Wie betrunken.... Dringend Hilfe

26.12.15 07:11 #1
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Wie betrunken.... Dringend Hilfe

HealthyMad ist offline
Beiträge: 23
Seit: 22.12.15
Also ich würde auf jeden Fall mal dringend zum Arzt um Zuckerwerte und die anderen genannten Sachen untersuchen zu lassen ... Dann habt ihr zumindest mal die Richtung, worauf ihr schauen und achten müsst ...

Klingt an sich ja nicht so, dass es einfach wieder besser wird
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margie ist offline
Beiträge: 4.652
Seit: 02.01.05
Nachdem ich mir nun das über die kupferspeicherkrankheit durchgelesen hab ist mir gar nicht mehr wohl :-(
Ich hoffe nicht dass es sowas ist
Margie... du hast geschrieben neurologische Symptomatik.. dann ist auch der neurologe dafür zuständig evtl?
Ja und Nein.
Wenn Dein Mann erhöhte Leberwerte hat, wäre eine Leberambulanz in einer Uniklinik auch eine sinnvolle Anlaufstelle.
Wichtig ist, dass der Arzt, der Deinen Mann untersucht, sich mit der Krankheit auskennt.

Die Fachambulanzen für die Krankheit sind entweder durch Internisten (auf bestimmte Leberkrankheiten spezialiserte Gastroenterologen) besetzt oder aber es sind neurologische Fachambulanzen, die durch spezialiserte Neurologen besetzt sind.
Wohnt Ihr in Deutschland? Ich könnte Dir, wenn Du wissen willst, wo hier Ambulanzen mit Erfahrung sind, ein paar Orte in D nennen.

Bei neurologischen Beschwerden, wie sie Dein Mann hat, empfiehlt es sich, sowohl in eine internistische Fachambulanz als auch in eine neurologische Fachambulanz zu gehen, wenn man den Verdacht hat, dass es diese Krankheit ist.

Falls sich Dein Mann untersuchen lassen will, würde ich zunächst versuchen, die beiden Werte "Coeruloplasmin" und "Serum-Kupfer" so exakt wie möglich über den Hausarzt oder Internisten bestimmen zu lassen.
Das Blut sollte der Arzt nach ca. 30 Minuten zentrifugieren und die überstehende helle Flüssigkeit (das Serum) in ein separates Röhrchen füllen. Die Untersuchung sollte man zu Wochenbeginn machen. Nicht alle Labore sind bei der Bestimmung dieser Werte gleich gut. Manche Labore schicken das Blut evtl. auch an ein anderes Labor. Daher wäre eine Blutabnahme zum Wochenanfang sinnvoll.
Wenn Ihr zufällig in einer Stadt mit einem guten Labor wohnt, könntet Ihr zur Blutentnahme auch direkt (evtl. mit Überweisung vom Hausarzt) dorthin fahren.

Nimmt Dein Mann noch weitere Medikamente ein?
Zink sollte er längere Zeit nicht genommen haben. Auch Hormone können die Bestimmung beeinflussen (bei Frauen z. B. die Pille).
Weißt Du, ob er auch erhöhte Entzündungswerte hat?
Man soll die Untersuchung auf diese beiden Werte nicht machen, wenn man Infekte oder Entzündungen hat. Die Werte steigen dann an und verhindern so evtl. eine Diagnostik.

Angenommen Dein Mann hätte die Krankheit, so würde ich das in seiner Situation nicht für sooo schlimm halten. Er hat bei einer Therapie dann die Chance, dass sich alles zurück bildet. Das kann zwar etwas dauern, aber immer noch besser, als wenn dieser Zustand sich nie ändert.
Es gibt viele Menschen mit dieser Krankheit, die aus einem üblen Zustand vor der Therapie sich wieder vollständig erholt haben.
Natürlich wünscht man niemandem eine Krankheit. Aber wenn man eine Krankheit hat und man bekommt dann endlich die richtige Diagnose, ist das oft eine Erleichterung, weil man endlich weiß, was man dann tun muss.
D. h. ich würde es also nicht negativ sehen, wenn man bei Deinem Mann genau diese Krankheit diagnostizieren würde. Es ist auch keine Nervenkrankheit oder psychiatrische Krankheit und schon gar keine psychosomatische Krankheit, sondern eine angeborene Leberkrankheit, die eben zu einer chronischen Kupfervergiftung führt.

