Ernährung bei Nitrostress (nach Kuklinski u.a.)

26.04.08 17:26 #1
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Ernährung bei Nitrostress nach Kuklinski

ADo ist offline
Weiblich ADo
Beiträge: 3.091
Seit: 06.09.04
Hallo Kate,
da ich nicht nur Lactose nicht vertrage, sondern auch das Kuheiweiß nicht, trinke ich natürlich keinen Becher Sahne (würde ich sowieso nicht )

Der Fettgehalt bei LC muss jetzt nicht durch "Öltrinken" erhöht werden. Er steigt ganz automatisch, weil keine fettreduzierten Sachen gegessen werden sollen und ein Salat z.B. mit Öl (und Essig) angemacht wird, statt "light-Dressing". Auch braucht man keine Angst vor knuspriger Hühnerhaut oder fettmarmoriertem Fleisch zu haben oder fettreichen Fischsorten.
Außerdem gehört eben das gute Stück Butter ans Gemüse. Schon hast du deinen erhöhten Fettgehalt.
Es gibt auch das "Fettfasten", aber das willst du bestimmt nicht
Das ist wohl dafür da, um einen Stoffwechselwiderstand zu brechen.

Also: ordentlich Gemüse mit einer Portion Fett und ein moderates Stück Fleisch, Fisch, ...

Zur Portionsgröße: eine Portion ist das, was du in eine Hand nehmen kannst. Da soll wohl die Handgröße irgendwie mit der Magengröße und/oder dem Bedarf korrelieren. (Meine Hände sind ziemlich klein )

LG
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Niveau ist keine Hautcreme!

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ErikaC ist offline
Beiträge: 855
Seit: 29.05.07
Hallo Kate,

In seinem Buch ist von LOGI soweit ich das erinnere nicht die Rede, sondern von Keto.
Hier zum Beispiel spricht er von LOGI http://www.dr-kuklinski.info/publika...hrungsfett.pdf , in anderen Artikeln ebenfalls.

Hast Du für die sehr interessante Info, dass man durch "Obst und Gemüse (...) Eiweiß und Fett gut verstoffwechseln" kann und das Säure-Basen-Gleichgewicht erreicht, eine Quelle? Worauf basiert diese? Man müsste das ja an 2 größeren Vergleichsgruppen gemessen haben. Danke auch für die Links
Nein, leider keinen Link parat. Ich habe mehrfach davon im Vortrag, in Artikeln und Studie zu Nahrungsergänzung gelesen - vielleicht stand es so ähnlich auch im Buch "Glücklich und schlank" (Buch über LOGI) - ich weiß es nicht mehr. Dass man mit Obst und Gemüse das Säure-Base-Gleichgewicht erreicht, ist ja wohl kein Geheimnis. Man muss nur genug davon essen.

Es sind nur gemahlene Nahrungsmittel, teils Gemüse, teils Amaranth und Quinoa (für den Aminosäurengehalt). Nichts extrahiert, nichts zugesetzt. Das Pulver rührt man in Wasser und kippt es schnell runter. Es löst sich schlecht und Öl würde sich darin garnicht lösen.
Also Pulver? Das ist unseres auch - Pulver aus Nahrungsmitteln. Umrühren reicht nicht. Das muss man im Schüttelbecher schütteln oder mit Mixer verrühren. Kannst ja mal probieren mit dem Schüttelbecher / Mixer und mit Öl und Sahne.

Das mit den "5 Portionen" habe ich nie verstanden. Portion taugt wohl kaum als Mengenangabe, das kann ja sowohl 1 Radieschen bedeuten als auch eine riesige Schüssel voll Gemüse...
Wie Ado schon sagte, jeweils eine Handvoll ist eine Portion. 5 Portionen sind der Mindestbedarf für Gesunde ohne Stress.

Cashewmus? Welch ein Luxus ! Schmeckt das und wie machst du das?

Ich werde mir noch das LOGI-Kochbuch Amazon.de: Das große LOGI Kochbuch. 120 raffinierte Rezepte zur Ernährungsrevolution von D. Nicolai Worm.: Franca Mangiameli: Bücher zulegen. Kennt das jemand?

