Coeruloplasmin

29.12.08 00:10 #1
Neues Thema erstellen

kristall ist offline
Beiträge: 1.004
Seit: 14.12.08
der wert des coeruloplasmin liegt bei 27 mg /dl normalbereich 15 - 60
kupfer liegt bei 90 mcg/dl normalbereich: 68 - 169
der coreuloplasminspiegel ist seit jahren sehr nieder - war auch schon auf
16 mg/dl

was kann dies bedeuten?
bitte um antworten!
danke im voraus!
liebe grüße,
kristall

coeruloplasmin

admin ist offline
Administrator
Beiträge: 19.689
Seit: 01.01.04
Beitrag von Uta (ging aufgrund der Serverumstellung verloren):


Hallo kristall,
Dein Arzt hat doch sicher einen Grund gehabt, das Coeruloplasmin zu bestimmen? Was sagt er denn jetzt zu dem niedrigen Wert?
Ich kenne mit damit nicht aus, aber ich glaube, Du könntest Antworten in der "Morbus-Wilson"-Rubrik hier im Forum finden.
Es sieht wohl so aus:
Indikation:
Hepatitismarker-negative Lebererkrankung im Kindes- oder Jugendalter (V.a. M. Wilson), neurodegenerative Symptome und Zeichen einer Bindegewebserkrankung bei Säuglingen und Kleinkindern (V.a. Menkes-Syndrom), und eine hypochrome, mikrozytäre., Eisen-refraktäre Anämie (V.a. nutritiven Kupfer-Mangel).
B&S Zentrallabor
Hier wird die Diagnostik des Morbus Wilson beschrieben:
Nach den Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften (AWMF)ist die Diagnose des Morbus Wilson klinisch gestellt, wenn 2 der folgenden Kriterien erfüllt sind (siehe Tabelle 2).
Tabelle 2: Diagnostik des Morbus Wilson (AWMF-Leitlinie).
Spaltlampenuntersuchung: Kayser-Fleischer-Ring
Coeruloplasmin im Serum<15 mg/dl
Kupfer im 24h-Sammelurin>250µg/Tag
Kupfergehalt der Leber>250µg/g Trockengewicht.
Da die Bestimmung des Trockengewichts der Leber keine Routineuntersuchung darstellt, sind vor allem das imSerum erniedrigte Coeruloplasmin bzw. das im Urin erhöhte Kupfer wegweisend für die Diagnose des Morbus Wilson. Gesichert wird die Diagnose heute molekulargenetisch. Die im Labor Prof. Arndt & Partner angebotene molekulargenetische Analyse des ATP7B-Gens ermöglicht die exakte, auch präsymptomatische Diagnose des Wilson-Syndroms und eine zuverlässige Bestätigung des klinischen Verdachts
Aktuelle Labordiagnostik
Gruss,
Uta

coeruloplasmin

margie ist offline
Beiträge: 4.488
Seit: 02.01.05
der wert des coeruloplasmin liegt bei 27 mg /dl normalbereich 15 - 60
kupfer liegt bei 90 mcg/dl normalbereich: 68 - 169
der coreuloplasminspiegel ist seit jahren sehr nieder - war auch schon auf
16 mg/dl

was kann dies bedeuten?
bitte um antworten!
danke im voraus!
liebe grüße,
kristall
Wenn das Coeruloplasmin schon bei 16 war, ist das sehr verdächtig auf Morbus Wilson (Kupferspeicherkrankheit).
Ich habe M Wilson und mein niedrigster Wert war 16.

Wenn man Kupfer und Coeruloplasmin vom gleichen Tag hat, kann man noch das freie Kupfer bestimmen. Formel und Normwerte siehe hier:
MorbusWilsonEV
Angenommen Du hast ein Coeruloplasmin von 16 und ein Serum-Kupfer von 90.
Dann ist das freie Kupfer bei rd. 42 µg/dl (= 90 - (16x3) )
Das ist wilson-verdächig. Wenn es bei Null läge, wäre es absulut unverdächtig.

Das Coeruloplasmin kann stark schwanken. Wenn Du eine Entzündung oder einen Infekt hast, geht es hoch. Auch wenn die Leber wegen M Wilson entzündet ist, geht es hoch.

