Erfahrungen mit Fibromyalgie

10.09.09 14:31 #1
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Fibromyalgie

Joh70 ist offline
Beiträge: 945
Seit: 08.10.06
@jette

...warum soll es nicht wirklich Fibromyalgie sein, oder eben eine Autoimmunkrankheit die dem ähnelt.

Die Ursache für die Schmerzen wäre dann das Immunsystem, daß sich selbst nicht mehr richtig kontrolliert. Es greift unsinnigerweise den Körper an, z.B. das Bindegewebe.

Hast Du auch Gelenkschmerzen, oder sind es wirklich nur die Weichteile? Wird ja auch "Weichteilrheuma" genannt.

Bandscheiben, Verrenkungen können über die Nerven so ähnliche dubioseste Erscheinungen auslösen. Bis hin zu Sehstörungen etc. Du solltest sicher sein, daß es wirklich keine osteophatische Angelegenheit ist.

Fibromyalgie

jette52 ist offline
Themenstarter Beiträge: 7
Seit: 10.09.09
Hallo, Ich bin sehr angenehm überrascht wieviel Resonanz hier von Euch kommt. Das finde ich toll, Dankeschön.
Zu Joh seiner Frage ob ich auch Gelenkschmerzen habe, beantworte ich mit Ja. Schon am Morgen verspüre ich eine richtige Steifheit am Körper und die Hände schlafen mir ein. Bandscheibenprobleme sind auch vorhanden aber nicht mehr so schlimm wie früher, da bin ich nicht mal allein aus dem Bett gekommen. Und wie schon einmal gesagt, habe ich jetzt das Gefühl das sich die Bandscheibenschmerzen auf den ganzen Körper verteilt haben.
Anne, Dir Danke für den Tipp, ich werde auf jeden Fall noch einmal den Zahnarzt aufsuchen
Uta auch Dir Dankeschön, mein Problem fing ungefähr vor 10 Jahren an, habe schon viele viele Ärzte durch und war desöfteren auch schon im Krankenhaus und in der Reha
Irnee auch Dir vielen Dank für den Link, ich werde ihn mir ganz in Ruhe durch lesen
Ich bin Euch aber trotzdem noch über jeden weiteren Hinweis dankbar

Lieben Dank noch einmal an Euch und schönes Wochenende
wünscht Euch Jette

Fibromyalgie

jette52 ist offline
Themenstarter Beiträge: 7
Seit: 10.09.09
Hallo Uta, Du fragtest mich, ob ein Umzug ect. bei mir anstand. Ja, vor 24 bin ich über Ausreiseantrag in dIe alten Bundesländer ausgereist. Ich erinnere mich, ungefähr ein Jahr später fing es schon an das ich mich kraftlos, schlapp fühlte und suchte mehrere Ärzte auf. Ich konnte keine längeren Spaziergänge mehr machen und mußte mich immer öfters ausruhen. Seidem ging es immer wieder mal bergab, bis hin vor 10 Jahren als ich meinen ersten Bandscheibenvorfall hatte. Seitdem habe ich ständig die Schmerzen. Ich war damals auch bei einer Psyschologin und als ich Ihr mein Problem geschildert hatte meinte sie nur:"Da kommen sie vom Osten und wollen wohl auf Rente machen?"Ich war sehr geschockt über so eine unverschämtheit. Und seit dieser Zeit waren eigentlich Psyschologen für mich erledigt.
Vieleicht hat es etwas mit meinem Umzug zu tun das ich es psyschisch doch Anfangs nicht verkraftet habe.
Ich freue mich auf eine Antwort
Allen noch ein schönes Wochenende
Liebe grüße von Jette

Fibromyalgie

Difi ist offline
Beiträge: 4.052
Seit: 28.04.09
Hola jette52

Leider weiß ich nicht ob der Link schon reingestellt wurde...

Fibromyalgie ? Wikipedia

kenne da jemanden der erst mal zum Psychologen geschickt wurde. Eine Hammergeschichte.

Oft kommt auch das dazu...

