1 Jahr Beschwerden - keine genaue Diagnose

06.04.09 00:58 #1
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Marcus.F ist offline
Beiträge: 150
Seit: 21.07.08
Hallo zusammen,

Ich habe hier im Forum schon das ein oder andere Thema zu meinen Beschwerden eröffnet und diese erklärt.
Bisher lief es darauf hinaus das meine beschwerden tatsächlich durch die HWS ausgelöst sind, die einzige Diagnose die ich diesbezüglich habe ist, das mein Atlaswirbel zu weit Rechts steht, oder links, ich weiss es nicht ganz genau mehr.
Es haben sich einige Symptome in diesem Jahr gezeigt wie zum Bsp. :

- HWS, nackenschmerzen (nicht permanent aber hin und wieder)

- dadurch entstehende Kopfschmerzen (auhc nicht sehr oft,mal mehr ,mal weniger)

- sensible kitzel und schwächegefühle in den Armen/Händen, die in einer art schüben kamen.Das ganze ca. ein paar mal innerhalb von monaten.mittlerweile ist nicht mehr da.Nur noch manchmal ein leichtes Gefühl von Tonusverlust der sich aber auhc immer wieder legt.

- Benommenheit (auch heute noch immer da,mal mehr mal weniger)

- Sehstörung,verschwommensehen,sternchen (auch je nach situation)

- und ein paar kleinigkeiten die zu der HWS problematik dazugehören.

- Das linke Bein fühlt sich Manchmal an als würde ich ganz leicht humpelig laufen, nicht viel. Dazu meinte der Osteopath das läge wohl daran das meine Körperachsen nicht grade sind. Mein Kopf steht ganz leicht nach links schief, die schulter hängt etwas rechts und dementsprechend auch das Becken leicht links.

Das einzige was ich bisher immer noch nicht 100% zuordnen kann und was mir ein wenig Angst bereitet sind folgende Sachen.

- Im März letzten Jahres trat es zum 1. mal auf. Nachdem ich ne Zeit lang öfter HWS schmerzen in der anfangszeit hatte gab es einen Tag da gings mir sehr schelcht, starke benommenheit,Kopfschmerzen und alles ne ganze ecke stärker als sonst, und währenddessen hatte ich das Gefühl das mein Mundwinkel links etwas hängen würde.Konnte aber normal reden, auhc verstehen oder sonstiges.Im Spiegel kam es mir so vor, ich denke mal das man weiss wie sein Mund aussieht oder ich hab nie richtig drauf geachtet.
Aber auch das Gefühl am Mundwinkel bei geschlossenem Mund war nicht ganz korrekt.Daraufhin bin ich zum HA und habe ihm das Gesagt und er überwies mich ins KH. Bin dann ind die Uni-Essen gefahren.Der dortige Stationsart auf der Neurologie/Stroke Unit. Untersuchte mich nach erster Anamnese Manuell und schloß Schlaganfall/TIA sofort aus.Ich sollte stationär aufgenommen werden, aber es waren kein Betten frei.Ich wurde dann nach haus entlassen da ich nicht akut gefährdet war.Ich habe dann ca. 2 wochen auf eine Antwort zur Stationären aufnahme gewartet,währenddessen habe ich neurologische Untersuchungen machen lassen hier in der Stadt, wobei auch keinerlei Anzeichen für irgendwas zu sehen waren.Auhc ein MRT-Schädel wurde gemacht um zu sehen ob Herde oder ischämische Veränderungen vorhanden sind, auhc nichts.Das MRT wurde von mehreren Ärzten begutachtet.Zuletz auhc in der Neuroklinik in der ich dann aufgenommen wurde jedoch in einer anderen klinik.Dort wurde komplette Neurodiagnostik inklusive LP abgerufen, was auch keine Befunde zu Tage brachte.

