Autofahren - Angstsymptomatik ?

13.09.09 01:34 #1
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Autofahren - Angstsymptomatik ?

max36 ist offline
Themenstarter Beiträge: 22
Seit: 12.09.09
@KimS
Als Beifahrer tritt es eigentlich überhaupt nicht auf und ich bin schon mit Leuten mitgefahren, die 200 über die Autobahn gedüst sind.
Zudem fahre ich ja jetzt gezwungenermaßen auch oft Taxi.
Ich habe mir sogar Videos von Autofahrten/Autobahnfahrten beschafft. Da tritt es ebenfalls nicht auf.

Als Beifahrer fällt mir im Vergleich nur auf, wie locker manche im Vergleich zu mir fahren können. Sprich, sie haben nur eine Hand am Lenkrad, telefonieren nebenbei etc. etc. Das wäre bei mir mittlerweile undenkbar. Früher bin ich auch so gefahren, ohne das Gefühl zu haben, ich verliere die Kontrolle.

Einen Zusammenhang gibt es in jedem Fall:
Wenn ich schlecht schlafe, geistig und/oder körperlich müde bin, dann kann ich darauf wetten, daß die Symptomatik schlechter ist.
Vor einiger Zeit bin ich vormittags mal zu einem Termin gefahren, wo ich zuvor extrem schlecht und defacto wohl auch kurz geschlafen hatte. Da war das Fahren der pure Horror.

@Heather
Zunächst muß ich feststellen, daß Du an eine gute PT geraten sein mußt - was meiner Erfahrung nach gar nicht mal so oft vorkommt
Gut in dem Sinne, daß sie die Reflexionsfähigkeit besaß zu erkennen, daß sie Dir nicht weiterhelfen kann.
Bei meinen Therapeuten hat das Wort "Reflexionsfähigkeit" und "Unwirksamkeit der Methodik" nicht existiert. Die haben weitertherapiert und weitertherapiert, obwohl es mir immer schlechter ging und ich auch kein Geheimnis daraus gemacht habe. Und an immer denselben Dingen heraumgekaut - wo es ersichtlich war, daß das einfach nichts bringt und kein Zusammenhang besteht. Das ging soweit, daß Menschen aus meinem Umfeld in Frage gestellt wurden. Heute bin ich sicher, daß nicht die Menschen meine Symptome verursachten, sondern meine Symptome schuld waren, daß das Verhältnis zu diesen Menschen schwieriger wurde.
Ich habe dann jedesmal von meiner Seite die Reißleine gezogen bzw. eigentlich ziehen müssen, wurde aber dann auch jedesmal mit dem Hinweis aus der Thera entlassen, daß man sie so nicht beenden könne (sprich von heute auf morgen, die therapeutische Beziehung sei so wichtig blabli blabla). Das war mir aber egal, denn hätte ich es nicht getan, würde ich noch heute dortsitzen und über denselben Käse reden ohne irgendeinen Nutzen für mich selbst daraus gezogen zu haben. Und mit nichtssagendem Blabla ("das kriegen wir wieder hin", "sie sind einen Schritt weiter") wollte ich mich nicht mehr länger abspeisen lassen.
Bei den "Esoterikern" war es noch schlimmer - bei Unwirksamkeit war grundsätzlich ich schuld und nicht die Methode. Das ist alles mehr eine Religion. Solange man dran glaubt, kriegt man keine Probleme - äußert man Zweifel, wird man exkommuniziert. Gut, da könnte man eine eigene Diskussion drüber führen - heute empfinde ich das einfach als unverantwortliche Quacksalberei und es ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel, wie es möglich ist, völlig unüberprüfte Behauptungen in den Raum stellen zu können und mit multiple choice Tests als Ausbildungsgrundlage an oft schwerkranken Menschen herumzudoktern. Die Hoffnung der Leute wird oft einfach eiskalt abgezockt. Vieles davon hat es ja mittlerweile bis ins staatliche Fernsehen geschafft. Da wird vor Millionenpublikum demonstriert, wie man mit Hokuspokus vermeintlich Phobien auslöscht - von denselben Leuten, die Bücher verkaufen, wo drinnen steht, daß man reich wird, wenn man Geld ausgibt - wegen des Geldflußes.
Ich frage mich, was das alles mit seriöser Therapie zu tun haben soll. Gerade für Leute, die sich im diagnostischem Nirvana befinden, sind FAKTEN wichtig und nicht irgendein Hokuspokus.

