die die Studien beeinflussen und die Reproduzierbarkeit verhindern bzw. sie sicherstellen würden.

Dr. Warnke ist diesen Faktoren auf der Spur. Er sieht als Voraussetzung für Schädigungseffekte im menschlichen Organismus das Zusammentreffen von bestimmten statischen und/oder niederfrequenten Magnetfeldern zusammen mit der Hochfrequenz des Mobil- und Kommunikationsfunks. Erst dadurch kommt es zu einer induzierten Verschiebung der Redox-Balance in Zusammenhang mit nitrosativem und oxidativem Stress.
Er spricht diesbezüglich von einem hoch plausiblen, experimentell untermauerten Modell mit weitgehend lückenlosem Wirkmechanismus, das die hohe Variabilität von Reaktionen und Effekten bei Organismen einschließlich des Menschen erklärt. Belegt ist das Modell bereits im Bereich der Magnetfeldorientierung: Wenn elektromagnetische Megahertz-Wellen die statischen Erdmagnetfeldlinien kreuzen, verlieren Vögel die Orientierung.

Der Beweis für das vorgestellte physikalische Modell gestaltet sich offenbar schwierig, ändert aber nichts daran, dass Mobilfunk bereits in vielen Studien oxidativen und nitrosativen Stress induziert hat. Auch im Netz ist eine Auflistung von Studien zu finden, die belegt haben, dass magnetische Felder und elektromagnetische Strahlung die Wirkung von Stickstoffmonoxid (NO) im Organismus anregen, sprich nitrosativen Stress erzeugen:
http://www.hese-project.org/de/emf/W...27_NOListe.pdf

Als Mittelpunkt des Geschehens, in dem initial im menschlichen Organismus die Physik in die Chemie übergeht, sieht Dr. Warnke die Elektronenwanderung (Oxidation - Reduktion). Als Zwischenstadien entstehen dann immer wieder Freie Radikale: Moleküle mit einzelnen ungesättigten Elektronen auf der äußeren Umlaufbahn, die sich mit anderen Freien Radikalen (als Kationen und Anionen) zu Radikalenpaaren zusammenschließen, wobei eine Spinkopplung der beiden freien Elektronen stattfindet. Hieraus resultieren kurzlebige Verbindungen, die zwischen sogenannten Singulett- und Triplettzuständen hin- und herpendeln können.

Magnetfelder und Hochfrequenzschwingungen bewirken nun eine Spin-Umkehr und verschieben das Gleichgewicht zwischen Singulett- und Triplettzuständen. Folge ist eine signifikante Erhöhung des Triplettniveaus, welches eine verstärkte Freisetzung von Freien Radikalen sowie einen Anstieg des hoch reaktiven Singulett-Sauerstoffes bewirkt. Durch ein Zuviel an Singulett-Sauerstoff entsteht die gefürchtete Lipid-Peroxidation, welche auch zur Zerstörung von Teilen der DNA und zu Mutationseffekten führt. Zudem setzen die Triplett-Zustände toxische Substanzen frei. Bei Überdosierung dieser Noxen kommt es zu Schädigungen des Immunsystems, der Zellvitalität und der Gene.

Dr. Warnke beschreibt die exakten physikalischen Konstellationen, die eine Spinumkehr bewirken. Es geht um das Zusammenwirken von Resonanzen, Vektorwinkel und zufällige Konstellationen, die zusammen bisher messtechnisch nicht erfasst wurden. Diese Konstellationen bedeuten im Endeffekt, dass biologische Reaktionen auf statische Magnetfelder und Niederfrequenz-Felder vom jeweilig vorhandenen Hochfrequenzfeld abhängen, oder umgekehrt: dass die Wirkung eines Hochfrequenz-Feldes auf den Organismus abhängig ist von dem am momentanen Ort existierenden statischen Magnetfeld plus Niederfrequent-Feld. Alle bisher wissenschaftlich erbrachten Ergebnisse sprechen dafür, dass dieser physikalische Mechanismus der Initialprozess der Schädigung ist mit einer Verschiebung des Gleichgewichtes zwischen Singulett- und Triplett-Zuständen.

Eine weitere Folge von schwachen Magnetfeldern und/oder Hochfrequenz-Strahlungen ist, dass sie die Lebensdauer von Freien Radikalen verlängern, die Erzeugung von evtl. schädigenden Folgeprodukten verstärken, und die schnelle Neutralisierung der angeregten Zustände im Organismus verhindern.

