Die Krankheitsschwellen sinken zunehmends

13.02.10 00:22 #1
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Yasha ist offline
Beiträge: 9
Seit: 12.02.10
Hallo zusammen

Von all den Dingen die ich hier beschreibe macht mir vor allem Sorgen, dass sie je länger je häufiger auftauchen. So als ob meine Schutzwälle gegen Krankheiten immer mickriger würden.

Ich vermute darum, dass bei mir langsam aber sicher die Batterien leer laufen. Mein Hausarzt hat es heute schön ausgedrückt "Sie sind ziemlich am Anschlag, oder?" Dieses Gefühl auf leeren Batterien zu laufen habe ich allerdings schon länger.

Das auslösende Ereignis pinne ich etwa vor 4 Jahren fest. Ich hatte damals einen Job mit viel zu wenig Arbeit, dementsprechend Bore out. Die Arbeit die ich hatte war unbefriedigend und langweilig, die Kollegen haben sich gegenseitig gemobbt, und für 8 Stunden dieser wundervollen Atmosphäre verbrachte ich 3 Stunden täglich im Auto als Arbeitsweg.
Das blieb nicht lange ungesühnt, ich steckte schlussendlich in einer riesigen Depression, schleppte mich von Tag zu Tag und wurde immer müder und gefrusteter... bis schliesslich mein Körper die Notbremse zog. Ich bekam einen Hautausschlag der sich gewaschen hatte, der gesamte Oberkörper, Oberarme, der Hals und der untere Teil des Gesichtes war mit trockenen, abschuppenden Stellen übersäht, die nicht nur höllisch gejuckt haben, sondern auch noch extrem reibungsempfindlich waren und durch Reibung entstanden. Selbst die weitesten T-Shirts habe ich kaum ausgehalten, Dinge wie BHs gingen gar nicht.
Ich konnte durch den Ausschlag und die Juckerei nicht mehr schlafen und ging zum Arzt. Dieser versuchte dem ominösen Hautausschlag mit Kortison beizukommen, aber mit dem Absetzen kamen die Flecken immer wieder zurück. Ich drängte auf eine Überweisung zum Hautarzt, der auf die Geschichte einen kurzen Blick warf, irgendwas von "steckt in den Genen, geht von allein wieder weg" murmelte, mir Antihistaminika in die Hand drückte und mich wieder vor die Tür setzte.
Beiden Ärzten habe ich meine seelische Situation zu erläutern versucht, keiner kam auf die Idee mich zum Auskurieren krank zu schreiben oder zu einem Psychologen o.ä. weiterzuleiten. Es wurde ignoriert, also biss ich mich auf dem Zahnfleisch durch bis ich einen anderen Job hatte.

Ich scheine seit dieser Zeit anfälliger für Depressionen zu werden, meist werden sie durch stressige Situationen ausgelöst. Allerdings, vor Weihnachten hatte es mich wieder ganz schlimm, und da hatte ich nicht einmal wirklich stress. Nur Lichtmangel vielleicht... Aber keinen direkten Auslöser.

Meine Haut hat sich nie wieder ganz erholt. Obwohl der Ausschlag tatsächlich von alleine wegging, habe ich seither sehr trockene Haut mit Barrierestörung. D.h. meine Haut kann ohne Hilfe keine Feuchtigkeit mehr halten. Sie wird mit jedem Jahr trockener und empfindlicher wie mir scheint, diesen Winter kam eine ganz lustige Couperose hinzu, welche bei der kleinsten Winzigkeit ausbricht. Meine Haut verträgt nicht einmal mehr pures Wasser, wenn ich nach einer lauwarmen Dusche ohne Duschgel oder Seife nicht innerhalb kürzester Frist mein Gesicht "behandle" fängt es erst an zu spannen, dann wird alles ganz rot, dann brennt es, und 5 min später schuppt die Haut von einer verhornten Kraterlandschaft, die einmal mein Gesicht war.

Meine Verdauung macht mir seither auch immer nur Probleme, meist sehr "schwammiger" Stuhl, der sich schlecht wegwischen lässt und verschmiert. Das After juckt öfters, ich habe Bauchkrämpfe und Blähungen die ich nicht näher irgendwelchen Nahrungsmitteln zuordnen konnte, bisher zumindest.