Hallo Rudi,

Meine Schulzeit war von einem zunehmenden Verfall der Merkfähigkeit geprägt, besonders ab der 4. Klasse. Wenn neuer Unterrichtsstoff auf vorhergehenden aufbauen sollte, hatte ich den schon wieder vergessen. Ich habe das mit extremen Lernaufwand kompensiert. Dafür traten Phasen von Hellsichtigkeit auf. Das logische Denken und Erfassen von Mustern waren besonders ausgeprägt. Konzentrieren kann und konnte ich mich nur, wenn mich etwas wirklich interessiert, insbesondere Geräusche lenken aber auch dann sehr ab (so sehr, dass ich nicht mehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahre).
Das kommt mir etwas bekannt vor. Der Übergang ins Langzeitgedächtnis dauert manchmal - merkwürdigerweise nur bei Sachen, die für meinen Sohn wenig interessant sind, ansonsten hat er ein phänomenales Gedächtnis und kann sich an viele Details erinnern. Das Problem Konzentration und Ablenkung hatten wir auch lange - seit einiger Zeit kommen keine Beschwerden mehr von Lehrern. Wir haben sogar einmal die Grundschule gewechselt, weil mein Sohn von der Lehrerin fertig gemacht wurde - Bestrafung, Ausgrenzung, Mobbing für seine andere Wahrnehmung. Er war psychisch am Ende - wollte sterben. Jetzt läuft alles ganz gut - Lust auf Schule hat er allerdings wenig - alles angeblich langweilig. Er möchte etwas lernen, erleben, erforschen, nicht immer nur abgefragt werden, hat er mal vor Jahren gesagt.

Viele Grüße
Erika

Ernährung bei Nitrostress nach Kuklinski

Kate ist offline
Moderatorin
Beiträge: 10.107
Seit: 16.11.04
Hallo zusammen, ich hoffe, Ihr habt die Walpurgisnacht gut überstanden

Zitat von Rudi Ratlos
Das logische Denken und Erfassen von Mustern waren besonders ausgeprägt.
Da haben wir eine Parallele

Erika, Du hast vollkommen recht, dass Dr. K. LOGI empfiehlt. Ich habe inzwischen die ersten 50 Minuten des in einem anderen Thread (http://www.symptome.ch/vbboard/oxida...rag-video.html) verlinkten Vortrags angesehen. Dort gibt Dr. K. einige Details seiner Sicht preis:
  • Zuviel Eiweiß ist auch nicht gut - 500 g-Steaks hält er für nicht angeraten. In diesem Zusammenhang wird der Name Atkins erwähnt, wobei nicht klar wird, auf welche der "Stufen" (siehe ADos Beitrag) er sich bezieht.
  • Kartoffeln sind ok (er argumentiert hier mit der geringen Kaloriendichte, aus der auch eine vergleichsweise geringe Kohlenhydratdichte folgt - 70 kKal pro 100 g im Vergleich zu etwa 240 kKal bei Nudeln). Allerdings steht dagegen meine Erfahrung, dass drei große Kartoffeln abends zumindest für mich nicht ideal sind (die ganze Nacht Unterzuckerung). Aber vielleicht ist eine Kartoffel, in einer Gemüsemischung, ja ok.
  • Der Begriff "Mittelmeerkost" fällt, wobei er da wohl nicht die Pizza- und Pasta-Nation Italien meint (ich hatte Mitte der 90er in bella Firenze erhebliche Schwierigkeiten, in einem Hotel Vollkornbrot zum Frühstück zu bekommen, der Küchenchef fand mich einfach nur "una grande katastrophe").
  • Er führt interessanter Weise die Ernährung unseres Vorfahren homo erectus vor etwa 300.000 Jahren an*, diese bestand nach derzeitigem Erkenntnisstand aus Pflanzen (alle Teile, also Früchte, Samen, Blätter, Stängel, Wurzeln), Eiern, Fleisch und Fisch - letzteres in Zusammensetzung und Menge nach Verfügbarkeit.

* Kleine Abschweifung: Das hat mich auch deshalb frappiert, weil ich mich damit gerade etwas beschäftigt habe anlässlich eines sensationellen Fundes aus der Mitte der 90er, der die Sicht auf unseren Vorfahren stark verändert hat. Der war viel weiter, als wir bisher dachten (kein "Halbaffe", der in gebückter Haltung grunzend durch die Gegend hoppelte), vom Körperbau her nur von Experten von uns zu unterscheiden, die Hirngröße kaum kleiner als unsere. Er muss schon eine Sprache gehabt haben, da er komplizierte Jagdaktionen in Gruppe planen konnte. Er hat dafür Speere geschnitzt, deren Bau und Flugeigenschaften starke Ähnlichkeit mit heutigen Wettkampfspeeren haben. Und nicht zuletzt: Nach heutigen Erkenntnissen war das ein sehr gesundes Kerlchen (man kann so etwas anhand von Knochen untersuchen) Was er allerdings nicht gegessen hat, sind Milchprodukte und an diesem Aspekt von K.'s Ernährungsempfehlungen habe ich ehrlich gesagt auch Zweifel. Das Nahrungsfett muss der homo erectus aus Samen, Eiern, Fleisch und Fisch bezogen haben. Und den Fisch kann er auch nicht in extra Fett gebraten haben, sondern in seinem eigenen Fett im Feuer geröstet.