Auch die ATP-Bildung in den Mitochondrien ist im Bereich der enzymatischen Synthese der Zellenergie ein Ion-Radikal-Prozess und kann durch technische Felder gestört werden. Die Folge ist bekannt: Der Zelle fehlt dann Energie, die Vitalität leidet. Auch die Aktivierung der Proteine durch die Phosphorylierung ist ein Radikal-Prozess und wird im Magnetfeld/Hochfrequenzfeld gestört.

Weiterhin kommt es durch Mobilfunkfrequenzen zu einer Aktivierung des Enzyms NADPH-Oxidase. NADH-Oxidase forciert die Bildung von NO (Stickstoffmonoxid) und stimuliert die Bildung von toxischem Wasserstoff-Peroxid, das ebenfalls die NO-Produktion um bis zu 100 % steigert. Es entstehen oxidativer und nitrosativer Stress. NO ist zudem selbst eine Freies Radikal und als Enzym-Blocker bzw. auch als Enzym-Aktivator gefährlich und muß ständig gegenreguliert werden.

Der Neurotransmitter NO steuert im Gehirn viele vitale Funktionen. Ist NO kurzfristig erhöht, steigert es die Konzentration, bei langfristiger Erhöhung werden durch das entstehende Peroxinitrit, ein NO-Abkömmling, die Molekülstrukturen zerstört sowie die vitalen Funktionen des Organismus angegriffen. Auch Veränderungen im EEG können unter Einfluß von Mobilfunk und anderer Hochfrequenz sichtbar werden, wie es in zahlreichen Studien belegt ist. Der Grund könnte sein: Wenn Neurotransmitter Teil eines Radikalpaar-Systems oder ein Produkt der Radikalpaar-Reaktion sind, werden Signale für Nervenzellen verändert.

Dr. Warnke zählt in einem längeren Abschnitt die vielen unterschiedlichen Wirkungen von NO und Peroxinitrit in direktem Vergleich auf, betreffend der Hemmung der mitochondrialen Atemkette, der verhinderten Apoptose, der Lipid-Peroxidation, der Prostaglandinsyhnthese, der Leukozyten-Adhäsion, und der Metalloproteinase. Er stellt klar, dass in erster Linie nicht der hohe Level an NO die gravierenden Schädigungen auslöst, sondern das nachfolgend gebildete Peroxinitrit.

Er zeigt dann weitere Schädigungen durch NO/Peroxinitrit auf:
- S-Nitrosylation der Thiolbindungen: Erschöpfung des Thiolpools kann zu Immunschwäche und Transformation in Tumorzellen führen (Anmerkung meinerseits: Laut Dr. Heinrich Kremer betrifft dies vor allem die Thiole Methionin und Cystein. Zuwenig Methionin führt zum Abfall von SAMe, zuwenig Cystein und zuwenig SAMe führt zu Glutathion-Verlusten. Nachzulesen in seinem Buch „Die stille Revolution der Krebs- und AIDS-Medizin“.)
- Störungen der Blutsynthese
- Bindung von Eisen-Schwefel-Cluster, Zink und Kupfer-Zentren
- Enzymhemmung mit Folge mangelnder Energiebildung von ATP in den Mitochondrien
- Unterbindung des Zitronensäurezyklus durch Hemmung des Enzyms Aconitase
- Oxidation oder Nitration von Aminosäuren: Oxidation betrifft Methionin, Cystein, Tryptophan, Tyrosin. Nitration betrifft Tryptophan, Phenylalanin und Tyrosin (Anmerkung: Zuwenig Tryptophan führt zur Reduzierung von Serotonin und Melatonin, zuwenig Tyrosin und Phenylalanin führt zur Verringerung von Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin). Ob Oxidation oder Nitration stattfindet, ist abhängig von der Anwesenheit von Kohlendioxid, dem pH-Wert und anderen Faktoren der Mikroumgebung.
- Inaktivierung von Proteinen durch S-Nitrosylation: eNOS, iNOS, GAPDH, Procapasen und Caspasen, Typ-1-Calzium Kanalproteine, Proteine der Kationen-Kanäle wie Kalium-Kanäle. Folgen der Effekte der S-Nitrosylation sind die Hemmung von Glykolyse, Zitronensäurezyklus, Elektronentransport und oxidative Phosphorylierung (Folge pathologisches Energiedefizit)
- Inaktivierung von Enzymen und Ionenkanälen, z.B. Tryptophan-Hydroxylase (Schlüsselenzym in der Biosynthese von Dopamin und Serotonin)
- Nitrosierung von Tryptophan (Abfall der Nachfolgeprodukte Serotonin, Melatonin, NAD und NADP). Ein Mangel von Melatonin wurde schon oft im Einfluß von magnetischen und elektromagnetischen Schwingungen festgestellt.