Nach dieser Zeit habe ich nur ncoh versucht HWS technisch vorwärts zu kommen was Therapie und Diagnostik angeht. Jedoch kommt es mir seit diesem tag damals so vor als wenn die unterlippe ganz minimal hängen würde,alle die mich kennen sehen keinen Unterschied bzw. ihnen fällts nichts auf.
Und hin und wieder passiert es dann das auf der linken Gesichtshälfte mal diese sensiblen Störungen auftreten die mich fühlen lassen das am Mundwinkel bzw Unterlippe sich etwas falsch anfühlt und auch dazu manchmal ein spannungsgefühl das weiter nahc oben richtung Schläfe reicht.
Wenn das wieder vorbei ist fühlt sich die Mundwinkelregion wieder grösstenteils normal an obwohl die minimale schieflage,die wohl nur ich erkenne, weiter vorhanden ist.

Ich entschuldige mich schonmal für soviel Text und bedanke mich bei allen die sich dafür wirklich Zeit nehmen!!!

Das ist die einzige Sache bei der ich mir nicht sicher bin was es ist und ehrlich gesagt quält es mich.

Ich freue mich über jede antwort und jeden Ansatz der mir helfen könnte.Immerhin habe ich hier im Forum Soviele Leute mit wahsninnig großer Ehrfahrung und Wissen "kennengelernt" wie noch nie vorher im Internet.Das sei an dieser Stelle mal gelobt.

Dann danke nochmal und gruß

Marcus

1 Jahr Beschwerden - keine genaue Diagnose

KlausR ist offline
Beiträge: 93
Seit: 05.04.09
Hallo Marcus
Zunächst glaube ich dich beruhigen zu können, dass hinter deinen Beschwerden sich keine wirklich bedrohliche Krankheit versteckt. Die neurologischen Untersuchungen schließen das eindeutig aus.
Verbleiben natürlich deine Beschwerden.

Dein Osteopath hat – vergleichbar mit dir – eine ausgezeichnete Beobachtungsgabe. Sehen wir uns mal deine Wirbelsäule von unten nach oben an: Dein Becken soll nach links geneigt sein. Folglich müsste im Liegen das linke Bein länger erscheinen. Ist es aber in Wirklichkeit nicht, weil eben „nur“ das Becken schief steht und eine Schuherhöhung würde wahrscheinlich deine Problematik noch verstärken. Dein „Humpelgefühl“ wäre damit erklärt. Deine beiden Beine sind in Wirklichkeit dann gleich lang. Ganz besonders das Linke.

Das Becken, das Fundament der Wirbelsäule steht schief und diese Stellung muss von der Wirbelsäule ausgeglichen werden. Deshalb ist die rechte Schulter dem entgegengesetzt - höher - gestellt und dein Kopf zum weiteren Ausgleich nach links geneigt. Dein Mund steht deshalb ebenfalls nicht waagerecht, sondern neigt sich dadurch auch nach links.

Das ist alles nicht so schlimm, wie es sich anhört. Achte mal im Fernsehen auf die Mundstellung der Sprecher und Politiker. Du wirst merken, mit dem Phänomen nicht alleine zu sein, und wie "krumm" diese Leute sind. Nur, so meine Frage, warum hat der so präzise beobachtende Osteopath das nicht gleich behoben? Bitte ihn doch um die Stellungskorrektur oder suche dir einen anderen Manualtherapeuten.

Sollten danach deine Beschwerden noch vorhanden sein, dann lass uns weiter darüber reden. Bis dahin stehe ich dir für weitergende Infos gerne zur Verfügung.

Viele Grüsse

Geändert von KlausR (06.04.09 um 04:46 Uhr)

1 Jahr Beschwerden - keine genaue Diagnose

Kiddycat ist offline
Beiträge: 186
Seit: 10.03.09
Hallo Marcus,

man-o-man, dich trifft es aber auch Dicke!
Das tut mir echt leid.

Im Grunde kennst du die Antwort schon selber.
Du bekommst nur nicht die Bestätigung von einem Mediziner.
Das ist hart.
Sicherlich hast du dich auch schon durch die Abteilung
oxidativer/nitrosativer Stress gearbeitet.

