Ich mag nicht mehr; Gelenkschmerzen

04.08.06 12:43 #1
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Pumeli ist offline
Beiträge: 5
Seit: 04.08.06
Hallo

Ich bin erst heute durch Zufall auf diese Seite gestossen, habe mal etwas rumgestöbert und mich gleich wohl gefühlt. Denn es ist so, dass ich schon seit langer Zeit von Arzt zu Arzt renne und einfach nicht weiss was mit mir los ist. Vielleicht kann mir da jemand weiterhelfen?!

Schon als Jugendliche hatte ich sehr viel Gelenkschmerzen. Man stellte dann fest dass ich einfach nur Senkfüsse hatte und verschrieb mir Einlagen. Diese wurden dann aber nach geraumer Zeit als nicht mehr notwendig empfunden. Ich lebte einfach mit den Schmerzen weiter und wurde mit der Zeit auch von meiner Familie nicht mehr ernst genommen, denn man sah ja nichts!

Mit 13 Jahren wurde bei mir dann Morbus Crohn festgestellt und verschrieb mir gleich Salofalk und Cortison in höchster Dosis. Diese setzte ich dann von mir aus einfach ab und seit da achte ich einfach vermehrt auf meine Ernährung und es geht mir gut mit dem Crohn.

Was mir aber immernoch bleibt, sind diese Gelenkschmerzen.... Kein Arzt hat herausgefunden was das sein könnte. Ich wurde sogar als Simulant abgestempelt! Daraufhin ging ich zu einem Rheumathologen und der stellte fest dass ich sehr hyperaktive Gelenke habe und verordnete mir Physiotherapien. Doch die Schmerzen kommen immer wieder und in einer Art von Schub. Ich bin auch immer müde und habe keine Motivation mehr. Mit meinen 26 Jahren fühle ich mich an manchen Tagen wie eine 80jährige Frau und das schlägt auch auf meine Psyche.
Im Mai musste ich wegen einer starken Grippe oder so zu einer Notfallärztin und bei dieser gehe ich nun regelmässig vorbei. Ich fühle mich einigermassen verstanden. Obwohl auch sie nicht's herausfindet. Ich habe immer erhöhte Entzündungswerte im Blut und man weiss nicht von woher. In meiner Verwandtschaft ist Polyarthritis sehr stark vertreten, aber dies sei laut Ärzte bei mir nicht der Fall. Was nun mal festgestellt wurde; ich habe einen starken Eisenmangel. Mein Wert liegt bei 33 und ich nehme nun von mir aus Floradix Eisen-Kapseln, was mir in meinen Augen aber nicht wirklich hilft....

Ich mag einfach nicht mehr immer von Arzt zu Arzt rennen um mich nicht verstanden zu fühlen!

Kann mir da jemand helfen oder kennt das jemand?!

Gruss und Dank!
Pumeli

Ich mag nicht mehr; Gelenkschmerzen

chris ist offline
Beiträge: 624
Seit: 13.07.06
Hallo Pumeli,

ich habe auch Morbus Crohn seit 1995.

Hast du zufällig Amalgamfüllungen oder überkronte Zähne?

Grüße
Christian

Ich mag nicht mehr; Gelenkschmerzen

Pumeli ist offline
Themenstarter Beiträge: 5
Seit: 04.08.06
Hallo Chris

Ja, ich habe eine Amalgan-Füllung...

Gruss
Pumeli

Ich mag nicht mehr; Gelenkschmerzen

chris ist offline
Beiträge: 624
Seit: 13.07.06
Hallo Pumeli,

deine Beschwerden sind bei Morbus Crohn Patienten sehr verbreitet und werden von den Schulmedizinern als sogenannte "extraintestinale Manifestationen" (http://www.colitis-crohn-portal.de/article203.html) des Crohn bezeichnet. Gelenkschmerzen, Müdigkeit, Ekzeme, trockenes Auge etc. Solange dein Darm nicht in Ordnung ist, werden auch diese "Begleiterscheinungen" nicht verschwinden.
Wodurch aber ist der Darm geschädigt? Ich habe viel recherchiert in den letzten Jahren, bin aber auch erst kürzlich auf den Zusammenhang Schwermetallbelastung - Autoimmunkrankheiten gestoßen.