Da oxidativer und nitrosativer Stress eine Vielzahl von unterschiedlichsten Erkrankungen zur Folge haben können, erklären sich auch die vielen verschiedenen Symptome und Erkrankungsbilder durch Mobil- und Kommunikationsfunk bei verschiedenen Menschen, die auffällig sind, wenn man Fallbeispiele studiert. (Anm.: Allein dem nitrosativen Stress werden inzwischen mehr als 200 verschiedene Erkrankungsbilder zugesprochen (Dr. Kremer s.o.)). In welche Richtung der oxidative oder nitrosative Stress beim einen oder anderen geht, welche Symptome oder Erkrankungen resultieren, ist abhängig von vielen, individuell verschiedenen inneren sowie äußeren Konstellationen. Diesem Thema ist ein eigener Abschnitt gewidmet, der die speziellen physikalischen Konstellationen einerseits aufzeigt sowie die Variabilität individueller innerer Reaktionen und Regulations-Fähigkeiten andererseits, welche zudem die mangelnde Reproduzierbarkeit der Versuchsergebnisse erklären.

Umfangreiche Tabellen und Auflistungen zum gesamten Schädigungsmechanismus runden die Veröffentlichung ab. Der gesamte Fachartikel umfasst ganze 11 Seiten Text, enthält also eine Fülle an Informationen mehr, als ich sie hier zusammenstellen konnte.

Im Index führt Dr. Warnke über 100 verschiedene Veröffentlichungen auf, darunter auch mehrere von ihm selbst zum Thema Mobilfunk: Er hat in mehreren neueren Zusammenfassungen seit 2005 die schädigenden Effekte von magnetischen und elektromagnetischen Auswirkungen zusammengestellt: Sie haben auch Auswirkungen auf die nächste Generation, z.B. durch Gentoxizität und verminderte Fruchtbarkeit.


Zusammenfassend ist noch einmal festzuhalten, dass es sich nicht um thermische Belastungen für Schädigungseffekte handelt, sondern um nicht-thermische durch zufällige Überschneidungen von Erdmagnetfeldern/technischen Magnetfeldern mit Hochfrequenzstrahlungen am betrachteten Ort, die dazu führen, dass Zellen durch Kaskaden-Effekte von Freien Radikalen überschwemmt werden und unterschiedlich große Regulations-Schwierigkeiten entstehen, dem entstandenen nitrosativen und oxidativen Stress zu widerstehen.
Der Grund für die nicht immer zustande gekommene Reproduzierbarkeit der Studien sieht Dr. Warnke in zufälligen Überschneidungen von Magnetfeldern zusammen mit den hochfrequenten Feldern des Mobil- und Kommunikationsfunks, die bisher nicht beachtet und deren Bedeutung nicht erkannt wurden, sowie in den individuellen antinitrosativen und antioxidativen Gegenregulations-Kapazitäten des Einzelnen, die von vielen inneren Faktoren abhängig sind.

Eine Zusammenstellung von Publikationen von Dr. Warnke zum Thema Mobilfunk/elektromagnetische Felder sind, falls sich jemand damit eingehender beschäftigen will, im Netz zu finden unter
human ecological social economical project

Die Ausgabe 3/2009 des umg-verlages bezieht sich schwerpunktmäßig auf die gesundheitlichen Auswirkungen elektromagnetischer Felder. In Umwelt – Medizin – Gesellschaft kommen „unabhängige, kompetente, die Wahrheit verbreitende Autoren“ (Editorial 3/2009), Mediziner, Naturwissenschaftler und Forscher zu Wort. Zum 21-köpfigen wissenschaftlichen Beirat zählt auch Dr. Kuklinski. UMG


Ich bin bei den Recherchen für diesen Beitrag noch auf eine Äußerung Kuklinskis zur Elektro-Sensibilität gestoßen. Elektro-Sensibilität beruht laut Dr. Kuklinski auf einer Hirnstammstörung. Ursachen dafür können sein: 1. Halswirbelsäulenschäden, 2. Mitochondrienfunktionsstörungen (ererbt oder erworben) mit leichter geistig-körperlicher Erschöpfbarkeit.
Gigaherz Forum :: Thema anzeigen - Nitrosativer Stress.