M. Wilson ist eine genetisch verursachte Leberkrankheit. Die Leber kann das Kupfer aus der Nahrung nicht ausscheiden mit der Folge, dass man eine chronische Kupfervergiftung bekommt. Wie bei anderen Schwermetallvergiftungen auch bekommt man die typischen Schäden von Schwermetallvergiftungen. Die Leber wird geschädigt, später dann die anderen Organe und vor allem das Gehirn.
Es kann zu neurologischen und psychiatrischen Problemen kommen.
Oft hat man normale Leberwerte und die Ärzte kommen dann gar nicht erst auf die Krankheit. Sie soll auch seltener sein, wenngleich diese Feststellung zu einer Zeit getroffen ist, wo man nur die ganz krassen Fälle diagnostizieren konnte. Jedenfalls kennen viele Ärzte die Krankheit nicht.
Umso mehr wundert es mich, dass ein Arzt bei Dir das Coeruloplasmin untersucht. Das würde heißen, dass er einen Verdacht auf diese Krankheit bei Dir hat. Vielleicht solltest Du Dich darüber mal informieren. Es gibt hier im Forum eine Rubrik dazu und hier sind noch ein paar Links zu Morbus Wilson:
www.hc-forum.net/eurowilson/?page=0&sousPage=0&langue=de
AWMF online - Leitlinie Neurologie: Morbus Wilson
MorbusWilsonEV mit Ärzteliste



Gruß
margie
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

coeruloplasmin

margie ist offline
Beiträge: 4.488
Seit: 02.01.05
Nach den Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften (AWMF)ist die Diagnose des Morbus Wilson klinisch gestellt, wenn 2 der folgenden Kriterien erfüllt sind (siehe Tabelle 2).
Tabelle 2: Diagnostik des Morbus Wilson (AWMF-Leitlinie).
Spaltlampenuntersuchung: Kayser-Fleischer-Ring
Coeruloplasmin im Serum<15 mg/dl
Kupfer im 24h-Sammelurin>250µg/Tag
Kupfergehalt der Leber>250µg/g Trockengewicht.
Diese Kriterien sind aber veraltet:

Coeruloplasmin:
In den aktuellen Leitlinien von AWMF ist beim Coeruloplasmin ein Wert von < 20 angegeben und andere, z. B. die in Deutschland führende Uniklinik Heidelberg hat in einer anderen Fundstelle einen Grenzwert von 23 genannt. Bei Frauen liegt das Coeruloplasmin etwas höher als bei Männern.
Und nach Auffassung vieler Experten kann man mit einem Coerulplasminwert, der über 20 liegt, M. Wilson (MW) haben.

Das liegt daran, dass man "vergessen" hat, trotz Änderung in der Bestimmungsmethode die alten Normwerte, die es für eine ältere Bestimmungsmethode früher gab, der neuen Bestimmungsmethode (die nephelometrische Methode) anzupassen.
Das heißt, dass immer noch als Normwert beim Coeruloplasmin der Bereich von 20 bis 60mg/dl gilt, obwohl man weiß, dass eigentlich der Normbereich bei der neueren nephelometrischen Methode höher sein müsste.
Das aber wissen nicht allzu viele Ärzte und so kann es passieren, dass man jemandem, der ein Coeruloplasmin von z. B. 28 hat, sagt, er habe keinen MW.
Überhaupt ist die neue nephelometrische Methode sehr ungenau, da sie auch noch nicht kupferhaltiges Coeruloplasmin mitmißt, was den Wert dann erhöht. D. h. wenn man nach dieser Methode unter 30 mg/dl liegt, sollte man einen MW in Betracht ziehen bzw. ausschließen.

Harnkupfer im 24h-Urin:
In der Fundstelle von Uta oben ist ein Wert von > 250 µg/Tag genannt.
Ja, solche Grenzwerte hatte man früher und man übersah deshalb oft genug echte MW-Fälle.
Heute ist der Grenzwert von einigen Experten auf 40 µg/Tag genannt worden.
Siehe:
MorbusWilsonEV
In den neuerern Leitlinien von AWMF wird ein Grenzwert von 80 µg genannt. Nun die Grenzen sind fließend, weil man immer noch die anderen Werte miteinbeziehen muss.

Kupfergehalt der Leber:
Es werden in Europa als Grenzwert zwar diese 250 µg genannt. In den USA werden 200 µg genannt.
Aber:
Es gibt mit Genuntersuchung nachgewiesene MW-Fälle, die nur ein Leberkupfer von 50µg hatten. Bevor man die Genuntersuchungen noch nicht kannte, wäre ein Fall mit nur 50 µg nicht auf MW diagnostiziert worden....
Das war zu den Zeiten noch der Fall, als man die Angaben zur Häufigkeit von MW ermittelte (d. h. MW ist viel häufiger, weil man heute viel mehr Fälle diagnostizieren kann, die früher nie entdeckt worden wären).