Aber erst muss man Deinen Mann mal untersuchen. Vielleicht hat er dann doch etwas anderes?

Es passen zwar etliche Symptome dazu, aber vielleicht ist das auch nur Zufall?
Ich will Euch sicher nicht fehlleiten.

lg
margie



PS.
Leberkrankheiten können auch zu Hypoglykämien (Unterzuckerungen) führen.
Leberkranken wird empfohlen, zur Vermeidung von Unterzuckerungen vor dem Schlafengehen nochmals extra kohlenhydratreich zu essen.
Das Schwitzen könnte bei Deinem Mann auf eine Unterzuckerung hinweisen.


Andererseits spricht ein erhöhter Nüchtern- Blutzucker eher für einen beginnenden Diabetes - dann wäre es noch sinnvoll, die Eisenspeicherkrankheit zu überprüfen, gerade dann, wenn in der Familie öfters Diabetes vorkommt.
Bei dieser Eisenspeicherkrankheit (auch eine genetische Leberkrankheit) bekommen die Betroffenen einen Diabetes und da sie auch erblich ist und sogar sehr häufig ist, wäre bei einem evtl. Diabetes auch diese Krankheit zu prüfen. Der wichtigste Wert hierfür ist das Ferritin (Speichereisen). Ist das zu hoch, bestünde ein Verdacht dafür.
Cola enthält viel Zucker. Das sollte er m. E. wegen des Zuckers meiden.

Aber ob ein Diabetes allein alle diese Symptome erklärt, wie sie Dein Mann hat, daran habe ich Zweifel.
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“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Geändert von margie (27.12.15 um 16:18 Uhr)

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bestnews ist offline
Beiträge: 5.933
Seit: 22.05.11
Unvwertäglichkeiten schwanken je nachdem, was man so isst....Ich nehme allerdings nicht an, dass Dein Mann je symptomfrei ist....Ich meine damit Blähungen, Schlafstörungen, Ängste , Depressionen, Probleme mit der Haut, Durst, alle möglichen Auffälligkeiten.
Jeder hat mit Unverträglichkeiten zu tun, der eine mehr der andere weniger....
Ich kenne einen Arzt der untersucht das deshalb immer bei jedem Patienten der neu ist. Er ist Gyn. Macht allerdings die Hitstaminintoleranz übers Labor und da irrt er, wenn er meint, das ist zuverlässig. Habe auch bei zwei Bekannten gesehen, dass es da falsch negativ war. Also findet er noch weniger als da ist bei mir hat er auch die Fructose übersehen und dennoch kommt er durch seien Untersuchungen zu dem Schluss; Jeder hat damit zu tun. Und wenn man sich beliest und sich umschaut erkennt man, es wird immer mehr...

Leider sind viele genauso wie ich zu dem Ergebnis gekommen, dass man alles selbst überprüfen muss, vieles selbst initieren usw.
Ich bin nach Jahrzehnten im der Schulmedizinmühle total desillusioniert und regele meine Belange soweit es geht selbst. Ich habe Glück, ich erfahre mittlerweile gut Unterstützung durch meine Ärzte im allgemeinen, weil die wissen, mit wem sie es zu tun haben.

