Was kann es nur sein? Schluckbeschwerden, Schwindel etc.

02.02.16 11:07 #1
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Companeros ist offline
Beiträge: 7
Seit: 02.02.16
Hallo ihr Lieben, ich bin neu hier, bin 25 Jahre alt und komme aus NRW. Seit 3-4 Jahren plagt micht "meine Krankheit".

Angefangen hat alles 2011, ich zog aus dem Elternhaus in eine fremde Stadt, lernte doch meine Partnerin kennen und bekam daraufhin permanent Mandelentzündungen, welche natürlich mit Antibiotika behandelt wurden. Die Entzündung kam, wurde behandelt, kaum war ich "geheilt" stand auch schon die nächste Entzündung an. Meine Mandeln waren riesig und quasi durchsiebt.

Kurz darauf fingen plötzlich die Schluckbeschwerden an, kann psychosomatisch sein, da Enge im Hals. Ich bin als Kind einmal fast erstickt - dies wurde jedoch nie ärztlich behandelt.

Dann kamen der Reihe nach: Schwindel, Benommenheit, verstopfte Nase, Augenbrennen (besonders nach dem Essen), Angst, Mouches Volantes, starke innere Unruhe, Gangunsicherheiten, Blässe, Müdigkeit, Trägheit, Schwäche, Verdauungsbeschwerden, Reflux, das Gefühl nicht richtig da zu sein (das hatte ich kurz nach dem "Beinahe-Ersticken" auch, so als würde jemand hinter mir mit einer Kamera stehen und ich sehe mich selbst aus der dritten Perspektive. Meine Eltern glaubten dies jedoch nicht)

Was noch auffällig ist: nach Kaffeegenuss, sind Schluckbeschwerden, Schwindel, Angst stärker, ebenso nach Alkoholgenuss am Vorabend.

Folgendes wurde bereits gechecked:

Magenspiegelung (Magen entzündet, Magenpförtner schließt nicht mehr richtig - nehme Pantoprozol)
HNO (Kehlkopfentzündung, scheinbar vom Aufstoßen nachts - daher könnten auch die Schluckbeschwerden kommen)
Schilddrüse (ist alles in Ordnung)
Blutwerte (leichter Eisenmangel - muss nicht medikamentös behandelt werden)

Habt ihr eine Ahnung, was das sein könnte?

Bin euch vorab SEHR dankbar

Lieben Gruß,
Companeros

AW: Was kann es nur sein?

Oregano ist offline
Beiträge: 62.532
Seit: 10.01.04
Hallo Companeros,

lebst Du vielleicht in einer Wohnung mit Schimmel? Oder auch nur Schimmel im Haus? Oder lebst Du in einer Wohnung mit anderen Wohngiften wie z.B. Formaldehyd (Holzschutzmittel)?
Ich würde in der Richtung suchen.
Symptome bei Schimmel

Außerdem sieht es für mich so aus, als ob Du Nahrungsmittelunverträglichkeiten (Allergien und/oder Intoleranzen) entwickelt hast oder schon hattest. Denn dieses Erlebnis Ich bin als Kind einmal fast erstickt sieht für mich nach einer allergischen bzw. intoleranten Reaktion aus.
Unterschied zur Intoleranz
Was noch auffällig ist: nach Kaffeegenuss, sind Schluckbeschwerden, Schwindel, Angst stärker, ebenso nach Alkoholgenuss am Vorabend.:
Das könnte z.B. auf eine Histaminintoleranz hindeuten.
http://www.symptome.ch/wiki/Intoleranzen

So, wie Du den Zusammenhang beschreibst, haben Deine Mandelentzündungen angefangen, als Du Deine Partnerin kennen gelernt hast. Hast Du und hat sie evtl. Amalgamfüllungen in den Zähnen? Oder andere Metalle?
Amalgam kann krank machen - giftig durch Quecksilber-Anteil – Symptome, Ursachen von Krankheiten

Grüsse,
Oregano
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Was kann es nur sein?

Companeros ist offline
Themenstarter Beiträge: 7
Seit: 02.02.16
Hi Oregano, danke für deine Antwort. Also Schimmel kann ich eigentlich zu 99% ausschließen, die Symtpome habe ich in insgesamt 3 Wohnungen gehabt.

Ich bin als fast erstickt, da ich mich an einem riesen Stück Hühnchenhaut verschluckt habe. Aber dass die Allergien/Intoleranzen erst entstanden sind halte ich für wahrscheinlicher.

