Wie betrunken.... Dringend Hilfe

26.12.15 07:11 #1
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so_honey ist offline
Beiträge: 14
Seit: 26.12.15
Bitte helft mir... ich weiß nicht weiter

Mein Mann ist wie betrunken... Hat aber definitiv nichts getrunken oder genommen
Ich erzähle euch die Symptome.
Lallen, torkeln, unverstänliches wirres sprechen, Gedächtnislücken, Wenn es ganz schlimm ist Übelkeit, zitter und erbrechen mit Pupillenzittern. komischer Mundgeruch (ähnlich Alkoholfahne). Wenn er dann einschläft bekomme ich ihn nicht mehr wach und er hat oft kalten schweiß auf der stirn. Er ist plötzlich wie ein anderer Mensch. Handelt auch ganz anders und seltsam
Er klagt immer über rücken oder Nackenschmerzen, leidet hin und wieder unter Verdauungsbeschwerden und ihn schmerzen seine Handgelenke. Was man auf seine Arbeit zurückführen könnte (Maler)

Ich konnte auch schon beobachen wie Dieser Zustand nach einer für ihn schlimmen Nachricht eingetreten ist. Erst nach dem er geweint hat verschwand dies auch wieder.
Sind in neurologischer und psychologischer Behandlung.
Neurologe meinte er kann keinen Stress verarbeiten. Muss zum Schlafen Anafranil 20mg nehmen. und nebenbei eine psychtherapie machen (Schlechte Kindheit, familiäre Probleme ect.)

Er isst sehr unregelmäßg in seiner arbeit. Beginn 7 uhr bis 18 Uhr abend. Sein essen beschränkt sich auf 2 Wurstsemmeln und 1,5 Liter Cola täglich.
Hab ihn schon angehalten regelmäßig zu essen und auf Cola zu verzichten.
Colaverzicht klappt aber mit dem Essen funktioniert es nicht.
Seine Oma war Diabetikerin. Vllt Unterzucker? Messen aber momentan regelmäßig selbst. und es war nur ein Wert der bisschen auffällig war. Nüchtern 126. Aber da ich Laie bin bleibt ein Gang zum Arzt nicht erspart.

Mein Mann hat früher den Zustand nicht bemerkt. Mittlerweile bemerkt er es
Hab riesen Angst um unsere 7 monat alte Tocher und lass ihn auch nicht mit ihr alleine wenn ich merke dass der Zusstand wieder anschleicht.

Bitte helft mir. ... Hatt jemand ähnliches erlebt oder dieselben Symtome? Konnte jemand geheilt werden?
Bitte meldet euch!

AW: Wie betrunken.... Dringend Hilfe

Oregano ist offline
Beiträge: 62.506
Seit: 10.01.04
Hallo so honey,

mein erster Gedanke war: unbedingt auf Diabetes untersuchen lassen! Ein höherer Nüchternblutzuckerwert sagt zwar nicht viel aus, aber ich denke, es wäre schon gut, da mehr zu erfahren.
Auf jeden Fall hast Du sicher Recht damit, daß Dein Mann sich anders ernähren sollte! Glückwunsch,d aß er das Cola-Trinken aufgegeben hat. Das tut ihm auf jeden Fall gut, ganz egal, was hinter seinen "Zuständen" steckt.

- Wann meßt Ihr denn jeweils den Blutzucker?
- Hat der Neurologe auch untersucht, ob evtl. Epilepsie vorliegen könnte?

Symptome bei Epilepsie
Diabetes

Jetzt um Weihnachten ist ein Klinik-Aufenthalt nicht anzuraten. Aber wäre es denn sonst möglich, ihn in einer Klinik zu untersuchen?

Grüsse,
Oregano
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They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

AW: Wie betrunken.... Dringend Hilfe

derstreeck ist offline
Beiträge: 4.131
Seit: 08.11.10
Hallo so_honey,
Es klingt ein bisschen grotesk: Eine Limo und etwas Brot reichen bei einigen wenigen Menschen für einen stattlichen Alkoholrausch. Ein Pilz im Darm sorgt für eine beständige Alkoholproduktion.

Ein 61-jähriger Mann torkelte in die Notfallambulanz und beklagte sich über Unwohlsein. Die Sanitäter führten einen Atemalkoholtest durch und stellten einen Wert von beachtlichen 3,7 Promille fest. Das Kuriose an der Diagnose: Der Texaner behauptete eindringlich, an diesem Tag keinen Tropfen Alkohol angerührt zu haben.

Bereits zuvor war aufgefallen, dass der Mann häufig ohne ersichtlichen Grund in einen Rauschzustand kam – während des Kirchgangs oder zu anderen merkwürdigen Zeitpunkten. Einige Ärzte stuften den 61-Jährigen als "Toilettentrinker" ein, jemanden, der heimlich seine Alkoholsucht auslebt. Doch die Mediziner vom Panola College in Carthage gaben sich mit der voreiligen Diagnose nicht zufrieden und wollten der Sache auf den Grund gehen.
Auch ohne alkoholische Getränke kam der Mann auf 1,2 Promille

Die Ärzte beobachteten den Mann 24 Stunden lang auf einer Isolierstation, über den Tag verteilt aß er kohlenhydratreiche Kost, seine Blutwerte wurden kontrolliert. An einem Zeitpunkt lag sein Alkoholwert bei 1,2 Promille. Schnell lag die Vermutung nahe: Eine große Menge an Brauereihefe im Darm erzeugte den Alkohol. Die Infektion mit dem Hefepilz Saccharomyces cerevisiae wandelte Stärke aus Pasta, Bagel oder Brötchen in Ethanol um. Das bescherte dem Mann regelmäßig einen Rausch.