Soweit die Informationen!

__________________________________________________ _____________


Ich kann mir gut vorstellen, dass das Modell von Dr. Warnke zutrifft. Es ist einleuchtend und nachvollziehbar, und wäre die Erklärung für die vielfältigen unterschiedlichen Symptom- und Erkrankungsbilder unter Mobilfunk-Einfluß und der bisherigen mangelnden Reproduzierbarkeit.

Oxidativer und nitrosativer Stress sind beides Stressformen, von denen man weiß, dass sie durch Stressbelastungen unterschiedlicher Ursache auftreten können.

Dr. Warnke zählt als Ursachen für nitrosativen Stress z.B. auf: Nitrite/Nitrate/Nitrosamine aus Nahrungsmitteln sowie Antibiotika, Chemotherapeutika, Analgetika, die alle zu NO verstoffwechselt werden (erster Link s.o.).
Dr. Kuklinski erwähnt des weiteren: Xenobiotika-Expositionen, chronischer Psychostress, massive Infektionen/Impfungen, posttraumatische Genickgelenksschädigung und weitere NO-induzierende Medikamente wie Antihypertonika, Betablocker, Cholesterinsynthesehemmer, Fibrate, orale Antidiabetika, Potenzmittel, Antiarrhythmika, Protonenpumpenhemmer und NSAR (http://www.dr-kuklinski.info/publika...r-stress_1.pdf).

Die Erhöhung von NO wird also ausgelöst durch biochemische Stressoren, pharmazeutische, toxische, immunologische, mechanische und psychische Stressoren, - da liegt es fast auf der Hand, dass es auch physikalische Stressoren geben muß, zumal es im menschlichen Organismus physikalische Prozesse gibt.

Ich kann mir gut vorstellen, dass bei Interaktionen von verschiedenen physikalischen Kräften sozusagen durch „physikalische Reaktionen“ neue/spezielle physikalische Kräfte-Verhältnisse entstehen, die sich nicht in jedem Falle vorteilhaft für die Biophysik im menschlichen Organismus auswirken. Vögel bekommen diese Kräfte bereits zu spüren: Ihr innerer Magnetkompass versagt unter Mobilfunk-Einfluß, sie sitzen orientierungslos im Trichter. Und nicht nur Vögeln geht es offenbar so, in einer anderen Quelle ist unter Mobilfunk-Einfluß auch von orientierungslosen Kranichen und Walen die Rede: http://www.mmg-assling.de/PDFs/VG-Na...0Juni%2007.pdf

Nur weil der eigentliche Schädigungsmechanismus und die physikalischen Voraussetzungen für Schädigungseffekte noch nicht bis ins Letzte eindeutig belegt sind, kann man es nicht von der Hand weisen, dass schon viele Studien weltweit Schädigungseffekte erbracht haben. Es fehlen sozusagen nur noch ein paar Mosaiksteinchen, die die letzten Fragen noch ganz klären und die eigentlichen Knackpunkte des Wirkmechanismus’ aufzeigen.

Die eigenen Gegenregulations-Fähigkeiten entscheiden darüber, wann bei der Summe der Stressoren, die auf den einzelnen einwirken, der berühmte Punkt erreicht ist, an dem das Faß zum Überlaufen kommt. Was man heute noch wegstecken kann, kann morgen schon zuviel sein. Was der eine noch lange abfangen kann, ist dem anderen schon längst zuviel, weil seine Gegenregulations-Kapazitäten schon lange erschöpft sind. Antinitrosative und antioxidative Mikronährstoff-Programme stellen gleichzeitig Prophylaxe und Therapie dar, und können bei einem Zuviel an Stressoren die freigesetzten Freien Radikale und das erhöhte NO abfangen.

