Ernährung und Verdauung

12.06.09 09:58 #1
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Cosmea ist offline
Beiträge: 36
Seit: 10.06.09
Ich habe mich gestern kurz vorgestellt und danach ein bißchen im Forum gelesen. Leider finde ich kein passendes Thema. An dieser Stelle möchte ich nicht über meine Symtome sprechen, sondern über meine Probleme und hoffe, vielleicht Jemanden zu finden, um über Erfahrungen zu meinem Problemen zu sprechen. Also ich habe seid meiner Kindheit Probleme mit der Verdauung, Herzschmerzen, Kopfschmerzen. Also ganz grob über viele Jahre, bin 62 Jahre alt, habe manche Schlappe hinter mir. Habe Gicht, Schlafabnoe, unruhige Beine bin COPD Patient,habe ständig Magen- u. Darmgeschwüre, Leber u. Niere sind angegriffen, habe einen Gendefekt der Laktose, mein Körper produziert zu viel Histamin also keine Intolleranz (sagt der Arzt). War gerade im Urlaub, die Tomaten usw. einfach herrlich, außerdem Liebe ich Tomaten u. Erdbeeren u. Rotwein und alle leckeren Sachen die alle noch verboten sind. Also habe gerade einen fürchterlichen Zusammenbruch hinter mir. Außerdem vertrage ich keine Gichttabletten, kein Soja, keine Laktosepräparate.
Vielleicht, und ich hoffe es stark, finde ich ein offenes Ohr, also Danke und Tschüssi


Geändert von Cosmea (12.06.09 um 10:00 Uhr)

Ernährung und Verdauung

Joachim ist offline
Beiträge: 1.944
Seit: 14.04.08
Hallo Cosmea,

Habe Gicht, Schlafabnoe, unruhige Beine bin COPD Patient,habe ständig Magen- u. Darmgeschwüre, Leber u. Niere sind angegriffen, habe einen Gendefekt der Laktose, mein Körper produziert zu viel Histamin also keine Intolleranz (sagt der Arzt).
Wichtig ist, zu verstehen, daß alle deine Krankheiten Ursachen haben. Sie fallen nicht einfach vom Himmel, sondern entstehen, weil wir fortgesetzt Fehler in der Lebensführung machen. Leider entstehen Krankheiten nicht sofort, sondern erst im Verlauf vieler Jahre, so daß man den Zusammenhang meist nicht erkennt.

Diese Fehler in der Lebensführung lassen sich auf drei Ursachenbereiche reduzieren:

- Ernährungsfehler
- Belastende Lebenssituationen
- Schadstoffeinwirkungen

In diesen drei Bereichen liegen letztendlich die Ursachen jeder erworbenen Krankheit, auch die deiner Krankheiten. Konsequenterweise muß man die Ursachen in diesen drei Bereichen abstellen, damit Krankheiten heilen können. Es nützt nichts Medikamente zu nehmen oder die Auslöser von Beschwerden zu meiden, weil das nur die Krankheitsfolgen - die Symptome - unterdrückt, aber nichts an der Krankheitsursache ändert. Die Krankheit bleibt dann bestehen und verschlimmert sich immer weiter, so daß es auch immer schwerer wird, die Symptome noch durch Medikamente oder Meiden der Auslöser zu unterdrücken.

Wenn wir deine Krankheiten mal auf diese Bereiche verteilen, sieht das in etwa so aus:

Gicht: rein ernährungsbedingte Zivlisationskrankheit
Schlafapnoe: kann unterschiedliche Ursachen haben, eher lebenbedingt oder Folge der COPD.
Restless legs: ernährungsbedingt, lebensbedingte Komponente möglich.
COPD: eher ernährungsbedingt, teils lebensbedingt.
Magen- u. Darmgeschwüre: typisch ernährungsbedingt, auch Schadstoffe
Leber u. Nierenkrankheiten: typisch ernährungsbedingt, selten Schadstoffe
Gendefekt der Laktose: Laktoseintoleranz ist typisch ernährungsbedingt.
Histaminüberproduktion: Stoffwechselstörung -> typisch ernährungsbedingt

Ein Kernproblem liegt also offensichtlich in der Ernährung - wobei wir hier nicht von kurzfristigen Effekten reden oder von Reaktionen auf Auslöser wie Laktose, sondern von Stoffwechselstörungen, die durch eine jahrzehntelange Fehlernährung hervorgerufen werden und sich dann eben nach vielen Jahren in Form diverser Krankheiten zeigen. Lebensbedingte Ursachen (Streß, Ängste, ungelöste Lebensfragen, usw.) scheinen ebenfalls eine wichtige Rolle zu spielen, auch hier müßtest du aktiv werden.

