Nächtliche Schwitzfüße

07.01.10 15:01 #1
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membersound ist offline
Beiträge: 215
Seit: 28.11.09
Hallo,

mir geht's schon länger auf die Nerven, dass ich nachts immer total verschwitzte Füße habe. Wollte jetzt mal anfangen dem auf den Grund zu gehen.
Weiß jemand woran das liegen könnte?

Merkwürdig ist, dass es nur nachts auftritt. Wenn ich morgens schlafen gehen muss und über Tag schlafe, sind meine Füße staubtrocken. Die ganze Zeit!

Zusammenhang vl mit der Fußbodenheizung? Wobei, dadurch wird's ja nur wärmer im Zimmer und man müsste noch mehr schwitzen?

Danke

Nächtliche Schwitzfüße

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo membersound,

ist bei Dir die Durchblutung der Füsse schon einmal angeschaut worden? Evtl. mit einer Venenuntersuchung (Doppler-Ultraschall) verbunden?

Was bei Hyperhidrose (übermäßigem Schwitzen) auch empfohlen wird, ist Salbeitee (getrunken oder als Fußbad), gute Fußpflege, entsprechende Socken usw. empfohlen.

Vielleicht wäre die Iontophorese eine Möglichkeit?:
ontophorese - Gleichstrombehandlung
Zur Behandlung des Schwitzens an Händen, Füssen und Achselhöhlen steht seit 1968 die Iontophorese zur Verfügung. Dieses bewährte und ausgereifte Verfahren inaktiviert durch Gleichstromanwendung die Schweissdrüsen.

Die Deutsche Dermatologische Gesellschaft gibt folgende Definition: „Die Leitungswasser-Iontophorese ist ein Verfahren, bei dem mit Hilfe von Wasserbädern oder feuchten Elektroden kontinuierliche oder hochfrequente gepulste Gleichströme durch definierte Hautareale geleitet werden. Im allgemeinen handelt es sich um die Behandlung von Handflächen und Fußsohlen, seltener der Achselhöhlen oder anderer Areale“.

Der genaue Wirkmechanismus ist unbekannt. Die schwachen, ungefährlichen elektrischen Ströme werden mit Hilfe hydroelektrischer Bäder durch die Haut geleitet. Hände und Füße werden dabei in mit Leitungswasser gefüllte flache Plastikwannen getaucht. Darin befinden sich Plattenelektroden, die mit Isoliertüchern bedeckt sind. Die Elektroden sind über Kabel mit einem Stromgenerator verbunden. Durch den Gleichstrom kommt es - wahrscheinlich in Folge einer funktionellen Hemmung der Zellen der Schweißdrüsen - nach etwa zehn bis fünfzehn kurz aufeinanderfolgenden Behandlungen oft zu wieder normalem Schwitzen (Normhidrosis). Damit das Schwitzen normal bleibt ist eine Erhaltungstherapie notwendig, die ein bis zweimal wöchentlich durchgeführt werden muß. Zu diesem Zweck kann dem Patienten ein Heimgerät rezeptiert werden.
Für die Behandlung sind spezielle Geräte notwendig, v.a. ein Iontophoresegerät, aber auch Wannen ua. Zumindest der Behandlungsbeginn erfolgt daher in einer Arztpraxis ambulant. In der Regel empfiehlt sich anfangs eine 2mal wöchentliche Behandlung für 20-30 Minuten, später eine Ausdehnung der Behandlungsintervalle. Um über Erfolg oder Misserfolg urteilen zu können, sollte die Iontophorese mindestens 2 Monate konsequent durchgeführt werden. Bei Erfolg übernehmen die Krankenkassen in der Regel die Anschaffungskosten einer eigenen Ausrüstung für die Heimanwendung.
Elektronisch sind Vorkehrungen zu treffen, daß sprunghafte Spannungsänderungen nicht eintreten können, um der Gefahr eines (ungefährlichen) Stromschlages entgegenzuwirken“ (= Weidezauneffekt; d.h. Stromkribbeln wie bei Berührung eines elektischen Weidezauns). „

„Demgegenüber ist die Leitungswasser-Iontophorese mit gepulstem Gleichstrom wesentlich einfacher zu handhaben, aber möglicherweise geringfügig weniger wirksam. Die Wirkung reicht jedoch für Patienten mit mittelgradiger und meist auch schwerer Hyperhidrosis aus; lediglich bei extremen Formen der palmoplantaren Hyperhidrosis kann die Therapie mit kontinuierlichem Gleichstrom überlegen sein. Obwohl größere Vergleichsstudien fehlen, gilt in der Erfahrung der Autoren die Pulsstrommethode in der Wirkung der Gleichstrommethode ebenbürtig, ist aber wegen der leichteren Handhabbarkeit vorzuziehen. Sie ist auch bei Kindern vorzuziehen. Ausser der Schweissbildung lassen sich noch andere Krankheiten mit der Leitungswasser-Iontophorese bessern: therapieresistente Verrucae vulgaris (Warzen) an Händen oder Fußsohlen sowie rezidivierende dyshidrosiforme Hand- oder Fußekzeme, postoperative Hyperhidrosis und Sudeck-Syndrom sowie Neigung zu Gram-negativen Fußinfekten, Keratoma sulcatum und Mykosen:

(Alle Zitate gemäss den Leitlinien der DDG zitiert).
Schweißfüße (Hyperhidrose)

Grüsse,
Uta


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