Pressemitteilung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung vom 07.08.95:

Forschungserfolg: Erstmals Hinweise über Entstehung von Autoimmunkrankheiten
An Autoimmunkrankheiten leiden Schätzungen zufolge bis zu fünf Prozent der Erwachsenen in Europa und den USA. Das Krankheitsbild: Eine Störung des Immunsystems führt zu Entzündungen in verschiedenen Organen des Körpers. Einmal aufgetreten, bleiben sie mit wechselnder Stärke meist le*benslang bestehen. Solche chronischen Entzündungen können bis zur Zerstörung der betroffenen Organe führen! Zu den von Autoimmunprozessen ausgelösten Krankheiten gehören so unterschiedliche Krankheitstypen wie Diabetes, die Multiple Sklerose und rheumatische Erkrankungen, Der Entstehungsmechanismus von Autoimmunkrankheiten war bisher weitgehend unbekannt. Ein vom Bundesfamilienministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie (BMBF) seit 1990 mit 13 Mio. DM geförderter Forschungsverbund brachte neue Aufschlüsse.

Krankheitsmechanismus erforscht
Bisher war weitgehend unbekannt, wie diese Störungen des Immunsystems ablaufen. Ein Projekt des vom BMBF geforderten Forschungsverbundes "Autoimmunitäts-Forschung" fand heraus, wie die Schwermetalle Quecksilber oder Gold eine Störung des Immunsystems auslösen können: Eine Schlüsselrolle spielt nach heutigem Wissensstand eine bestimmte Gruppe weißer Blutkörperchen, die T-Lymphozyten. Normalerweise schützen sie zusammen mit den Immunzellen den Organismus vor eindringenden Bakterien und Viren. Es gibt jedoch T-Lymphozyten, die sich "verirren" und körpereigene Zellstrukturen angreifen. Im gesunden Körper wird ein Großteil dieser defekten Zellen durch einen Selbstzerstörungsmechanismus ausgeschaltet oder durch verschiedene Kontrollmechanismen ruhig gestellt. Anders bei Autoimmunkrankheilen: Fehlgesteuerte T-Zellen werden aktiv und greifen körpereigenes Gewebe an.

Großer Forschungserfolg
Was diesen Angriff auf das "Selbst" auslöst, ob äußere Faktoren oder, Prozesse im Körper, konnte bei den meisten Autoimmunkrankheiten nur vermutet werden. Unklar war auch, welche körpereigenen Moleküle vom Immunsystem fehlgeleitet werden. Die Beobachtung, dass bestimmte Schwermetalle eine Autoimmunerkrankung auslösen können, ist deshalb ein Glücksfall. Ernst Gleichmann und seine Mitarbeiter von der Universität Düsseldorf entdeckten, dass die Behandlung eines Antigens mit Gold- bzw. Quecksilbersalzen in Mäusen die Immunantwort gegen dieses Antigen verändert. Antigene sind körperfremde Stoffe bei denen ohne Gabe von Schwermetallsalzen der richtige Teil des Antigens von T-Zellen angegriffen wird, reagiert das Immunsystem nach einer Behandlung mit Gold oder Quecksilber verstört. Es greift auch Teile des Antigens an, die nicht bekämpft werden sollten. Der Grund Schwermetalle lösen eine chemische Veränderung des Antigens aus. Die T-Zellen können das Antigen nicht mehr erkennen. Es wird vermutet, dass dieser Mechanismus auch für das Entstehen von Autoimmunkrankheiten verantwortlich ist.

Neue Behandlungsstrategien möglich
Viele Medikamente zur Behandlung von Rheuma enthalten Goldsalze, da sie eine heilenden Wirkung auf die rheumatische Arthritis ausüben. Bei 20 Prozent der so behandelten Rheumapatienten treten Entzündungen als unerwünschte Nebenwirkungen auf. Wahrscheinlich sind sie auf die beschriebenen Autoimmunprozesse zurückzuführen. Allerdings sind auch die anderen verfügbaren Medikamente zur Rheumabehandlung mit deutlichen Nebenwirkungen verbunden, so dass alternative Behandlungsmöglichkeiten deshalb begrenzt sind. Aufgrund der neuen Erkenntnisse können Forscher aber neue Strategien für eine wirkungsvollere Behandlung von Autoimmunkrankheiten entwickeln. Gesunde Mäuse bekommen auf Quecksilber oder Gold MS, Diabetes, Rheuma!
Ich selbst habe 15 Amalgamfüllungen und werde demnächst mit der Zahnsanierung beginnen.