Schulte Übing ist mir im www auch schon mehrnals über den Weg gelaufen. Er scheint ein gutes Wissen zu haben, sicher auch bedingt durch seine vielen Fachrichtungen. Da erkennt man dann eben ZUsammenhänge. Mit Unverträglichkeiten scheint er allerding nicht on top zu sein.
Er empfiehlt soweit ich mich erinnere Vollkorn. Das als auch Milchprodukte zu empfehlen ist Schnee von gestern, da beides der Gesundheit nicht zuträglich ist, das hat ne Menge Gründe und das wirst Du nicht nur hier immer wieder lesen. Viele bekannte Models und Schauspieler meiden dieese Sachen deshalb auch , zumindest glutenhaltige Vollkornprodukte.
Unverträglichkeiten laufen häufig im übrigen maskiert ab wie bei mir und vielen anderen.Deshalb ist das auch so lange bei mir nicht erkannt worden. Ich dachte immer, ich kann alles essen, mein Onkel auch und so einige andere. Ich habe von klein auf an weder Getreide noch Milchprodukte vertragen udn hatte auch ein Histaminproblem schon immer....Schreikinder sind da im übrigen typische Fälle , wo das von Anfang an schon Thema ist. Mittelohrentzündung...genre Milcheiweiss. Polypen und Mandeln und ständige ERkältungen sind auch Anzeichen für Essen nicht vertragen. Der Stuhl schmiert häufig. Die Symptome wandeln sich im Laufe des Lebens...

Ich wünsch Euch alles Gute.
Claudia.

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so_honey ist offline
Themenstarter Beiträge: 14
Seit: 26.12.15
Wir wohnen in Deutschland ja. Nähe von München.
Mein Mann nimmt sonst keinerlei medikament. Und hohe Entzündungswerte hat er auch nicht. Beim Neurologen wurde das letzte große Blutbild gemacht und da scheint ja alles bestens gewesen zu sein :-/ Alle anderen Untersuchen auch.

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margie ist offline
Beiträge: 4.652
Seit: 02.01.05
Hallo so honey,

München ist etwas ungünstig ...
Viel Erfahrung haben die Ambulanzen aus der Liste in Heidelberg (Med. Klinik), in Leipzig (v. a. Prof. Huster) und in Düsseldorf (Prof. Hefter).
Im Klinikum in Garmisch hat noch Dr. Scherer Erfahrung mit der Krankheit (auch wenn er Psychiater ist, kennt er sich gut damit aus).
Siehe hier:
http://www.morbus-wilson.de/index.ph...iniken&Z=1&E=1
oder auch hier:
http://www.morbus-wilson.de/index.php?P=beirat&Z=1&E=1

Aber ich schließe nicht aus, dass auch andere Ärzte die Krankheit diagnostizieren können. Es kommt eben drauf an, dass der Arzt überhaupt erst mal einen Verdacht auf die Krankheit hat. D h. wenn man einen Arzt bittet, diese Krankheit auch zu untersuchen, kann er die dafür nötigen Laborwerte nachlesen, wenn er sie nicht auswendig kennt.
Ggf. kann man, wenn der Verdacht nach den Laborwerten besteht, danach immer noch in eine Fachambulanz gehen.
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so_honey ist offline
Themenstarter Beiträge: 14
Seit: 26.12.15
Wenn er unverträglichkeiten hätte dann müssten wir ja mit der Paelo Ernährung/diät die genannt wurde ja evtl.vorwärts kommen? Aber Arztbesuche müssen so und so sein
Ich hab geschaut ob er so einen Ring im Auge hat. Hat er nicht so viel ich gesehen habe. Ist aber schwer zu erkennen da die Augen dunkelbraun sind.
Denkt ihr dass ein guter Heilpraktiker auch weiterhelfen könnte? Eine Freundin von mir war total krank und keiner konnte ihr helfen. Seit sie bei dem Heilpraktiker war ist sie gesund. Alle sind hellauf begeister von ihm.