Kuklinski führt in seinem Vortrag einige beeindruckende Fallbeispiele an (darunter auch ein Diabetiker), bei denen durch LOGI-Kost und einige wenige Nahrungsergänzungen in teilweise relativ kurzen Zeitspannen (2 Monate) erhebliche Besserungen der Symptomatik erzielt wurden.

Zitat von ADo
Der Fettgehalt bei LC muss jetzt nicht durch "Öltrinken" erhöht werden. Er steigt ganz automatisch, weil keine fettreduzierten Sachen gegessen werden sollen und ein Salat z.B. mit Öl (und Essig) angemacht wird, statt "light-Dressing". Auch braucht man keine Angst vor knuspriger Hühnerhaut oder fettmarmoriertem Fleisch zu haben oder fettreichen Fischsorten.
Demnach bräuchte ich - außer ggf. einer weiteren Reduktion der Kohlenhydrate - garnichts zu ändern. Light-Produkte waren allenfalls im Alter um die 20 mal ein Thema, als ich magersüchtige Ambitionen hatte. Seit ich mich - wenig später - bewusst mit Ernährung auseinandergesetzt habe, sind das für mich keine Nahrungsmittel mehr. Seit einigen Jahren kämpfe ich sowieso um jedes Kilo, das mir nicht noch von den Rippen fällt.

Zitat von ADo
Zur Portionsgröße: eine Portion ist das, was du in eine Hand nehmen kannst. Da soll wohl die Handgröße irgendwie mit der Magengröße und/oder dem Bedarf korrelieren. (Meine Hände sind ziemlich klein )
Aber ADo, das ist doch kein Grund zum Weinen Die Zahl ist doch keine Begrenzung nach oben, Du darfst also ruhig mehr davon essen

Danke jedenfalls für die Info. Ich finde diese "Faustregel für's Volk" immer noch lustig: Diese Menge schaffe ich mit einer Mahlzeit weg. Gemüse ist ja nun mal nicht so sättigend. Ausnahme ist das Frühstück, da ist es nur eine kleine Schale voll (Gurkenscheiben, Radieschen o.ä.). (Der Normalesser findet wiederum meinen Kühlschrankinhalt lustig: Da ist fast nur Gemüse drin.)

Also Pulver? Das ist unseres auch - Pulver aus Nahrungsmitteln. Umrühren reicht nicht. Das muss man im Schüttelbecher schütteln oder mit Mixer verrühren. Kannst ja mal probieren mit dem Schüttelbecher / Mixer und mit Öl und Sahne.
Bei Aminas geht es darum, dass das Pulver - wie auch immer - auf schnellstem Wege durch den nüchternen Magen direkt in den Dünndarm gelangt. D.h. es spielt keine Rolle, ob es dabei komplett gelöst ist, es muss nur ziemlich zeitgleich mit mindestens 400 ml Flüssigkeit runtergespült werden. Dabei schätze ich das Öl physiologisch eher als hinderlich ein (neben dem Aspekt, dass ich mich möglicherweise übergeben müsste, wenn Leinöl drin wäre). Zitate dazu:
Der feine wässrige Nahrungsfilm, den die AMINAS® Vitalkost mit den zugleich und danach aufgenommenen Flüssigkeiten bildet, wird auf den großen Innenflächen des Dünndarms in bereits einer guten halben Stunde voll verstoffwechselt. Bis dahin macht es Sinn, auf neue Nahrung zu verzichten.
Aus: aminas.de/fragen-und-antworten/Allgemeine-Fragen-and-Antworten/41.html

Es ist ohnehin eine gute Möglichkeit, vor dem Verzehr von AMINAS® Vitalkost ein Glas Wasser zu trinken. Denn das verringert die Konzentration der Magensäure.
Aus: aminas.de/fragen-und-antworten/Allgemeine-Fragen-and-Antworten/40.html

Zitat von ErikaC
Ich werde mir noch das LOGI-Kochbuch Amazon.de: Das große LOGI Kochbuch. 120 raffinierte Rezepte zur Ernährungsrevolution von D. Nicolai Worm.: Franca Mangiameli: Bücher zulegen. Kennt das jemand?
Kochbücher - welch ein Luxus, Erika Ich kann das schon lange vergessen, bei den vielen Unverträglichkeiten. Ich muss die Rezepte dann so abändern, dass ich auch gleich selbst kreativ sein kann. Also, insofern kann ich Dir da auch nicht raten. Aber vielleicht jemand anders?