Was mir heute auch wieder klar wird: wenn mein Darm voll ist und ich eigentlich mal müsste, aber nicht kann, sind die Symptome wesentlich schlimmer, war ich auf dem Klo geht es mir besser.

Weder meine Partnerin noch ich haben Amalgamfüllungen. Die Mandelentzündungen kamen mit dem ersten intimen Kontakt. Was mir noch auffällt, immer als wir uns gesehen haben, war mir kotzübel. Sie hatte wohl auch Verdauungsprobleme gehabt, allerdings weiß ich nicht was bei den Behandlungen rausgekommen ist, da wir uns trennten.

Ehrliche Frage: siehst du meine Symptome eher in der Somatischen oder psychosomatischen Schiene?

LG

AW: Was kann es nur sein?

Oregano ist offline
Beiträge: 62.532
Seit: 10.01.04
Hallo Companero,

Ehrliche Frage: siehst du meine Symptome eher in der Somatischen oder psychosomatischen Schiene?
Ehrliche Antwort: ich denke, daß Du irgendein körperliches Problem oder mehrere zugleich hast. Den psychosomatischen Anteil schätze ich als sehr gering ein.

Grüsse,
Oregano
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AW: Was kann es nur sein?

Companeros ist offline
Themenstarter Beiträge: 7
Seit: 02.02.16
Danke noch einmal :-)

wurde nämlich mittlerweile in die "Psychoschiene" geschoben, habe aber Gott sei Dank einen Arzt gefunden, der sich wirklich Zeit nimmt, er meinte auch, mein alter Hausarzt ist die Sache komplett falsch angegangen.

Habe jedoch wirklich depressive Schübe, schlimme Angst und Panikattacken, welche ich aber im Augenblick sehr gut im Griff habe (kaum noch Angst/Panik) - es sei denn ich habe Alkohol oder Kaffee getrunken oder aber zu viel Süßes gegessen.

AW: Was kann es nur sein?

Oregano ist offline
Beiträge: 62.532
Seit: 10.01.04
Gern geschehen :-).

es sei denn ich habe Alkohol oder Kaffee getrunken oder aber zu viel Süßes gegessen.
Das spricht meiner Meinung nach weiter für eine Histamin-Abbauproblematik und evtl. auch für ein Problem mit dem Candida-Pilz, und damit für eine Darm-Problematik.

...
HERZ-KREISLAUFSYSTEM

Blutdruckabfall, niedriger Blutdruck (Hypotonie)
Herzrhythmusstörungen (“Herzstolpern”)
Herzklopfen (Palpitationen, Erhöhung der Schlagkraft des Herzens über Freisetzung von Adrenalin)
Herzrasen, Erhöhung der Herzfrequenz (Tachykardie), bis hin zu Panikattacken
...
II. Symptome bei Histaminintoleranz

Candida Hefe Symptom Übersicht

Grüsse,
Oregano
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Geändert von Oregano (02.02.16 um 16:37 Uhr)

AW: Was kann es nur sein?

Companeros ist offline
Themenstarter Beiträge: 7
Seit: 02.02.16
Noch einmal herzlichen Dank für deine Antwort!

Etwas unvorstellbares ist passiert: mir geht es gut! Würde aber zu gerne wissen woran es liegt.

Seit 2 Wochen ernähre ich mich ausgewogen/gesund, verzichte aber nicht auf Süßes (ist aber sehr wenig - habe ohnehin nie viel genascht)

Seit 3 Wochen nehme ich Pantoprazol und seit 1 Woche Lasea.

Ich habe die letzten beiden Tage förmlich genossen auf der Arbeit, diese ewige Schwindel und diese Benommenheit sind weg! Ich kann sogar wieder besser essen bzw. schlucken!

Meinst du es könnte an Pantoprazol liegen?

LG

Was kann es nur sein?

Artis ist offline
Gesperrt
Beiträge: 35
Seit: 22.02.13
Hallo ,wenn der Magenpförtner nicht schliesst , ist das oft ein Hinweis auf nitrosativen Stress .
Folge des Stresses ist eine stark entspannte Muskulatur ! Der Magenpförtner ist ein Muskel .

Schnell Hilfe bringt das Mittel der Wahl bei nitrosativem Stress ! Vitamin B12 . Am besten selbst ins Bauchfett bzw. in den Muskel injiziert .
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Gastritis und andere Magenprobleme verschwinden oft schnell , füllt man den Vitamin C -Gehalt des Magensaftes wieder auf ! Um gleichzeitig einem unter Umständen vorhandenen Helicobacter pylori den Gar auszumachen ,empfiehlt sich Calciumascorbat (gepuffertes Vitamin C ) 4 Wochen tgl. 2 mal 2 Gramm .
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Vitamin B12 -Gaben sollten mit Folsäure , B6 und Biotin gegeben werden . Daraus ergibt sich die Anschaffung und Einnahme eines Vitamin B -Komplexes .
Beispiel :
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Hier nun noch kurz ein Überblick , was z.b. Pantoprazol anrichtet.