Zurückgelassen wurde ich, versehen mit der Schuld für Unwirksamkeit, um einige tausend Euros erleichtert und ohne den Ansatz einer Lösung.

Meine Reichweite beim Fahren ist ähnlich wie Deine.
Ich versuche halt immer wieder zu üben. Manchmal ist es eine zeitlang etwas besser, dann wird es wieder ganz schlimm. Wenn ich die letzten Jahre betrachte, so muß ich sagen, daß es kontinuierlich immer schlimmer wurde.
Ob daran allerdings nur ein Vermeidungsverhalten schuld ist, bezweifle ich immer mehr. Ich meine, was soll man denn machen, wenn es schlicht und einfach nicht geht ?
Irgendwie glaube ich manchmal, daß ich von der psychischen Seite nur gelernt habe, damit umzugehen bzw. es auszuhalten. Nur: Man könnte es genauso lernen auszuhalten, mit Symptomen von Hashimoto, Herzrythmusstörungen oder was weiß ich autozufahren.

Ich bin früher auch sehr, sehr gerne gefahren. Manchmal habe ich mir einfach nur den Schlüssel geschnappt und bin zur Entspannung (!) gefahren.
Zudem haben mich Autos immer sehr interessiert.
Wäre das nicht der Fall, hätte ich das Auto wohl längst für immer in die Ecke gestellt.
Das alles macht die Sache nicht einfacher. Ich versuche zwar, mir keinen Druck zu machen, aber tief in mir drinnen tät ich nichts lieber als mal wieder völlig symptomlos dahindüsen zu können.

Was andere Symptome betrifft:
Wie gesagt, da tue ich mir schwer.
Manchmal fällt mir nur ein erhöhtes Schlafbedürfnis auf. D.h. ich schlafe eigentlich ausreichend, stehe aber schon müde auf und oft lege ich mich dann wieder hin und schlafe tatsächlich nochmals mehrere Stunden.
Oft wird das begleitet von einer gereizt/depressiven Symptomatik.
Gegenüber Nahrungsmitteln ist mir noch keine Unverträglichkeit aufgefallen, was die Verdauung betrifft - und ich esse/trinke beispielsweise viele Milchprodukte. Seit einiger Zeit auch nur noch Vollkornbrot. Und an manchen Tagen esse ich halt nur "Müll", weil ich mir quasi nicht Zeit für´s essen bzw. besser gesagt für´s kochen nehmen will (da bin ich oft schon verhungert, bevor ich anfange )
Und was mir gerade noch einfällt: Ich scheine eine trockene Haut zu haben, besonders an der Stirn schuppt sie manchmal sehr stark. Das ist auch schon ziemlich lange so, trotz Creme.
Naja und diese Nacken/Schulterverspannung gibt es dann auch noch.
Sport mache ich, wenn auch unregelmäßig - wobei ich hier eben feststelle, daß es für mein Problem eher ungünstig ist (wogegen ich früher feststellte, daß es sich eindeutig positiv auswirkte). Manchmal fühle ich mich danach auch sehr erschöpft, wobei ich nicht weiß, ob das an Untrainiertheit oder meinem Alter oder an etwas anderem liegt.
Und dann fällt mir noch ein, daß ich viele Jahre ziemlich untergewichtig war. Vor allem deshalb, weil ich auf Streß immer mit Gewichtabnahme reagierte.
Das Gewicht wurde dann die letzen Jahre mehr, obwohl ich eigentlich nicht wirklich mehr gegessen habe. Vielleicht liegt diese Zunahme auch daran, daß ich manchen Streß abgestellt habe, einfach älter wurde oder es hat einen anderen Grund (?).

