Umfrageergebnis anzeigen: Nahrungsmittelintoleranzen, was kann man noch essen
Fleisch 4 100,00%
Gemüse 4 100,00%
Obst 2 50,00%
Teigwaren 1 25,00%
Brot 1 25,00%
Desserts 1 25,00%
Schokolade 0 0%
Kartoffeln 4 100,00%
Getränke 2 50,00%
Mehle 1 25,00%
Zucker 1 25,00%
Gewürze 2 50,00%
Multiple-Choice-Umfrage. Teilnehmer: 4. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen

Nahrungsmittel-Intoleranzen

30.10.09 08:30 #1
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brigitte7 ist offline
Beiträge: 6
Seit: 30.10.09
Gestern erhielt ich die Diagnose: Laktose-, Fructose- und Histaminintoleranz.
Was kann ich da noch essen? Vor allem habe ich Probleme zum Frühstück etwas zu finden, da ja keine Milchprodukte, keine Früchte und auch kein Brot vertragen werden.
Wer kann mir da helfen?


Nahrungsmittel-Intoleranzen

Joachim ist offline
Beiträge: 1.944
Seit: 14.04.08
Willst du die Krankheiten dauerhaft loswerden oder nur die Symptome der Krankheit unterdrücken? Ich frage deshalb, weil deine Frage nur auf Symptomunterdrückung abzielt.
__________________
Liebe Grüße, Joachim. (Alles, was ich schreibe, ist meine persönliche Meinung.)

Nahrungsmittel-Intoleranzen

brigitte7 ist offline
Themenstarter Beiträge: 6
Seit: 30.10.09
Natürlich möchte ich gesund werden, doch im Moment geht es darum, was ich überhaupt essen kann.

Nahrungsmittel-Intoleranzen

Joachim ist offline
Beiträge: 1.944
Seit: 14.04.08
Was du überhaupt essen kannst, läßt sich mit dieser Umfrage aber nicht herausfinden, weil bspw. unterschiedliche Gemüsesorten völlig unterschiedliche Mengen an Fructose oder Histamin liefern. Im Internet findest du jede Menge Tabellen, die dir angeben, wieviel in welchen Nahrungsmittel enthalten ist. Nach denen mußt du dich dann zwangsläufig richten, je nachdem, wie hoch deine Toleranzschwelle ist.

Ich bin kein Freund von solchen Vermeidungsstratgien, weil du damit die Krankheit nur noch weiter förderst. HI, FI und LI entstehen in der Regel gerade, weil man sich lange Zeit mangelhaft ernährt hat und eine Auslaßdiät macht das nicht besser. Wenn du die Krankheitsursachen abstellst, dann kannst du auch wieder alles essen - egal, wieviel Fructose oder Histamin enthalten sind. Lactose ist eine etwas andere Baustelle, die hat eigentlich von Natur aus sowieso nichts in der Ernährung eines Erwachsenen zu suchen.
__________________
Liebe Grüße, Joachim. (Alles, was ich schreibe, ist meine persönliche Meinung.)

Nahrungsmittel-Intoleranzen

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo brigitte,

kannst DU denn irgendetwas darüber sagen, ab wann und warum bei Dir die gesundheitlichen "Zustände" immer schlechter wurden? Wie fing das an? Siehst Du Zusammenhänge zu irgendwelchen anderen Ereignissen in Deinem Leben?

Gruss,
Uta

Nahrungsmittel-Intoleranzen

brigitte7 ist offline
Themenstarter Beiträge: 6
Seit: 30.10.09
Hallo Uta
Das ist eine lange Geschichte. Schon viele Jahre habe ich immer Durchfälle, teilweise kann ich keine 10 Minuten unterwegs sein. Wenn ich keinen Stress habe, geht es etwas besser. Als erstes merkte ich dann schon vor etwa 10 Jahren, dass ich Milch nicht vertrage und liess diese dann total weg. Dann ging es etwas besser, so dass ich eigentlich wieder ein normales Leben führen konnte. Joghurt essen konnte ich zeitweise, aber es gab auch Zeiten, wo ich dieses auch weglassen musste.
Wegen einer Fibromyalgie habe ich auch viele andere Beschwerden und muss auch einige Medikamente nehmen. Wegen den Durchfällen erhielt ich einfach die Diagnose Reizdarm.
Seit etwa einem halben Jahr fiel mir dann auf, dass ich jedes Mal, wenn ich etwas Süsses ass oder auch nach Obst kurze Zeit später starke Bauchkrämpfe hatte und anschliessend auch wieder Durchfall. Sobald ich nichts Süsses mehr ass und kein Obst, ging es auch wieder etwas besser.
Was auch auffallend ist, nach einem Glas Rotwein habe ich ein knallrotes Gesicht und nach Tomaten sehr starke Magenschmerzen und ein starkes saures Aufstossen.
Schwierig ist es einfach alles wegzulassen, was ich merke, dass ich nicht vertrage.
Psychisch geht es mir zwar wieder gut und ich bin auch nicht gestresst. Mit meinen Kindern, die alle nicht mehr zu Hause wohnen, habe ich sehr guten Kontakt.
Gruss Brigitte

