Attackenartiger Drehschwindel, Übelkeit & Sehstörungen

04.12.08 16:53 #1
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GreyEyes ist offline
Beiträge: 5
Seit: 04.12.08
Hallo ihr da Draußen!
Ich bin heute nach einer weiteren, ergebnislosen Untersuchung in diesem Forum gelandet.
Ich möchte euch nun mal mein Problem und die bisherigen Untersuchungen und Ergebnisse beschreiben. Vielleicht weiß ja hier jemand weiter!?

Also...
Erst mal zu mir: ich bin 22Jahre alt, weiblich, Nichtraucherin, normalgewichtig, treibe Sport, nehme seit Jahren die Pille

Meine Symptome:
- attackenartiger Drehschwindel von mehreren Sekunden und das immer
wieder über Tage hinweg
- absoluter Verlust des Gleichgewichtssinns , der Raum scheint sich zu
bewegen
- Arme und Beine werden nicht mehr gefühlt
- die Augen schmerzen und rotieren (es fühlt sich zumindest so an)
- eingeschränktes Sichtfeld
- auch bei geschlossenen Augen bleibt der Schwindel erhalten
- der Schwindel trat beim ersten mal ca. 1Woche lang immer wieder auf,
verschwand dann plötzlich und trat nach 3Wochen wieder für 2 Tage auf

Bisherige Untersuchungen:
HNO (2x): Ausschluß von Lagerungsschwindel, tippt auf orthopädisches Problem
Orthopäde: Ausschluß von eingeklemmten Nerv oder Problemen der Halswirbelsäule
Allgemeinmedizin: Blutwerte oB, Langzeit EKG (phasenweise stark erhöhter Blutdruck & Puls), auffälliges EKG (R/S Übergang), weitere Beobachtung, hält eventuell die Gabe von Beta-Blockern für sinnvoll
Kardiologe: auffälliges EKG, Ultraschalluntersuchung des Herzens o.B, tippt auf mittlerweile ausgeheilte Entzündung im Gleichgewichtszentrum, hatte kein Interesse an weiteren Untersuchungen aufgrund meines Alters
Neurologe: will mir Schwankschwindel einreden und Antidepressiva verschreiben, obwohl ich weder besonders gestresst war und mich in den Situationen, in denen der Schwindel auftrat auch nicht besonders unwohl gefühlt habe
Radiologe: MRT mit Kontrastmittel oB., tippt auf atypische Migräne

Mittlerweile habe ich das Gefühl, ich habe mehr Zeit in Wartezimmern verbracht, als in der Uni.
Abgesehen davon fühle ich mich immer mehr wie eine eingebildete Kranke.
Es verunsichert mich auch, dass wohl irgendwas mit meinem Herzen nicht stimmt (warum sollte das EKG sonst auffällig sein?). Ich habe auch seit Jahren regelmäßig Herzryhthmusstörungen und Herzrasen, aber der Kardiologe sieht keinen Grund zur Besorgnis (ich auch nicht, jedenfalls bis zu dem Moment als der Schwindel so plötzlich einsetzte).
Achja, bei mir werden in den Beinen Krampfadern vermutet (erblich bedingt), auf den Termin beim Phlebologen warte ich zZ aber noch.
Da ich sehr häufig (mind. 1x Woche) Migräne habe, würde ich wahrscheinlich auch auf eine weniger bekannte Migräneform tippen. Auch allein deshalb, weil meine Mutter diesen Schwindel auch hatte. (Auch bei ihr gab es keine Diagnose, allerdings wusste ich davon nichts).
Hat einer von euch eine Idee was diesen wirklich extremen Drehschwindel ausgelöst haben könnte?
So langsam werde ich echt verrückt...
Liebe Grüße, GreyEyes

Edit: ich weiß nicht, ob das vielleicht eine Rolle spielt, aber ich habe sehr häufig Probleme mit den Zähnen und eventuell eine immer noch bestehende Entzündung des Kieferknochens (Ausgelöst durch eine Zahnnerventzündung, Nerv wurde vor einem Jahr gezogen, habe aber auch immer noch Schmerzen und musste auch bereits zwei mal Antibiotika nehmen)

Geändert von GreyEyes (04.12.08 um 17:04 Uhr) Grund: edit

attackenartiger Drehschwindel, Übelkeit & Sehstörungen

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Grey Eyes,

Du sprichst die Zähne ja selbst an: sie können eine Menge Probleme verursachen, und mit chronischen Zahnentzündungen (Nervenentzündungen) und Kieferentzündungen ist nicht zu spassen.
Wenn Du häufig Probleme mit den Zähnen hast, würde mich interessieren, welche Füllungen und andere Behandlungen Du schon in bzw. mit den Zähnen hast? Gibt es z.B. Wurzelbehandlungen? Amalgam? Implantate? Warum hast Du Probleme?
Vielleicht kommt ja bei Dir auch gerade ein Weisheitszahn durch?