Kollagenose ? Wikipedia

Hier kopiere ich eine ärztliche Antwort:
Ich selbst, habe in meiner ärztlichen Tätigkeit schon 1974, meine ersten Patienten mit dieser Erkrankung diagnostiziert. Die Diagnose zu erstellen ist nicht kompliziert, was bisher allerdings tatsächlich fehlt, wie so oft, bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, ist eine Therapie, die die Krankheit heilen könnte.
Man kann z. Zt. also nur Symptomstisch ansetzen.



Da gibt es Spezialtherapien.

Viel Glück, Difi

Fibromyalgie

Akki ist offline
Beiträge: 95
Seit: 01.09.09
Hallo,
bei mir wurde vor einem Jahr auch die Diagnose Fibromyalgie gestellt.

Eins kann ich hier wirklich einwerfen...Fibro ist KEINE Autoimmunkrankheit und auch KEIN Weichteilrheumatismus.

Ich habe mittlerweile eine 6-wöchige psychsomatische Reha und eine 14-tägige ambulante Schmerzschulung hinter mir.
Beide Therapien waren kombiniert mit psychologischer Schmerztherapie und es ist ein sehr komplexes Thema.
Es geht bei der Fibro um NEUROPHYSIKALISCHEN Abläufen im Körper.

Googelt bitte mal unter SCHMERZGEDÄCHTNIS.

Liebe Grüße,
die Akki
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Mach Dein Licht an...und...weiter gehts...

Fibromyalgie

Difi ist offline
Beiträge: 4.052
Seit: 28.04.09
Hola Akki...selbst in Uruguay ist man da anderer Meinung.

Zitat Onkel Wiki zum reingestellten Link:

Die Fibromyalgie ist eine chronische, nichtentzündliche Schmerzerkrankung, die nicht mit dem Begriff „Weichteilrheumatismus“ gleichzusetzen ist.[1] Das Fibromyalgiesyndrom (FMS) ist eine schmerzhafte Erkrankung der Bewegungsorgane, oftmals verbunden mit Bewegungseinschränkungen. Diese Definition ordnet diese Erkrankung dem rheumatischen Formenkreises zu.[2] Eine enger gefasste Definition des Rheumabegriffs fordert zusätzlich das Vorliegen einer entzündlichen Genese. In diesem engeren Sinne stellt die Fibromyalgie keine rheumatische Erkrankung dar. Eine wichtige Differentialdiagnose ist die Rheumatoide Arthritis.[3]

Das Wort Fibromyalgie leitet sich in seinen drei Bestandteilen ab aus „Fibro-“ vom lateinischen fibra = Faser, griechisch „My-“ bzw. „Myo-“ von myos = Muskel und „algie“, ebenfalls aus dem Griechischen von algos = Schmerz. Die veraltete Bezeichnung lautet Generalisierte Tendomyopathie, abgekürzt GTM.


Natürlich gehört psychologische Schmerztherapie dazu aber es ist keine NEUROPHYSIKALISCHE Erkrankung. Hier kommen dann solche netten Dinge vor wie "Existiert Geist?" "Was ist Geist?" "Was kann mit neurophysikalischen Theorien/Aussagen erklärt werden?"

Es ist mittlerweile eine anerkannte Physische Krankheit mit Rentenanspruch.

Da kommt der Geist mit der Wirklichkeit ins rudern, Difi

Fibromyalgie

Akki ist offline
Beiträge: 95
Seit: 01.09.09
Hallo Difi,

Du kannst mir glauben,dass ich alles über Fibromyalgie gelesen habe!!!Ein Jahr lang habe ich mich mit nichts anderem beschäftigt,weil ich mich abgestoßen von sämtlichen Ärzten gefühlt habe.

Die Diagnose hat bei mir ein Rheumatologe gestellt und mir im gleichen Atemzug gesagt....damit müssen Sie jetzt leben,aber ICH kann Ihnen nicht helfen.
Das gleiche sagte der Orthopäde,Neurologe und der Hausarzt sowieso.