Allerdings ist die Genuntersuchung nur dann verläßlich, wenn man 2 der Gendefekte hat, die bisher bekannt sind. Man kennt bisher fast 400 verschiedene Genmutationen und geht davon aus, dass es noch mehr gibt, die noch nicht alle entdeckt sind.

Gruß
margie
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Coeruloplasmin

kristall ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.004
Seit: 14.12.08
liebe uta , liebe margie - danke für die wichtigen infos!

im rahmen einer kompletten mineralstoff - u. spurenelemente untersuchung habe " ich " nicht der arzt - auch gleich das coeruloplasmin miteinbezogen!
da ich mich fast 15 jahre vegetarisch ernährt habe, wollte ich wissen ob ich auch gut mit mineralstoffen ect. versorgt bin.
noch etwas - ich habe mir - täglich - eine darmdusche verabreicht, habe den candida alb.
vielleicht hat sich dadurch die darmschleimhaut nachteilig verändert?
niedere coeruloplasmin werte hat man ja auch beim malabsorptionssyndrom?


viele liebe grüße,
kristall

Geändert von kristall (29.12.08 um 22:12 Uhr)

Coeruloplasmin

margie ist offline
Beiträge: 4.488
Seit: 02.01.05
Hallo Kristall,

wenn Du ein freies Kupfer von über 40 hast, was nach den mitgeteilten Werten wahrscheinlich ist, hast Du viel zu viel Kupfer im Blutkreislauf, egal, woher es kommt.
Das freie Kupfer ist das schädliche Kupfer, also das Kupfer, das mangels vorhandenem Coeruloplasmin Deine Organe schädigt. Es bleibt im Körper, weil das Transportprotein (=Coeruloplasmin), das es ausleiten soll, fehlt. Und dieses Kupfer schädigt Deinen Körper.

niedere coeruloplasmin werte hat man ja auch beim malabsorptionssyndrom?
Ich kenne dazu bisher noch keinen Fall, bei dem ich das je gehört habe.

Darmdusche?
Meinst Du, dass Du wegen dieses Candida täglich eine Darmspülung gemacht hast?
Wenn Du zuviel Kupfer hast, dann ist der Candida nicht Dein Problem, sondern das Kupfer ist wesentlich problematischer und macht viel mehr Schaden.
Ich habe auch ab und an mal mäßig Candida im Stuhl. Ich denke aber, etwas, was fast 100 % der Bevölkerung hat, nur schlimm sein kann, wenn es ganz extrem stark vorhanden ist.
Es gibt (manche alternative) Ärzte und Therapeuten, die thematisieren den Candida viel zu stark - sie müssen ja auch leben und ein anderes Thema anbieten können, wie die Schulmediziner, also "stürzen" sich manche regelrecht auf das Thema Candida und das Thema kommt bei vielen auch an, wenn ich manche Beiträge dazu hier lese...auch ich hatte mich mal in den Anfangzeiten meiner Gesundheitsbemühungen für dieses Thema für eine gewisse Zeit "begeistern" lassen, bin aber zur Erkenntnis gekommen, dass es bei mir keine Rolle spielt.


Dazu, dass die Darmschleimhaut durch das tägliche Darmspülen verändert, kann ich nicht viel sagen.
Wenn die Darmflora in Ordnung ist und auch die sonstigen Untersuchungen wie Vitamine, Mineralstoffe keine Auffälligkeiten ergeben, würde ich dazu tendieren, dass der Darm nicht darunter gelitten hat.

Ich würde einfach mal das mit der Darmdusche sein lassen, die Werte nochmals bestimmen und auch mal einen 24h-Urinkupferwert ermitteln.
Gibt es denn Anhaltspunkte für M. Wilson?
Leberwerte grenzwertig oder erhöht oder Leber im Ultraschall auffällig?
Neurologische/psychiatrische Probleme?
Alkalische Phosphatase (vor evtl. Zinkeinnahme) niedrig normal?
Wenn eines dieser Merkmale auffällig ist, dann würde ich M. Wilson ausschließen lassen.