Zitat von ErikaC
Cashewmus? Welch ein Luxus ! Schmeckt das und wie machst du das?
Ich finde, das schmeckt super. Pur auf Brot oder mit Butter drunter (bei mir werden im Moment die Brotscheiben immer dünner, der Belag immer dicker...). Ich mache es, indem ich einfach Cashews in meine SoloStar kippe Da die weich sind, muss ich sie nicht mal (wie Mandeln) vorher einweichen. Die Konsistenz des so hergestellten Muses ist nicht so cremig, deshalb mische ich in einer kleinen Schüssel noch Öl darunter, z.B. Sonnenblumenöl und etwas Leinöl (bis zur "Geschmacksgrenze"). Ich dachte bisher, das enthaltene Öl würde beim Pressvorgang von allein austreten, aber zumindest bei mir klappt das nicht. Wie das bei den Fertigprodukten gemacht wird, weiß ich nicht, evtl. wird da auch Öl zugesetzt.

Einen schönen Maifeiertag wünscht Euch
Kate
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Meine Aussagen basieren auf eigenen Erfahrungen/Recherchen und stellen keinen medizinischen Rat dar.

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Kate ist offline
Moderatorin
Beiträge: 10.107
Seit: 16.11.04
Rudi, ich hatte ganz verschwitzt, Dir gute Besserung zu wünschen. Ich hoffe, Deine Nieren haben sich schon wieder erholt.

Ich habe übrigens einen Versuch mit Hühnerbrühe (Pulver aus dem Bioladen, es gab ein einziges, wo keins meiner Allergene drin ist) gemacht. Es schien mir schon direkt energetisierend zu wirken. Allerdings war mein Darm nicht begeistert, was wohl an Hefe, Rohrohrzucker und Maltodextrin(?) liegt, die enthalten sind. Da müsste ich also noch suchen. Selber Kochen ist nicht mein Ding, zumal ich das Huhn dann wohl wegwerfen müsste.

Grüße
Kate
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Rudi Ratlos ist offline
Themenstarter Beiträge: 2.070
Seit: 01.02.08
Vielen Dank für die lieben Wünsche, die Nierenschmerzen sind nach Eiweißreduktion auch dauerhaft weg. Aber mein Magen verlangt nun nach einer besseren Verpackung des vielen Fettes. Einfach so Sahne pur bechern mag er auf Dauer nicht. Das Fett muss mit VIEL Gemüse eingeschleust werden, ungefähr so viel Gemüse, wie man essen würde, um auch ohne das Fett satt zu werden. Das Fett macht wunderbar satt, weswegen ich immer mal geneigt war, weniger Gemüse dazu zu essen. Das war ein Fehler. Vor allem Salate scheinen zu Sahne zu passen (oder aber Suppen nach Dr. K.).


Der H.erectus war ein genau so mieser Kerl wie wir H.sapiens sapiens sapiens ..., meine ich. Die Speere mögen ihm sehr hilfreich gewesen sein und der Imperativ sicher ein effektvoller Bestandteil der Sprache, wenn es auf Jagd geht. Mir aber zeigen sie eher seine Not, als das Ergebnis einer glücklichen Entwicklung. Schon gar nicht möchte ich das als lohnenswertes Ziel für Entwicklung akzeptieren. Es ist die Frage, welche Entwicklung wir als die glücklichere betrachten: Schimpanse oder Bonobo.


Zurück zur Ernährung: Gesunde Kost ist etwas für Gesunde. Oder?