Was nützt dann eine Diagnose,die in keinen Fachbereich behandelt wird???
Wichtig für uns chronisch Schmerzkranken ist es doch dann,sich selber mit der Krankheit auseinander zu setzen und soviel wie möglich zu lernen,damit wir damit umgehen können.
Die Schmerzschulungen die ich gemacht habe,wurden MULTIMODAL behandelt,wo Sport,Psychlogie,Entspannungstechniken,Massagen und Schmerzvorträge dazu gehörten.....
Die Schmerzen kann niemand wegzaubern,aber wir Patienten können, uns durch Informationen,durchaus ein Stückchen selber helfen.
Und ich bleibe auch bei meiner Meinung,daß das Schmerzgedächtnis eine sehr große Rolle dabei spielt!!Übrigens....das Schmerzgedächtnis liegt NICHT im Gehirn.

Ich kann hier auch nur von meinen eigenen Erfahrungen berichten.Und für mich ist ein Schmerzarzt der Beste Ansprechpartner.
Auch da kann ich genau sagen warum:
Ein Schmerzarzt nimmt seine chronisch Schmerzkranken auf jeden Fall ernst,egal woher die Schmerzen rühren und da ist es egal,ob Fibro oder sonstwas in der Diagnose steht.

Nun noch zum Thema Rente:
Da hast Du Recht,es wird anerkannt! Ich bin mittlerweile von zwei Gutachtern als Berufsunfähig eingestuft,aber nicht nur wegen der Fibromyalgie.

Liebe Grüße,
die Akki
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Fibromyalgie

ory ist offline
Weiblich ory
Moderatorin
Beiträge: 7.873
Seit: 04.02.09
..........nun hat der“ immer anwesende Schmerz“ endlich nach langer Zeit einen Namen bekommen. „.Fibromyalgie“.

Ein Name unter dem man sich zusammenfinden kann , erfahren kann wie es anderen geht, deren Leiden den gleichen Namen trägt.

Es gibt mittlerweile 1,6 Millionen Betroffene. Schätzungen nach sollen es sogar 3-5% der Bevölkerung haben . Das Verhältnis: Frauen zu Männer ist 9:1.

Die Ursache der Fibromyalgie ist unbekannt .Es gibt einige Theorien hinsichtlich ihrer Ursache und Entstehung. Zwei Formen der Entstehung gibt es as primäre Fibromyalgie-Syndrom,das sich spontan entwickelt,und das sekundäre Fibomyalgie : Einige Wissenschaftler glauben, dass Fibromyalgie durch eine Verletzung bzw. Trauma ,bzw. Operationen ausgelöst wird. Dieses Trauma wirkt sich eventuell auf das Zentralnervensystem aus , ( nicht die Muskeln und Sehnen sondern das Nervensystem ist der Auslöser der Schmerzen ), auch traumatische Erlebnisse während der Kindheit erhöhen das Risiko, sowie erbliche Veranlagung.
Die Fibromyalgie ist jedoch von ihrer ersten Ursache her keine ausschließlich körperliche Erkrankung. Viele Fibromyalgie - Kranke litten bereits vor dem Ausbruch ihrer körperlichen Symptome an Depressionen. Oftmals wurde ihnen die Depression gar nicht bewusst. Erst mit Ausdruck ihrer körperlich fühlbaren Schmerzen in Form der Fibromyalgie konnten sie erkennen ,dass sie nicht in Ortnung waren.Eigenartigerweise werden die Scmerzen der Fibromyalgie-Patientinnen durch antidepressive Medikamente noch am ehesten gelindert,wärend Schmerz-oderRheumamittel kaum Hilfe bringen .

Es konnte nachgewiesen werden , dass Veränderungen im Muskelstoffwechsel wie Mangeldurchblutung oder Unterversorgung mit Sauerstoff Begleiterscheinungen einer Fibromyalgie sind. Unklar bleibt jedoch ob diese Symtome Ursache oder Folgen der Fibromyalgie ist.
Organische Veränderungen für die Schmerzen sind bei einer Fibromyalgie-Erkrankung nicht feststellbar. Allerdings sind bei den betroffenen Patienten die Schmerzschwellen, also der Punkt, an dem man beispielsweise bereits eine Berührung als Schmerz empfindet, im Vergleich zu gesunden Menschen herabgesetzt .