Etwas hellhörig ließ mich auch eine Geschichte aus meinem Bekanntenkreis werden. Der Bruder eines Freundes hatte einen Autounfall. Das hat sich wohl auch angekündigt. Später - vor etwa 1 Jahr - wurde dann Knochenkrebs diagnostiziert. Vor ein paar Wochen ist er dann verstorben. Er war in meinem Alter.
Ich möchte ja nun nicht den Teufel an die Wand malen, aber als ich hörte, daß auch er mit dem Autofahren Probleme bekam, wurde mir zumindest bewußt, daß ich mit der rein psychischen Schiene auch auf dem völlig falschen Dampfer sein kann.

Geändert von max36 (13.09.09 um 22:23 Uhr)

Autofahren - Angstsymptomatik ?

Heather ist offline
Beiträge: 9.813
Seit: 25.09.07
Hallo Max,

ich war für mich von Anfang an überzeugt, dass eine physische Ursache zugrunde liegt. Und erst in den letzten zwei Jahren konnte ich da nach und nach eben meine persönlichen Ursachen finden und anfangen sie zu "bearbeiten". Das mit der Hashimoto weiß ich z.B. erst sein ein paar Tagen...

Wie sehen denn eigentlich Deine Blutwerte aus? Hast Du die denn schonmal machen lassen? Vielleicht wäre da schon irgend etwas zu erkennen. Dann Deine Schilddrüsenwerte wären eventuell auch interessant (fT3, fT4, TSH und Antikörper!). Sieh Dir doch mal im Wiki den Artikel zu Schilddrüsenerkrankungen an. Eine Angstsymptomatik ist da wirklich nicht selten.

Zu Deinen Verspannungen im Halsbereich kann Dir ein anderer User bestimmt mehr sagen, da kenne ich mich leider nicht aus. Aber auch von der Halswirbelsäule könen die unterschiedlichsten Probleme kommen.

Die zeitweise enorme Müdigkeit könnte vielleicht auch mit Allergien zu tun haben, genau wie Deine trockene Haut.

Die Symptome können sich mit verschiedenen Krankheitsbildern überschneiden, das sind allenfalls nur Ideen die Dir aber hoffentlich ein bisschen weiterhelfen.

Die Geschichte aus Deinem Bekanntenkreis berührt Dich natürlich, das ist schon klar. Doch ich hoffe es beruhigt Dich, dass es mir ja schon seit acht Jahren so geht und ich ja eigentlich "kerngesund" bin .


Liebe Grüße .

Heather
__________________
Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

(Albert Einstein)

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max36 ist offline
Themenstarter Beiträge: 22
Seit: 12.09.09
Jetzt muß ich wieder etwas weiter ausholen:
Ich hatte schon einmal eine Angstsymptomatik - die ist vor etwa 10 Jahren ausgebrochen. Das war noch während meines Studiums. Kurz gesagt habe ich da bemerkt, daß ich bei Dingen, die mich zuvor nervös machten, hypernervös war - also wirklich komplett überschießend nervös an der Belastungsgrenze. Also z.B. Prüfungssituationen, aber auch in diversen sozialen Situationen.
Gegen Ende des Studiums (so vor etwa 7-8 Jahren) sollte ich dann noch Zivildienst machen. Dabei erlitt ich dann nach kurzer Zeit einen totalen Zusammenbruch und mußte einsehen, daß es einfach nicht geht.
Damals bin ich zum Arzt, der hat dann auch ein Blutbild gemacht (auch Schilddrüse) - wo allerdings nichts außer der Norm war. Er meinte nur, ich trinke zu wenig. Ich bekam dann Antidepressiva und die haben damals tatsächlich ganz gut gewirkt.
Damals hatte ich allerdings auch kein Problem mit dem Autofahren. D.h. die Angst hat sich überhaupt nicht beim Autofahren gezeigt. Eigentlich ganz im Gegenteil - ich erinnere mich, daß ich eben oft zur Entspannung fahren ging.

Als es dann im Zuge von beruflichen Streß wieder so eine Symptomatik auftrat ist sie eben irgendwann auch auf das Autofahren übergeschwappt . Ich dachte dann eigentlich sofort wieder an die Psyche.
Und während es in den anderen Bereichen wieder verging, ist es beim Autofahren geblieben bzw. wurde schlimmer.
Wenn ich jetzt so recht überlege: Vielleicht zeigt es sich in den anderen Bereichen aber nur nicht so deutlich, weil ich hier sämtlichen Streß beseitigt habe. Denn WENN ich welchen habe, vertrage ich ihn nur schlecht - auch im Alltag.