Gruß
margie
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Coeruloplasmin

kristall ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.004
Seit: 14.12.08
liebe margie - danke für die wertvollen informationen!
habe heute unterschiedliche labors kontaktiert, aber keines bestimmt das freie kupfer - auschließlich das kupfer im serum bzw. im vollblut.
könntst du mir ein labor in österreich nennen?
wie meinst du das mit der alk. phosphatase, welcher wert würde den verdacht bestätigen?
soll ich jetzt schon zink tabletten nehmen?

liebe grüße,
kristall

Coeruloplasmin

kristall ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.004
Seit: 14.12.08
welche nahrungsmittel sollte man bei morbus willson meiden?
ich nehme zur zeit tägl. lebertran zu mir , da mein vit.d3 wert bzw. das kalzium im serum sehr niedrig ist und das parathormon relativ hoch - also ich denke mal eine sog. sekundärer hyperparathyreoidismus - bei morbus willson könnte sich auch ein - laut div. tabellen - hypoparathyreoidismus zeigen.
ist im lebertran vermehrt kupfer enthalten?
auch das weizenkeimöl von dr. grandl nehme ich zu mir.

bei der letzten schilddrüsensonographie hat man kleine adenomknoten gesichtet - es besteht laut radiologe kein grund für einer therapie.
Ich trinke seit heute grünen Tee.

habe mir alle befunde der letzten 10 Jahre aufgehoben - 2002 hat man eine leukopenie, neutropenie u. hypochromasie festgestellt.

zink im Serum 135 normalwert 70 - 114
mangan im Vollblut 14 normalwert bis 10
ferritin 10 normalwert 15 bis 400
eisen 128 normalwert 50 bis 150

das ferritin ist seit jahren zu niedrig.
die eiweiselektrophorese ergab: alpha 2 globolin: 7,4% normalwert: 5.5 bis 11.0
alkalische phosphatase: 78 U/L normalwert: 40 bis 190
harnstoff 19 normalwert: 8.5 bis 50
BUN (harnstoff - N) 9.0 normalwert: 4.0 bis 23.0

aufgrund einer hautallergie musste ich viele jahre cortison salben verwenden!

seit ca. 11 jahren habe ich eine zyste am linken eierstock - hat mittlerweile eine größe von ca. 7 cm - auch hat man bei mir einem PAp !V festgestellt.


liebe grüße,
kristall

Geändert von kristall (31.12.08 um 11:06 Uhr)

Coeruloplasmin

margie ist offline
Beiträge: 4.488
Seit: 02.01.05
Hallo Kristall,

habe heute unterschiedliche labors kontaktiert, aber keines bestimmt das freie kupfer - auschließlich das kupfer im serum bzw. im vollblut.
könntst du mir ein labor in österreich nennen?
wie meinst du das mit der alk. phosphatase, welcher wert würde den verdacht bestätigen?
soll ich jetzt schon zink tabletten nehmen?
Das freie Kupfer wird anhand einer Formel ermittelt. Es wird nicht im Labor ermittelt. Das hatte ich Dir schon geschrieben, siehe hier:

Wenn man Kupfer und Coeruloplasmin vom gleichen Tag hat, kann man noch das freie Kupfer bestimmen. Formel und Normwerte siehe hier:
MorbusWilsonEV
Angenommen Du hast ein Coeruloplasmin von 16 und ein Serum-Kupfer von 90.
Dann ist das freie Kupfer bei rd. 42 µg/dl (= 90 - (16x3) )
Man zieht vom Serum-Kupfer den 3-fachen Wert des Coeruloplasmins ab und das ist dann das freie Kupfer.
Allerdings muss das Coeruloplasmin in mg/dl ausgewiesen sein.

Deine Alk. Phosphatase (AP) ist an sich unverdächtig. Wenn sie niedrig normal ist, wäre dies ein evtl. Hinweis. Aber der Wert ist allenfalls ein Hinweis und kein richtiger Diagnosewert. Das heißt, dass auch jemand mit MW eine höhere alk. Phosphatase haben kann, wenn er evtl. noch andere Probleme hat, die diesen Wert erhöhen.
Z. B. kann man bei einer Schilddrüsenüberfunktion höhere Werte haben, ebenso bei Knochenerkrankungen und bei Vitamin-D-Mangel, aber auch wenn man Zink einnimmt.
Du hast Vitamin -D Mangel, d. h. dieser würde die alk. Phosphatase erhöhen und wenn Du gleichzeitig MW hast, würde dies die Alk. Phosphatase herunterdrücken. Wäre der Vitamin-D-Mangel nicht, dann wäre Deine AP sicher um einiges niedriger und dann wäre der Wert auch wilson-verdächtig.


