3 Jahre krank

08.04.09 21:49 #1
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3 Jahre krank..

Joh70 ist offline
Beiträge: 945
Seit: 08.10.06
"es gibt schon per Definition keine Infektionen ohne Immunantwort. "

hallo tobi, also rein gefühlsmäßig ist das die Regel. Aber warum per Definition? Ich meine, eine Infektion ist immer möglich. Dann ist die Frage, wie die Immunantwort ausfällt. Ein AIDS-Kranker hat eben keine mehr und stirbt an Banalitäten.

Liege ich da falsch, daß ein Herpes-Virus ein Leben lang im Körper schlummern kann, in welcher Form auch immer (meinetwegen inaktiv im Keim-Stadium, keine Ahnung). UND VOR ALLEM: intrazellulär. Die Viecher verstecken sich, wo sie nur können.

Windpocken, Herpes, Gürtelrose, alles Varianten der selben Kacke. Evt. ist sogar das EBV nicht viel anderes. So gelesen, irgendwo.

3 Jahre krank

Joh70 ist offline
Beiträge: 945
Seit: 08.10.06
Hallo Iwikiwi,

"chylamdien im blut , herpes zoster"

also dabei ist wichtig, ob das eine abgelaufene Infektion war oder eine akute, also frische Infektion. Gemessen werden hier nicht die Erreger, sondern die Antikörper gegen diese Erreger. Diese sind eben auch dann noch nachweisbar, wenn die Infektion nicht akut ist, also abgelaufen. Jeder Mensch hat solche Nachweise, irgendwelcher abgelaufener Infektionen, der eine mehr, der andere weniger.

Wenn Du bereits Kortison längerfristig genommen hast, und dies überlebt hast, wie man sieht, bzw. dies nicht zur erheblichen Verschlechterung geführt hat, ist eine Infektion nicht die Hauptursache deiner Beschwerden.

Kortison, einigermaßen hochdosiert, unterdrückt im Körper die Immunangriffslust. Eine akute Infektion würde sich sofort verschlimmern.

Das soll aber nicht heißen, daß Du nicht noch eine Vielzahl solcher Keime in dir trägst, wie wir alle.

Dafür spricht der Vaginalpilz. Die Zyste, eine Wucherung, die bestimmt durch Viren, vielleicht Rotoviren, etc. ausgelöst wird. Und eben die Nachweise der ganzen anderen Erreger, ob nun mehr oder weniger abgelaufen.

Aber die Symptomatik spricht sowieso inzwischen mehr für ein Autoimmungeschehen.

Keime desinfizierne hilft immer. Auch da, denn eine Entlastung des Immunsystems führt immer auch zu einer gewissen Symptomlinderung bei der Angriffslust im Autoimmungeschehen.

Alles was das Blut sauber zu halten hilft, unzählige Substanzen, natürlich oder künstlich, hilft auch das Autoimmungeschehen einzudämmen. Leider nicht wirklich zu heilen!!!!

Deshalb helfen auch Antibiotika bei Grippe immer, obwohl diese nicht gegen die Grippeviren selbst wirksam sind. Aber sie entlasten das Immunsystem an den obligatorischen Frontenkämpfen, sodaß die frische Grippeinfektion besser bewältigt werden kann.

Geändert von Joh70 (17.08.09 um 12:22 Uhr)

3 Jahre krank

Joh70 ist offline
Beiträge: 945
Seit: 08.10.06
"also das mit meinen schilddrüsen werten weis ich nun leider nicht. "

nenn uns einfach mal deinen aktuellen TSH-Wert oder die letzten beiden. Das wäre schon ein Anfang. Ist der ohne Schilddrüsenhormontabletten über 2. Ist da auch was im Argen.

Es wäre vielleicht ratsam, dir selber einen Ordner anzulegen, in dem Du alle Befunde sammelst. Die alles in Kopie geben läßt (Patientenrecht). Es ist auch bei einem Arztwechsel hilfreich, alles zusammen zu haben, und die Mappe dem neuen Arzt vorzulegen. Das spart auch unnötige Doppeluntersuchungen.


Du schreibst auch:

"was die antikörper betrifft , die waren nun wohl zurück gegangen"

das heißt nicht unbedingt viel. Denn Antikörper sind nur die "Geschosse", die das Immunsystem auf den "Feind" abschießt.

Die Lymphozyten (Gedächtniszellen, Immunkomplexe, T-Zell, egal wie man sie nun nennt) sind die eigentlichen "Offiziere". Sie entscheiden bei einer Autoimmunkrankheit, ob man krank ist oder nicht, befehlen also die Antikörperproduktion, wenn sie es für erforderlich halten.