Wir brauchen eine Kost, mit der wir unseren Einschränkungen am besten begegnen. Dr. K. sagt in dem verlinkten Vortrag: "Es gibt keine einheitlich beste Kost für alle!" Generell empfiehlt er Kartoffeln statt Nudeln, an anderer Stelle sagt er jedoch in Bezug auf Mitochondrien-Kranke: "Mittags: ... die Kartoffeln liegen lassen".
Da wir bereits nachhaltig geschädigt sind, werden wir mit "normaler" Ernährung nicht gesund, nicht mit normaler Zivilisationskost, und wir sollten uns für uns auch keine Hoffnung auf einen heilen Normalzustand in der prähistorischen Vergangenheit machen.
Dr. K. bezeichnet seine Therapie als "Überbrückung", wie ein Elektriker ein gerissenes Kabel überbrückt. Es ist also eine Prothese, auch die spezifische Ernährung ist also Teil dieser Prothese. Kann gut sein, dass diese "Krücke" an anderer Stelle auf Dauer Probleme macht. Was aber wäre die Alternative?
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Gruß
Rudi

Medizinisches Dummi ich, gebe keinen Rat, schreibe allein von eigenem Elend.

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Kate ist offline
Moderatorin
Beiträge: 10.107
Seit: 16.11.04
Vielen Dank für die lieben Wünsche, die Nierenschmerzen sind nach Eiweißreduktion auch dauerhaft weg.
Schön, Rudi

Ich mache gute Erfahrungen mit meinen Gemüsepfannen + Sahne (etwas eindicken lassen). Gemüse eingespart habe ich dabei nicht. Außerdem - bitte alle Ernährungs-Fundis mal die Augen zuhalten - trinke ich "Espresso latte", aber nicht mit latte, sondern mit crema (=Sahne) (Ja, ich geb's zu, ich besitze eine kleine Espressomaschine, mal bei ebay ersteigert.) Allzuviel davon geht nicht, aber ich trinke eh nur 2-3 kleine Espressi des morgens. Und da kommt das ganz gut.


Der H.erectus war ein genau so mieser Kerl wie wir H.sapiens sapiens sapiens ..., meine ich. Die Speere mögen ihm sehr hilfreich gewesen sein und der Imperativ sicher ein effektvoller Bestandteil der Sprache, wenn es auf Jagd geht. Mir aber zeigen sie eher seine Not, als das Ergebnis einer glücklichen Entwicklung. Schon gar nicht möchte ich das als lohnenswertes Ziel für Entwicklung akzeptieren. Es ist die Frage, welche Entwicklung wir als die glücklichere betrachten: Schimpanse oder Bonobo.
"h. sapiens" - kenne ich nicht Im Moment haben wir den "oekonomicus", oder? Du möchtest gern ein Affe sein, Rudi? Aber warum denn? Ich finde Dich ganz ok als Mensch Meine kleine Abschweifung meinte ich nicht moralisch. Wüsste nicht, wo ich den hernehmen sollte. Ich will auch nicht behaupten, dass die Ernährung des "erectus" auf uns im Allgemeinen oder Speziellen übertragbar ist. Da sind zu viele Unbekannte drin. Ich fand's einfach nur interessant, Geologie/Archäologie üben eine gewissen Faszination auf mich aus. 400000 Jahre, was für ein Zeitraum! Und wie präzise unsere Hypothesen darüber inzwischen sind! Übrigens hatte er ganz sicher nicht nur den Imperativ. Er saß auch abends am Feuer und hat Erfahrungen ausgetauscht. Er fing an, Kultur zu schaffen (Gebrauchsgegenstände wie z.B. Werkzeuge zu Verzieren u.ä.). Gleichzeitig fing er auch an, sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen - darüber kann man sich natürlich Gedanken machen. Es ist und war jedenfalls der real existierende homo wie-auch-immer ...

Dr. K. sagt in dem verlinkten Vortrag: "Es gibt keine einheitlich beste Kost für alle!" Generell empfiehlt er Kartoffeln statt Nudeln, an anderer Stelle sagt er jedoch in Bezug auf Mitochondrien-Kranke: "Mittags: ... die Kartoffeln liegen lassen".
Soweit bin ich noch nicht im Vortrag. Bei mir wäre es mittags unkritischer als abends... denn da muss dann die Nacht dran glauben. Ich werde auch vorsichtig sein damit.

Da wir bereits nachhaltig geschädigt sind, werden wir mit "normaler" Ernährung nicht gesund, nicht mit normaler Zivilisationskost, und wir sollten uns für uns auch keine Hoffnung auf einen heilen Normalzustand in der prähistorischen Vergangenheit machen.
Dr. K. bezeichnet seine Therapie als "Überbrückung", wie ein Elektriker ein gerissenes Kabel überbrückt. Es ist also eine Prothese, auch die spezifische Ernährung ist also Teil dieser Prothese. Kann gut sein, dass diese "Krücke" an anderer Stelle auf Dauer Probleme macht. Was aber wäre die Alternative?
Hast Du wohl recht. Sagt Dr. K. irgendwo etwas darüber, ob man die Ernährung irgendwann wieder etwas ent-Milchfetten darf, falls der Stoffwechsel wieder besser läuft? So wie man bei der Supplementierung auf eine Erhaltungsdosis übergeht?