Ich habe mir das über die Schilddrüse durchgelesen - am ehesten trifft hier wohl Hashimoto zu - bzw. was zumindest von den beschriebenen Symptomen zutrifft:
- fehlende Belastbarkeit
- trockene, struppige, glanzlose Haare (hatte ich allerdings m.M. nach schon immer - nur die Kopfhaut ist auch sehr trocken und schuppt)
- trockene Haut (manchmal auch mit Juckreiz)
- Depression, Angst/Panikattacken (halt nur aufs Autofahren bezogen)
- nächtliches Einschlafen von Händen
- Nackenverspannung, Nackenschmerzen
- Herzstolpern (ist aber eher sehr selten)
- Wortfindungsstörungen
- vielleicht eine gewisse Konzentratiosnschwäche
- Gewichtszunahme (trifft bedingt zu - ich bin nach wie vor alles andere als dick)
- meinen Blutdruck kenne ich nicht, aber mein Puls ist eher niedrig

Was mir noch einfällt (aber nirgends steht):
- meine Erektionsfähigkeit hat sich sehr verschlechtert (was auch so ein Punkt ist, der mich nachdenklich macht, zumal "der gute" ja oft erster Indikator für andere Dinge ist) ; naja es fällt nicht so ins Gewicht, weil ich Single bin
- ich reagiere extrem sensibel gegenüber Coffein. Werde nervös, meine eigene Haut wird mir zu eng, Herzstolpern, Nervosität - deshalb lasse ich es auch komplett weg

was dagegen absolut nicht zutrifft:
- Haarausfall (ich habe einen extrem starken Haarwuchs am Kopf)
- brüchige Fingernägel
- Verstopfung (und zwar nicht mal im Ansatz - das WC besuche ich diesbezüglich zumindest 1x täglich)
- Blähungen (eigentlich nur dann, wenn es einen ernährungstechnischen Grund gibt )
- Frieren
- Abnahme des sexuellen Verlangens (hmmm eigentlich ehr das Gegenteil
- nachlassendes Hörvermögen, Ohrgeräusche
- vermehrt Pigmentflecken

Nächtliches Schwitzen und geschwollene Nasenschleimhaut kann ich nicht eindeutig zuordnen.

Wie gesagt, die psychische Komponente gibt es auf jeden Fall - nur die gibt es bei praktisch jeder Krankheit.
Die entscheidende Frage ist: Ist diese ursächlich oder reaktiv ?

Und ja - ich bin ja eigentlich auch kerngesund - zumindest wenn es nach den Quacksalbern geht. Weil die attestierten mir ja immer tolle Fortschritte, wo in Wahrheit keine waren. Den Rest habe ich mir seither ja nur eingebildet.

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Difi ist offline
Beiträge: 4.052
Seit: 28.04.09
Hola Max...


diese Symptome habe ich als Beifahrer. Ich fahre konzentriert mit, bremse mit u.s.w. Mein Mann bekommt die Krise. Ich versuche das zu überspielen und glotze stur die Landschaft an. Aber ich habe manchmal Angst! Panik! Selten wenn ich alleine fahre. Deshalb interessiert mich das Thema. Vielleicht will ich der Situation nicht ausgeliefert sein?! Aber ich fahre immer weniger. Da baut sich was auf. Angstfaktor? Bin bald 70...na ja in 10 Jahren aber möchte meine Mobilität nicht verlieren.

LG, Difi

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Difi ist offline
Beiträge: 4.052
Seit: 28.04.09
Hihi den letzten Beitrag von dir habe ich nicht gelesen....also diese Symptome habe ich als Beifahrer nicht.
Meinte deine beim Fahren...gute Nacht, Difi

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Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.476
Seit: 26.04.04
Hallo Max,

wie Du richtig geschrieben hast, könnten Deine Symptome tatsächlich auf Hashimoto hinweisen; wann wurden die letzten Laborwerte gemacht - und welche? Könntest Du die Werte einmal hier einstellen?
Leider lehrt die Erfahrung, dass meistens nicht alle Parameter der Schilddrüse untersucht werden.