Hast Du diese Antikörper schon in einem physiologisch zweifelhaften hohen Maß gehabt, spricht dies für ein Autoimmungeschehen, daß noch nicht ausgeheilt sein wird, weil die selben Symptome noch da sind, bzw. wieder da sind, und die Antikörper evt. immer noch messbar sind. Sie schwanken erfahrungsgemäß immer ziemlich hin und her, sind vor allem im Schub hoch. Also am besten bei Symptomverschlechterung messen lassen. Außerdem werden nur die gemessen, die sich bei der Blutabnahme im Blut befinden. Gerade bei Nervenproblemen wäre aber hilfreich, die Menge an Antikörper zu kennen, die im Nervensystem sind. Doch da kann man eben nicht so einfach mal Nervenwasser oder Blut oder Gewebe abnehmen/entnehmen.

Außerdem gibt es auch T-Zell-vermittelte Immunreaktionen, die ohne Antikörper ablaufen, den T-Zellen können auch direkt gegen den Feind losgehen. Aber meistens tritt beides auf, mehr oder weniger.

Ich habe auch geschrieben, in einem zweifelhaft hohen Maß. Manchmal mag es für das IS berechtigte Gründe geben, gegen Körperzellen vorzugehen, gerade wenn sie entartet oder stark infiziert sind. Aber eine solche autoagressive Reaktion hält sich beim Gesunden in Grenzen und flaut nach einer Infektion auch wieder ab. Aber gerade wenn solche Antikörper gemessen an Erfahrungswerten all zu hoch ausfallen, um ein Vielfaches höher sind, als im schlimmsten "Normalzustand" zu erwarten wäre, dann ist das eine Autoimmunreaktion, also eine sinnloser Angriff gegen gesunde Zellen, der sich einfach nicht mehr richtig einkriegt, jedenfalls ohne zusätzliche Hilfe von außen.

Geändert von Joh70 (17.08.09 um 12:18 Uhr)

3 Jahre krank..

Tobi09 ist offline
Beiträge: 2.401
Seit: 23.01.07
Zitat von Cheyenne Beitrag anzeigen
wenn chronische erkrankungen das immunsystem über jahre hin gebeutelt haben, kann es sein, dass der körper keine antikörper mehr bildet (ein Wert der das dann zum Beispiel spiegelt ist CD 57) oder aber überschiessende, bzw. keine erregerspezifischen. das sind dann autoimmunerkrankungen.

was ich immer wieder erstaunlich finde, wie intolerant reaktionen hier im forum ausfallen können, nur weil jemand der meinung ist, was der andere schreibt, sei nicht richtig.
Das ist nicht meine Meinung. Es ist per Definition festgelegt, dass Infektionen eine Immunantwort beinhalten. Sonst sind es keine Infektionen sondern etwas anderes, was noch definiert werden muss. Pathogene Erreger im Körper haben ohne Immunantwort ist gleichbedeutend mit tot sein, daher wurde dieser Zustand deshalb wahrscheinlich vorher noch garnicht definiert, weil es ihn schlicht und einfach nicht gibt.
Ich gebe nur Tatsachen wieder, es ist nicht korrekt das als Meinung hinzustellen.
Alles andere sind abstruse Theorien, die sich Leute ausgedacht haben um auf einer bestimmten Schiene weiterfahren zu können weil sie nicht in der Lage sind umzudenken.
__________________
Gruß Tobi

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Joh70 ist offline
Beiträge: 945
Seit: 08.10.06
b) Serologien

Mithilfe der Serologien kann einerseits das Vorhandensein einer viralen Reaktivierung nachgewiesen werden. Andererseits kann das für eine bestimmte chronische infektiöse Pathologie verantwortliche Pathogen identifiziert werden. Eine virale Reaktivierung liegt dann vor, wenn sich ein Virus der Kontrolle durch das Immunsystem entzieht. Die Betrachtung konzentriert sich deshalb auf die virale Reaktivierung, weil sie einerseits ein Ausdruck für das Scheitern der Immunreaktion ist und da sie andererseits der Auslöser für eine Blockade des Immunsystems sein kann. Zu einer viralen Reaktivierung kann es kommen, wenn das Virus sein Genom in der menschlichen DNS einlagert (z.B. bei HIV, EBV) oder wenn sich das Virus in Form eines Episoms in den Zellen des Wirtes verbirgt (z.B. Herpesviren). Man sollte auf jeden Fall immer die Hypothese einer möglichen Reaktivierung des Epstein-Barr-Virus (EBV) untersuchen (Siehe hierzu die wissenschaftliche Studie von Dr. Gilbert Glady und Dr. Lourdes Reig: Studie über die Wirkung der spezifischen Mikroimmuntherapie bei Patienten, die unter einer chronischen Erkrankung in Verbindung mit dem Epstein-Barr-Virus (EBV) leiden.