Konkret würde ich in dieser Situation einen ganzheitlich orientierten Arzt aufsuchen, der sich mit den Krankheitsursachen auskennt (normale Ärzte kennen sich nur mit Diagnostik und Pharmakologie aus, aber nicht mit den eigentlichen Ursachen der Krankheiten).

Du kannst natürlich auch von dir aus aktiv werden - in diesem Fall würde ich in dieser Situation zunächst die Ernährung deutlich verbessern. Aufgrund des langjährigen Bestehens der Krankheiten wäre es vielleicht sinnvoll, für zwei Wochen auf reine Frischkost überzugehen, bevor die Ernährung auf eine möglichst naturbelassene Ernährung umgestellt wird. Die sinnvollste Ernährung in dieser Situation ist eine tiereiweißfreie vitalstoffreiche Vollwerternährung mit hohem Frischkostanteil. Der Verzicht auf das tierische Eiweiß ist bei Krankheiten wie Gicht von entscheidender Bedeutung und spielt mit Sicherheit auch bei COPD und Restless Legs eine Rolle. Auch bei der Schlafapnoe könnte ich mir einen Zusammenhang vorstellen.

Falls du das in dieser Form in Angriff nehmen willst, stehe ich dir gerne für alle Fragen zu Verfügung. Wichtig zu wissen ist aber, daß die Ernährungsumstellung auf Frischkost zunächst dazu führen kann, daß die bei der Gicht im Gewebe eingelagerte Harnsäure sehr schnell mobilisiert wird und es daher am Anfang zu einem Gichtanfall kommen kann. Dieser Effekt muß unter Umständen medikamentös abgefangen werden, aber das ist Sache der Ärzte. Der Effekt darf dann nicht als Krankheitsverschlimmerung mißverstanden werden. Er zeigt vielmehr, daß die Stoffwechselvorgänge wieder beginnen ordnungsgemäß zu funktionieren.

Buchtipp zum Thema Gicht: "Rheuma - Ursache und Heilbehandlung", Dr. M.O. Bruker (Gicht gehört zum rheumatischen Formenkreis, daher wird es unter Rheuma abgehandelt)
__________________
Liebe Grüße, Joachim. (Alles, was ich schreibe, ist meine persönliche Meinung.)

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gpsbiker ist offline
Beiträge: 525
Seit: 26.11.08
Hallo Cosmea

Ich kann dir dieses Buch empfehlen.

Thalia | Bücher: Kranker Magen, kranker Darm von Wolfgang Lutz

Gruß
Frank
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"Die verhängnisvolle Neigung der Menschen, über etwas, was ihnen nicht mehr zweifelhaft scheint, nicht länger nachzudenken, ist die Ursache der Hälfte aller Irrtümer." (John Stuart Mill)

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Die "Schadstoffe",die Joachim anführt, können sein:

- Amalgam, Palladium, Gold im Mund (kann, muß nicht, gibt es aber häufig)
- Wohngifte (Formaldehyd, Permethrin, Holzschutzmittel, Schimmel, Dioxin, Lösungsmittel...)

Falls Du da von Belastungen weißt, solltest Du versuchen, die loszuwerden.


Grüsse,
Uta

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Petri ist offline
Beiträge: 5.315
Seit: 27.10.07
Hallo Cosmea,

bei häufigen Darmgeschwüren kommt mir der Gedanke der Polyposis. Dies ist eine familiärbedingte Darmerkrankung wobei es im Dickdarm vermehrt zur Polypenbildung kommt. Haben/Hatten deine Eltern oder Geschwister auch diese Probleme?

Familiäre adenomatöse Polyposis ? Wikipedia

Wie ernährst Du dich denn? Rauchst Du? Hast Du viel Streß?

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Cosmea ist offline
Themenstarter Beiträge: 36
Seit: 10.06.09
Hallo hier ist Cosmea nach arbeitsreichem Wochenende im Garten, habe ich Deine Antwort zu meinem Beitrag gelesen, leider weißt Du nur ein ganz kleines bißchen von mir. Also um meine Situation etwas einschätzen zu können folgendes. Bin mit 3,5 Jahren Halbwaise geworden meine Mama mußte arbeiten, also ich in den Kindergarten. Damit fing alles an, ich hatte jden Tag wahnsinns Bauchschmerzen habe immer in der Abwaschküche aufessen müssen, konnte fast nicht nachhause laufen vor Magenkrämpfen. Also Mama hörte auf zu arbeiten und ich wurde zuhause gut versorgt. Kam in die Schule mit Kopfschmerzen so halb erwähnten Herzfehler und habe mich immer gut geschlagen. Konnte nie Kantinenessen vertragen. Also nie fastfood usw. Aber täglich Salat vorallem Tomate Zwiebel Schnittlauch usw. Mama Hat super gekocht ich auch. Habe zwei tolle Söhne kochen beide Super, mein Sohn in Frankreich studiert in eigener Wohnung und super kochen gelernt, war auch schon oft in Frankreich, aber der Rotwein ist mir leider zum Verhängnis geworden(Histamin). Habe immer gearbeitet, habe für das Kunstgewerbe viel gearbeitet, habe modisch nach Westvorlagen genäht. Egal habe immer ehrenamtlich gearbeitet. Bin immer naturverbunden habe jede Minute mit meiner Familie in der Natur verbracht. Also wieso habe ich alle diese Krankheiten(Du hast es anders ausgelegt.).
Erstmal so zur Info freue mich auf Antwort Besten Gruß Cosmea