Es wäre sicher eine gute Idee, einen Facharzt (Endokrinologe, Nuklearmediziner) aufzusuchen, der sich in Schilddrüsenfragen auskennt, die kompletten Blutwerte macht (Heather hat bereits darauf hingewiesen) und eine Ultraschalluntersuchung vornimmt.

Liebe Grüsse,
uma

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Heather ist offline
Beiträge: 9.813
Seit: 25.09.07
Hallo Max,

schön, dass Du kerngesund bist, das ist doch toll - gelle !

Wie Du bermerkt hast ist die wohl interessanteste Frage was zuerst war, das Huhn oder das Ei !

Ich will Dir da wirklich nichts einreden , vielleicht ist Deine Schilddrüse wirklich okay, aber einen Versuch ist es eventuell wert diese mal checken zu lassen. Es müssten aber wirklich auch alle diese Werte sein:
fT3, fT4, TSH, Antikörper
Wenn nur ein Wert oder zwei davon geprüft werden kann man da möglicherweise schon wieder gar nichts erkennen.
Die Ergebnisse könntest Du dann hier einstellen, oft kennen sich Hausärzte damit nicht so gut aus und viele Augen sehen mehr als zwei. Also nicht damit zufrieden geben es sei alles okay .

Aha, ich sehe gerade Uma hat auch schon dazu geschrieben .


Liebe Grüße .

Heather
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aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

(Albert Einstein)

Autofahren - Angstsymptomatik ?

TanjaBK ist offline
Beiträge: 894
Seit: 08.07.09
Hallo Max,
darf ich dich fragen, wie du zu der Zeit gelebt hast, als das mit dem Überholen des LKW´s dich so unsicher machte? Gab es zuvor eine Trennung vom Partner etc.? Wie lebst du seitdem, allein? Hast du guten Kontakt zu Familie, Eltern, Geschwister...?
Du schreibst von einer stressigen Zeit, gab es vielleicht Probleme am Arbeitsplatz, oder gar eine Kündigung?
Hast du zu der Zeit jemanden verloren, der für dich sehr wichtig war?
Ich sehe dein Problem eher psychisch, und lösbar.
LG
Tanja

Geändert von TanjaBK (14.09.09 um 08:33 Uhr)

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max36 ist offline
Themenstarter Beiträge: 22
Seit: 12.09.09
@Uma
Wie gesagt, das ist schon einige Zeit vorüber.
Damals waren sie laut Arzt ok, ich bekam die Antidepressiva und mir war einigermaßen geholfen. Das Problem mit dem Autofahren gab es allerdings noch nicht.

@Heather
Wenn ich das wissen will, muß ich wohl zum Arzt
Aber wenn, dann muß ich mir wohl gleich einen Spezialisten suchen, der sich damit auskennt.

@Tanja
Damals hatte ich mehrfachen Streß.
Streß mit den Eltern, eine komplizierte Beziehung und vor allem wurde ich innerhalb von 2 Jahren 2x meinen Job los. Finanzielle Unsicherheit gab es dadurch keine und Angst um einen neuen Job mußte ich auch nicht unbedingt haben. Es war einfach das ganze drumherum, was extrem an den Nerven zehrte.
Kurz vor dem ersten Jobverlust (da habe ich dann gekündigt, weil ich es nicht mehr aushielt - das war Mobbing in Reinkultur) trat das auf der Autobahn auf. Dann machte ich eine kleine Pause, es wurde etwas besser (damals war ich auch bei der Neurologin) - ein paar Monate später war klar, daß ich wohl auch den neuen Job los bin - so war es dann auch nach einem Jahr - dann ging es auch wieder beim Fahren los. Und es gab dann eine Trennung. Und bis heute hat sich das dann sukzessive verschlimmert.
Heute habe ich mit Eltern und Geschwister guten Kontakt, ich lebe aber alleine.
Nun - die Ereignisse in der Firma haben immerhin auch dazu geführt, daß ich jetzt arbeiten kann, wie ich will - ich bin selbstständig und das klappt gut. Und eigentlich war das immer schon mein Wunsch.
Nämlich schon insofern, als daß ich jetzt schon länger zufriedenstellend selbstständig bin, als ich in der letzten Firma überhaupt angestellt war.
Ich bin also nicht selbstständig, weil ich nichts anderes finde oder aus Not, sondern weil ich es selbst so will. Mir liegt es mehr, mich selbst zu organisieren und Entscheidungen zu treffen, als - sorry - irgendwelchen Sesselpfurzern ausgeliefert zu sein, die für horrende Gehälter null Kompetenz einbringen und Besprechungen darüber abhalten, wie die Farbe der Dekoration auf der Weihnachtsfeier ausehen soll, während wichtige Dinge ungeklärt bleiben. Insofern war ich auch als Angestellter sicher nicht bequem - ich bin keiner der Probleme unter den Teppich kehrt und zu allem Amen sagt. Das macht vor allem jenen Angst, die eben keine Ahnung haben (und auch nicht haben wollen - die brauchen nur ferngesteuerte Lemminge, die alles abnicken).
Später hat sich herausgestellt: Hätte ich eines der Angebote nach meinem 2 Jobverlust angenommen, dann wäre ich auch dort nicht alt geworden ...

