Krebs-Vorsorge

01.03.08 15:38 #1
Neues Thema erstellen

Wero ist offline
Beiträge: 1.093
Seit: 22.04.06
Ich kenne mehrere Leute, die in Richtung Krebsvorsorge jedes Jahr zur Untersuchung wandern, ob der Krebs sie schon beim Kanthaken hat. Wenn nicht, lehnen sie sich „beruhigt“ zurück. Weil ich nicht zu diesen Untersuchungen gehe, nennen sie mich „leichtsinnig“ und schütteln den Kopf und können es nicht fassen. Ich wiederum halte sie für leichtsinnig. Was denke ich mir dabei?

Ich habe es einige Jahre begrübelt und bin der Meinung, die wesentlichsten Faktoren bei der Krebsentstehung sind die Zellteilung und das Immunsystem. Um diese beiden Aspekte kümmere ich mich. Und lehne mich „beruhigt“ zurück.

Erhebt sich natürlich die Frage, ob meine Verfahrensweise in der Tat die „bessere“ Vorsorge ist. Wenn ja, könnte man die Zusammenhänge näher beleuchten.

Viele Grüße
Wero

Krebs-Vorsorge

Horaz ist offline
in memoriam
Beiträge: 5.730
Seit: 05.10.06
Hallo Wero,

auch ich war noch nie bei einer Krebs-Vorsorge und werde auch nie hingehen.
Denn von Vorsorge kann ja keine Rede sein. Es handelt sich um eine Früherkennung. Wird was erkannt, wird die Krebsmaschinerie der Schulmedizin angeworfen. Ängste türmen sich auf und dann geht`s den Menschen erheblich schlechter als vor der "Vorsorge". Außerdem gibt es zahlreiche Fehlurteile in Bezug auf eine Bösartigkeit - und gar nicht so wenige "Krebse" stellen ihr Wachstum auch ohne Maßnahmen wieder ein. Allerdings, auf Ernährung und das Säure-Basen-Gleichgewicht achte ich sehr!

Aus aktuellen Gründen habe ich ein wenig im Lazarus-Forum gelesen und fand einen Beitrag von Alex, dem ich nur voll zustimmen konnte:

..... Krebs ist heilbar, sagt aber auch die Schulmedizin...
...und wenn nicht heilbar mit der Schulmedizin, dann ist Krebs halt unheilbar - basta!!
-> Und dann spricht man eben bestenfalls von 'Lebensverlängerung' - aber länger als was eigentlich, und wie kann man das eigentlich objektiv glaubwürdig messen?

Wer dann austherapiert, total vergiftet zum Sterben nach Hause geschickt wird, der soll sich dann gefälligst auch dem entsprechend verhalten, jawoll - oder?
Auweia, wenn Krebspatienten bloß schon 'vorher' wüssten, dass Krebs tatsächlich größtenteils heilbar ist...
-> Aber vielen wäre auch schon 'geholfen' wenn sie mit Sicherheit wüssten, dass ihre schulmedizinische Diagnose 'Krebs' eigentlich falsch ist...

Ist eigentlich auch schon jemandem hier (außer mir) aufgefallen, dass eigentlich alle 'früherkannten' Krebspatienten erst 'richtige Beschwerden' bekommen, nach Einsatz der schulmedizinischen Therapien?
Anm.: Das 'alle' in meiner Aussage bezieht sich lediglich auf die Vielzahl der Fälle in meinem Verwandten- u. Bekanntenkreis sowie auf diverse Beiträge in verschiedensten Krebsforen!
Gruß Alex


Viele Grüße, Horaz

Krebs-Vorsorge

Wero ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.093
Seit: 22.04.06
Hallo Horaz,

den Zusammenhang zwischen Krebs und Schulmedizin halte ich für einen besonders komplizierten Aspekt. Mir ging es vorwiegend um den Zeitraum VOR dem Krebs, wenn die Schulmedizin noch nicht eingreifen muss. Wenn man noch volle Handlungsfreiheit hat.

Viele Grüsse
Wero

Krebs-Vorsorge

NellyK ist offline
Beiträge: 2.901
Seit: 02.08.06
Lieber Wero,lieber Horaz,

Erst möchte ich kurz auf das Zitat von Wero siehe ersten Beitrag eingehen.

Ich habe es einige Jahre begrübelt und bin der Meinung, die wesentlichsten Faktoren bei der Krebsentstehung sind die Zellteilung und das Immunsystem. Um diese beiden Aspekte kümmere ich mich. Und lehne mich „beruhigt“ zurück.
Sehe ich vollkommen genau so. Ich habe das Thema die letzten Jahre erschreckend miterlebt, nicht als Selbstbetroffene, sondern von einer Angehörigenperson.

