Brennen und Blut beim Wasserlassen, auch nach Geschlechtsverkehr

21.06.10 00:06 #1
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Brennen und Blut beim Wasserlassen, auch nach Geschlechtsverkehr

Kroetchen ist offline
Themenstarter Beiträge: 11
Seit: 20.06.10
Hallo alle zusammen,

hier mal ein kleiner Zwischenbericht von mir: Am Donnerstag war ich beim Urologen und scheine erfreulicherweise den Richtigen gefunden zu haben. Er hat Ultraschall mit voller und vermeintlich leerer Blase gemacht und erstmal festgestellt, dass

- meine Blase von nicht ausgeheilten Entzündungen total vernarbt ist,
- die Harnröhre (die man eigentlich im Ultraschall nur als dünnen Strich sehen sollte) komplett als heller Schatten zu sehen ist, was auf eine akute Entzündung hinweist,
- ich in der linken Niere zwei kleine Steinchen habe, die allerdings von der Größe her noch völlig unproblematisch sind (und mir auch keine Schmerzen bereiten),
- meine Nieren ansonsten o.k. sind,
- ich trotz Blasenentleerung Restharn habe.

Wir haben dann einen Termin für eine Harnröhrenspiegelung vereinbart, wobei er schon vorher sagte, dass das auch schmerzfrei geht (ich hatte da meine Bedenken angemeldet...). Gestern war es dann soweit, er hat Blase und Harnröhre gespiegelt und gespült und dabei tatsächlich einen Stein (Kalk, uneben/kantig, ca. 3-4 mm Durchmesser) und eine Menge Gries mit ausgespült. (So ein mieses kleines Steinchen, was das doch für Beschwerden verursachen kann!) Den Stein wird er nun einschicken/untersuchen lassen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass dieser verkeimt ist und zu meinen wiederkehrenden Entzündungen geführt hat. Im Übrigen: die Spiegelung war tatsächlich schmerzlos, es hat nur einmal ein ganz kleines bisschen gezwickt, als er den Stein mit der Zange entfernt hat (da kam mir sofort der freundliche Hinweis von Hakushi zum Lithotomus in den Sinn). Der Arzt hat den Bereich vorher lokal mit einem Gel betäubt: GRUSS AN ALLE UROLOGEN, DIE EINE SPIEGELUNG OHNE BETÄUBUNG MACHEN WOLLEN: DENKT DA MAL DRÜBER NACH! HABT IHR SPASS DARAN, DIE LEUTE ZU QUÄLEN?

Zurück zum Thema: Ob ich darüber hinaus noch Divertikel habe, konnte er z. Z. noch nicht feststellen, da meine Harnröhre noch total entzündet und uneben ist. Ich nehme nun noch Antibiotika, darüber hinaus hat er mir ein Mittel zum Wiederaufbauen (Myrrhinil-Intest) verschrieben. Außerdem hat er mir noch eine Cortisonhaltige Creme für den äußeren Bereich zum Auftragen gegeben, die ich 3 x in der Woche nehmen soll - das soll zusätzlich entzündungshemmend wirken. Ja, ich weiß, jetzt kommen die Unkenrufe zu Cortison, ich persönlich habe aber in Jugendtagen bei äußerlicher Anwendung sehr gute Erfahrungen gemacht (Dermatitis), es war damals das Einzige, was geholfen hat.

Im Moment fühlt sich meine Harnröhre noch nicht in Ordnung an, es fühlt sich z. Z. fast so an, als wäre noch ein weiteres Steinchen nachgerutscht. Ich habe dies mit dem Arzt besprochen (schön, dass das auch alles am Telefon geht, bei ihm ginge das sogar außerhalb der normalen Zeiten per E-Mail, sehr löblich...) und er meinte, ich solle noch mehr trinken als sowieso schon (auf 3 Liter komme ich sonst immer), um zu spülen. Und wenn es sich in den nächsten Tagen nicht bessert, soll ich wieder vorstellig werden.

Soweit so gut. Ich fühle mich das erste Mal bei einem Urologen gut aufgehoben, gut behandelt und ernst genommen. In ca. zwei Wochen habe ich einen Kontrolltermin, dann sieht er sich die Harnröhre nochmal an. Falls ich nicht vorher wieder aufschlage.

Ich werde auf alle Fälle weiter berichten.

Die ganze Sache hat mir eines gezeigt: meistens liegt man doch mit dem Gefühl, was das Problem sein könnte, ziehmlich richtig und sollte sich davon auch beim Arzt nicht abbringen lassen. Leider bin ich nur erst sehr spät auf die Idee mit dem Steinchen gekommen...

Dank und Grüße an Euch alle!

Krötchen


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