Umfangreiche Tips findest du hier im Amalgam-Bereich.

Alles Gute
Christian

Ich mag nicht mehr; Gelenkschmerzen

Pumeli ist offline
Themenstarter Beiträge: 5
Seit: 04.08.06
Salü Chris

Vielen Dank für die Hinweise.

Komisch ist nur dass bei mir der Morbus Crohn seit längerem nicht mehr aktiv ist. (Wurde mir jedenfalls nach der letzten Spieglung gesagt.)
Daher kann ich mir die Gelenkschmerzen nicht erklären. Die Müdigkeit ist klar, die kommt sicher auch vom Eisenmangel... Aber die Gelenke bei nicht aktivem Crohn?!?
Sicher habe auch ich noch meine Schübe, aber die sind eher harmlos und innert weingen Stunden wieder vorbei.

Gruss
Pumeli

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chris ist offline
Beiträge: 624
Seit: 13.07.06
Hallo Pumeli,

diese Begleiterscheinungen müssen nicht immer mit einem aktiven Schub einhergehen. Mein Darm ist seit Dezember ruhig und trotzdem habe ich zwischendurch Ekzeme in den Kniekehlen oder trockenes Auge.

Hast du deinen Darm schonmal auf Pilze untersuchen lassen?

Gruss
Christian

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hi Pumeli,
hatte Deine Mutter als sie mit Dir schwanger war, schon Amalgamfüllungen im Mund. Mütter entgiften über das Kind in ihrem Bauch und geben ihm so eine Ladung Quecksilber mit.

Es gibt hier im Forum eine Abteilung "Kryptopyrrolurie". Ich denke, das könnte für Dich auch interessant sein. DAs denke ich wegen Deiner Hypermobilität, die eines der Merkmale der HPU ist.

Es gibt als Gift ja nicht nur das Quecksilber in Amalgam. Auch in Wohnungen, Schulen usw. gibt es Gifte, die alles mögliche auslösen können. Hast Du schon mal in dieser Richtung nachgedacht?

Grüsse,
Uta
__________________
They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

Ich mag nicht mehr; Gelenkschmerzen

Pumeli ist offline
Themenstarter Beiträge: 5
Seit: 04.08.06
Ach so... Ich dachte immer dass dies nur in ativem Zustand auftritt.

Hmm... Ehrlich gesagt weiss ich das nicht mal. Als ich die Medikamente absetzte, beendete ich auch die Behandlung. Das heisst dass ich wegen des Crohn's seit Jahren nicht mehr in Behandlung bin.
Ich hatte vor gut einem Jahr noch eine Spiegelung, aber da war nicht's Auffälliges.

Beste Grüsse
Pumeli

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Pumeli ist offline
Themenstarter Beiträge: 5
Seit: 04.08.06
Hallo Uta

Besten Dank für Deine Antwort!
Ob meine Mutter in der Schwangerschaft schon Amalgam hatte, weiss ich jetzt nicht mal so richtig. Ich denke jedoch schon.

Ich nehme Deinen Tipp sehr gerne an und werde da mal nachschauen!

Vielen Dank auch!

Gruss
Pumeli

Ich mag nicht mehr; Gelenkschmerzen

chris ist offline
Beiträge: 624
Seit: 13.07.06
Zitat von Pumeli
Hmm... Ehrlich gesagt weiss ich das nicht mal. Als ich die Medikamente absetzte, beendete ich auch die Behandlung. Das heisst dass ich wegen des Crohn's seit Jahren nicht mehr in Behandlung bin.
Ich hatte vor gut einem Jahr noch eine Spiegelung, aber da war nicht's Auffälliges.
das freut mich für Dich und ich wünsche Dir, daß es so bleibt. Ich hatte auch mal ein paar Jahre Ruhe und dachte der Crohn sei weg, leider meldete er sich 2004 wieder sehr heftig zurück.

Ich würde auf jeden Fall mal auf Pilze untersuchen lassen.

Alles Gute
Christian


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