Mikroimmuntherapie

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Tobi09 ist offline
Beiträge: 2.401
Seit: 23.01.07
auf der Seite werden alternativmedizinische Behandlungen ohne Wirkungsnachweis beworben, das ist keine seriöse Quelle.
__________________
Gruß Tobi

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Joh70 ist offline
Beiträge: 945
Seit: 08.10.06
...die Erkenntnis das Viren ein "Schattendasein" haben können, ist aber schon lange bekannt und hat mit dieser alternativmedizinischen Seite nichts zu tun. Dann nenn es halt nicht Infektion sondern potentielle Infektion oder irgendwie anders. Wo ist das Problem? Eine schlummernde Infektion ist für mich Nicht-Mediziner einfach eine nicht akute Verlaufsform, wo Bakterien/Viren/Pilze/Blutparasiten entweder schlafen oder sich von ihrem Wachstum oder Polymorphismus in einem inaktiven, relativ unschädlichem Keimstadium befindet. Hängt wohl von der Keimart ab. Ich denke, die ist so vielfältig wie alles in der Natur. Bakterium muß nicht gleich Bakterium sein und, Virus ist nicht gleich Virus. Übergänge mögen fließend sein. Außerdem ist keineswegs gesagt, daß alle Keime schädlich sind. Wir leben wohl in Symbiose mit vielen Keimen. Damit meine ich nicht nur die Darmbakterien. Es gibt Anhaltspunkte, daß die Mitochondrien der Zellen, wachsen können, keimartige Objekte sind. Beim Krebs oder Verwesungsprozess entarten diese ohne Sauerstoffzufuhr, Enregiegewinnung durch Fermentation??? Genau weiß ich das auch nicht. Deshalb wird Krebs auch ganz erheblich eine Mileau-Krankheit sein, in der es zu Stoffwechselblockaden kommt (vorallem Sauerstoffmangel).

Geändert von Joh70 (17.08.09 um 15:49 Uhr)

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Iwikiwi ist offline
Themenstarter Beiträge: 82
Seit: 08.04.09
hier mal der auszug von den werten
ich hab mich übrigens vertan ich weis nicht ob meine antikörper schon wieder weg sind das wird noch vom anderen labor getestet und es kommt noch die woche mit der post. angeblich sollte auf diesem schein den ich hier gleich als beitrag mit einhänge auch das getestet worden sein , aber ich sehe da nix von antikörper wert das is doch nur ein blutbild oder nicht?? img9.imageshack.us/img9/6145/frforumblutwerte.jpg


img9.imageshack.us/img9/6145/frforumblutwerte.jpg

3 Jahre krank

Joh70 ist offline
Beiträge: 945
Seit: 08.10.06
So eine Befunddarstellung hatte ich auch schon in meinem Befunden. Jetzt leben wir im Computerzeitalter, und haben immer noch keine vernünftige Darstellung mit Einheit und Referenzbereich!!!

Also es sieht so aus als wäre dein Eisen in Ordnund. Kein Eisenmangel!? Ferritin (FE) ist 104 und damit gut beinander. Das Hämoglobin (HB) ist bei 13.9 und damit kein Mangel. Das kann sich natürlich im Lauf der Zeit ändern, wenn Immunstress anhält. Aber im Moment ok.

TSH ist mit 1.7 tendenziell leicht erhöht, aber noch in Ordnung. Der ideale Wert bei Gesunden liegt bei 1.2. Man sollte ihn im Auge behalten. Ob Antikörper gegen die Schilddrüse bestehen, kann man daraus nicht ersehen.

Die anderen Werte sollte man wirklich im Licht der Referenz betrachten. Ich denke, es erscheint ein Plus oder Minus dahinter, wenn es aus dem Bereich ist, wie z.B. bei IgE P = 165 ??? Ist das das Gesamt-Immunglobulin E? Wenn dem so ist, dann ist das Immunsystem besonders aktiviert??? Wer weiß mehr. Ich müsste jetzt alles Nachschlagen.

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Iwikiwi ist offline
Themenstarter Beiträge: 82
Seit: 08.04.09
Kenne mich damit auch nicht aus . Aber auf dem schein ist doch kein antikorper gegen gangliosid Wert mit drauf ich glaub mein Arzt will mich da verschaukeln


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