Nahrungsmittel-Intoleranzen

brigitte7 ist offline
Themenstarter Beiträge: 6
Seit: 30.10.09
Lieber Joachim
Wie stelle ich denn die Krankheitsursachen ab? Es wäre schön alles essen zu können.
Mfg Brigitte

Nahrungsmittel-Intoleranzen
Binnie
Hi Brigitte,

ich lese gerade zwei sehr interessante Bücher zum Thema Darm. Habe in der Hinsicht selber fürchterliche Probleme! (Vertrage praktisch nur noch Gemüse... ).
Mache seit Kurzem eine Antipilzdiät, die mir sehr hilft. Hier ungefähr die Mittel, die ich dazu nehme: http://www.symptome.ch/vbboard/krank...tml#post380712
Das mache ich jetzt schon seit 4 Wochen und es geht mir langsam aber zusehends besser damit!
Insgesamt halte ich mich auch so ungefähr an dieses Vorgehen: Candida Therapie | Candida-Info.de

Habe gelesen, dass diese ganzen Intoleranzen primär eben auch von einer Darmdysbiose herrühren. Jetzt muss man sich halt noch überlegen, wie es zu so einer Dysbiose kommen konnte... (Antibiotikaeinnahme, Impfungen, Belastung durch Zahnamalgam, Fehlernährung, usw....).

Hier die Bücher, die ich nur jedem wärmstens empfehlen kann, der ähnliche Probleme hat:

Dein Darm - Wurzel der Lebenskraft: Amazon.de: Wolfgang Spiller: Bücher Dein Darm - Wurzel der Lebenskraft: Amazon.de: Wolfgang Spiller: Bücher

und besonders auch das hier:
Der Darm - Wächter der Gesundheit: Amazon.de: Roland Werk: Bücher

Nahrungsmittel-Intoleranzen

Joachim ist offline
Beiträge: 1.944
Seit: 14.04.08
Hallo brigitte,

Wie stelle ich denn die Krankheitsursachen ab? Es wäre schön alles essen zu können.
Ich muß dazu mal ein klein wenig ausholen...

Generell entstehen Krankheiten deshalb, weil wir uns entweder falsch ernähren, weil wir uns zu vielen Schadstoffen aussetzen oder weil wir unseren Organismus mit belastenden Lebensumständen überfordern. Wenn man Unfälle ausklammert, gibt es grundsätzlich nur diese drei Möglichkeiten - egal welche Krankheit. Da sich Krankheiten auch als Vorbelastung an die nachfolgenden Generationen "vererben", entwickeln sich Krankheiten auch über Generationen hinweg weiter, wenn man die Ursachen nicht abstellt. Deshalb sind heute auch immer mehr Kinder schon von Krankheiten betroffen, die früher nur ältere Menschen bekamen - bspw. Rheuma.

Jede Krankheit hat also eine Ursache und zeigt sich dann in Beschwerden, eben den Symptomen der Krankheit. Man hat nun zwei Wege: Man kann die Krankheit ursächlich behandeln, indem man die Ursache der Krankheit beseitigt. Dann verschwindet die Krankheit und mit ihr auch die Symptome. Oder man kann die Krankheit bestehen lassen und versuchen die Symptome zu unterdrücken, bspw. indem man sich bei der FI fruktosearm ernährt. Beides hat den gleichen Effekt - man ist beschwerdefrei. Aber da bei der Symptomunterdrückung die Krankheit samt ihren Ursachen weiter besteht, führt das im Lauf der Zeit zu einer Verschlimmerung der Krankheit und zur Entstehung weiterer Krankheiten.

Da die oben genannten drei Ursachenbereiche ineinander übergehen und oft auch mehrere Bereiche gleichzeitig eine Rolle spielen, wird ein ganzheitlich orientierter Arzt immer auch alle drei Bereiche berücksichtigen und sie wenn nötig durch zusätzliche symptomatische Maßnahmen ergänzen.