Ich mache gerade eine Therapie "nach Dorn"
und habe das Gefühl so etwas währ auch genau das Richtige für dich.

1 Jahr Beschwerden - keine genaue Diagnose

KlausR ist offline
Beiträge: 93
Seit: 05.04.09
@ Kiddycat
Wirklich tolle und erfolgversprechende Idee. Danke für deinen Hinweis, den ich für überaus nützlich halte.

Noch besser wäre es m. E. wenn Markus einen versierten Therapeuten der ESB/APM nach Radloff fände.(http://www.esb-apm.ch) Nur leider gibt es in seiner Wohngegend niemanden, der diese Therapie durchführt. Selbstverständlich lade ich ihn gerne zur Behandlung hierher ein, befürchte jedoch, dass ihm 7500 Flugkilometer bis in die Karibik zu weit sein könnten. (Er wäre übrigens nicht der Erste, der den Weg auf sich nimmt.)

Geändert von KlausR (06.04.09 um 05:52 Uhr)

1 Jahr Beschwerden - keine genaue Diagnose

Kiddycat ist offline
Beiträge: 186
Seit: 10.03.09


In solchen Fällen empfehle ich auch gerne die "Buschtrommel",
d.h. rumfragen, sich umhören;
oftmals gibt es Therapeuten die nur privat arbeiten.

Wenn man einmal weiß wonach man suchen soll ergeben sich bald Wege.
Schlimm ist, wenn man nicht weiß was man hat und wonach man suchen soll,
so wie Markus im Augenblick.

Alles , alles Gute, Markus

1 Jahr Beschwerden - keine genaue Diagnose

Mungg ist offline
Beiträge: 1.432
Seit: 07.05.06
Mit deinen Beschwerden würde ich an deiner Stelle eine Borreliose so seriös wie möglich ausschliessen lassen, bevor du dich auf eine Rumpröbelei mit Komplementär-Medizin einlässt. Ist es keine Borreliose - ist gut. Ist es eine Borreliose, dann sind die Heilungschancen grösser, je früher therapiert wird.

Mehr Infos findest du im Einsteigerbeitrag in der Borreliose-Rubrik dieses Forums. Sollte per Liquordiagnostik eine Borreliose bei dir ausgeschlossen worden sein, dann musst du unbedingt wissen, dass die Liquordiagnostik bei der Borreliose eine der unzuverlässigsten Untersuchungen überhaupt ist. Positiv ist zwar nahezu beweisend. Negativ schliesst jedoch eine Borreliose keinesfalls aus.
__________________
Borreliose ist ein Arschloch

1 Jahr Beschwerden - keine genaue Diagnose

Marcus.F ist offline
Themenstarter Beiträge: 150
Seit: 21.07.08
Zunächst mal danke an euch alle !!!

@KlausR - also Karibik ist echt n bissl weit, obwohl n Urlaub da bestimmt ne Feine Sache wäre,hehe. Aber falls ich Fragen habe komme ich bestimmt auf dich zurück.Bist du eine Art Therapeut oder sowas??

@Kiddycat - Von Dorn hab ich auhc jetzt schon einiges gehört und ich denke ich werde auch das in nächster Zeit definitiv ausprobieren, soll ja auhc schon vielen geholfen haben.

@ Mungg - Borreliose ist bei mir 3 mal per Blutbild untersucht worden, 2 mal normal 1 mal per LP, aber nicht von Spezialisten.

Müssten meine beschwerden sich nicht drastisch verschlimmert haben wenn es eine Borre wäre die schon 1 jahr vorhanden ist???


grüß euch

1 Jahr Beschwerden - keine genaue Diagnose

Kiddycat ist offline
Beiträge: 186
Seit: 10.03.09


@ Marcus
Deine Fragen bezüglich der Borreliose könntest du klären indem du dich durch die endsprechende Abteilung arbeitest.
z.b.: Lyme Diagnosische Checkliste - Habe ich Lyme-Borreliose?