Zuvor wurden bereits einige wenige Fälle dieses Phänomens bei anderen Menschen beschrieben. Forscher haben das Leiden "Auto Brewery Syndrome" getauft. In der Regel verursachen die Hefepilze keine größeren Beschwerden, doch in Einzelfällen nimmt das Pilzwachstum überhand und führt zu den oben erwähnten Rauschzuständen. Bislang wurden ähnliche Fälle meist nach Antibiotika-Einnahmen oder bei geschwächtem Immunsystem beobachtet.
Betrunken ohne Bierkonsum: Wenn der Darm Alkohol produziert - N24.de
Fuselalkohol: Dr. Thomas Weiss

Dazu passt auch, dass er ein grosses Verlangen nach Zucker hat.

Ich würde meine Ernährung umstellen. Vielleicht so? Steinzeitdiät für Anfänger – Paleo360.de

Einige der Symptome deines Mannes könnten auch Nebenwirkungen von Anafranil sein.
Sehr häufige Nebenwirkungen:
Mundtrockenheit, Nasenverstopfung, Verstopfung, Benommenheit, Schwindel, vermehrtes Schwitzen, Hitzewallungen; Akkomodationsstörungen (Probleme, die Augen scharf zu stellen), Sprachstörungen, Zittern, Blutdrucksenkungen mit Kreislaufbeschwerden und Herzrasen, Gewichtszunahme, Leber-Enzym-Werteanstieg (vorübergehend).

Häufige Nebenwirkungen:
Probleme beim Wasserlassen (Blasenschwäche), Durstgefühl, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen bis zur Magersucht (Anorexie), Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautallergien und Hautausschläge (Urtikaria, Exantheme), innere Unruhe, Müdigkeit, Schlafstörungen, Stimmungsübersteigerungen, Angstverstärkung, Erregung, Kopfschmerzen, Taubheitsgefühl und Kribbeln sowie sexuelle Funktionsstörungen (das Lustgefühl und die Potenz betreffend), Herzrhythmusstörungen wie Arrhythmien, Reizleitungsstörungen oder Palpitationen.

Seltene Nebenwirkungen:
Verwirrtheitszustände, Bewusstseinsstörungen, Orientierungsstörungen. Leberfunktionsstörungen, Darmverschluss, Harnsperre, Kollapszustände, Schwartz-Bartler-Syndrom, Blutzuckerspiegelerhöhungen oder Blutzuckerspiegelsenkungen
Anafranil 10mg/-25mg: Nebenwirkungen & Wechselwirkungen - Onmeda.de

Ich habe persönlich keine Erfahrungen mit diesen Mitteln, würde jedoch kein Anafranil nehmen. Nach den wenigen was ich zu Wirkung/Nebenwirkung gelesen habe, würde ich ATARAX oder Atosil wählen.

ATARAX Tabletten: Wirkung & Dosierung - Onmeda.de
Atosil Tropfen: Wirkung & Dosierung - Onmeda.de

Grüsse
derstreeck

Geändert von derstreeck (26.12.15 um 11:15 Uhr)

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so_honey ist offline
Themenstarter Beiträge: 14
Seit: 26.12.15
Wir messen den Blutzucker nach dem aufstehen nüchtern. Und dann nach den 2 Stunden nach den Mahlzeiten.
Nur die Werte waren immer o.k.
Deswegen frag ich mich ob dann beim Arzt ein anderes Ergebnis rauskommt.

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so_honey ist offline
Themenstarter Beiträge: 14
Seit: 26.12.15
Nun ich denke nicht dass das Nebenwirkungen von Anafranil sind denn er hatte ja diese ganzen Sachen schon vorher auch ohne Tabletten. Und seit den Anafranil kann man wenigsten wieder neben ihm schlafen. Ich hab vergessen zu erwähnen dass wenn er diesen Zustand hat schreit er im schlaf...naja nicht schreien... wer den Film Exorzismus kennt .. Ein lautes gruseliges Stöhnen. und er liegt meist total verdreht "verkrüppelt" im Bett
Ich weiß dass hört sich verrrückt an. Aber ich erzähle wirklich keine erfundenen Geschichten. Das schlimme ist ja mir glaubt niemand. Selbst der Neurologe hat mit dem Kopf geschüttelt.
Wenn er 1 Stunde geschlafen hat dann ist der zustand fast wieder normal.
Es gab auch dass er ohne schlaf plötzlich wieder langsam normal wurde.
Tatsache seit den Anafranil kann man wieder neben ihm schlafen. das ist besser geworden.