Auch Dein Zinkwert ist überraschend hoch und würde mit einer Zinkeinnahme erklärbar sein.
Aber, ich lese gerade, dass Zink auch erhöht sein kann, wenn man eine Schilddrüsenüberfunktion hat oder wenn man Bluthochdruck hat.

Eine Leukopenie kann mehrere Ursachen haben, bei MW kann sie auch vorkommen und auch ich habe öfters eine Leukopenie.
Eine Hypochromasie kann man bei Eisenmangel haben und da Dein Ferritin unter der Norm ist, würde ich im Eisenmangel die Ursache sehen.
Dann hast Du wahrscheinlich auch ein niedriges MCV (es sei denn, Du hast neben dem Eisenmangel noch einen B12 und Folsäuremangel, dann wäre das MCV weder niedrig noch hoch).

die eiweiselektrophorese ergab: alpha 2 globolin: 7,4% normalwert: 5.5 bis 11.0
Das Alpha-2-Globulin kann, muss aber nicht bei MW erniedrigt sein. Es kann auch schwanken. Schon ein Infekt kann es ansteigen lassen.

harnstoff 19 normalwert: 8.5 bis 50
BUN (harnstoff - N) 9.0 normalwert: 4.0 bis 23.0
Ein Hinweis, aber auch nur ein Hinweis und kein Diagnosekriterium wäre eine niedrige Harnsäure, nicht Harnstoff.

Vitamin D-Mangel und Calcium-Mangel:
Beides ist bei MW häufiger und die Folgen davon, nämlich Osteoporose hat fast jeder der MW hat, schon "gebucht". Auch bei mir ist die Knochendichte veringert.
Der Calcium-Mangel kann sich bei MW daraus erklären, dass man bei einem MW mit Nierenbeteiligung vermehrt Calicum über die Nieren ausscheidet. Du hast sicher den Begriff "Hyperkalzurie" auch schon gelesen, wenn Du Dich wegen MW informiert hast. (Auch ich habe den Vitamin D-Mangel und die Hyperkalziurie).
Der Vitamin-D-Mangel kann evtl. davon kommen, dass man bei MW eine schwache Bauchspeicheldrüse (Pankreasinsuffizienz - ich habe sie auch) haben kann mit der Folge von vermehrtem Fett im Stuhl, was zu einem Mangel an den fettlöslichen Vitaminen A, D, E und K führt.
Bei mir war das Parathormon schon erniedrigt und dann wieder leicht erhöht. Das hängt mit dem Vitamin D zusammen.

Lebertran:
Würde ich nicht nehmen. Lebertran wird meines Wissens aus der Leber von Fischen hergestellt.
Bei MW soll man Innereien meiden, weil die besonders viel Kupfer enthalten. Ebenso soll man Meeresfrüchte, also Muscheln, Garnelen, Krabben, Tintenfische, etc. meiden, nicht hierzu gehören aber Fische.

Ansonsten kann man alles essen.
Es gibt zwar Behauptungen, dass man Schokolade, Nüsse, Pilze und ein paar andere Dinge auch meiden soll, aber diese Meinung soll veraltet sein. Der amerikanische Experte Brewer schrieb in seinem Buch, dass diese Lebensmittel nicht nennenswert mehr Kupfer enthalten nach neueren Untersuchungen und begrenzte die Empfehlung darauf, Innereien und Meeresfrüchte zu meiden.
Das Weizenkeimöl halte ich für unbedenklich.

seit ca. 11 jahren habe ich eine zyste am linken eierstock - hat mittlerweile eine größe von ca. 7 cm - auch hat man bei mir einem PAp !V festgestellt.
Ich hatte früher viele, viele Zysten. Aber dass man eine Zyste so lange haben kann, das ist mir neu. Wenn das Ding laufend größer wird, muss man da nicht mal nachsehen, ob es auch wirklich noch eine Zyste ist?
Das mit dem PAP IV muss man überwachen, das weißt Du sicherlich.
Ich bin aber kein Experte dafür und kann Dir keinen speziellen Tipp geben.


Wegen evtl. Zinkeinnahme:
Da Du nach dem genannten Blutwert sogar zuviel Zink hättest, würde ich den Wert erst mal kontrollieren lassen.

Wenn Du vorhast, Dich auf MW untersuchen zu lassen, dann solltest Du in den Monaten zuvor kein Zink eingenommen haben und auch die Pille solltest Du nicht nehmen (auch sie beeinflusst die Werte des Kupfers und des Coeruloplasmins).