PPI: Hemmer hemmen Knochenaufbau
Protonenpumpenhemmer (PPI) wie Omeprazol und Pantoprazol sind in der gastroenterologischen Therapie weit verbreitet. Bei einer längerfristigen Therapie kann die Mineralisierung des Knochens leiden. Protonenpumpenhemmer reduzieren die Bildung von Magensäure um bis zu 100%. Um resorbiert zu werden, müssen in der Nahrung vorhandene Calciumsalze als Oxid oder Carbonat erst zu Chloriden umgewandelt werden. Ohne Magen(Salz)säure ist das nicht möglich. Für die Resorption von Calciumionen ist ebenfalls Ascorbinsäure hilfreich. Außerdem ist sie in den für die Knochenmineralisierung notwendigen Vitamin-D-Stoffwechsel eingebunden. Ascorbinsäure wird in den Magensaft sezerniert. Ohne Magensäure entsteht hier ein Defizit.

In einer kanadischen Studie von Targownik et al. wurde die Langzeitwirkung von PPI auf die Knochendichte und das Frakturrisiko ermittelt. 15 792 Patienten mit osteoporosebedingten Frakturen, die PPI eingenommen hatten, wurden analysiert. Als Kontrollgruppe dienten 47 289 Patienten ohne Frakturen. Die Studienergebnisse der über 8 Jahre durchgeführten Studie zeigen, dass die langfristige Einnahme von PPI über einen Zeitraum von 7 Jahren das Risiko für osteoporotische Frakturen erheblich steigert (OR 1,6). Auch das Risiko für Hüftfrakturen ist erheblich erhöht.

Vitamin B12 und Folsäure ebenfalls betroffen
Gastritis– und Ulcuspatienten unter einer PPI-Therapie haben zudem das Risiko, einen Vitamin- B12- und Folsäuremangel zu erleiden. An Proteine gebundenes Vitamin B12 kann ohne Magensäure und den darin enthaltenen Intrinsic-Faktor nur zu einem geringen Anteil freigesetzt und resorbiert werden. Zwar ist auch eine passive Diffusion im Dünndarm ohne Intrinsic-Faktor möglich, aber hier wird lediglich etwa 1% resorbiert. Ein Mangel an Vitamin B12 erhöht ebenfalls das Osteoporoserisiko. Das Risiko einer verminderten Calciumresorption wird so additiv verstärkt.

In der Rotterdam-Studie erwiesen sich erhöhte Homocysteinspiegel als ein eigenständiger Risikofaktor für osteoporotische Frakturen, wenn die Patienten älter als 55 Jahre sind. Eine Supplementierung von Vitamin B12 (> 50 µg/Tag) in Kombination mit Folsäure und Vitamin B6 erscheint empfehlenswert. Die Freisetzung von Vitamin B12 aus Nahrungsmitteln kann ebenfalls durch H2-Blocker beeinträchtigt werden.
Mikronährstoffe: Immer auf die Kleinen - DocCheck News

Diese Medikamente können für Multisystemerkrankungen stark förderlich sein und sind meistens der Anfang eines Leidensweges !


AW: Was kann es nur sein?

Companeros ist offline
Themenstarter Beiträge: 7
Seit: 02.02.16
Hi,

ich soll die Medikament 6 Wochen lang einnehmen, jeden Morgen eine. Ist das schlimm?

Habe normalerweise sehr sehlten Sodbrennen (ohne Tabletten) und nehme sonst Heilerde.

AW: Was kann es nur sein?

Magg ist offline
Beiträge: 1.783
Seit: 26.06.10
siehst du meine Symptome eher in der Somatischen oder psychosomatischen Schiene?
Hmm beides vermutlich, wobei ich den Begriff Psychosomatik nicht mag.

Depressionen; Angst und Panikattacken gehören definitiv medikamentös behandelt, da führt kein Weg dran vorbei. Dann wird man sehen, was übrig bleibt. Gegen eine Mandelentzündung wird das aber nichts nützen.

Da wäre vielleicht ein Vitamin B Komplex nicht schlecht. Zum Beispiel der von ratiopharm.


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