@Klaus
Du bist wohl so ein Rodloff- Therapeut ,kannst du uns mal -nur kurz- erklären warum du so überzeugt bist von dieser Behandlungsmethode?
Man arbeitet da mit so einer Art Stricknadel auf Akupunkturpunkte.
Die Chinesen haben das sowieso besser drauf als die Europäer.

Meine Dorn-Therapeutin kombiniert auch mit Akupressur.
Das ist schon toll wenn die Meridianen wieder "in ihre Bahnen" kommen.

P.S.: wenn's nicht klappen sollte hier komm ich mal rüber zu dir,
von hier aus ist es ja nicht mehr ganz so weit…

1 Jahr Beschwerden - keine genaue Diagnose

KlausR ist offline
Beiträge: 93
Seit: 05.04.09
@ Hi, Kiddycat
Du hast nicht ganz Recht mit deiner Vermutung, dass ich eine Art Radloff-Therapeut bin. Ich bin der Begründer dieser Methode. Bei deiner Beobachtung, dass da mit einer „Stricknadel“ gearbeitet wird, hast du auch nicht ganz unrecht. Man kann aber auch die Finger nehmen, was ich persönlich bevorzuge.

Die „Stricknadel“ verwende ich vornehmlich zur Befundung an der Ohrmuschel. In etwa kannst du dir die Ohrmuschel als Embryo vorstellen, und du findest dann darin den fast ganzen Menschen.

Im Gegensatz zur üblicherweise praktizierten Akupunktur und Akupressur, bei denen starre Behandlungsrezepte dominieren, erarbeite ich mir, egal bei welchem Krankheitsbild auch immer, darüber für jeden Patienten und vor jeder Behandlung individuell das jeweilige Behandlungsvorgehen. Dazu gehört u.U. auch die Erkenntnis, dass ein Energieleiter, definiert als gedachte Verbindung von Akupunkturpunkten, von seinem Anfang an blockiert sein kann. Welchen Nutzen kann da die Behandlung des z. B. 5. Akupunkturpunktes (Schalters) dieser Bahn haben. In solchen Fällen muss die gesamte Leitung behandelt werden und da kann wiederum die "Stricknadel" hilfreich sein.

In deinem Satz: „Die Chinesen haben das sowieso besser drauf als die Europäer“ hast du einen kleinen, aber gravierenden Fehler gemacht. Statt „haben“ hättest du besser „hatten“ geschrieben, denn spätestens von Mao, mit Bücherverbrennungen und Menschenverfolgungen, wurde das ursprünglich Chinesische in der Medizin abgeschafft. Die TCM wurde 1951 von westlichen Medizinern „geschaffen“, und ist also nun doch immerhin schon biblische 50 Jahre alt und geblieben ist „westliche Medizin mit chinesischem Werkzeug“. Ernsthafte Kritiker der heutigen TCM behaupten, das die Chinesen damit ihre Wurzeln verloren hätten.

Auf dem ursprünglichen, chinesischen Gedankengut basieren ESB/APM- Behandlungen.

Ich weiss, strange but true (unglaublich aber wahr) das Ganze, aber du hattest danach gefragt. Ich hoffe nun noch mich verständlich ausgedrückt und wunschgemäß kurz gefasst zu haben. Zur Beantwortung weiterer Fragen stehe ich selbstverständlich zur Verfügung.

Übrigens, willkommen hier. Echtes Spanisch wird hier belächelt aber dennoch verstanden. (Die Leute reden hier wie die sprachgestörten Kleinkinder.)

Geändert von KlausR (06.04.09 um 21:39 Uhr)

1 Jahr Beschwerden - keine genaue Diagnose

Marcus.F ist offline
Themenstarter Beiträge: 150
Seit: 21.07.08
Hi @ all

ist ja interessant du hast diese Therapie erfunden,alle Achtung. Das klingt im ersten moment nach ner tollen Sache.Ist es denn eine verbreitete Methode? Ich denke hierzulande wohl eher nciht oder?

gruß


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