Wegen des Eisenmangel:
Wurde mal untersucht, ob Du eine Gerinnungsstörung hast? Das könnte eine evtl. Ursache dafür sein. Dann verlierst Du bei der Periode mehr Blut und so könnte ein Eisenmangel eher entstehen. Es kann natürlich auch die Folge der fleischlosen Ernähung sein oder beides.
Die häufigste Gerinnungsstörung soll die Bluterkrankheit sein. Nun wirst Du, sagen, die habe ich nicht, das hätte man schon bemerkt. Aber es ist so, dass es da 3 Stufen gibt. Die richtigen "Bluter" haben Stufe 3. Aber sehr oft haben Menschen die Stufe 1 dieser Krankheit und wissen dies nicht. Auch ich habe Stufe 1 und erfuhr nur davon, weil ich öfters aus der Nase blutete und dann darauf mal untersucht wurde. Die Werte, die man prüfen muss, heißen: v. Willebrand-Faktor, Ristocetin-Cofaktor und evtl. noch Faktor VIII, weil der mit den beiden anderen Werten irgendwie zusammenhängt.

Und auch der Calciummangel kann hier noch eine Rolle spielen. Calciummangel fördert Blutungen. Bei mir führte Calciummangel nämlich zu einem deutlichen Absinken der oben genannten 3 Gerinnungswerte.


Gute Wilson-Ärzte in Österreich sind in Wien Prof. Ferenci (Uniklinik Wien) und auch Dr. Theresia Maier-Dobersberger (niedergelassen in Wien) soll für MW gut sein.

Gruß
margie
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Coeruloplasmin

kristall ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.004
Seit: 14.12.08
hallo margie - habe eben das freie kufer ermittelt.
befund v. 11.12.08 - coeruloplasmin / wert. 27 mg /dl
befund v. 16.12.08 - kupfer im serum: 90 mcg / dl
freies kupfer: 9

was sagst du dazu?

zink 108 mcg/ dl normal: 80 - 121 / der wert ist immer hoch!
Vit.d3 4.00 ng /ml normal: 6.3 - 46.4 F
calzium 2.2 mmol / l normal: 2.2 -2.7
ferritin 9 ng/ml normal: 2.2 - 2.7
osteocalcin 11.9ng/ml normal w präm. 6.5 - 42.3 ng/ml

nach der periode treten vertstärkt diese tetanieähnlichen krämpfe auf - gepaart mit einen leichten brennen u. erregung (ähnlich wie bei erotischer stimmulierung) im körper - unterschiedlich lokalisiert - wenn ich abgelenkt bin bzw mich konzentrieren muss , dann verschwinden diese symptome.

begonnen hat es mai 07 - mit plötzlichen brennen auf der haut u. milch bzw. wasser/blutgemisch in/von der brust.
wenn ich die milch bzw. das blut/wassergemisch tropfenweise ausdrücke, vergehen diese symptome.
ich dachte auch an vor-wechselbeschwerden.

das parathormon ist schon seit jahren relativ hoch - ca. bei 100 pg/ml
coeruloplasmin, calzium und ferritin ebenfalls seit jahren nieder.
das vit. d3 wurde erstmals im dez.08 bestimmt - habe keine vergleichswerte.

als kind hatte ich sehr viel nasenbluten - über jahre hindurch!

thrombozyten 275 G/l normal. 150 - 400

leberbefund v. 01.08.08
gamma-gt 9 U/l normal <40
got 17 U/L normal <35
gpt 18 U/L normal <35

alkalische phosphatase 55 U/l normal 30 -120

vit. b12 561.2 pg normal. 191 - 663

habe auch den grauen star seit jahren - bei der lezten untersuchung im nov. 08 wurde nichts von einem sog. fleischerring erwähnt - habe aber auch nicht danach gefragt.

ich nehme weder pille noch mineralien/ spurenelemente bzw. hormone zu mir.

@weizenkeimöl enthält viel vit. e - vit.e stimmuliert den östrogenhaushalt - welchen einfluss hätte dies bei mw?

ich nehme auch tägl. leinöl zu mir.

@hyperkalzurie kenne ich nicht, blos hyperkalziämie.

bitte sage mir noch was du gegen den vit.d3 mangel zu dir nimmst?

deine unterstützung ist für mich besonders hilfreich!

wünsche dir alles erdenklich gute, vor allem gesundheit für das jahr 2009

liebe grüße,
kristall

Geändert von kristall (31.12.08 um 22:37 Uhr)


Optionen Suchen


Themenübersicht