Vor 2 Jahren hatte ich plötzlich akutes Herzrasen, sogar im Ruhezustand hatte ich das Gefühl mein Herz würde gleich aus dem Brustkasten springen. Es stellte sich heraus dass mein Ferritinwert so niedrig war, dass ich Blutarmut bekam. Mein Ferritinwert wurde mit 6 Eiseninfusionen wieder ein bisschen auf Fordermann gebracht. Bei einer Kontrolle 3 Monate später war der Wert aber schon wieder deutlich reduziert, und der damalige Arzt riet mir, doch mal mit dem Gynäkologen zu reden weil der Mangel sicher von meinem Zyklus herrühre und es darum besser für mich sei die Blutungen zu unterdrücken.
Nun machte ich schon damals etwa seit 1 1/2 Jahren Zyklusbeobachtung nach Symptothermaler Methode, und mein Zyklus ist so ziemlich das Einzige was bei mir wirklich einwandfrei funktioniert. Die Unterdrückung des Zyklusses durch Hormone hatte mir schon in der Vergangenheit schauderhafte Nebenwirkungen beschert, ausserdem habe ich eine leichte Venenschwäche und darum Angst vor Thrombosen.
Ich weigerte mich also, die Diagnose Eisenmangel durch funktionierenden, weiblichen Zyklus anzuerkennen und bat um weiterführende Untersuchungen, ich war mir sicher dass die Ursache woanders liegt.
Man hat mich wieder praktisch abgewürgt, wenn ich meinen Zyklus nicht unterdrücken lassen wolle, bleibe mir keine Wahl als alle 3 Monate eine Infusion machen zu lassen (Ich HASSE Nadeln, eine mehr als gruselige Vorstellung für mich). Damit gab ich mich auch nicht zufrieden. Ich behelfe mir, wenn ich wieder Anzeichen eines Eisenmangels bemerke, mit Kräuterblut, das bei mir recht gut hilft. Die Symptome habe ich so im Griff, die Ursache ist aber nach wie vor nicht gefunden und die Situation damit nicht zufriedenstellend.

Ich vermute dass diese ganzen Krankheitsanzeichen irgendeine gemeinsame Komponente haben. Sie haben alle eins gemeinsam: Stress und Müdigkeit, und dass mir langsam aber sicher die Energie ausgeht. Nur weiss ich nicht wo suchen.

Ich war heute nochmal bei einem Hausarzt, der etwas aufgeschlossener ist. Er ist der Erste, der bei mir einen Vollcheck inkl. Intoleranzen u.ä. durchführen lässt. Wenn aber noch irgendjemand Tipps für mich hat, wo ich noch suchen könnte bin ich sehr dankbar. Mein Vertrauen in die Ärzteschaft hat verständlicherweise sehr gelitten

Liebe Grüsse und vielen Dank fürs Lesen!

Yasha

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Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.474
Seit: 26.04.04
Hallo Yasha,

es ist sicher eine gute Idee, nach Intoleranzen zu suchen; Du kannst gerne berichten, was bei der Untersuchung herausgekommen ist.

Deine Beschwerden können viele Ursachen haben, eine davon wäre möglicherweise eine Schilddrüsenfunktionsstörung/-erkrankung. Wurde hier schon einmal nachgeforscht? Müdigkeit und Depressionen, Energielosigkeit und Hautprobleme gehören zu den Symptomen, die bei Schilddrüsenerkrankungen häufig vorkommen. Hast Du diesbezügliche Blutwerte?
Schau doch mal in unser Wiki Schilddrüse ? Symptome, Ursachen von Krankheiten - Forum, Hilfe, Tipps zu Gesundheit. Dort findest Du auch die Untersuchungen, die zu einer kompletten Abklärung notwendig sind.

Liebe Grüsse,
uma

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Datura ist offline
in memoriam
Beiträge: 5.003
Seit: 09.01.10
Hallo, Yascha, ja, Schilddrüse und Intoleranzen prüfen ist gut.

Ich hab noch ne ganz andere Idee, was auch los sein könnte. Schau doch mal zurück, ob sich kurz bevor Du krank wurdest, etwas in Deinem Umfeld geändert hat, was mit Chemie zu tun haben könnte: Umzug in ein neues Haus oder eine Wohnung oder ein gebrauchtes Haus mit alten Holzverkleidungen oder mit verstecktem Schimmel, Renovierung auf Arbeit, Einzug in ein Neues Büro, Laserdrucker neben dem Arbeitsplatz, renovieren der Wohnung mit ???, Eine neue Wohnung neben einer Tankstelle oder über einer Reinigung (obwohl die Reinigungen ja heute nicht mehr ganz so giftig sind, denke ich da an Altlasten). Mehr fällt mir im Moment nicht ein.

Liebe Grüße und viel Erfolg beim Suchen.