Ich hatte mich bisher zum Thema Krebs eher von den geistigen &.seelischen Ursachen her beschäftigt, sowie den Themen siehe Zitat.
Nun würde mich doch mal näher interessieren, was denn eigentlich in einer Krebsrundumsorge alles prophilaktisch untersucht wird ? Gibt es das überhaupt, ein quasi Rundumpaket? Sicher nicht oder?

Es grüsst NellyK

Krebs-Vorsorge

ginaoma ist offline
Beiträge: 40
Seit: 22.01.07
hallo,

ich habe am bsp meiner mama die effektivität der sog vorsorge/früherkennung gesehen.

sie hatte seit ihrem 45 . lebensjahr regelmässig die vorsorge durchgeführt.
es gibt wohl mehrere versionen davon.sie hat immer auf einer "grossen"vorsorge bestanden und diese dann auch selbst bezahlt.
im april 2006 war sie zur vorsorge-grosser check- ergebnis - alles gut
anfang juni hab ich sie notfallmässig mit einem darmverschluss ins krankenhaus gefahren-
ursache des darmverschluss war ein !! 12 cm !! grosses darmkarzinom !!!

ich glaube nicht ,dass davon nichts zu sehen war, zum zeitpunkt der vorsorge !!!

entweder wurde schlampig ausgewertet oder das "mitbestellte und bezahlte " darmgebiet einfach ausgelassen .



glg gina

Krebs-Vorsorge

ColonelKate ist offline
Beiträge: 47
Seit: 26.02.08
Zitat von NellyK Beitrag anzeigen
Lieber Wero,lieber Horaz,

Erst möchte ich kurz auf das Zitat von Wero siehe ersten Beitrag eingehen.



Sehe ich vollkommen genau so. Ich habe das Thema die letzten Jahre erschreckend miterlebt, nicht als Selbstbetroffene, sondern von einer Angehörigenperson.

Ich hatte mich bisher zum Thema Krebs eher von den geistigen &.seelischen Ursachen her beschäftigt, sowie den Themen siehe Zitat.
Nun würde mich doch mal näher interessieren, was denn eigentlich in einer Krebsrundumsorge alles prophilaktisch untersucht wird ? Gibt es das überhaupt, ein quasi Rundumpaket? Sicher nicht oder?

Es grüsst NellyK

Hallo Nelly!

Um Deine Frage gleich zu beantworten: ein rundum sorglos Paket gibt es a) in der Medizin nicht und b) in der Krebsvorsorge schon gar nicht.
Es kann immer alles zu jederzeit sein.
Nun kommt es auch darauf an, was man unter Krebsvorsorge/prävention denn versteht.
Die klassische Medizin versteht darunter eine Reihe von Untersuchungen und diagnostischen Methoden, mit deren Hilfe man versucht, das Krebsrisiko oder Krebsgeschehen im Körper des Patienten ab zu schätzen.
Über den Sinn mancher Methoden (z.B. Mammographie) kann man durchaus geteilter Meinung sein. Das gleiche gilt für die Tumormarker, für deren Bestimmung in Deutschland mehr Geld ausgegeben wird als für die eigentliche Krebstherapie. All diese Methoden machen aber nur dann Sinn, wenn sie regelmäßig und möglichst immer vom gleichen Untersucher durchgeführt werden. Eine Krebsvorsorge sagt nichts aus, nur der Verlauf gewisser Parameter und Befunde über einen längeren Zeitraum läßt vorsichtig auf den Gesundheitszustand des Patienten schließen. Mit Rund um sorglos hat das aber nichts zu tun.
Nun kann man unter Vorsorge/Prävention auch verstehen, daß man aktiv etwas tut, um Krebs gar nicht erst entstehen zu lassen. Auch hier gibt es viele Methoden und Meinungen.
Meiner Meinung nach sind zum Beispiel Impfungen ein gutes Mittel, um sich und seinen Organismus zu "trainieren". Ich denke, daß Impfungen viel mehr können, als nur vor einer bestimmten Erkrankung zu schützen.
Letztendlich muß man objektiv sagen: DIE Methode zur Vorsorge/Prävention gibt es nicht, die zu 100% ausschließen kann, daß man ein CA entwickelt oder hat. Ebensowenig gibt es die Methode, die zu 100% verhindern kann, daß man ein CA entwickelt.
Es kommt sehr stark auf die Familienamnese und die Eigenanamnese jedes Patienten, was man ihm zur Vorsorge/Prävention denn empfhelen sollte.
So unerschöpflich, erstaunlich und auch großartig die diagnostischen Methoden der Schulmedizin auch sind, gelten auch für sie folgende Regel:
Wer viel mißt, mißt Mist.
Soll heißen: gerade Diagnostik sollte sehr gezielt und sparsam eingesetzt werden. Es kommt nicht daraf an möglichst viel, sondern das Richtige zur richtigen Zeit zu machen.
Was andere Methoden zur Prävention von CA Erkrankungen angeht, so sollte man sich mit verallgemeinernden Empfehlungen auch hier zurückhalten. Denn was bei dem einen Patienten wunderbar funktioniert, muß für einen anderen noch lange nicht gelten.