AW: Wie betrunken.... Dringend Hilfe

derstreeck ist offline
Beiträge: 4.131
Seit: 08.11.10
Hallo so honey,

Ich denke, das Hauptproblem deines Mannes hat mit Candida zu tun: Candida Albicans - Hefepilz und Erreger der Kandidose – Symptome, Ursachen von Krankheiten

Zu den Nebenwirkungen von Anafranil. Vor allem das von dir genannte Symptom "erbrechen mit Pupillenzittern" brachte mich auf die Idee, dass dieses vielleicht eine Nebenwirkung von dem Anafranil ist. Dazu mein Hinweis, dass es Alternativen gibt, die vielleicht dieselbe positive Wirkkung aber weniger Nebenwirkungen haben. Das muss ja sowieso ein Arzt verschreiben. Ich habe davon keine Ahnung. Atosil und ATARAX habe ich genannt, weil ich dazu schon positive Berichte im Forum gelesen habe.

Grüsse
derstreeck

Geändert von derstreeck (26.12.15 um 15:19 Uhr)

AW: Wie betrunken.... Dringend Hilfe

bestnews ist offline
Beiträge: 5.933
Seit: 22.05.11
Ich habe auch erst gedacht: Diabetis.....honey. Ernährungsumstellung für einige Wochen, wenigstens ne Woche auf Steinzeitdiät und dann mal sehen, ob es besser wird.
Gluten kann alles mögliche verursachen, Histaminintoleranz auch und Nahrungsmittelunverträglichkeiten insgesamt, auch neurologische Symptome! Das ist den Ärzten in der Regel nicht bekannt. Deswegen Paleo, da fallen schon mal Gluten und Milchprodukte aus.
Nahrungsmittelunverträglichkeiten hat jeder ,der eine mehr oder weniger. Dieser Meinung ist auch ein mir bekannter Arzt, der alles seine Patienten daraufhin diagnostiziert.

Alles Gute.
Claudia.

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so_honey ist offline
Themenstarter Beiträge: 14
Seit: 26.12.15
Dankeschön. Ich werde erstmal auf jeden Fall den Neurologen darauf hinweisen ob er auf Epilepsie getestet hat. Denn das weiß ich jetzt nicht. Ich weiß aber dass bei ihm ein EEG gemacht wurde und da war alles in Ordnung. Er musste auch nachts ein Kästchen tragen wo Sauerstoff, Bewegungen ect gemessen wurde. Blöd nur dass in dieser Nacht nichts war....
Und ich werde auch mal nach anderen Tabletten fragen die hier vorgeschlagen wurden.
Mit dieser Ernährung muss ich mich mal vertraut machen. So eine Umstellung ist sicherlich nicht einfach. Aber ich würde wirklich alles tun um das abzustellen. Es raubt der ganzen Familie die Lebensqualität.
Wisst ihr ob ein normaler Hausarzt sowas testet? solche Intoleranzen? oder müssen wir da zu jemand speziellen.
Aber müsste es denn da nicht ständig sein diese symptome? Denn wenn er nicht arbeitet hat er es so gut wie nie. Wenn er arbeitet fast täglich. hab auch schon an die Halswirbelsäule gedacht denn er ist Maler. Einfach ratlos... Man weiß nicht mehr wo man ansetzen soll

AW: Wie betrunken.... Dringend Hilfe

margie ist offline
Beiträge: 4.652
Seit: 02.01.05
Ich denke auch, dass es am ehesten Nebenwirkungen des Anafranil sind.
Wenn man davon Verwirrtheitszustände und einiges mehr bekommen kann, so ist vermutlich dieses Mittel nicht geeignet für ihn.
Wie hoch ist es denn dosiert?
Vielleicht würde es reichen, wenn die Dosis deutlich reduziert wird?

Aber ich würde eher ein anderes Mittel, wenn er eines unbedingt braucht, probieren und dann mit niedriger Dosierung.

Ist Dein Mann denn evtl. leberkrank?
Einige der Symptome würden auch auf eine Leberkrankheit passen.
Der komische Mundgeruch könnte ein Hinweis sein, dass er manche Nahrung wie z. B. eiweißreiche Lebensmittel (Fleisch, etc.) schlechter verstoffwechselt. Das hat man häufig, wenn die Leber überfordert ist.
Vielleicht würde es, wenn er viel Fleisch isst, auch mal ein Versuch wert sein, Fleisch stark zu reduzieren und dafür Milchprodukte und Eier als Eiweißquelle zu wählen?
Einfach um zu sehen, ob sich etwas bessert?

Evtl. hat Dein Mann als Maler auch noch eine Schadstoffbelastung, die der Leber zusetzt?

Falls das Anafranil allein nicht die Ursache ist, würde ich also die Leber genauer betrachten.

lg
margie
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“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

AW: Wie betrunken.... Dringend Hilfe

desperado ist offline
Beiträge: 1.046
Seit: 30.10.08
Es würde mir noch einfallen
Weint dein Mann schon seit jeher bei schlechten Nachrichten?
Könnte er als Maler irgendeiner Substanz, einem Giftstoff ausgesetzt sein?
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