Nun, wenn das Problem rein psychisch und lösbar ist, dann ist nur die Frage wie. Durch PT (zumindest, wie ich sie sogar einige Jahre machte) offenbar nicht. Oder aber die PTs waren allesamt unfähig. Wie gesagt, auf meine Symptomatik hatte das null positiven Einfluß - eigentlich im Gegenteil.
Ich habe sie dann allesamt in die Wüste geschickt - selbst waren sie ja offensichtlich zur Reflexion von Unwirksamkeit völlig unfähig. Und ich kann dann schon aus Selbstschutz nicht ewig dabei zusehen, wie ich mich nur noch mit dem Problem beschäftige, ohne daß sich andererseits auch nur irgendetwas positiv entwickelt.
Irgendwie glaube ich sogar, daß mich das noch weiter traumatisiert hat, denn auf PTs bin ich aufgrund meiner Erfahrungen nicht mehr allzu gut zu sprechen (besonders nachdem ich mir im nachhinein einmal nähere Infos zu PT eingeholt habe und das hinterfragt habe, was ja mittlerweile der öffentlichen Meinung entspricht (allerdings mit der Realität und Fakten nicht einmal gar nichts zu tun hat - das wissen allerdings nur die wenigsten) Nur soviel: Der objektive i"st-Zustand" ist im Grunde genommen völlig untragbar und die Leidtragenden sind praktisch ausnahmslos die Klienten, die hingehen).

Autofahren - Angstsymptomatik ?

TanjaBK ist offline
Beiträge: 894
Seit: 08.07.09
Ja, es ist unwahrscheinlich schwierig einen guten PT zu finden, es gibt davon zu wenig. Wenn ich den letzten Text von dir so lese, habe ich stark den Eindruck, du bist ein Perfektionist (????) Das paßt, finde ich, zu deiner Angst vor Kontrollverlust.
Du sprichst von Mobbing... Mobbing ist meiner Meinung (die ja nicht der Wahrheit letzter Schluß sein muß), ein "Sport" der, meist, sehr stolzen Menschen. Der Mobber bildet sich ein um ein vielfaches besser etc. zu sein, als das Opfer auf das er herabsieht. Der Gemobbte hat aber oftmals auch irgendeinen Punkt, auf den er sich irgendwie viel einbildet, der ihn praktisch angreifbar und zur Zielscheibe macht. Jedenfalls ist das bei den Gemobbten so, die ich persönlich kennengelernt habe.
Ich kann mir vorstellen, das du vielleicht auch von den Leuten, die keine Perfektionisten sind, keine allzu gute Meinung hast. Am besten kannst und weißt und regelst du die Dinge selbst?
Die damalige Situation, die dir Angst machte, hast du zu einer Zeit erlebt, in der dein Leben scheinbar alles andere als perfekt verlief.
Also auf die Gefahr hin, völlig daneben zu liegen, ich habe das Gefühl, du stehst unter sehr viel Druck... ???


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