Vielleicht wäre es gut, noch einmal ganz gründlich die Zähne von einem ganzheitlichen ZA untersuchen zu lassen, evtl. mit einen Panoramabild (Gesamtaufnahme des Kiefers).
Ist der Zahn, bei dem der Nerv gezogen wurde, noch im Mund (das wäre ja dann ein wurzelbehandelter)? Oder wurde er auch gezogen?
Wurzelfüllungen sind umstritten. Oft gehen sie über viele Jahr gut, aber leider eben nicht immer.
http://www.symptome.ch/vbboard/zahnm...ehandlung.html

der Schwindel trat beim ersten mal ca. 1Woche lang immer wieder auf,
verschwand dann plötzlich und trat nach 3Wochen wieder für 2 Tage au
Was war, bevor der Schwindel aufgetreten ist? Gab es da zufällig eine Zahnbehandlung, evtl. auch Antibiotika? Oder auch neue Möbel, ein Sturz/Unfall, neue Wohnung, Infektionskrankheit...?

Manche Deiner Symptome weisen auch auf eine Histaminintoleranz hin. Auch da kann Schwindel auftreten. Mehr dazu hier:http://www.symptome.ch/wiki/Hauptseite > Ernährung. - Bei einer Histaminintoleranz können auch Medikamente wie Diclofenac zu Reaktionen führen...

Gruss,
Uta

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GreyEyes ist offline
Themenstarter Beiträge: 5
Seit: 04.12.08
Hallo Uta,
vielen Dank für die schnelle Antwort! :-)
Ich glaube ich war allein dieses Jahr schon über 35 mal beim Zahnarzt.
Angefangen hat es mit einer Entzündung des Zahnnervs nachdem ich zu tiefen Karies hatte. Die Entzündung hatte sich vor einem Jahr bereits auf den Kiefer ausgebreitet, was unglaublich schmerzhaft war. Der Nerv wurde gezogen und immer wieder und wieder gesäubert. Es war alles sehr kompliziert, verheilte schlecht. Die Entzündung wurde auch nicht wirklich besser, obwohl ich zweimal Antibiotika bekommen habe. Trotzdem wurde der tote Zahn vor 3 Monaten überkront.
Mit zwei weiteren Backenzähnen sieht es ebenfalls nicht so dolle aus. Mir wurden zwei Füllungen erneuert und seitdem schmerzen die Zähne. Einer von diesen Zähnen hat sehr heftig auf die Füllung (Kunststoff) reagiert. Ich hatte so starke Schmerzen, dass die Füllung komplett raus musste. Seitdem ist eine provisorische Füllung drin und der Zahnnerv angeschlagen.
Der Kardiologe hatte mich auch gefragt, ob ich im Sommer eine Infektion gehabt hätte, aber mir ist jetzt erst aufgefallen, dass ich ja tatsächlich eine, bzw zwei Entzündungen kurz vorher hatte...die Zähne halt...aber ob das mit dem Schwindel zu tun hatte? Die betroffenen Zähne sind ja immer noch drinnen. Nur die Kunststofffüllung, auf die ich so stark reagiert habe ist draußen. Allerdings weiß ich nicht, ob das vor oder nach dem Schwindel war...
Meine vier Weißheitszähne habe ich auch dieses Jahr durchgekommen, damit habe ich zZ auch echt Probleme, wollte deswegen auch morgen beim Zahnarzt anrufen. Sie drücken und müssen allmählich raus.
Ansonsten habe ich noch eine Amalganfüllung im Mund (aber das schon seit bestimmt 8Jahren oder länger)
Viele liebe Grüße,
GreyEyes

Geändert von GreyEyes (04.12.08 um 21:44 Uhr)

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Ich denke schon, daß durch Deinen entzündeten Kiefer auch Schwindel entstehen kann:
bei welchen Beschwerden empfiehlt es sich überhaupt, den Zahnarzt aufzusuchen? Dies kann sinnvoll sein bei chronischen – auch wiederkehrenden – Beschwerden und bei gesundheitlichen Problemen, bei denen keine Therapie anschlägt. Dazu gehören u.a. folgende Krankheitsbilder:
Gelenk- und Muskelschmerzen
Rheuma
Neuralgien
Tinnitus
Schwindel
Hauterkrankungen (z.B. Ekzeme, Allergien)
Migräne und Kopfschmerzen
gestörtes Immunsystem
ProPatient AG - Promo - 1.07b5