Eine andere Form der Prophylaxe ist das Ausmessen der auf seinen Wohnbereich einwirkenden elektromagnetischen Kräfte. Man kann dies durch erfahrene Baubiologen machen lassen oder mit ausgeliehenen Messgeräten selber tun. Ob es je Messgeräte geben wird, die die speziellen Konstellationen, von denen Dr. Warnke spricht, messtechnisch erfassen können, bezweifle ich im Moment, - vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt einmal. Es genügt aber auch, festzustellen, ob mehrere der oben genannten magnetischen und elektromagnetischen Felder als Belastung vorliegen. Bei zu hohen Messwerten könnte das Anbringen von Ableit- oder Abschirmmaterialien, oder das Suchen einer strahlungsärmeren Wohnung eine Alternative sein.

Ich habe vor einigen Wochen in der Rubrik Elektro-Smog einen Thread eröffnet, in dem Berichte gesammelt werden über gesundheitliche Erfolge nach Anbringen von Abschirm-Maßnahmen gegen Elektro-Smog. Eines ist jetzt schon erkennbar: Die positiven Auswirkungen auf den Schlaf stehen an vorderster Stelle.
http://www.symptome.ch/vbboard/elekt...hirmung-2.html.

LG
Gini

Geändert von Gini (15.12.2009 um 19:12 Uhr)
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Alt 18.12.2009, 16:29
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AW: Mobilfunk führt unter best. Voraussetzungen zu oxidativ./nitrosat. Stress (Dr.War
Karolus Karolus ist offline
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Hallo Gini,

vielen Dank für den so ausführlichen und interessanten Beitrag. Bei mir reicht's momentan aus zeitlichen Gründen nur für meine üblichen Schmalspurbeiträge.

Dr. Kuklinski et al. haben übrigens vor einigen Jahren in einem Artikel über das Hirnschankenprotein S100 schon geschrieben, dass sie eine positive Korrelation zwischen Handytelefonaten und steigenden S100-Werten vermuten. Dies war aber nur ein Nebenthema des Artikels. Bei einigen Tests fielen bei Telefonaten, ich meine besonders zu Beginn und dann noch einmal später, steigende S100-Werte auf. Für eine grundsätzliche Aussage war aber damals die Datenmenge zu klein.

Liebe Grüße
Karolus

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Alt 18.12.2009, 17:14
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AW: Mobilfunk führt unter best. Voraussetzungen zu oxidativ./nitrosat. Stress (Dr.War
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Hallo Gini,

auch von mir ein Danke für die ausführliche Darstellung von Dr. Warnkes Ergebnissen. Ich konnte das aus Zeit- und Stress-Gründen noch nicht recht würdigen.

Der von Karolus gemeinte Artikel ist wohl dieser: http://www.dr-kuklinski.info/publika...enobiotika.pdf

Dort steht, dass bei 7 Kindern von 7 bis 15 Jahren der S-100 vor, während und nach einem 15-minütigen Handy-Telefonat gemessen wurde. (Blutentnahmen 5 Minuten und direkt vor dem Telefonat, dann nach 5, 10, 15 und 20 Minuten.) Bei einer 15-Jährigen fand sich 10 Minuten nach Ein- und 5 Minuten nach dem Abschalten des Gerätes ein S-100-Peak ("Spitze"). Bei einem 10-Jährigen gab es ebenfalls in der 10. Minute einen S-100-Peak.

Die technischen Daten der Handys wurden nicht einbezogen - was als Nachteil angesehen wird. Die Kinder waren alle sowieso Handy-Nutzer. Es gab insgesamt keine Erhöhungen der Blutwerte, ob es Erhöhungen im Liquor gab, ist damit nicht ausgeschlossen.

Ein weiteres Dokument mit ähnlichem Titel von Kuklinski habe ich auf seiner Website gefunden: http://www.dr-kuklinski.info/publika...ndlichkeit.pdf

Das habe ich aber selbst noch nicht gelesen.

Gruß
Kate

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Alt 18.12.2009, 17:17
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AW: Mobilfunk führt unter best. Voraussetzungen zu oxidativ./nitrosat. Stress (Dr.War
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P.S. Im zweiten Dokument kommen Handys nicht vor, habe es eben durchsucht

Gruß
Kate

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Alt 18.12.2009, 17:38
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AW: Mobilfunk führt unter best. Voraussetzungen zu oxidativ./nitrosat. Stress (Dr.War
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So - nun habe ich Deinen Beitrag ganz gelesen, Gini

Zitat:
Bei zu hohen Messwerten könnte das Anbringen von Ableit- oder Abschirmmaterialien, oder das Suchen einer strahlungsärmeren Wohnung eine Alternative sein.