Herzlichst

CK

Krebs-Vorsorge

Hakushi ist offline
Beiträge: 784
Seit: 19.03.07
hallo,

mit aller gebotenen Vorsicht bei dem sensiblen Thema, dem von Horaz zitierten Satz
Ist eigentlich auch schon jemandem hier (außer mir) aufgefallen, dass eigentlich alle 'früherkannten' Krebspatienten erst 'richtige Beschwerden' bekommen, nach Einsatz der schulmedizinischen Therapien?
würde auch mich anschließen.
Und hoffe, ein weiteres Korn des Zweifels sähen zu können mit:

Was ist, wenn das als "Krebs-Frühstadium" Diagnostizierte gar keiner ist?
Denn trotzdem läuft die Therapie-Maschinerie an. Die aggressiven Medikamente und Therapien verursachen weitere Schäden. Der Kranke übersteht sie aber, denn er ist ja eigentlich relativ gesund.
Jemand mit sehr böser Zunge umschrieb das mit: "Gesunde therapieren sich halt besonders erfolgreich."
(Hab ich glaub ich aus: Weymayr/Koch: Mythos Krebsvorsorge.)
Vielleicht wird daher so auf möglichst frühe Früherkennung gedrungen?

Zunächst "hilft" die nach Früherkennung eingeleitete Krebstherapie, bis sich die Spätfolgen bemerkbar machen.

Ich brauche bei Krebstherapie/Cytostatika nur daran zu denken, dass Contergan nun als Cytostatikum einen Neubeginn erlebt. Und ich sehe die Natur des Geschäfts. Mehr ist das Ganze nicht.
3sat.online

Ohne Schilddrüse leben?! (Selbsthilfe-Forum)
Ich kann mich des Gedankens nicht erwehren, dass die überall beworbene Untersuchung der Schilddrüse, die dazu führt, dass viele Hormone einnehmen, genau in die Richtung zielt.

Krebs-Vorsorge

ColonelKate ist offline
Beiträge: 47
Seit: 26.02.08
Zitat von Hakushi Beitrag anzeigen
hallo,

mit aller gebotenen Vorsicht bei dem sensiblen Thema, dem von Horaz zitierten Satz

würde auch mich anschließen.
Und hoffe, ein weiteres Korn des Zweifels sähen zu können mit:

Was ist, wenn das als "Krebs-Frühstadium" Diagnostizierte gar keiner ist?
Denn trotzdem läuft die Therapie-Maschinerie an. Die aggressiven Medikamente und Therapien verursachen weitere Schäden. Der Kranke übersteht sie aber, denn er ist ja eigentlich relativ gesund.
Jemand mit sehr böser Zunge umschrieb das mit: "Gesunde therapieren sich halt besonders erfolgreich."
(Hab ich glaub ich aus: Weymayr/Koch: Mythos Krebsvorsorge.)
Vielleicht wird daher so auf möglichst frühe Früherkennung gedrungen?

Zunächst "hilft" die nach Früherkennung eingeleitete Krebstherapie, bis sich die Spätfolgen bemerkbar machen.

Ich brauche bei Krebstherapie/Cytostatika nur daran zu denken, dass Contergan nun als Cytostatikum einen Neubeginn erlebt. Und ich sehe die Natur des Geschäfts. Mehr ist das Ganze nicht.
3sat.online

Ohne Schilddrüse leben?! (Selbsthilfe-Forum)
Ich kann mich des Gedankens nicht erwehren, dass die überall beworbene Untersuchung der Schilddrüse, die dazu führt, dass viele Hormone einnehmen, genau in die Richtung zielt.

..hallo Hakushi!

Den von Dir zitierten Satz kenne ich so: Wer gesund ist. ist nur noch nicht richtig untersucht worden

Ich mag Pauschalaussagen: das ist doch immer nur....nicht so besonders.

Natürlich gibt es, gearde beim Thema Krebs; sehr viele Geschäftemacher, viele Methoden sind weit davon entfernt perfekt zu sein - aber es kommt darauf an, von welcher Warte man aus das ganze betrachtet.

Die Intention "alle Schulmediziner sind doch sowieso ....." ist genauso hinderlich wie das komplette Ablehnen alternativer Verfahren.