Wichtig ist auch, von ärztlicher Seite auszuschließen, daß die Krankheiten Folge anderer Krankheiten sind. So findet man eine FI häufig bei einer Zöliakie, weil die Zöliakie die Darmwand schädigt. In diesen Fällen muß natürlich die eigentliche Grundkrankheit - im Beispiel die Zöliakie - entsprechend ihrer Ursache behandelt werden.

Die Intoleranzen gehören meiner Erfahrung nach (ich bin ärztlich geprüfter Gesundheitsberater GGB) zu den ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten, zu denen übrigens auch alle rheumatischen Erkrankungen gehören, auch die Fibromyalgie. Auch Allergien, diverse Magen-Darm Krankheiten, Steinbildungen, Gicht, Arteriosklerose, Schlaganfall, Diabetes u.a.m. gehören zu diesen Krankheiten. Die ernährungsbedingen Zivilisationskrankheiten machen rund 80% der heute üblichen Krankheiten aus. Die Ursachenkette ist dabei bei all diesen Krankheiten identisch und geht auf die gleichen Ernährungsfehler zurück: Den langjährigen Verzehr stark verarbeiteter und dadurch vitalstoffarmer Nahrung. Zu den Vitalstoffen gehören Vitamine, Enzyme, ungesättigte Fettsäuren, Mineralstoffe, Spurenelemente, Faser- und Aromastoffe. Unser Organismus benötigt sie, um die Nährstoffe (Kohlenyhdrate, Fette, Eiweiße) verarbeiten zu können. Durch die starke Verarbeitung (bspw. beim Konservieren oder Pasteurisieren) werden wichtige Vitalstoffe zerstört und fehlen dann unserem Stoffwechsel. Es kommt zu Stoffwechselstörungen, die sich dann - je nach Konstitution - in unterschiedlichen Krankheiten zeigen, bspw. einer Intoleranz.

Die Basis einer erfolgreichen Behandlung ist daher eine Umstellung der Ernährung weg von stark verarbeiteter und hin zu möglichst gering verarbeiteter Nahrung. In der Praxis ist das eine Vollwerternährung, die man so beschrieben kann:

Gemieden werden sollte:

- Fabrikzucker
- Auszugsmehl
- Fabrikfette
- Säfte und gekochtes Obst

Stattdessen sollte man naturbelassenere Alternativen verzehren:

- Aus frischen Vollkornmehlen hergestellte Produkte
- Naturbelassene Öle und Fette
- Möglichst viel Frischkost (Gemüse, Blattsalate, Obst, Nüsse, Kerne, usw.)
- Täglich ein Frischkorngericht

Konserven und Präparate sollte man meiden und die Nahrung stattdessen aus frischen Zutaten zubereiten.

Das Problem dabei ist aber gerade bei Nahrungsmittelallergien und Intoleranzen, daß man als Betroffener viele Lebensmittel gar nicht mehr essen kann, weil man darauf wegen der Krankheit mit Beschwerden reagiert. Man muß dann versuchen, die Ernährung mit dem, was noch beschwerdefrei gegessen werden kann, möglichst naturbelassen zu gestalten. Da die Intoleranzen relativ schnell verschwinden, kann man die Ernährung aber in der Regel bald wieder abwechslungsreicher gestalten.

Da gerade bei "Reizdarm" häufig auch belastende Lebenssituationen eine Rolle spielen und Schadstoffe generell ein Problem sind, sollte man diese beiden Aspekte ebenfalls berücksichtigen. Die Basis einer Heilung ist aber immer die gesunde Ernährung.

Generell ist die Krankheitsbehandlung Sache eines Arztes, daher kann ich dir nicht zu einer bestimmten Therapie raten und muß mich darauf beschränken zu erklären, wie die Krankheiten entstehen. Wenn du daraus den Schluß ziehst, daß eine Ernährungsumstellung eine sinnvolle Sache wäre, kann ich natürlich gerne näheres dazu sagen.
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Liebe Grüße, Joachim. (Alles, was ich schreibe, ist meine persönliche Meinung.)

Nahrungsmittel-Intoleranzen

brigitte7 ist offline
Themenstarter Beiträge: 6
Seit: 30.10.09
Danke Joachim, das tönt ja sehr gut und ich hoffe wirklich, dass ich mit der Ernährung alles bessern kann.
Wie ist es mit Fleisch?
So kann ich also sicher am Mittag und Abend vor allem Salat (mit Olivenöl) und Gemüse machen und mit Kartoffeln. Kann ich Teigwaren auch nehmen?
Was sind denn Frischkorngerichte?
Wie ist das mit Brot? Ich vertrage ja die Hefe nicht.
Ja, ich wäre froh, wenn Du mir noch genaueres zur Ernährungsumstellung sagen könntest.
Danke
Brigitte


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