Ich habe vor einigen Wochen in der Rubrik Elektro-Smog einen Thread eröffnet, in dem Berichte gesammelt werden über gesundheitliche Erfolge nach Anbringen von Abschirm-Maßnahmen gegen Elektro-Smog. Eines ist jetzt schon erkennbar: Die positiven Auswirkungen auf den Schlaf stehen an vorderster Stelle.
Darüber habe ich mich gerade mit einem Bekannten unterhalten, der Bauberater (KdR) und Sachverständiger ist... und er in letzter Zeit in bisschen in meiner Wohnung "rumgeschnüffelt" hat. Er meinte, dass Abschirmmaßnahmen im wörtlichen Sinne auch "nach hinten losgehen" können - wenn nämlich von der anderen Seite Strahlung kommt und reflektiert wird. Man müsste also zumindest ein bisschen messen und tüfteln. Wenn ich mal Luft dazu habe, werde ich ihn vielleicht mal auf mein Schlafzimmer "ansetzen"

Gruß
Kate

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Alt 18.12.2009, 18:51
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AW: Mobilfunk führt unter best. Voraussetzungen zu oxidativ./nitrosat. Stress (Dr.War
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So, nochmal ich, Gini. Habe nun auch den verlinkten Thread überflogen und gesehen, dass Du die Reflektion bedacht hast

Zitat von Gini
Bei abschirmenden Materialien, die – wie es der Name schon sagt - per Reflexion abschirmen -, sollte man bedenken, dass sie wegen der Reflexion für eine höhere Strahlen-Belastung in der Umgebung sorgen. Ich weiß nicht, wie weit diese Reflexion strahlt, aber zumindest im eigenen und angrenzenden Wohnbereich ist dann eine verstärkte Strahlung vorhanden.
Deshalb ist es bei Baldachinen wichtig, dass man den Stoff tagsüber wie einen Vorhang zurückschiebt und zusammenbindet, oder einen Zopf damit macht, damit sich die Belastung tagsüber minimiert.
Aber, sag mal, diese Baldachins sind ja ganz schön kostenintensiv Und bei mir gäbe es auch Platzprobleme - zwischen Bett und Wand/Regal/Schreibtisch/Schrank (4 Seiten) passt gerade noch eine Maus rein. Außerdem käme nur die an einem Punkt aufgehängte Variante infrage (Dachschrägen) und die hat keine "Tür", so dass ich mich bei jedem Toilettengang nachts verheddern würde und womöglich das gesamte Teil von der Rigips-Decke* reißen würde (* da hält fast nichts ohne Spreizdübel).

Gruß
Kate

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Alt 18.12.2009, 20:11
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AW: Mobilfunk führt unter best. Voraussetzungen zu oxidativ./nitrosat. Stress (Dr.War
Gini Gini ist offline
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@ Hallo Karolus,

ich hatte auch keineswegs mit langen Beiträgen gerechnet - das habe ich sozusagen schon "erledigt"... (kürzer gings einfach nicht). Aber danke für den Hinweis zu S 100 und Handys, das hatte mir Dr. Schaumb. auch einmal gesagt, und ich hatte es prompt wieder vergessen.

@ Hallo Kate,

danke für deine Antworten. Ich werde sie morgen noch genauer lesen und die Links aufrufen.

Zum Baldachin schon ein paar Tips: Ich habe mir meinen wegen einer Dachschräge selber genäht, und an der Stelle des Eingangs die beiden Enden mit einer Überlappung von 50 cm oben festgenäht, so daß ich die beiden Enden wie einen Vorhang nach links und rechts auseinander streifen kann, und nachts wieder überlappen lassen kann.
Ich habe ihn auch nicht an einem einzigen Punkt oben wie die Fliegennetze aufgehängt (ich glaube, bei einem solchen Baldachin hätte ich drinnen Platzangst bekommen), sondern ich habe mir eine Konstruktion gemacht, wie bei den Kinderwiegen. Also oben in der Mitte längs über dem Bett eine 2 m lange Vorhangstange, die überm Kopf mit einem "Wandlager" an der Wand montiert ist, und am Fußende an der Decke (genauer Dachschräge) aufgehängt ist. Der Vorhang läuft in einem genähten Tunnel auf der Stange. So läßt sich der Baldachin morgens bis zum Kopfende hin schieben, am Abend schiebe ich ihn wieder zum Fußende, verteile ich ihn ums Bett herum und schließe ihn. Auch das Nachttischchen ist unterm Baldachin, sonst wäre es kompliziert geworden. Das war das beste, was mir eingefallen ist... . Vielleicht läßt sich bei dir etwas davon umsetzen...?