Und Medizin ist ein Geschäft - selbstverständlich. Damit verdienen Menschen ihr Geld, ja. Leider treffen in diesen Zeiten - zumindest gilt das für Deutschland - eine sehr schlecht gemanagte Hochleistungsmedizin, wirtschaftliche Schwäche der Menschen und politische Unsicherheit aufeinander. Das ganze führt dann dazu, daß teilweise geradezu abenteuerliche Verschwörungsrtheorien in die Welt gesetzt werden.

Die Frage, ob es sinnvoll ist, einen Krebs möglichst früh zu diagnostizieren muß man aus medizinisch - wissenshaftlicher Sicht eindeutig mit ja beantworten. Je früher die Diagnose, desto einfacher die Therapie. Problematisch ist hieran zur Zeit allerdings noch, daß man die aller frühesten Stadien der CA Entwicklung noch nicht so wirklich versteht und hier also wenige adäquate Therapien hat. Das ist die andere Seite der Medaille.

Ob das, was man denn diagnostiziert, auch ein CA ist, würde ich mal mit ziemlicher Sicherhheit mit ja beantworten. Die Frage ist nur, ob dieser Krebs im frühesten Stadium auch tatsächlich ausbricht - oder nicht.

Wie gesagt, aus meiner Sicht ist es falsch, blinden Aktionismus an den Tag zu legen und nur etwas zu machen, weil es möglich ist.
Ich finde es aber genauso falsch, erstmal alles ab zu lehnen, was mit der klssischen Schulmedizin zu tun hat.
Gesunde Zweifel und Skespsis zu haben, ist sicherlich immer angebracht. Gleichzeitig sollte man sich aber alle Optionen offen halten und sich nicht durch bestimmte Geisteshaltungen selbst in seinen Möglichkeiten begrenzen.

CK

Krebs-Vorsorge

Heather ist offline
Beiträge: 9.809
Seit: 25.09.07
Hi!

Ich nutze die Krebsvorsorge bei meiner Gyn regelmäßig. Das erste Mal war ich mit 16 zur Vorsorge und seitdem jährlich. Ich fühle mich dadurch irgendwie sicherer und meistens habe ich doch einige Fragen und bin dann, naja, ich nenne es mal vorsichtig beruhigt.

Bei diesen VU wird natürlich auch immer meine Brust untersucht, wodurch vor ca. einem Jahr auch festgestellt wurde, dass das Gewebe sehr verdichtet ist und ich den einen oder anderen kleinen "Gnubbel" habe. Bei einer Mammographie wurde dann eindeutig festgestellt, dass es sich nur um harmlose Zysten handelt.

Es hätte aber auch anders sein können, und dann hätte ich von gar nichts gewusst!

Diese VU gehört für mich genauso zur Routine wie mein Besuch beim Zahnarzt oder ein regelmäßiges Blutbild. Was ich letztendlich bei einem Befund machen würde bleibt mir dann immer noch selbst überlassen - oder???


LG

Heather
__________________
Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

(Albert Einstein)

Krebs-Vorsorge

ColonelKate ist offline
Beiträge: 47
Seit: 26.02.08
Zitat von Heather Beitrag anzeigen
Hi!

Ich nutze die Krebsvorsorge bei meiner Gyn regelmäßig. Das erste Mal war ich mit 16 zur Vorsorge und seitdem jährlich. Ich fühle mich dadurch irgendwie sicherer und meistens habe ich doch einige Fragen und bin dann, naja, ich nenne es mal vorsichtig beruhigt.

Bei diesen VU wird natürlich auch immer meine Brust untersucht, wodurch vor ca. einem Jahr auch festgestellt wurde, dass das Gewebe sehr verdichtet ist und ich den einen oder anderen kleinen "Gnubbel" habe. Bei einer Mammographie wurde dann eindeutig festgestellt, dass es sich nur um harmlose Zysten handelt.

Es hätte aber auch anders sein können, und dann hätte ich von gar nichts gewusst!

Diese VU gehört für mich genauso zur Routine wie mein Besuch beim Zahnarzt oder ein regelmäßiges Blutbild. Was ich letztendlich bei einem Befund machen würde bleibt mir dann immer noch selbst überlassen - oder???


LG

Heather


Hallo Heather!

Ja, das sollte man von einem mündigen Patienten erwarten, daß er sich über seine Situation informiert und dann die Entscheidung mit seinen Therapeuten gemeinsam trifft.
Das, was so einigen vorschwebt, nämlich eine "Ersatzteilmedizin", gleich einer TÜV Untersuchung, wo man ein Teil austauschen kann, wird es nie geben.
In der Medizin kann immer alles zu jeder Zeit sein.
Und die Erfahrung mit Deinem "Gnubbel" zeigt, daß Du zu dem großen Prozentsatz der Menschen gehörst, die von einer guten Vorsorge profitieren. Da kann ich nur sagen, Gott sei Dank, daß es diese Möglichkeiten gibt!

CK


Optionen Suchen


Themenübersicht