Krissi

Grad noch eingefallen: Zahnbehandlung mit neuen (unterschiedlichen) Metallen

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togian ist offline
Beiträge: 637
Seit: 14.06.09
Zitat von Yasha Beitrag anzeigen
Meine Verdauung macht mir seither auch immer nur Probleme, meist sehr "schwammiger" Stuhl, der sich schlecht wegwischen lässt und verschmiert. Das After juckt öfters, ich habe Bauchkrämpfe und Blähungen die ich nicht näher irgendwelchen Nahrungsmitteln zuordnen konnte, bisher zumindest.
candida/sonstiger pilz? zieht eine menge an symptomen mit sich (inkl. psychischer probleme)
Candida

lg togi

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Yasha ist offline
Themenstarter Beiträge: 9
Seit: 12.02.10
Schilddrüse wurde bei mir bisher nie angeschaut. Eigentlich wurde bei mir überhaupt nie irgendwas angeschaut, eben bis auf den Ferritinwert. Mein Hausarzt wird zwar das Blut auf TSH untersuchen lassen, aber wenn wir anderweitig nichts finden lasse ich mich zu einem Endokrinologen überweisen.

Bevor ich krank wurde... lebte ich schon einige Jahre in meiner Wohnung, bin seither umgezogen und das Problem besteht immer noch. Wenn aber Umweltgifte eine Ursache sein könnten, habe ich ein Problem. Ich bin gelernte Chemielaborantin, und das war auch mein Beruf beim "Auslöser". Inzwischen bin ich zwar umgestiegen auf Farbmetrikerin bei einer Lackfirma, aber es ist immer noch Laborarbeit. Ich habe ständig Kontakt mit Lösemitteldämpfen, Etokatharzen u.ä. Es ist nicht mehr so schlimm wie früher als Chemielaborant, aber halt auch sicher nicht optimal.

Candida könnte auch sehr gut möglich sein, ich hab schon immer fies darauf reagiert wenn ich Antibiotika bekam. Vaginal hab ich die Pilze zwar im Griff, aber beim Darm merkt man den Befall ja nicht so.

Wenn ichs mir aussuchen könnte: hoffe ich auf Candida oder eine Intoleranz. Essen umstellen, damit kann ich leben. Ich koche eh gern und verbanne seit jahren immer mehr Fertigzeugs aus meinem Leben.
Vor dem Einstellen der Schilddrüse habe ich etwas Angst, und beruflich neu umorientieren ist auch ne grössere Aufgabe der ich mich glaub grade nicht gewachsen fühle...

edit: ich möchte mich noch Nachträglich für eure Mühen bedanken! Ihr seid toll!

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Brigitka ist offline
Beiträge: 1.800
Seit: 06.04.09
Hallo Yasha,

hast du schonmal deinen Vitamin D Wert gecheckt. Geht auch grob online: VitaminDelta.de__SonnenVitamin.de
Meinen ferritinwert habe ich durch Hochdosis Vitamin C schon höherbekommen, habe ich im entsprechenden Thread gepostet.
Viele Grüße von Brigitka, die gerade wenig Zeit hat

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Morja ist offline
Beiträge: 823
Seit: 27.10.09
Hallo Yasha
auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum

Ich habe dir mal dies hier rausgesucht:

Krankheiten, die mit Eisenmangel einhergehen:

Malassimilationssyndrom
Morbus Crohn, Colitis ulcerosa
Fibromyalgie
Quelle: Eisenmangel, Eisenmangelanämie, Ferritinmangel: Ursachen

evtl bieten dir diese Auflistung, neben den anderen Möglichkeiten, einen Weg der Ursache auf die Spur zu kommen..

Natürlich ist auch immer erwähnenswert, Amalgan und oder Schwermetallbelastung.

Vorerst alles Liebe
Morja
__________________
Verbringe die Zeit nicht mit der Suche nach einem Hindernis, vielleicht ist keines da. Franz Kafka

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Wero ist offline
Beiträge: 1.093
Seit: 22.04.06
Hallo Yasha,

wenn manches unklar ist, sind die Säuren und Basen prinzipiell eine gute Adresse. Schau doch mal hier. Damit meine ich nicht, dass Du etwas verändern sollst, aber eine Prüfung des Säure-Basen-Haushalts sagt Dir, ob Handlungsbedarf besteht.

Viele Grüsse
Wero

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Datura ist offline
in memoriam
Beiträge: 5.003
Seit: 09.01.10
"Vor dem Einstellen der Schilddrüse habe ich etwas Angst, und beruflich neu umorientieren ist auch ne grössere Aufgabe der ich mich glaub grade nicht gewachsen fühle"

Liebe Yasha,

Wenn Du über Jahre Lösungsmitteldämpfen ausgesetzt warst (und bist) - dies kann entsetzlich entsetzlich krank machen, an allen Organen, Lebensmittelintoleeranzen, neurologische Symptome kannst du bekommen usw, auch natürlich Schäden an der Schilddrüse.