Alles Gute, viele Grüße
Kate
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Kate ist offline
Moderatorin
Beiträge: 10.107
Seit: 16.11.04
Noch eine kleine Ergänzung:

In meiner mutigen Experimentier-Lust habe ich tatsächlich Fisch versucht. Makrele, vom Ökodealer - leider aus der Büchse ("Probiermenge"). Die habe ich - mich an frühere Vorlieben erinnernd - in einen großen Rohkostsalat (Eichblattsalat, Radieschen, Tomaten, Kresse, Olivenöl, Zitrone) gemischt, nur 40 g jeweils auf eine Schüssel Salat. Das ging einigermaßen, mein Darm hat nicht gemeckert heute nacht und morgens (das ist immer die kritische Zeit). Die Edelvariante davon sieht natürlich anders aus: Mit frischem, gebratenem Fisch

Es grüßt
Kate
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Kate ist offline
Moderatorin
Beiträge: 10.107
Seit: 16.11.04
So - nun noch was zum Thema "Hühnerbrühe"

Bei meinem Ökodealer wird der Geflügelfond im Glas der Firma Gut Krauscha verkauft, siehe www.gut-krauscha.de/konserven.html.

Ich habe von denen folgendes erfahren:

Es wird kein Knoblauch, keine Hefe, kein Zucker, kein Muskat verwendet (das sind meine Allergene und Unverträglichkeiten, die hier relevant sind). In keinem der Produkte von Gut Krauscha, so dass auch Verunreinigungen mit diesen Dingen auszuschließen sind.

Die Herstellung erfolgt nach "Hausfrauenart". Die Hühner werden in Wasser mit Suppengemüse gekocht, abgepult, abgefüllt - ohne technologische oder chemische Raffinessen. Als Gewürze werden bei den Hühnerprodukten ausschließlich Salz, Piment und Lorbeer verwendet.

Das ist doch mal was, oder? Mit meiner Hühnerbrühen-Pulver (siehe oben) komme ich nämlich nur mäßig gut zurecht. Das liegt vermutlich an Zucker und Hefe, die drin sind, und die mein Darm garnicht mag.

Es grüßt
Kate
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Oregano ist gerade online
Beiträge: 61.977
Seit: 10.01.04
Das ist ein toller Tipp, Kate. Vielen Dank!
Da hat die Firma Krauscha einen neuen Kunden gefunden .

Gruss,
Uta
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They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

Nachhaltige Therapieerfolge mit Kuklinskis Konzept

Karolus ist offline
Beiträge: 1.937
Seit: 29.05.08
Hallo Kate und Rudi,

vielen Dank für die informativen Antworten.

Kurz zur Ernährung: Dr. K. hat in den Vorträgen im Netz von LOGI-Kost gesprochen. Deshalb habe ich mich diesbezüglich eingelesen und fange an, es m.E. mit einem gewissen Erfolg auszuprobieren. Ist das ein relevanter Unterschied zu ketogener Kost?

Gemüserohkost finde ich persönlich absolut total unsexy!
Da sind mir die Aufläufe schon viel lieber. Interessant, dass Dr.K. Gemüseaufläufe mit viel Fett empfiehlt. Auf Rat von Frau Schröder / SHG für CFS und MCS in Berlin habe ich über viele Jahre sehr viele Gemüse- und allerdings auch Kartoffelaufläufe mit auch damals schon reichlich Fett gegessen. Fr. S. meint, dass bereits ab Backofentemperatur ein Teil der Mykotoxine zerfällt. Fett in bestimmten Milchprodukten hält Fr. S. für weit gehend toxinfrei (best. Hartkäse, best. Sahne, best. creme fraish). Ein Freund von mir, der einem chinesisch ausgerichteten Therapie- und Behandlungskonzept (Steigerwald-Klinik glaube ich) folgt, meinte, dass auch aus Sicht seiner Behandler Aufläufe klasse seien.

Viele Grüße
Karolus

Geändert von Karolus (01.06.08 um 21:18 Uhr)


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