Hilfe bei Gastritis

11.04.09 12:36 #1
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Gastritis

Joachim ist offline
Beiträge: 1.944
Seit: 14.04.08
Hallo NIcole,

> Wenn du meinen Beitrag richtig gelesen hättest wüstest du das die
> Gastritis eine Folgeerkrankung ist von meiner OP!

Könntest du näher erklären, wie genau die Galle die Gastritis verursacht hat?

> Die Gastritis davor hatte ich weil die Galle sehr viel Leid in meinem
> Körper verursacht hat ...also das ganze Verdauungssystem
> durcheinander gebracht hat.

Ich sehe eigentlich keine Möglichkeit, wie die Gallenflüssigkeit eine Gastritis auslösen soll, daher bin ich auf die nähere Erklärung sehr gespannt.

> Ich ernähre mich seit Jahren gesund... mein Beruf sowie meine
> Erfahrungen über Jahre zeigen mir das meine Ratschläge durchaus
> richtig sind.

Wenn ich für jedes Mal, wenn ich höre, daß sich jemand gesund ernährt, einen Euro bekäme, hätte ich mich schon auf einer sonnigen Insel zur Ruhe gesetzt... Wenn du möchtest, können wir uns gerne mal über deine Ernährung unterhalten - das ist natürlich nur ein Angebot.

Ich möchte die Diskussion eigentlich nicht auf einer persönlichen Eben führen, aber ich frage mich dann schon, wie du sagen kannst, daß deine Ratschläge richtig sind, obwohl du selbst unter Gastritis leidest und Medikamente nehmen mußt. Das verstehe ich nicht so ganz.

> Wenn ich wider komme werde ich deinen Beitrag richtig beantworten
> und natürlich ein paar deine Antworten widerlegen.

Ich freue mich darauf.

> Kleiner Tipp:iss mal rohes Fleisch...was meinst du schwer verdaulich
> oder eher leicht?

Das hängt davon ab, wie man schwer verdaulich definiert. Prinzipiell ist die Magensäure des Menschen, der ja ein Früchte und Samenesser ist, nicht auf Fleisch ausgelegt, so daß es im Vergleich zum Fleischfresser länger dauert, bis das Fleisch zersetzt ist. Aber ob man das als schwer verdaulich interpretieren kann? Nach dem Zersetzen sind das Aminosäuren, die genauso wie andere Aminosäuren resorbiert werden.

Das Problem beim Fleisch in Bezug auf Gastritis ist eher, daß hier tierisches Eiweiß zugeführt wird, was bei allen entzündlichen Prozessen nachteilig ist. Das Eiweiß lockt erhebliche Mengen Magensäure, bindet sie aber aufgrund der hohen Konzentration auch wieder, so daß sich ein dämpfender Effekt ergeben könnte, der dann aber nur symptomatischer Natur ist.

> Niemand bestreitet das beim Kochen Vitamine verloren gehen, das
> das macht es aber nicht schwerer verdaulich, neben den Vitaminen
> werden auch andere Verbindungen zerstört das muss dann der Magen
> nicht leisten und wird somit entlastet.

Es tut mir leid, aber diese Ansichten sind leider veraltetet. Das hat man zu Beginn der Ernährungslehre verbreitet, aber seit der Entdeckung der Stoffwechselphysiologie sollte das zum alten Eisen gehören. Leider wird so etwas immer noch verbreitet, weil man mit der alten Ernährungslehre immer noch gut Geld verdienen kann.

Tatsächlich ist die Naturbelassenheit (und damit der Gehalt an Vitalstoffen) der wichtigste Faktor, wenn es um die Verdaulichkeit geht. Beim Kochen entstehen erhebliche Vitalstoffverluste. Was du mit "Zerstörung anderer Verbindungen" meinst, müßtest du bitte mal näher erläutern. Mir fallen dazu nur Proteine ein und die werden durch Erhitzen nicht besser. In keinem Fall wird irgendein Lebensmittel durch Erhitzen gesünder oder leichter verdaulich.

> Aber ich denke wir sollten uns in Ruhe unterhalten in einen Chat
> deine Einstellung zum Leben ist sehr interessant.

Jederzeit gerne, Nicole. Ich wünsche dir einen schönen Urlaub!
__________________
Liebe Grüße, Joachim. (Alles, was ich schreibe, ist meine persönliche Meinung.)

Gastritis

Tobi09 ist offline
Beiträge: 2.401
Seit: 23.01.07
Nochmal zu den Erbkrankheiten. Wie sich diverse Gendefekte ursprünglich entwickelt haben, darüber kann man ja streiten. Vielleicht sind es Giftstoffe, vielleicht auch eine Zivilisationserscheinung, d.h. der "nätürliche Ausleseprozess" wurde verhindert.

Aber angenommen jemandem wurde M. Wilson vererbt. Dann ist eigentlich die Entstehung nebensächlich. Fakt ist, ich kann durch keine Maßnahme aus den drei genannten Bereichen (Ernährung, Schadstoffe, belastende Lebenssituationen) die Krankheit zum verschwinden bringen.

Das wäre nur ein Beispiel dafür, bei dem deine Ratschläge Joachim am Problem vorbeigehen würden bzw. nichts daran ändern könnten.
__________________
Gruß Tobi

Gastritis

Joachim ist offline
Beiträge: 1.944
Seit: 14.04.08
Hallo Tobi,

> Aber angenommen jemandem wurde M. Wilson vererbt. Dann ist
> eigentlich die Entstehung nebensächlich.

Nicht unbedingt. Wenn es tatsächlich ein echter Gendefekt ist, dann ist die Krankheit irreversibel. Wenn es aber eine durch die Mechanismen der Epigenetik entstandene Variante ist, dann könnte die Krankheit durch Abstellen der Ursache durchaus wieder aus der Generationenlinie entfernt werden. Auch wenn das lange dauert und dem Betroffenen und seinen direkten Nachkommen noch nichts bringt.

> Fakt ist, ich kann durch keine Maßnahme aus den drei genannten
> Bereichen (Ernährung, Schadstoffe, belastende Lebenssituationen)
> die Krankheit zum verschwinden bringen.

Richtig. Ich schrieb ja auch nur, daß das Abstellen der tatsächlichen Krankheitsursache notwendige Voraussetzung(!) für eine Heilung ist und nicht, daß jede Krankheit heilbar ist. Das sind zwei völlig verschiedene Dinge.

Ob eine Krankheit heilbar ist, hängt davon ab, wie stark die Schädigung des Organismus ist, wie stark die Selbstheilungskräfte sind und wie konsequent die tatsächlichen Krankheitsursachen abgestellt werden. Bei einem Morbus Wilson mag der Schaden irreparabel sein, aber andere Krankheiten, vor allem diejenigen, die auf funktionellen Störungen basieren (wie idrR. die Gastritis), sind im weiteren Sinne durchaus heilbar.
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Liebe Grüße, Joachim. (Alles, was ich schreibe, ist meine persönliche Meinung.)

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