Wirklich tragisch ist, dass in den Arztpraxen und Krankenhäusern nicht gefragt wird "wo arbeiten Sie, haben Sie Wohngifte im Haus? Wäre auch dumm (für die Industrie) wenn mal rauskommen würde, wie viele Menschen durch unsachgemäßen Umgang krank werden.

Ich weiß nicht, wo Du wohnst, die meisten Umweltmedizizner arbeiten nur privat und sind auch nicht alle gut, aber Dr. Binz in Trier wäre eine gute Adresse.

Dass nicht alle, die in Lösungsmitteldämpfen arbeiten, gleich schnell krank werden, liegt daran, dass wir Menschen genetisch bedingt unterschiedlich gut arbeitende Entgiftungssysteme haben, das kann man messen, indem man labortechnisch das Gluthathionsystem untersucht, dann hat man zumindest einen Hinweis, ich glaube das IMD Berlin macht das, aber auch Ganzimmun.

Was kannst Du tun? Ev. auf Untersuchung des Arbeitsplatzes durch das Gewerbeaufsichtsamts bestehen, Absaugeinrichtungen installieren, Belüftung installieren-

Ich bin nicht allwissend und weiß natürlich nicht, ob Deine schweren Beschwerden durch die Lösungsmittel verursacht werden, aber wenn ja, musst Du Dich darum kümmern, wenn Du wieder gesünder werden willst!

Alles Gute und ganz liebe Grüße
Krissi

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togian ist offline
Beiträge: 637
Seit: 14.06.09
hi yasha,
Zitat von Yasha Beitrag anzeigen
Candida könnte auch sehr gut möglich sein, ich hab schon immer fies darauf reagiert wenn ich Antibiotika bekam. Vaginal hab ich die Pilze zwar im Griff, aber beim Darm merkt man den Befall ja nicht so.
ad. candida im darm, hast du dir ja schon selber eine antwort gegeben:
Zitat von Yasha Beitrag anzeigen
Das After juckt öfters, ich habe Bauchkrämpfe und Blähungen die ich nicht näher irgendwelchen Nahrungsmitteln zuordnen konnte...
ich ergänze zu dem was krissi geschrieben hat:
nahrungsmittelintoleranzen und/oder pilze sind meiner meinung nach selten die ursachen, sondern meistens die symptome.
candida lebt ja in jedem von uns - nur ist in der regel das IS stark genug um ihn "klein" zu halten.
also wär eine möglichkeit, dass du dich eher ungesund bzw. einseitig ernährst (viele kohlenhydrate inkl. süssigkeiten), oder - so wie ich das jetzt rausgelesen habe bei dir, dass die ernährung soweit ok ist, dein körper aber aus anderen gründen nicht genug kapazitäten hat um ihn in schach zu halten.

es kann natürlich eine SD problematik dahinter stecken (schwächt ebenfalls das IS), oder die jahrelange berufliche konfrontation mit gift- bzw. schadstoffen. natürlich kann es auch eine kombination aus mehreren faktoren sein.

abgesehen davon, dass ein umweltmediziner, so wie ihn krissi vorgeschlagen hat, am ehesten das gesamtbild erfassen kann und dir somit hilfestellung geben kann, seh ich die grundpfeiler deiner genesung wie folgt:
  • meidung von dingen die deinen körper belasten (ganz klar, dass du nicht ad hoc deinen job hinschmeissen kannst. umso wichtiger ist es andere störfaktoren aufzuspüren, die du leichter "ausschalten" kannst. also wenn du es schaffst z.B. ernährungstechnisch zu optimieren - also nahrungsmittelintoleranzen herausfindest usw., dann fällt wieder eine belastung weg; hast du amalgam im mund? usw..
  • ausleitung/unterstützung der entgiftungsorgane
  • ausgleichen von nährstoffdefiziten (orthomolekulare schiene, hier v.a. vitamin C und ALA, ich persönlich würde ein hochdosiertes multi-vitamin einnehmen, das ganze durch hochdosiertes Vit C ergänzen und mit ALA ausleiten)
ein paar threads, die u.U. wertvolle infos für dich haben:
http://www.symptome.ch/vbboard/nahru...chdosiert.html

http://www.symptome.ch/vbboard/oxida...em-stress.html

des weiteren wirst du punkto ausleitung von giften sicher in dieser rubrik fündig Amalgam Entgiftung

lg und baldige besserung
togi


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