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margie ist offline
Beiträge: 4.652
Seit: 02.01.05
Beim Neurologen wurde das letzte große Blutbild gemacht und da scheint ja alles bestens gewesen zu sein
Wurden da auch Leberwerte untersucht?
Hast Du die Möglichkeit, das Ergebnis der Untersuchung zu besorgen und evtl. die Werte hier reinzustellen?
Neurologen untersuchen nicht immer die Leberwerte.

lg
margie
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margie ist offline
Beiträge: 4.652
Seit: 02.01.05
Wenn er unverträglichkeiten hätte dann müssten wir ja mit der Paelo Ernährung/diät die genannt wurde ja evtl.vorwärts kommen?
Wenn Dein Mann leberkrank ist, wird es ihm mit einer fleischreichen (d. h. eiweißreichen) und kohlenhydratarmen Diät viel schlechter gehen.
D. h. ich würde erst prüfen lassen, ob er leberkrank ist. Denn diese Diät würde ihm dann gar nicht gut tun.
Seitdem ich kein Fleisch mehr esse, haben sich meine Verdauungsprobleme auch enorm verbessert (ich bin leberkrank).


Hat er nicht so viel ich gesehen habe. Ist aber schwer zu erkennen da die Augen dunkelbraun sind.
Wie gesagt: Die Krankheit hat man auch ohne den Ring. Wenn man den Ring sicher untersuchen lassen will. sollte man zum Augenarzt, der mit der Spaltlampenuntersuchung ihn am besten erkennen kann. Es genügt schon , wenn der Ring nur ansatzweise erkennbar ist.

lg
margie
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bestnews ist offline
Beiträge: 5.933
Seit: 22.05.11
Man kann ein normales Blutbild haben und ist sehr krank....

Hier mal so ein Fall:

http://www.symptome.ch/vbboard/hista...nmt-boule.html

ER ist Privatpatient und hat 50 Ärzte und einige Heilpraktiker ohne ERfolg konsultiert , am Ende hat er sich selbst aus dem Dreck gezogen....

Mein CRP Wert wird ständig gemessen und ist immer sehr gut....hat leider offenbar auch nichts zu sagen...

Mit der Paleo Diät könnte sich ne Menge bessern, allerdings werden da Lebensmittel die bei Fructose nicht gehen und auch bei der Histaminintoleranz gegessen. Den Versuch wäre es auf jeden Fall wert. Ich würde mich allerdings nicht mit Fleisch vollstopfen, das ist nicht gut für die Leber u.a. und die muss ja entgiften.

Heilpraktiker:
Auch hier gilt: Alles kontrollieren . Ich habe da schon üble Erfahrungen machen müssen und erlebe aktuell bei einer Bekannten, was alles unterlassen wird, weil offenbar Wissen fehlt. Gerade auch in Bezug auf Nährstoffe.... Sie ist mir ihrer HP zufrieden.....und ist gut krank...Es wird nicht urächlich sondern symptomatisch behandelt.
Wenn HP dann eine sehr erfahrene mit guter Ausbildung.
Jeder Behandelnde hat Lücken , jeder, das ist unumgänglich.
Wegen der Umweltmedizin würde ich mich eher an eine Arzt wenden ansonsten einen HP der sich hier spezialisiert hat .

Alles Gute.
Claudia.

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margie ist offline
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Seit: 02.01.05
Denkt ihr dass ein guter Heilpraktiker auch weiterhelfen könnte? Eine Freundin von mir war total krank und keiner konnte ihr helfen. Seit sie bei dem Heilpraktiker war ist sie gesund. Alle sind hellauf begeister von ihm.
Hier geht es vermutlich um eine schwere Grunderkrankung Deines Mannes. Mit so etwas würde ich nicht zu einem Heilpraktiker gehen.
Angenommen, Dein Mann hätte M. Wilson: Ich habe noch nie gehört, dass ein Heilpraktiker diese Krankheit von sich aus diagnostiziert hat.
Mit selteneren Krankheiten haben schon die sog. Schulmediziner Probleme und Heilpraktiker werden darauf sicher überhaupt nicht ausgebildet.
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