Um das Fibromyalgie - Syndrom zu diagnostizieren, wurden vom Muskelansatz am Hinterkopf bis zur Innenseite der Kniegelenke 18 tender - points beschrieben . An diesen Punkten finden sich häufig auch deutlich tastbare Verhärtungen der Muskulatur.
Ist an 11 von 18 dieser Punkte durch Druck eine heftige Schmerzreaktion auslösbar ,und bestehen die Schmerzen seit mehr als drei Monate .gilt die Diagnose „ Fibromyalgie –Syndrom „ als sicher .
Der Patient hat das Gefühl, die betroffenen Gliedmaßen seien geschwollen—obwohl eine Schwellung meist nicht messbar ist .Weiter Symptome sind : Schlafstörungen (auf Grund der Schmerzen ) und dadurch natürlich Müdigkeit und Leistungsabfall .Antidepressiva Amitriptylin (trizyklisches Antidepressiva)können die Beschwerden von 3o-4o % lindern , man schläft besser und das wirkt sich insgesamt positiv auf den Menschen aus (wobei man später auch auf Alternativ-Medizin übergehen kann ).Magen –Darm Beschwerden,Kopfschmerzen,Migräne,Schwitzen,Mundtr ockenheit,kalte Hände und Füße ,erschwertes Wasserlassen und schmerzhafte Regelblutungen.
Die Diagnose kann labormedizinisch weiter abgesichert werden .---Wobei ich auch eine Glutenunverträglichkeit in Betracht ziehen würde.---habe schon davon gehört das eine 100% Glutenfreie Nahrung „das aus der Fibromyalgie war“.
Die Beschwerden werden oft durch Wettereinflüsse , psychischen Stress oder körperliche Inaktivität- wie auch durch zu starker Belastung- verstärkt .

Die Tatsache das es sich bei der Fribromyalgie-Syndrom nicht um einen entzündlichen Prozess handelt vereinfacht die Therapie keineswegs.
Der Fibromyalgie-Patient braucht eine 100% Aufklärung wie er mit seinen Beschwerden umzugehen hat .Ausreichend bekämpft werden müssen vor allem die Schmerzen , die auschließlich diese Fibromyalgie prägt .
Erfolgreich eingesetzt werden auch leichte Krankengymnastik;Bewegungsbäder,leichte Massagen ,Kälte oder Wärmeanwendungen, Autogenes Training, progressive Muskelentspannung und Yoga. Auch über eine eventuell notwendige Psychotherapie , ja nach Verfassung des Patienten sollte nachgedacht werden.

lg ory

Fibromyalgie

Akki ist offline
Beiträge: 95
Seit: 01.09.09
Hallo Ory,


Du triffst es auf den Punkt!!!

Was die Nahrungsmittelunverträglichkeiten betrifft:

Bei mir habe ich die Histaminintoleranz schon mit in Erwägung gezogen.Mit Gluten werde ich mich nun auch befassen.

Ich wollte auch nur mit meinen Erfahrungen,die ich bisher habe,denen helfen,die noch ganz allein mit Ihren Schmerzen da stehen.
Eines verstehe ich leider immer nicht.
Warum wird denn immer gleich protestiert,wenn es heißt:somatoforme Schmerzstörung???
Somatoforme Erkrankungen haben doch nichts damit zu tun,dass man/Frau ein Hypochonder ist!!Oder das wir nicht richtig "ticken".

Liebe Grüße,
die Akki
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Fibromyalgie

Joh70 ist offline
Beiträge: 945
Seit: 08.10.06
Zitat von ory Beitrag anzeigen
Antidepressiva Amitriptylin (trizyklisches Antidepressiva)können die Beschwerden von 3o-4o % lindern
Wobei nicht klar ist, warum Antidepressiva Linderung bringen.

Z.B. Serotonin ist überall im Körper an Immunprozessen und Nervenfunktionen beteiligt. Die Antidepressive beeinflussen den Serotoniinspiegel. Die Psyche mag der Auslöser sein, doch die Krankheit hat sich körperlich manifestiert und muß dann auch eine körperliche Ursache haben und auch so behandelbar sein. Natürlich muß man auch psychischen Stress reduzieren - Ausgleich finden.


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