LG
Gini

Geändert von Gini (20.12.2009 um 16:00 Uhr)
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Alt 19.12.2009, 15:51
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AW: Mobilfunk führt unter best. Voraussetzungen zu oxidativ./nitrosat. Stress (Dr.War
Gini Gini ist offline
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Hallo Kate,

ich habe mich gerade durch deine Links durchgearbeitet. Den Artikel von Ku. zu S-100 und Fremdstoff-Empfindlichkeit kannte ich noch nicht. Beim Durchlesen ist mir etwas aufgefallen. Er schreibt da, dass die kaudaleren Hirnabschnitte, zu denen der Hirnstamm zählt, keine Hirnschranke besitzen.
Das müsste bedeuten, dass der Hirnstamm, weil er keine Bluthirn-Schranke als Schutz hat, weit anfälliger sein müsste für Schädigungen durch Toxine als das Gehirn... Ku. hat ja gesagt, dass Elektro-Sensibilität auf einer Hirnstammstörung durch HWS-Schäden und Mitochondr.schädigungen beruht. Ich denke daher, dass es auch noch die toxisch bedingte Hirnstammstörung gibt, mit Folge der Elektrosensibilität, die vielleicht wegen der fehlenden BHS gar nicht so selten sein dürfte…

Und ein zweiter Rückschluß: Wenn Telefonieren mit dem Handy zu einer Erhöhung des S-100-Wertes führt, und ein erhöhter S-100-Wert "immer" bzw. „fast immer“ mit einer Atlas-Dislokation einhergeht (wie Ku. u. Schaumb. sagen), müsste das eigentlich bedeuten, dass Mobilfunk eine Atlas-Verschiebung bewirkt….wenigstens für die Dauer der Einwirkung der Hochfrequenzstrahlung. Und wenn man ständig einer Mobilfunkantenne aus der Nachbarschaft ausgesetzt ist, dürfte die Atlas-Dislokation zum ständigen Problem werden….

LG
Gini
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Alt 20.12.2009, 00:03
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AW: Mobilfunk führt unter best. Voraussetzungen zu oxidativ./nitrosat. Stress (Dr.War
Karolus Karolus ist offline
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Hallo Gini,

wie soll Handystrahlung zu einer Atlasdislokation führen können?
Die Argumentationsrichtung von Dr. Sch. und Dr. Ku. kommt aus der anderen Richtung: Die Minderdurchblutung bestimmter Hirnteile (oftmals verursacht durch eine Atlasdislokation) führt dazu, dass sich die BHS nicht wieder regenerieren kann, der S100 steigt.

Liebe Grüße
Karolus

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Alt 20.12.2009, 16:01
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AW: Mobilfunk führt unter best. Voraussetzungen zu oxidativ./nitrosat. Stress (Dr.War
Tobi09 Tobi09 ist offline
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Zitat von Gini Beitrag anzeigen
Und ein zweiter Rückschluß: Wenn Telefonieren mit dem Handy zu einer Erhöhung des S-100-Wertes führt, und ein erhöhter S-100-Wert "immer" bzw. „fast immer“ mit einer Atlas-Dislokation einhergeht (wie Ku. u. Schaumb. sagen), müsste das eigentlich bedeuten, dass Mobilfunk eine Atlas-Verschiebung bewirkt….wenigstens für die Dauer der Einwirkung der Hochfrequenzstrahlung. Und wenn man ständig einer Mobilfunkantenne aus der Nachbarschaft ausgesetzt ist, dürfte die Atlas-Dislokation zum ständigen Problem werden….
Damit spannst du den Wagen vor das Pferd. Das wäre so wie wenn man sagt, die Polizei ist für Unfälle verantwortlich, weil man sie häufig bei Unfällen antrifft.
Atlas-Dislokationen führen über mechanische Reizungen der BHS zu einem erhöhten S100.

Gruß Tobi
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