Geändert von Cosmea (14.06.09 um 21:37 Uhr)

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Ob Dein Problem mit Histamin nun "Histaminintoleranz" heißt oder nicht, scheint mir zweitrangig. Auf jeden Fall hast Du wohl massive Probleme mit Histamin und solltest deshalb Deine Ernährung entsprechend gestalten.
Fällt Dir eigentlich in der Erinnerung an den Kindergarten noch ein, was Ihr da so zu essen bekommen habt?

Hast Du Amalgamfüllungen (gehabt)?

Wie geht es Dir, wenn Du entweder Daosin nimmst oder auch regelmäßig ein Antihistamin?

Grüsse,
Uta

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Cosmea ist offline
Themenstarter Beiträge: 36
Seit: 10.06.09
Danke für die Beiträge, hatte eben einen ausführlichen Artikel geschrieben aber es ist verschwunden habe die falsche Taste erwischt. Es fällt mir auch schwer im Forum zu suchen, sicher Gewohnheit. Also ich war nie Raucher lebe in der Natur wohne an einem Park im Grünen habe kein Amalgan, keine Giftstoffe in der Wohnung nicht mal einen Figus. Benutze im Haushalt fast keine Chemie. Habe nach längeren recherchieren den Eindruck, daß alle Beschwerden eine Ursache haben, dies ist mein letzter Befund und heißt Überproduktion an Histamin. Ernährung uswdes. ist mir alles klar, nur ich lebe noch also wo bleibt die Lebensqualität? Ich Danke für die Empfehlung des Mittels Daosin, denke es ist ein Enzym was im Darm versucht Histamin abzubauen, richtig? Also ich versuche es. Eigentlich möchte ich ja allen antworten, wie geht daß? Ein Artikel ist weg habe leider viel zu tun-keine Zeit. Bis Bald mit der Hoffnung, daß noch mehr Leidensgenossen vielleicht eine Lösung finden, eure Cosmea

Geändert von Cosmea (15.06.09 um 09:57 Uhr)

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Du kannst u.a. allen antworten, indem Du z.B. schreibst:

@ X: ....
@ Y: ....
@ Z: ...
±±±±±±±±±±±±±±±±±±±

Hast Du schon das Wiki zur Histaminintoleranz gelesen (einschl. Links)?:
Hauptseite - Symptome, Ursachen von Krankheiten - Forum, Hilfe, Tipps zu Gesundheit > Ernährung

Wenn bei Dir "nur" zu viel Histamin produziert wird, dann muß das ja höchstwahrscheinlich auch an Reaktionen liegen, die eben Histamin provozieren, z.B. Allergien jeder Art. Insofern wäre ein Ernährungstagebuch vielleicht nützlich, um Regelmäßigkeiten festzustellen.

Grüsse,
Uta

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Cosmea ist offline
Themenstarter Beiträge: 36
Seit: 10.06.09
Danke für die Antwort, zum Histaminabbau solltest Du wissen, daß der Körper die Nahrung aufnimmt und dann verdaut. Das tückische beim Histaminabbau ist, das in deinem Körper verschiedene chemische Vorgänge ablaufen zu unterschiedlichen Zeitpunkten und Reaktionen. Wenn der Körper mit Syntomen reagiert kann es möglich sein, daß Du die Nahrung vor zwei Tagen oder schon vor drei Tagen aufgenommen hast. Das ist das tückische, du kannst nicht nach einem Genuss von einem Lebensmittel sagen ja das war es. Also nutzt Dir kein Tagebuch zur Ernährung. Ich befasse mich nun schon fast ein Jahr damit habe guten Zeiten und weniger gute Zeiten. Eben diese Ungewissheit ist tückisch. Es gibt ja auch Tage an denen man etwas geplant hat und überaus fit sein muß.
Gruß Cosmea


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