Ansonsten habe ich noch eine Amalganfüllung im Mund
Heißt das, daß Du mehrere Amalgamfüllungen hattest, jetzt aber nur noch eine hast?
Wenn das so ist: wie wurden die anderen Amalgamfüllungen entfernt? Mit oder ohne Schutzmaßnahmen?: http://www.symptome.ch/wiki/Amalgam

Grüsse,
Uta

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Martinus ist offline
Beiträge: 229
Seit: 29.03.06
Hallo GreyEyes,

hat dein HNO auch an Morbus Meniere gedacht? Schau mal bei Wikipedie, es scheint auch zu passen: Morbus Menière ? Wikipedia

Ansonsten ist Utas Tipp mit den Zähnen sehr ernst zu nehmen, besonders bei deinen bisherigen Zahngeschichten.

LG Martinus

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GreyEyes ist offline
Themenstarter Beiträge: 5
Seit: 04.12.08
@ Martinus
Morbus Meniere ist wohl deshalb unwahrscheinlich, weil ich keine Hörbeeinträchtigung oder Tinnitus hatte. Ein Hörtest wurde aber bei beiden HNO Ärzten nicht gemacht. Man hat mich nur zur Seite gekippt und in die Augen geguckt, um einen möglichen Lagerungsschwindel auszulösen. Als der nicht eintraf wurde ich zum Orthopäden überwiesen, der aber auch nichts feststellte.

@ Uta
ja, ich hatte früher noch einen Backenzahn mit Amalganfüllung. Wann der genau erneuert wurde kann ich nicht sagen...hatte auf jeden Fall an dem Zahn wieder Karies und da wurde Kunststoff drüber gemacht (also Amalgan raus und Kunststoff rein). Besondere Maßnahmen gab es bei der Entfernung nicht. Es wurde halt aufgebohrt und mit Kunststoff gefüllt.
Ist ja krass, dass Zähne so viele Beschwerden auslösen können. Und ich dachte diese unglaublichen Schmerzen wären der Gipfel.
Achja, meine Mutter hat auch sämtliche Zähne mit Amalgan gefüllt. Wenn sie den Mund aufmacht glitzert es einem silbern entgegen...

PS: bitte denkt jetzt nicht, dass ich mir nie die Zähne putzen würde (wegen dem ganzen Karies), ich habe nur erblich bedingt nicht gerade einen Zahnglücksgriff gelandet...trotz mehrfachem Putzen pro Tag gibts immer wieder Karies :-(

Geändert von GreyEyes (04.12.08 um 22:13 Uhr)

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Martinus ist offline
Beiträge: 229
Seit: 29.03.06
Hallo GreyEyes,

soweit ich weiß, ist ein Morbus Meniere nicht unbedingt an Tinnitus o.ä. gebunden. Fahrlässig war es von deinen HNO-Menschen, KEINEN Hörtest zu machen. Ich würde an deiner Stelle diese Schiene auf jeden Fall noch ordentlich weiter verfolgen.

LG Martinus

P.S.: Wenn deine Mutter noch heute so viel Amalgam hat, hatte sie das wahrscheinlich auch schon VOR Deiner Geburt, oder? Dann könnte eine beträchtliche Menge Quecksilber über die Plazenta auf dich übergegangen sein, besonders, wenn du ihr erstes Kind bist.

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Rübe ist offline
Beiträge: 3.257
Seit: 22.11.07
Hallo GreyEyes,

besorg Dir doch mal folgende Bücher:

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ISBN: 3898815226


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ISBN: 3899013875


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evtl. noch dies hier:
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ISBN: 3867310068


und noch ein ganz heißer Tipp, falls es denn jemals erscheinen sollte:
Bücher von Amazon
ISBN: 3898815269


Was ich noch abklären würde, ob nicht evtl. eine Borrelieninfektion vorliegt:

Lyme-Borreliose Zecke Borrelien Borrelia burgdorferi Westernblot PCR

www.mlhb.de/uploads/media/LTT_und_CD57-Nachweis_zur_Diagnostik_der_Lyme-Borreliose__kl__080208.pdf

Ich war immer der Meinung, dass ich noch nie eine Zecke hatte.
Und doch hat´s mich leider erwischt. Mittlerweile ist man ja soweit, dass man sagt, die Borreliose wird nicht nur durch Zecken übertragen, sondern auch durch Bremsen, Stechmücken usw.

Gruß
Rübe
__________________
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